TeeGee
Ich hatte mir diesen Film mal ganz bewusst gekauft, um diesen beworbenen 50s-Look zu bekommen. Am Wochenende will ich ich in die Mamiya einlegen, öffne die Dose und das Silberpapier und kratze dann wie üblich mit dem Fingernagel den Klebestreifen ab ... fliiiitttsch!!!! wickelt sich mit einem Mal fast der ganze Film auf, so stramm war der auf die Spule gespannt! Mit Mühe habe ich nach einer Schreck-Viertelsekunde schnell zugepackt, bevor es sich ganz aufgerollt hatte. Mit weiterer Mühe habe ich ihn halbwegs stramm gezogen und den Rest den Kameramotor machen lassen, der hörbar zu tun hatte. Am Ende des Films benahm er sich dann ganz normal, obwohl ich vorsichtshalber in ein stockfinsteres, innen liegendes Badezimmer im Hotel gegangen bin.
Heute kam er von PS 13 entwickelt zurück und ist durch den Lichteinfall und die Teilaufwickelung völlig ruiniert! Vielleicht solltet ihr bei Impex mal einen Warnaufdruck auf die Dose machen, dass diese Filme nicht maschinell und damit einwandfrei aufgespult worden sind, sondern in einer Manufaktur mit dadurch verbundenen Toleranzen!
Das war wohl mein erster und letzter ADOX, da waren einige unwiederbringliche Motive dabei, dann doch lieber Kodak oder Ilford, auch wenn es teurer ist.
zensusa
Hallo TeeGee,
eigentlich, wenn man sich einen Film "bewusst kauft....", sollte man sich doch auch bewusst und ausführlich über die "Besonderheiten" dieses Materials, zumal du es ja anscheinend bisher nicht in deiner praktischen Fotoarbeit benutzt hast, informieren. Das gilt eigentlich für alle Materialien die man noch nicht kennt und mit denen man noch nicht gearbeitet hat. Es ist also ratsam wichtige Aufnahmen, die man nicht wiederholen kann, nicht mit einem Filmmaterial (gilt auch für Kameras, Objektive, Chemie usw.) zu bewerkstelligen, wenn man die Stücken, Schwächen und Besonderheiten dieses Materials nicht kennt. Hättest du das beherzigt, wärst du auf vielfältige Hinweise bezüglich Eigenschaft, Verarbeitung und Besonderheit dieses Filmmaterials gestoßen; - und zwar in diversen Foren, auf den Seiten der Produzenten, Anbieter und in den technischen "Datenblättern" etc. und es wäre dir sehr viel Frust erspart geblieben.
1. Alle, - nicht nur die ADOX CHS Filmserie -, Filme die auf einem PET Träger gegossen werden (zB. alle ADOX CHS Roll- und Planfilme; EFKE Roll- und Planfilme, die meisten Rollei Roll- und Planfilme u.a.) sollten beim Einlegen in die Kamera mittig gehalten werden, damit sie nicht aufspringen, da PET -Träger wesentlich robuster sind als die bekannten alten Filmträger und von daher auch eine Eigendynamik entwickeln !
2. Alle Filme auf PET Trägerbasis sollten unbedingt besonders lichtgeschützt in die Kamera eingespult/eingelegt werden. D.h., keine helle Lichtquelle, bzw. direkte Bestrahlung, da der klare PET Träger ein "sehr guter Lichtleiter" ist. Was in diesem Falle natürlich nicht gewünscht ist. Selbst Kleinbildfilme sollten daher so behandelt werden, da ein starker Lichteinfall auf die "Filmzunge" in die Patrone weitergeleitet wird und somit die ersten Aufnahmen ruiniert.
3. Die ADOX CHS Filme, die ja auf EFKE Filme basieren, sollten wie diese und alle Filme die die gleiche Fertigungsgrundlage besitzen bei niedrigen Temperaturen und keinesfalls in Entwicklungsmaschinen eines Großlabors entwickelt werden. Das geht fast immer schief!
4. Das Aufspringen deines Films hat also nichts mit der Produktionstoleranz einer Manufaktur zu tun (diese zeigen sich eher in Abweichungen beim Trägerbezug in Emulsionsschwankungen bei den jeweiligen Chargen oder manuelle Beschädigungen in der Schicht usw.) sondern wahrscheinlich eher mit einer, dem Filmträger nicht angemessen Art deines missglückten Einspulversuches.
