AchimBauer
Hallo Miteinander,
Hier ist die Sprache von 5 Euro pro Film bei Kleinmengen, und über Absatzprobleme bei den Preisen.
Als ich vor kurzem mir eine Horizon zulegte, hatte ich keinen Film im Hause der nicht in irgendeinem Gehäuse eingelegt war.
Bestellen im Netz lohnt sich nur bei großer Menge, die konnte ich nicht bestellen weil die Entscheidung zu meinem Standardfilm damals noch nicht getroffen worden war (mit der Efke Einstellung ist sie nun erneut vertagt).
Also in meiner Provinzhauptstadt in einen der beiden letzten von vormals 7 Fotogeschäften wo ich die Riesen Auswahl zwischen Ilford und Ilford und Ilford hatte, und für 2 Filme 14 Euro berappen musste.
Aso was ist an 5 Euro so schlimm wenn man dann auch noch ne Auswahl hat die weiterführt als nur Ilford?
Gruß Achim
adophil
Und Posts voller Häme sind nicht sonderlich stilvoll, Adophil.
Danke für den Hinweis, war mir gar nicht aufgefallen, dass mir irgendwo die Güle durchgegangen sein sollen: Spott und Schadenfreude? Eher Enttäuschung, ansonsten müsste ich mich ja an meinem eigenen "Leid" ergötzen.
TiMo
Hallo Mirko,
... aber die sehr großen Märkte für die er geplant worden ist, existieren nicht mehr bzw. sind von anderen besetzt worden.
Was übrig ist, ist zu klein um die Kosten in den Griff zu bekommen.
Das kapiere ich nicht. Da ist doch nichts neu hinzugekommen. Die Situation ist doch auch nicht anders als bei den 100er-Filmen.
Kickstarter (für PWT und 400er) ist keine Option für euch?
5€+ ist schon eine Ansage. Man bekommt von den "Großen" tolle Qualität günstiger. Warum soll man da Experimente machen?! So wird der Grossteil der Leute denken. Da müsste der Film der Manufaktur schon sehr viel besser sein um den Preisunterschied zu rechtfertigen. Und der Qualitätsvorsprung muss auch erstmal kommuniziert werden.
Man sieht doch schon, was in den Foren los ist, wenn ein Trix 20 Cent teurer wird. Da müssen sich dann die Ladeninhaber für diese "Unverschämtheit" rechtfertigen.
Der CHS war ein schöner Film. Und er war sehr preiswert. Das wird ihn für viele noch schöner gemacht haben.
Nicht zu vergessen ist auch, dass die Analogphotographie Nachwuchs gut gebrauchen kann (Klaus Wehner scheint da ja sehr rege zu sein). Und wenn die gleich mit Adox anfangen, wäre es natürlich auch schön. Aber falls sich das allgemeine Preisniveau bei 5€+ pro Film einpendelt, wird es natürlich schwer die zu locken.
Eher Enttäuschung, ansonsten müsste ich mich ja an meinem eigenen "Leid" ergötzen.
Ich finde es auch schade, dass ich den Adox 400 noch nicht zu meinem neuen, formatübergreifenden Standardfilm für ASA 400 erklären kann. Ich werde die Zeit dann eben mit kleinen Mengen Kodak oder Ilford überbrücken und sobald sich was tut umsteigen. Bis dahin freue ich mich den Silvermax auszuprobieren.
Timgruss
piu58
... aber die sehr großen Märkte für die er geplant worden ist, existieren nicht mehr bzw. sind von anderen besetzt worden.
Das kapiere ich nicht. Da ist doch nichts neu hinzugekommen.
Als der APX 400 wegfiel, musste sich alle, die den benutzten umstellen. So auch ich. Sie sind beim HP5+ gelandet oder beim TMX oder beim Tri-X oder sonstwo. Jetzt stellt sich da kaum jemand noch einmal um, außer am Markt passiert etwas.
