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Xtol/XT-3 grundsätzliche Fragen
#1
Hallo zusammen,
ich entwickle seit gut einem halben Jahr meine s/w Filme selbst und habe bis jetzt immer Rodinal benutzt.
Nachdem ich mich jetzt ein bisschen tiefer eingelesen habe, würde ich gern zum Vergleich mal Xtol ausprobieren, weil er a) für abgelaufene Filme besser sein soll (ich habe mal einige gekauft) und b) ich einige Male mit dem sehr groben Korn nicht so happy war, was ja XTol offenbar auch besser macht als Rodinal.

Nachdem ich nun ein bisschen Infos zu Xtol gesammelt habe, bin ich aber ein bisschen unsicher, wie ich die Angaben bzgl. wie ich den Entwickler mischen/benutzen soll, verstehen soll.

Deswegen folgende Fragen:
1) Ich benutze einen Jobo-Tank und brauche deswegen 250ml Entwickler-Lösung.
Muss ich trotzdem 1-Liter-Lösungen ansetzen und die dann bis zu 15x verwenden, wie im Kodak Datenblatt steht? oder kann ich auch irgendwie kleinere Ansätze machen?

2) wenn ihr mal Stock Solution und mal 1+1 Solution benutzt, wie macht ihr das? Habt ihr eine Entwicklerflasche für Stock und eine, falls ihr mal 1+1 macht?

3) Was ist der Unterschied zwischen XT-3 und XTol? Nach ein bisschen Suchen habe ich gelesen, dass XT-3 eigentlich nur Vorteile ggü. XTol hat, aber auf der Impex Seite steht, dass man nur 10 Filme/Liter entwickeln kann, während man mit XTol 15 Filme hinbekommt (laut Kodak Datenblatt).

Danke schonmal, ich hoffe ich habe mich relativ verständlich ausgedrückt,
lg Jules

p.s.: gibt es ein XT-3 Datenblatt? Ich konnte leider keines finden. Auch wenn ihr Tipps bzgl. Xtol habt, freue ich mich.
#2
Hallo Jules,
XT-3 und Xtol wurden auf photrio.com ausführlich behandelt. XT-3 soll gut funktionieren.
Meine Erfahrung ist mit Xtol.
Xtol mit abgekochtem Wasser ansetzen, sauber arbeiten, und ggf. unter Luftabschluss aufbewahren. Vorsicht, da kann so manches drin wachsen...
Die Mindestmenge von 100ml Stammansatz je KB-Film nicht unterschreiten, bei 1+1 sind also 200 ml je Film nötig.
1+1 funktioniert gut, ist dann Einmalentwickler. Für Großverbraucher bietet sich Regenerieren der Stammlösung an: siehe Gebrauchsanweisung.
Zum Start sind die Zeiten der Anleitung bzw. der "massive development chart" gut, im Zweifel lieber etwas überentwickeln.
Viel Erfolg!
Gut Licht! Pitt
#3
Hallo Jules,

XT-3 ist in der Summe seiner Parameter der bessere Entwickler verglichen mit Rodinal.
Rodinal hat aber unschlagbare Vorteile, welche Du auch mit deinen Fragen aufzeigst.
Dazu zählt der Preis pro Entwicklung und die einfache Dosierbarkeit sowie die sehr hohe Schärfe i.V. mit akzentuiertem Korn.
XT-3 im Gegenzug nutzt die Empdinflichkeit in der Standard-Entwicklung etwas besser aus und bringt Schärfe bei vergleichsweise viel geringerem Korn.
Als Pulveransatz musst Du aber immer den gesamten Packungsinhalt ansetzen. Wir gehen zwar davon aus, dass man durch die Captura-Technologie auch Teilansätze machen kann, belegt ist das aber (noch) nicht.

Wie der Vorredner schon angedeutet hat, kannst Du den 1 Liter Ansatz auch als „Konzentrat“ verwenden und Teilentnahmen in 150ml Schritten tätigen (=300ml Arbeitslösung).
Die Stammlösung muss unter Sauerstoffabschluss aufbewahrt werden. Dazu kannst Du die Original ADOX Chemie-Flaschen verwenden, denn sie sind Sauerstoffgesperrt. Nach jeder Entnahme durch Zusammendrücken der Flasche die Luft „ausquetschen“. Alternativ in eine Glasflasche so viele Glasmurmeln einwerfen bis sie hochgefüllt ist.

Das ist eigentlich etwas komplizierter als die Stammlösung in einer 1 Liter Flasche zu lassen und nacheinander die 10 Filme (mit Verlängerung ab dem 4 oder 5 Film) zu entwicklen.

Das mit der Stammlösung funktioniert sehr gut.

Mischen solltest Du das nicht. Also Du solltest nicht eine Stammlösung, welche Filme gesehen hat, anfangen zu verdünnen. Das geht natürlich alles (theoretisch) aber dafür berechnet Dir niemand die dann anzuwendenden Faktoren. Also ja, einmal Stamm einmal zum Verdünnen ansetzen, wenn das gewünscht ist. Normalerweise geht man einfach den einen oder den anderen Weg. Es lohnt nicht beim Entwickler zu sparen und einen (viel teureren) Film zu riskieren.

Dass wir nur 10 Filme angeben, stammt aus der gleichen Quelle. 15 Filme wäre möglich aber gegen die Grenznutzung wird das System immer wackeliger. Das macht man heute weniger. Du könntst aber auch im XT-3 15 Filme entwickeln. Die Angabe mit 10 Filmen ist eher auf der konservativen Seite.

Viele Grüße,

Mirko
#4
moin zusammen,

ich habe jahrzehntelang mit rodinal agfa filme entwickelt.
da es leider schon lange keine agfa filme mehr gibt, habe ich ilford, adox und foma filme genommen.
mit rodinal war das aber nicht so optimal.
mit xtol ist das mit ilford und foma filmen viel besser als mit rodinal.
verdünnung 1:1.

ich werde jetzt nur noch xtol nutzen.
schöne zeit
matthias
#5
Hallo Matthias,

wenn Du jetzt auch einmal unsere (verbesserte) Version vom X-tol ausprobieren würdest, wäre das schön.

Viele Grüße,

Mirko
#6
Hallo Mirko und Pitt,
ich dachte, ich hätte schonmal ne Nachricht geschrieben, die aber iwie ist die nicht da, deswegen nochmal danke für eure Antworten, sie haben mir sehr geholfen.
lg Jules

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