5. Der ADOX CHS 50 ist ein Rectepan-Film (Orthopanfilm). D.h. seine Empfindlichkeit endet knapp über 600 nm im Gegensatz zu Panchromatischen Filmen (z.B. Kodak TRI-X, Ilford HP 5 etc.) die wesentlich weiter in den Rotbereich reichen, oder gar die Superpanchromatischen Filme (z.B. der alte nicht mehr existente Forte/Classic Pan 400). Das macht übrigens den "50er Jahre Look" des ADOX CHS Films aus, die "dunklere" Darstellung von Rottönen, d.h. die gesamte Grauwerteumsetzung unterscheidet sich stark von Kodak oder Ilford Filmen, die fast alle, egal ob klassisches Silberkorn oder Flachkristalle, panchromatisch ausgerichtet sind. Es gibt also bei Kodak und Ilford keine vergleichbaren Filme im Sortiment. Selbst Fujis Acros, der ja auch ein (von den Daten her gesehen) Rectepanfilm ist, unterscheidet sich in den Tonwerten vom CHS 50.
Der CHS unterscheidet sich also gewaltig von anderen Filmen, sowohl in den Tonwerten, als auch in der Handhabung. Ich selbst benutze EFKE /Adox Rollfilme schon seit der Zeit als sie noch auf Acetatträgern gegossen wurden und obwohl sie immer schon etwas aufwendiger zu handhaben waren und sich auch die Emulsion im Laufe der Jahrzehnte etwas verändert hat, gehen die ADOX CHS und EFKE Filme immer noch zu meinen Lieblingsfilmen, da ihr Tonwertspektrum unerreichbar ist (nur der Maco PO 100c oder der neue Rollei Retro 100 Tonal, der ja eigentlich der alte PO 100c ist) haben die selben wunderbaren Tonwerte; - sind ja auch Rectepan Filme auf klassischer Silberkornbasis.
Also TeeGee, ich würde es an deiner Stelle noch einmal versuchen ! Viel Glück !
TeeGee
Danke für die technische Lyrik, ich hatte mich durchaus informiert über den Film, auch auf der Impex-Seite. Fast alles, was du sagst, habe ich dort gelesen, nur die stramme Aufspulung wird dort geflissentlich verschwiegen. Ich finde auch nicht, dass es nötig sein muss, dass man sich wegen eines Films erstmal quer durch alle Fotoforen lesen soll, bevor man ihn benutzt. Impex hat ja schon recht ausführliche Datenblätter erstellt, der Hinweis auf das light-piping und den "Aufroll-Charakter" hätte man da ruhig auch noch anbringen können.
Nach Auskunft in anderen Foren hängt die zu stramme Aufwicklung durchaus mit der Herstellung in einer Manufaktur zusammen.
zensusa
Hallo TeeGee,
kann es sein, dass du beleidigt bist? Übrigens, wenn schon Vergleiche dann bitte "technische Prosa" (bedeutet: "gerade heraus") und nicht "..technische Lyrik.." (wie dann eher Gedichtform/Verse etc.); - ich habe jedoch nichts erdichtet, noch gedichtet.
Ansonsten, Filme auf PET Trägern müssen besonders sorgfältig gewickelt werden, da ein Lichteinfall vom Rand vermieden werden muss, denn PET Filme, wie bereits erwähnt, haben eine Eigenspannung; im Klartext bei schlechter, lockerer Wicklung drücken sie sich auseinander und es gelangt vom Rand her Licht in den Film!
Wenn du schreibst "... Nach Auskunft in anderen Foren hängt die zu stramme Aufwicklung durchaus mit der Herstellung in einer Manufaktur zusammen.", dann trifft diese Aussage schlicht nicht zu, denn es hat nichts mit der Manufaktur zu tun, sondern allein mit dem Pet Filmträger, der eine gleichmäßige, stramme Spannung verlangt!
Was das "light-piping" betrifft, so wird z.B. bei der Filmcharakteristik der "ADOX Art Series Filme" (siehe http://adox.de/ADOX_Filme/page47/page47.html) bei den einzelnen Filmen deutlich darauf hingewiesen.