Mirko war zu langsam, um aus dieser Umstellung einen Vorteil ziehen zu können. Wahrscheinlich hat er die Schwierigkeiten unterschätzt, die einer Entwicklung eines neuen Films bzw. die Umstellung auf kleinere Chargen vorangehen. Aber das ist Unternehmertum: Trotz aller Schwierigkeiten beginnen.
*Jetzt* bricht etwas weg, aber nicht das 400er Segment, sondern geringempfindliche Filme. *Jetzt* hat man die Chance, von der Umstellung etwas abzubekommen. *Hier* muss man jetzt handeln. Alles ganz vernünftig.
adophil
...
Ich glaube, das die Entwicklung des Marktes viel mit (Massen-) Psychologie zu tun hat.
...
Schnäppchenmentalität ist tödlich!
...
Kunstszene, erklärt den Ausstellungsbesuchern was das Tolle ist an eurer Fotografie.
Das ist das positive an der "Gesundschrumpfung" bisher: die ganzen Knipser sind jetzt Digitalknipser geworden.
Wer heute analog unterwegs ist, der weiß warum.
...
Wir machen Kunst- selbstbewusst und offensiv.
In der Kunst- und Ausstellung-Szene boomt die klassische analoge Fotografie.
Wir müssen zeigen und sagen was wir können und warum das etwas sehr Wertvolles ist.
...
Aus diesem Grund und in diesem Sinn veranstalten wir auch unser fineartforum in Paderborn
(06.-07.Okt .2012, Eintritt frei! [color=#000080]
www.fineartforum.info[/color] )
Nach dem letzten Rüffel kennzeichne ich das nachfolgende Geschreibsel in Teilen mal vorsichtshalber als Satire:
Wenn es darum ging, die analoge Fahne hoch zu halten, war ich bisher aus Paderborn anderes gewohnt. Was ich aber hier lese, halte ich für starken Tobak, den ich nicht ganz unkommentiert lassen möchte. Ich fange hinten an:
Von obiger Veranstaltung in 2010, bei der es damals auch 400er Testfilme gab, und wo das jetzt urplötzlich schockgefrostete Projekt für mich richtig Fahrt aufnahm, habe ich besonders gerne den Vortrag von Christoph K. Schwarz mitgenommen:
[color=#000080]
http://www.fineartfo...z 6.6.2010b.pdf[/color]
Jetzt wird mehr oder weniger direkt oder indirekt folgende Gleichung aufgestellt:
digital = knipsen / analog = Kunst
Zumindest kann dies bei dem ein oder anderen unbedarften Leser, so wie ich einer bin, so ankommen. Und das tut dann richtig weh!
Wie schön auch, dass man dem Niedergang der analogen Fotografie = "Gesundschrumpfung" auch noch etwas positives abringen kann. Wenn nämlich endlich die Knipser das Lager gewechselt haben, bleibt nur noch die Elite übrig. (Wem wird da nicht gleich warm ums Herz?)
Die ist dann auch immun gegen das Schnäppchensyndrom bzw. muss nun auf das vermeintlich höhere Niveau eingestimmt werden. Sind das alles Verbrecher, die das Material der Agfa, das sonst als Sondermüll hätte entsorgt werden müssen, in Form von Filmen abgenommen haben? Mit meinen 10 APX KB dürfte ich dann aber nur ein Kleinkrimineller sein. Ganz fein raus sind die, die günstig ganze Rollen Trägermaterial sichern konnten. Dann doch lieber bei Ilford bunkern, den einzigen, die durch die Bank in gleichbleibender Qualität und stets zuverlässig garantiert keine Schnäppchenpreise machen? Da komme ich gleich wieder in Gewissenskonflikte...
Ja, die Masse, die nicht immer so will, wie sie soll. Da kann ein wenig Psychologie, von direkter Hirnwäsche möchte ich nicht reden, nicht schaden...
TiMo
Hallo Uwe,
danke, jetzt kommt etwas Licht in die Sache. Der APX 400 soll ja sehr beliebt gewesen sein (ich kenne ihn nicht). Deswegen könnte man ja annehmen, dass die, die kurzfristig ins andere Lager wechselten, wieder zurückkehren werden. Viel eintesten muss man ja wohl nicht mehr, wenn der Nachfolger sehr ähnlich oder gleich wird.
