MarcS
Hallo,
ich habe (erst) seit einigen Filmen ein Problem:
Die Filmstreifen (6x6) sind relativ genau ab Mitte etwas Dunkler bzw. Heller
(Beispielscan anbei)
Habe bisher immer 1min Kipp entwickelt
(HP5, AdoxCHS100, PanF) in Ultrafin Plus oder Rodinal
Nach einem Test mit 3Sec. Kipp ist das Problem beseitigt, möchte
aber gerne bei 1min bleiben.
Hat jemand eine Idee, wie dieser Effekt entstehen kann?
Vielen Dank
Marc
[ATTACHMENT NOT FOUND]
Wolfram
Hallo Marc,
wenn alle Fotos so sind sieht es so aus als ob ein Verschlussvorhang zu langsam ist..... .
(Wenn deine MF-Kamera einen Schlitzverschluss hat?
Dann müsstest du schauen welcher Vorhang die rechte oder linke Bildhälfte freigibt.
Der langsame könnte leicht verharzt sein. (?)
Dabei beachten dass das Bild auf dem Film auf dem Kopf steht.
Nach Unrichtigkeit der Kassette sieht es nicht aus.
Was macht der "Dreizack" links im Himmel?
Ist das dein Bildfehler oder nachträglich entstanden?
Ich hoffe dass ich dir helfen konnte.
Gruß
Wolfram
Urnes
Hallo Marc,
also wenn du mich so fragst, würde ich sagen, dass deine Dose nur halbvoll ist und der Teil, der im Entwickler steht stärker entwickelt wird.
Gruss Sven.
MarcS
Hallo Marc,
wenn alle Fotos so sind sieht es so aus als ob ein Verschlussvorhang zu langsam ist..... .
Was macht der "Dreizack" links im Himmel?
Gruß
Wolfram
Hallo Wolfram,
den Verschluss hab ich auch schon kontrolliert, dachte auch daran
ist er aber nicht, ist auch eine Hassel (Zentralverschluss)....
Der "Dreizack" kommt wohl von hastiger Trocknung, vermute ich,
wegen schneller Fehlersuche
Hallo Sven,
die Mengen hab ich nie verändert und sind so wie sie sein sollen
(500ml JoboDose) Ultrafin Plus 1+4 /Rodinal 1+25
Könnte es eventuell vom Entfernen des Filmklebebandes kommen?
Manchmal lasse ich das Zeug drauf, manchmal vielleicht zu heftig
abgerissen? Jedenfalls hatte ich noch nie vorher dieses Problem
und wenn ich 3Sek. kippe ist es ja auch OK.....
Gruß Marc
StefanCaspari
Hallo Marc!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Ganze ein Problem des Entwickelns ist.
Ist die 'dunklere' Seite des Negativs (also die hellere des Positivs) auch die Seite, die in der Dose unten ist?
Probier's doch mal mit Rotationsentwicklung (kannst einfach die Dose auf dem Labortisch hin- und herrollen).
Ist die Dose mit der von Dir gewählten Flüssigkeitsmenge auch wirklich bis zur Oberkante der Filmspirale voll?
Herzliche Grüße: Stefan
Wolfram
Hallo Marc,
Bei Zentralverschluss fällt mir auch nichts mehr ein.
dann hängt es wohl doch am entwickeln.... .
Machst du Rotation, schütteln oder drehen?
Sind ALLE Negative so?
Grüße
Wolfram
Xenar
Hallo MarcS,
Deine Hasselblad mit Zentralverschluss (im Objektiv) hat einen Hilfsverschluss vor der Filmebene (= vor dem Magazin). Der besteht meines Wissens aus zwei Teilen (Hälften?), die nach innen weg- (bevor der ZV öffnet) und wieder hinklappen (nachdem Du den Auslöser loslässt). Wenn nun eine Hälfte etwas lahm beim wegklappen ist, dann fehlt Dir auf dieser Negativhälfte etwas Licht (d.h. das Negativ ist da heller, das Positiv wiederum dunkler).
Würde allerdings nicht erklären, warum der Fehler bei ständiger Kippen nicht auftritt...
Gruß
Volker
Wolfram
Hallo,
aha, du kippst.
hast du auf der Skala die falsche Füllmenge abgelesen?
Neue Trommel?
Aber du machst das ja nicht erst seit gestern.
Zumindest benetzt der Entwickler anscheinend die eine Hälfte mehr...... .
Labor ist leider nicht so meine Sache.
Ist zwar feige, aber ich lasse entwickeln.
Und in der Zeit als ich meine Filme noch selbst entwickelt habe arbeitete ich mit Rotation...... .
Das kann ich dir nicht helfen.
Bin mal gespannt was da raus kommt.