Beste Grüße und nichts für Ungut, ich möchte dich schließlich nicht ärgern, sondern mein Beitrag war eigentlich als (freundlicher) Hinweis gedacht. Forenbeiträge werden aber leider oft emotional missgedeutet.
TeeGee
Hallo TeeGee,
kann es sein, dass du beleidigt bist? Übrigens, wenn schon Vergleiche dann bitte "technische Prosa" (bedeutet: "gerade heraus") und nicht "..technische Lyrik.." (wie dann eher Gedichtform/Verse etc.); - ich habe jedoch nichts erdichtet, noch gedichtet.
Was Prosa bedeutet, schläfst du besser nochmal nach ... (nur soviel: ich bin Germanist!) Der Begriff Lyrik war durchaus ironisch gemeint, aber auch das kommt ja nicht immer an.
Ansonsten, Filme auf PET Trägern müssen besonders sorgfältig gewickelt werden, da ein Lichteinfall vom Rand vermieden werden muss?
Eben! Und unter
sorgfältiger Aufwickelung verstehe ich was anderes als so einen "Rollmops"!
Klaus_H
Und unter sorgfältiger Aufwickelung verstehe ich was anderes als so einen "Rollmops"!
Auch bei Rollfilmen auf PET Träger muss nicht auf eine perfekte Konfektionierung verzichtet werden. Ein norddeutsches Unternehmen bringt einen "Infrarot" Film in den Handel, der bei einem britischen Unternehmen konfektioniert wurde / (wird ?). Bei diesem Produkt gibt es weder den Lichteinfall am Filmrand, noch den "Rollmops"-Effekt.
Konfektionieren will halt gekonnt sein.
Es bleibt zu hoffen, dass die künftige Rollfilmkonfektionierung in Bad Saarow qualitätsmäßig auf internationalem Niveau (Kodak, Fuji, Ilford) fertigt.
"Sportliche" Konfektionierungen gibt es bereits genug.
Beste Grüße,
Klaus
Patrick
Hallo,
das mit dem plötzlichen Aufrollen des Films beim Einlegen in der Kamera ist mir auch mit anderen Filmen passiert, besonders bei Fuji Arcos Filmen. Ich benutze den CHS 50 seit Jahren und bin sehr zufrieden mit der Wiedergabe, die ich von diesem Film bekomme, ich würde ihn sehr vermissen, wenn es ihn nicht mehr gäbe. Ich denke auch, wer ernsthaft Mittelformat fotografiert, wird wohl mehr als nur den einen Film in der Tasche haben. Ich würde diesen Zwischenfall nicht so ernst nehmen, und einfach den 50er noch einmal probieren, nur diesmal genug Vorrat mitnehmen... Die Ergebnisse sind die Sache wert, wenn man einmal ein richtig schönes Foto damit geschossen hat.
Damit wünsche ich noch mal viel Spaß beim Fotografieren!
Patrick.
TeeGee
Ich denke auch, wer ernsthaft Mittelformat fotografiert, wird wohl mehr als nur den einen Film in der Tasche haben. Ich wurde diesen Zwischenfall nicht so ernst nehmen, und einfach den 50er noch einmal probieren, nur diesmal genug vorrat mitnehmen..
Lustige Antwort! Du würdest dich also nicht ärgern, wenn ein Film mit unwiderbringlichen Motiven hinüber ist? Natürlich hatte ich mehr als einen Film in der Tasche, hilft aber nicht viel, wenn die Motive auf dem anderen Film waren. Bei Fuji Acros hatte ich dieses Problem noch nie, selbst ein Shanghai GP3, mithin das Exotischste, was man sich in die Kamera packen kann, ist besser konfektioniert.
thomas_l
Nun alle sollten auf eine gute Konfektionierung achten, ein norddeutsches Unternehmen evtl. auch noch auf die richtige Breite des Films....
Ich verstehe schon, dass es einen ärgert, wenn sowas passiert. Ich mag eigentlich die PET-Träger grundsätzlich nicht besonders gerne, egal bei welchem Film. Ich verwende den efke 50 (manchmal auch als Adox CHS, meistens aber als efke, haben die die gleiche Konfektionierung?) öfter mal und habe das Problem aber bisher noch nie gehabt. Also generell ist mir das noch nie und bei keinem Film passiert.