Du schreibst, dass beim 100er-Segment was wegbricht. Ich nehme an, du meinst Efke. Der Silvermax ist doch aber klar von Mirko nicht als Nachfolger für CHS deklariert worden. Oder meinst du generell einen ASA 100-Film mit "klassischer" Emulsion?
Timgruss
adophil
ein "No-Frills" 100er-Film mit Chargenkonstanz, ganz normaler Entwickelbarkeit, ohne großem Trara und Tschimbum und mit gesicherter Produktion jenseits von einmaligen Agfa-Restbestand-Effekten würde mich allerdings viel mehr interessieren.
In diesem Zusammenhang hebe ich mir meine Vorfreude auf die CHS-Replikate in allen Formaten auf.
Aber auch hier streifen wir das Thema Psychologie: Wenn glaubhaft gemacht wird, dass ein Produkt nach 5 Jahren sehr wahrscheinlich nicht weitergeführt werden kann, dann entfaltet auch dies seine Wirkung...
Auf mich wirkt es fast so, als ob der neue Film in der Hauptsache ein SW-Diafilm ist. Erst wenn man sein Potenzial als Negativfilm voll ausschöpfen möchte, benötigt man den Spezialentwickler.
Urnes
Mich würde mal interessieren, wieviele Filme jeder von euch so im Jahr verbraucht. Also in besten Analogzeiten habe ich im Jahr vielleicht 30 Filme verbraucht (ohne Workshops, die wurden ja von den Teilnehmern bezahlt und ohne Farbe). Bei 5 Euro pro Film wäre ich bei 150 Euro pro Jahr. Ich muss sagen es gibt Dinge für die gebe ich wesentlich mehr aus. Also beispielsweise eine Tankfüllung wäre das, so ungefähr.
Gruss Sven.
TiMo
Hi Sven,
das ist tatsaechlich interessant. Mach doch einen neuen Thread auf.
Timgruss
piu58
> Oder meinst du generell einen ASA 100-Film mit "klassischer" Emulsion?
>
> Darum geht es ja jetzt. Die Efke-Anwender müssen sich umorientieren. Mirko wird wissen, um welches Filmvolumen es sich handelt, er hat es ja verkauft. Das sind vernünftige Planungszahlen.
KlausWehner
Lieber adophil,
um eine so komplexe Thematik mit so wenigen Zeilen überhaupt ansprechen zu können, ist eine Verkürzung und Vereinfachung notwendig.
Soetwas führt dann schnell zu Missverständnissen.
Natürlich sehe ich die Thematik sehr wohl differenziert.
Früher war die SW Fotografie das einfachste, schnellste, preiswerteste und weitverbreiteteste Bildmedium. Aus dem Grund wurde es auch für die "unbeschwerte" Fotografie benutzt, wie im Urlaub, Ausflügen, Familienfesten... usw.
Das wird heute alles digital erledigt.
Dieses unbeschwerte, nicht weiter ambitionierte Fotografieren habe ich als "Knipsen" bezeichnet - ohne damit eine Wertung zu verbinden.
Mir ist natürlich bewusst, welchen extrem hohen Wert solche Fotografien für den Einzelnen und Familien haben. Das kann man gar nicht hoch genug einschätzen!
Es gibt auch einen hohen kulturellen Wert solcher Fotografien.
Meiner Meinung nach geht es in der Fotografie nicht um "besser" oder "schlechter".
In der Fotografie geht es um einen authentischen Ausdruck eines einzelnen Fotografen. So gesehen ist jeder Schnappschuss gleichwertig zu jedem 8x10 inch fineartprint.
Natürlich folgt dann immer eine Bewertung durch Dritte nach ganz unterschiedlichen Kriterien - und die kann sehr verschieden ausfallen.
