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Kodak T max 400
#1
Hallo zusammen,

bin nicht nur neu hier im Forum, sondern entwickele erst seit einigen Wochen Schwarzweißfilme bei mir zuhause. Gestern habe ich mich an einen Kodak T max 400 gewagt. Die Entwicklung erfolgte zunächst mit Adox Rodinal (1+25), 6 Minuten bei 20° C und Agfa Kipprhythmus. Ein Stoppbad wurde nicht genutzt. Ich tauschte lediglich das Wasser 3-4 mal komplett aus. Die Fixierung erfolgte mit Adofix Plus (ca. 4 Minuten). Nach der Schlusswässerung und der Abschlussbehandlung in Adoflo wurde folgendes Problem sichtbar: Auf dem Perforationsrand des Negativs konnte ich einen schmalen lila Streifen feststellen. Der Streifen hat eine ähnliche Farbe wie die Flüssigkeit, die ich nach dem Entwickeln auskippe. Bei der Entwicklung eines Adox CHS II oder eines Agfa APX (new) ist mir das nicht passiert. Was könnte die Ursache sein? Vielen Dank  im voraus für hilfreiche Hinweise!
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#2
...wahrscheinlich zu kurz fixiert und/oder nicht intensiv genug gewässert. Flachkristallfilme wie der T-Max brachen in etwa die doppelte Fixierzeit wie herkömmliche Filme. Die Fixierzeit ist zudem auch vom verwendeten Fixierer abhängig und kann einfach per Klärtest (Filmschnipsel in Fixierer tunken und Zeit messen, bis der Filmschnipsel klar ist = Klärzeit), ermittelt werden. Bei herkömmlichen Filmen ist die Fixierzeit gleich der doppelten Klärzeit, bei Flachkristallern ist die dreifache Klärzeit anzunehmen.
Gruß

Wolf
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#3
Danke für den Hinweis. Der von mir beschriebene farbige Rand auf dem Perforationsstreifen ist in etwa so breit wie der Spalt, in den ich den Film einspule. Meine Fixierzeit betrug nur etwa 4 Minuten, wobei ich die Dose (Jobo 1520) ständig in Bewegung gehalten habe. Ich habe mich an den Hinweis auf der Adoxfix Plus Flasche gehalten. Dass Flachkristallfilme eine längere Fixierzeit benötigen hatte ich bis dato nicht auf dem Radar. Die Negative habe ich bereits gescannt und bin dem Ergebnis zufrieden. Sollte ich den ganzen Film nochmals nachfixieren?
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#4
Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.

Das Wesentliche hat Wolf schon gesagt: alle Flachkristallfime benötigen in der Regel eine länger Fixierzeit.
Ich würde die Kärzeit bestimmen und diese mit 3 multipizieren.

Der T-Max 400 hat eine rötliche Färbung. Sollten nach dem kompletten Entwicklungsprozess Reste davon im Film verbleiben, so ist das erst einmal nicht so schlimm. Es hat keinen Nachteil. 

Du beschreibst den Fall, daß die Färbung nur partiell im Randbereich übrig geblieben ist. Das weist auf eine Unregelmäßigkeit hin.
Vielleicht war das Chemie-Volumen zu gering? Vielleicht hatte der Film Kontakt mit der Spule an der betreffenden Stelle?
Aus der Ferne lässt ich das so nicht sagen.

Mein Tipp: den Film zunächst kurz wässern, nochmals ausreichend fixieren (vielleicht 7...8 Minuten), dann gut wässern.

Fazit: die Färbung ist nicht so tragisch, die Fixerung war wahrscheinlich zu kurz. Das sollte korregiert werden.

Herzliche Grüße
Klaus
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#5
Thumbs Up 
Ganz herzlichen Dank für die Hilfe. Wie vorgeschlagen habe ich gerade den schon bereits in Streifen geschnittenen Film nochmals 8 Minuten in ein Fixierbad gelegt. Die Verfärbungen auf dem Perforationsrand sind verschwunden. Abschließend wurde wieder gewässert und der Film durch Adoflo gezogen. Jetzt  sollten die Negative für die nächsten Jahre ihre Qualität behalten.
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#6
Ende gut- alles gut :-)
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