Mich würde aber trotzdem interessieren, ob das vielleicht tatsächlich irgendein zufälliger Fehler war oder ob man generell bei solchen Filmen verstärkt darauf aufpassen muss, denn bisher habe ich auch sowas nie geachtet.
lg Thomas
TeeGee
Nach dem, was ich in anderen Foren las, ist das bei diesem Film wohl durchaus später erwartbar.
Gast
Hallo,
ich benutze auch gelegentlich Adox CHS Filme, bis jetzt habe ich da keine Mängel feststellen können.
Nach nur einem Film auf die Qualität der Adox Konfektionierung schließen zu wollen, halte ich für sehr verwegen.
Und bei dem was so in Foren geschrieben wird, bin ich doch sehr vorsichtig geworden.
Mängel in der Konfektionierung habe ich auch schon bei norddeutschen und britischen Firmen feststellen müssen.
Grüße
Wolfgang
P.S.: Trotzdem ist so ein mangelhafter Film natürlich ärgerlich!
sputnik
Ohne jetzt etwas für oder gegen adox-filme sagen zu wollen: ICH hätte einen film, der sich beim Abreißen der Banderole abrollt einfach nicht benutzt (schon gar nicht bei "unwiederbringlichen Motiven") und lieber einen zweiten geöffnet - mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. Dass ein schnelles Wiederstraffziehen nichts bringt, liegt eigentlich auf der Hand. Man kann ja das eingefallene Licht schlecht wieder rausquetschen :-)
Kryschtof
So ist es, auch wenn es ärgerlich ist, dass man einen unbenutzten Film wegwerfen muss.
Ich habe im Urlaub einmal abwechselnd Kodak Portra und Fuji Neopan 400 verwendet und musste dabei lernen, dass Rollfilmspulen von verschiedenen Herstellern unterschiedlich breit sein können. Leider wurde der Neopan nicht richtig straff auf die Spule vom Portra aufgerollt, woran vielleicht auch eine zu schwache Andruckrolle ihren Anteil hatte. Der Lichteinfall beim Öffnen der Kamera war nicht vorherzusehen und hat den halben Film ruiniert.
Den 400er gibt es nicht mehr, aber ich achte jetzt auch beim 100er Acros vorsichtshalber darauf, die passende Leerspule zu verwenden. Lernen durch Tun.
Feingeistige Akademiker mögen vielleicht einen Ratschlag von ihresgleichen beherzigen: http://www.youtube.com/watch?v=TwIPB6DcSZs
Grüße
Christof
AchimBauer
Viel Geschrei für einen verpfuschten Film!
Ich habe mein ganzes Leben verpfuscht und jammere nicht so.
Grüße, Achim
TR
was ich in anderen Foren las, ist das bei diesem Film wohl durchaus später erwartbar.
Da würde ich mir jetzt konkrete Quellen(Links) wünschen. Davon habe ich noch nie etwas gehört und bei meinen bisherigen CHS-120ern (auch der 50er) ist mir ein solches Problem noch nie untergekommen.
TeeGee
@T.R.: dann gib die Filmbezeichnung mal bei den einschlägigen Foren (l-camera-forum, aphog, gamborang) als Suchbegriff ein, da dürftest du einiges finden.
Urnes
Gegen den Träger geb ich euch noch einen mit auf den Weg:
Ich bin also mitten in Indien auf einer Kamelfarm und wollte unbedingt analog fotografieren. Ich hatte einen frischen Film eingelegt, einen Ilford Delta 400 24 Bilder. Dann kam der Schock als bei Bild 11 die Kamera den Film komplett zurück spult. Das wars dann mit Kamelen. Kein Backup dabei, keine Digi, nichts. Ich hab schon die Krise bekommen, dass die Kamera was abekommen hat. Film rein, Film raus, mit aufgesetztem Deckel nochmal durch laufen lassen.....aber immer war bei Bild 11 Schluss. Später im Hotel hab ich dann ausgerechnet wie lang ein 24er Film sein müsste und ganz mutig einen unbelichteten Film aus der Dose gezogen. Die Länge stimmte. Ich hab aber dann noch eine ganze Weile grübeln müssen bis ich drauf gekommen bin, dass die DX-Codierung von den Filmpatronen falsch war, waren insgesamt 40 Filme. Hab dann mit Pflaster die Codierung überklebt. Ihr seht Fehler passieren auch bei den Großen.
Gruss Sven.