Analog und Digital sind zwei unterschiedliche Medien mit unterschiedlichen Leistungsschwerpunkten. Es gibt viele gute Gründe, digital zu fotografieren.
Gründe für analoge Fotografie gibt es auch - aber die sind nicht so offensichtlich. Die muss man erklären (manchmal auch mit emotionalen Worten).
adophil, für Deine Kritik bin ich dankbar. Ich hoffe, durch meine Klarstellung werden einige Missverständnisse geklärt.
Wenn ich Dich durch meine Formulierungen gekränkt habe, so bitte ich um Entschuldigung! Das war keinesfalls meine Absicht!
Es würde mich sehr freuen, wenn wir bei einer Gelegenheit das in einem persönlichen Gespräch vielleicht restlos klären können.
Der Probebegut der 400 ASA Emulsion, der in Paderborn 2012 verfügbar war, der war noch sehr ähnlich dem alten APX 400.
Danach gab es weitere Änderungen an der Emulsion. Sie ist nochmals deutlich besser geworden. Meine Aussagen zu der 400 ASA Emulsion beziehen immer auf die verbesserte Emulsion (nach 2010).
Herzliche Grüße
Klaus
Urnes
"Früher war die SW Fotografie das einfachste schnellste preiswerteste und weitverbreiteste Bildmedium. Aus dem Grund wurde es auch für die "unbeschwerte" Fotografie benutzt wie im Urlaub, Ausflügen, Familienfesten... usw.
Das wird heute alles digital erledigt." Bei quotet das nicht richtig....stellt auch einfach vor, das ist das Quoting vom Klaus....:-)
Hallo Klaus,
jetzt muss ich aber mal fragen, wann das war? Ich denke mal du müsstest dann schon etwas älter sein als ich. Ich hab 1990 mit s/w angefangen und schon damals war es für Otto, den Normalverbraucher, eine Nische. Alle Welt hat wollte Farbe und selbst bei den einschlägigen Fotogeschäften, hast du damals maximal 2 Sorten Film bekommen. Die wirklich großen Mengen an Film gingen an die Presse, die Studios und institutionelle Organisationen. Und das ist auch der Markt der weggebrochen ist. Also ich kenne heutzutage wesentlich mehr Leute die s/w analog fotografieren und auch entwickeln als früher, deswegen verstehe ich auch die Diskussionen nicht sooo ganz. Im Internetzeitalter ist es viel einfacher an Filme heranzukommen als früher. Ich hab in der Relation früher viel mehr pro Film ausgeben als wenn ich heute 5 Euro pro Film zahlen würde und hatte viel mehr Rennerei überhaupt an welche ranzukommen. Gruss Sven.
Gast
Dann müssen die Anfänge der Fotografie wirklich wohl weit vor Deiner Zeit gewesen sein;-)
Klaus hat Recht: natürlich war früher SW DAS Medium und jeder Fotoladen/Fotograf hat das für die Kunden entwickelt. Der nächste Fotograf war ca 900 m weit weg und dahin habe ich als Schüler meine Filme zum Entwickeln und für Abzüge 7x10 Bättenrand gebracht ;-)
Später dann hat er sich auch einem Großlabor angeschlossen und so ging es weiter, den Rest kennt man dann ja!
KlausWehner
Lieber Urnes,
na klar, auch Dein Einwand ist richtig!
Die SW Fotografie (so wie ich sie beschrieben habe) war in den 50zigern und 60zigen das allgemeine Medium.
70ziger und 80ziger waren geprägt durch die Farbfotografie.
Dann kam langsam die digitale Fotografie Mitte bis Ende der 90ziger.
Letztendlich geht es aber darum ab wann die Fotografie von einem handwerklichen Prozess zu einem industriellen Prozess (in der Verarbeitung) wurde.
Erst durch die industrielle Verarbeitung der Filme war dieses unbeschwerte fotografieren breiter Gesellschaftskreise möglich.
Schon die Überlegung von (Kodak)-Eastman ging in die Richtung: "You push the bottom- we do the rest"
Die Fotogeschichte ist schon sehr interessant.
Ja, die Presse war der entscheidene Filmverbraucher bis zu den 90nzigern.
Die Presse hat dann aber die digitale Fotografie nachhaltig positiv beeinflusst. Die Leistungsmerkmale der digitalen Fotografie entsprechen zu 100% den Presseanforderungen. Das war der Durchbruch für die Digitalfotografie.
Aber ohne den Filmverbrauch der Presse haben alle Filmersteller die bekannten Kapazitätsprobleme.
Ich freue mich über die rege Diskussion!
Gegenfrage an Urnes- und alle anderen: Was ist denn für euch der Grund analog zu fotografieren?
Gewichtige Gründe scheinen ja erst einmal dagegen zu sprechen.
Herzliche Grüße
Klaus
Urnes
Hallo Klaus,
das ist eine gute Frage, die ich mir von Zeit zu Zeit wirklich selbst stelle und mich dann vor der Antwort erschrecke, die Konsequenz vergesse und einfach mal weiter mache.
Nein. Im Ernst. Ich weiß es wirklich nicht. Ich printe digital wie analog bis ca. 30x40 und muss gestehen, dass ich digital sehr viel sicherer und besser bin als analog. Andererseits habe ich viele Verfahrensweisen in der analogen Fotografie überhaupt erst durch die digitale begriffen. Es wurde da früher sehr, sehr viel Darkroom-Voodoo betrieben.
Letztendlich würde ich sagen weil ich das Handwerkliche mag und natürlich auch aus Gewohnheit. Und weil ich gerne mit großen Kameras und großen Negativen arbeite. Ganz klar natürlich auch weil ich immer noch Negative habe, die immer schon mal abziehen wollte und nicht dazu gekommen bin. Am meisten jedoch weil Cyanotypien oder andere Alternativprozesse digital nur nachgeahmt werden können, ich aber den ganzen Prozess verfolgen kann. Beim Lithprinting sieht das ähnlich aus.
Oh, und ich bin jemand, der lieber fotografiert und nachher einen Abzug in der Hand hat, als jemand der sich wochenlang überlegt wie er noch mehr Tonwerte aus seinem Film herauskitzeln kann.
Am Ende jedoch wird man immer am fertigen Bild gemessen und da ist es egal wie es zustande gekommen.
Gruss Sven.
pittyman
Ich persönlich hatte noch keinen digitalen Print in der Hand, welcher einem guten SW Abzug auf Barytpapier nah gekommen wäre.
Es sah stets nach 'gedruckt' aus, die Haptik und natürlich die wunderbare Oberfläche des Baryts haben mich nie ernsthaft über die digitale Variante der Fotografie nachdenken lassen, obwohl ich über die 'einfachen' Möglichkeiten der Bildbearbeitung manchmal schon neidisch bin. Das empfinde ich auch als einzigen Vorteil gegenüber der manchmal schwierigen Dunkelkammerarbeit. Preislich gesehen habe ich nicht das Gefühl wesentlich mehr für die analoge Arbeit berappen zu müssen. Auch gute digitale Kameras kosten ihr Geld und haben eine begrenzte (Auslösungen) Lebensdauer. Bis dahin kann ich viele Filme belichten, bei 20 Grad Minus arbeiten, tolle Langzeitbelichtungen machen und vor Allem ohne der Abhängigkeit irgendwo meine Akkus aufladen zu müssen. Computer, Monitore, Kalibrierungstechnik für Bildschirme und Drucker - eine Dunkelkammer ist da wesentlich günstiger in der Anschaffung und wer die Form der Arbeit mag, ist analog gut bedient. Am Ende muss jeder Fotograf selber entscheiden zu welchem Werkzeug er greift und welche Arbeitsweise ihm mehr zusagt. Ich persönlich bin mit der analogen Fotografie glücklich, Abstriche muss man bei jedem Medium in Kauf nehmen.
KlausWehner
Lieber Sven, lieber Dirk,
genau da sind wir am wirklich wichtigen Punkt.