TR
Ihr seht Fehler passieren auch bei den Großen.
Klar, weil dort zuerst jeder den Fehler bei sich selbst vermutet und nicht am Produkt (was jetzt nicht bedeuten soll, dass
TeeGee etwas falsch gemacht hat). Traut man sich dann, dem Produkt pauschal Untauglichkeit zu unterstellen, kann sich dann schnell in solchen Foren festigen und zum Merkmal werden - bei diversen Kameratypen zumindest.
MirkoBoeddecker
Hallo TeeGee,
dass Dir ein Film aufgesprungen ist, tut mir leid aber es ist wirklich schwer nachzuvollziehen warum Du diesen dann noch belichtet hast. Es muss Dir doch klar gewesen sein, dass die Bilder möglicherweise teil-belichtet sind.
Wir warnen ja auch extra vor dem light-piping Effeckt und liefern die schwarzen Dosen dazu, damit der Film auch im fest gewickeltem Zustand nicht dem Licht ausgesetzt wird.
Bei sämtlichen Filmen auf PET Träger (und das werden bald wohl leider bald alle Filme sein) muss man mit etwas höherer Tendenz zum Aufspringen rechnen als bei Triacetatfilmen.
Allerdings hat auch Triacetat hat eine gewisse, wenn auch geringere, Neigung gegen Aufwickeln.
Ich halte meine Filme seit jeher immer fest bis die Feder der Kamera das für mich macht.
Aber ich greife den Vorschlag gerne auf und sehe mal wo man das noch als "Anwendungshinweis" platzieren kann.
Die Neigung des Trägers sich etwas gegen Aufwicklung zu "sträuben" kann nicht dadurch beeinflusst werden wie er gewickelt worden ist. Insofern hat das nichts mit Varianzen in der Konfektionierung zu tun. Ein Rollfilm muss immer fest gewickelt werden. Würde er lose gewickelt gäbe es Randlichteinfall.
Früher bei dem alten Acetatträger haben alle über die schlechte Planlage nach dem Entwickeln gemosert.
Jetzt wo wir einen Träger verwenden der nach der Entwicklung glatt wie ein Babypopo liegt gibt es plötzlich Beschwerden gegen Planlageneigung des Trägers vor der Entwicklung....
Nur zur Erklärung möchte ich daher darauf hinweisen, dass alle CHS Filme nicht in unserer Manufaktur hergestellt wurden, sondern wie auf der Fim-Schachtel leicht zu erkennen "Made in Croatia" sind.
Wir konfektionieren hier in Bad Saarow wesentlich besser. Im Prinzip müssten wir keine schwarzen Dosen mehr mitliefern, wenn wir hier konfektionieren würden. Leider ist Arbeit in Deutschland aber so teuer, dass wir dann nicht mehr wettbewerbsfähig wären gegen die Importe aus Kroatien und da Fotografen immer zuerst auf den Preis schauen, müssen wir leider genauso schlecht (und billig) sein wie der preiswerteste Alternativ-Anbieter bei diesem Material.
Anders ist das bei unseren Premium-Produkten. Deswegen haben wir ja die beiden Produktlinien. "Art Series" für das Material zu Kampfpreisen (z.B. CHS Filme) und "Premium Line" für die Qualitätsorientierteren Produkte die nicht in so einem harten Vergleichswettbewerb stehen (bei den Rollfilmen derzeit nur der CMS 20).
Wir überlegen allerdings ob es nicht sinnvoll wäre den efke wieder im Original anzubieten (um der Billig-Fraktion zu genügen) und daneben einen nachträglich auf Fehler untersuchten und perfekt konfektionierten Film unter ADOX zu einem höheren Preis anzubieten (Fehler aussuchen und wegwerfen = Mehr Materialeinsatz, Konfektionierung in Deutschland = teurer).
Es wäre für uns interessant zu erfahren ob dafür ein Markt bestehen würde.
Viele Grüße,
Mirko
TeeGee
Mirko,
beim ersten Mal macht man immer was falsch und der Film war ja auch nicht komplett aufgesprungen, aber eben doch genug um ruiniert zu sein. Ich hatte schnell zugepackt und gehofft, es wäre noch rechtzeitig gewesen, tja, war leider nix.
Einen entsprechenden Hinweis würde sicher nicht nur ich auf der Packung begrüßen.