Je subjektiver und persönlicher man (für sich) eine Antwort findet, umso dichter ist man dann an der eigenen Wahrheit.
Dann kann man auch besser erkennen, in welche Richtung man sich weiterentwickeln kann und möchte.
Diese Fragen (für sich) zu klären, ist wesentlich wichtiger, als die ganzen technischen Fragen zu diskutieren.
Erstaunlich ist allerdings, dass so etwas selten thematisiert wird.
Schade, dass ich gerade keine Zeit habe. Es würde sich unbedingt lohnen, hier weiter und genauer darauf einzugehen.
Aber vielleicht ist das hier auch schon etwas "offtopic".
Es würde mich freuen, wenn wir diese Diskussion bei Gelegenheit fortsetzen könnten.
Herzliche Grüße
Klaus
Morte
Leute,
das ist ja alles sehr interessant. Aber können wir jetzt bitte endlich wieder zum Thema zurückkommen? Diskussionen über digital vs. analog sind schon unzählige geführt worden.
Was mich an diesem Thread irritiert (und ich bitte um freundliche Aufklärung, sollte ich die entscheidende Information übersehen haben): Es ist hier oft und ausführlich die Rede von dem APX-400-Nachfolger, auch vom Silvermax und gelegentlich den CHS-Filmen. Was aber ist eigentlich mit dem Adox-Nachfolger des APX 100?
Über den Entwicklungsstand dieses Films aus Bad Saarow habe ich nun schon sehr lange nichts mehr gehört oder gelesen. Wenn mich nicht alles täuscht, wurde dieser Film ursprünglich vorrangig behandelt. Erst nach seiner Markteinführung sollte doch das 400er Material ernsthaft angegangen werden. Aber in all den Spekulationen, Informationen von Mirko bzw. aus Bad Saarow und Hände-überm-Kopf-Zusammenschlagen über die Efke-Produktionseinstellung ist das Thema Adox Pan 100 sang- und klanglos vom Tisch verschwunden.
Habe ich was übersehen?
Klar, es war die Rede davon, dass zunächst alle Vorräte des APX 100 vom Agfa-"Nachfolger" Agfafilm aus den Lagern verkauft sein müssen, bevor die neue, verbesserte Emulsion in den Handel kommt. Wie ich nun aber schon an verschiedenen Stellen las, soll dieser Punkt in erreichbare Nähe gerückt sein. Mich wundert eben nur, dass der Film auf den vorangegangenen Seiten nicht ein einziges Mal in der Diskussion erwähnt wurde. Stattdessen taucht urplötzlich ein neuer 100er Film auf, der Silvermax, der nun definitiv kein CHS-100-Ersatz sein kann, wegen seiner Eigenschaften und auch, weil er viel zu schnell nach dem Efke-Verlust kam. Er soll, wie Klaus Wehner schrieb, dem APX 100 recht ähnlich sein, hat aber eben doch seinen eigenen Entwickler. Es kann sich also, denke ich, nicht um einen nur umbenannten Adox Pan 100 handeln, sondern um einen komplett neuen Film. Von dem aber vorher nie die Rede war, auch weil, wie Mirko mehrfach schrieb, Adox nach diversen Rückschlägen verständlicherweise vorsichtig mit Vorankündigungen geworden ist.
Was bleibt, ist also die simple Frage: Was ist eigentlich mit dem Adox Pan 100? Auch auf der Adox-Seite ist er nun nicht mehr mit Bild und Text erwähnt. Das finde ich recht merkwürdig.
Ich freue mich über Aufklärung!
Grüße, Morte
Urnes
Hallo Klaus,
du kannst dich auch gerne mal außerhalb des Forums melden. Paderborn ist leider im Moment für mich leider zu weit ab vom Schuss, aber solche Events im Reallife werden immer wichtiger.
Gruss Sven.
chweise
Wie ist denn der Stand der Dinge an der Filmfront?
Der Silvermax ist ja schon ganz schön, aber solange es den nicht als 120er gibt ...