Grüße
Wolfram
MarcS
Erstmal vielen Dank für die Ideen,
hab jetzt mal 3 HP5 mit gleicher Belichtung und Motiv verschossen
1) 1Min (je Minute 10Sek. kippen) 9 Minuten (Problem erneut da)
2) 30Sek. (je 30 Sekunden 10Sek. kippen) 7 Minuten (Problem weg)
3) 3Sek. (je 3 Sekunden kippen, also dauernd...Uff) 5 Minuten (Problem weg)
Alle 20Grad/ Ultrafin Plus / Dose voll und frisch / Fix 5 Min. /Wässern Ilford
Ich verstehe es nicht, aber wie es scheint, kann ich einfach nicht bei 1Min bleiben?
Beste Grüße
Marc
MirkoBoeddecker
Hallo Marc,
es hat jemand schon weiter oben gefragt, welche Zahl Du von der Dose abgelesen hast.
Es gibt ja eine Zahl "die ist wie sie sein soll" für Kipp und eine "die ist wie sie sein soll" für Rotation.
Die Füllmenge für Rotation reicht nicht für Kipp!
Aufgrund der Tatsache, dass das Problem bei mehr Bewegung verschwindet, spricht aus meiner Sicht auch alles für zu wenig Entwickler in der Dose.
Der Test ist einfach:
- leere Filmsple in den Tank
- Wasser einfüllen bis Film wirklich völlig unter Wasser
- Wasser in Messzylinder gießen und Zahl ablesen
- Zahl mit "Menge wie sie sein soll" vergleichen
- Ggf. zukünftig "Menge wie sie sein soll" dadurch ersetzen
Viele Grüße,
Mirko
MarcS
Ist mir peinlich, aber mir scheint, des Rätsels Lösung ist:
Schlampigkeit und Renovierung der Küche....
Seit 2 Wochen lagere ich die Chemie in einer Speisekammer (3 kalte Wände,
ist auch kühler geworden, die letzten Tage)
Das Wasser steht auf 20 Grad temperiert, den kalten Entwickler eingefüllt und
nicht umgerührt (wird ja sowieso gleich vermischt....)
Kalte Flüssigkeit setzt sich natürlich auf den Boden!!!
Hab einfach nicht bedacht, dass der Entwickler durch die neue Lagerung die bisher relativ
genauen 20 Grad einfach nicht mehr hat und nach einem Test mit richtig temperiertem
Entwickler funktioniert auch die 1Min. Kippvariante...
......sorry für den Sturm im Wasserglas
Gruß
Marc
ps...Entwickleransatz 500ml in der Jobo1520 (also Randvoll)
Wolfram
Hi Marc,
ist aber eine billige Lösung!
Und DAS passiert dir mit Sicherheit nie wieder.
Ist aber mutig von dir, dass du es zugegeben hast.
Gruße
Wolfram
TR
ps...Entwickleransatz 500ml in der Jobo1520 (also Randvoll)
Randvoll bringt nichts, wenn man nach jedem zweiten Kippen die Dose auf dem Kopf stehen lässt (ein Teil des Entwicklers läuft in den Deckel und fehlt im "Für"). Lässt du deine Dose evtl. auch mal auf dem Kopf stehen? Das ist nämlich der Fehler, den ich jahrelang beging, wobei eine höhere Kippfrequenz, wie bei dir, dies wieder ausgleicht.
MirkoBoeddecker
Hallo Marc,
hmm ich bin noch nicht so richtig überzeugt.
Der Übergang von niedriger zu höherer Dicht auf dem gezeigten Scan ist sehr scharf abgebildet.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine so genau gezogene Temperaturgrenze in deinem Entwickler besteht, nachdem er in die Dose eingegossen worden ist.
Das vermischt sich doch dabei. Auch nach jedem Kippen. Dazu musste Dein Entwickler Schichten bilden mit unterschiedlichen Lösungen, die sich nicht vermischen (Bsp. Öl und Wasser). Solche Substanzen enthalten Entwickler nicht.
Für mich bleibt das ganze ein Rätsel.
Viele Grüße,
Mirko
MarcS
Hallo T.R. , Mirko,
richtig, diese Temperatursache war ein Zufallsergebnis und der Tip
von T.R. trifft auch zu!
Kann mich zwar nicht mehr erinnern wo, aber die Variante "auf den Kopf
stellen nach jedem 2ten kippen" hab ich in irgendeinem Buch gelesen und
unregelmäßig je nach Entwicklerzeit angewendet.
Möglicherweise so auch ein "Verkettung".......
Die letzte Entwicklung mit genauer Temp. und Dose auf dem Boden
hat wieder funktioniert, ich hoffe, es bleibt so
Vielen Dank
Marc
TR
und der Tip
von T.R. trifft auch zu!
Dann gehe ich davon aus, dass es daran liegt. Wie gesagt, ich war nämlich eine Zeitlang genau so ratlos wie der Ochs vorm Tor und meine Negative sahen ganz ähnlich wie deines aus (harter Übergang), bis ich die Dose nie wieder auf dem Kopf stehen lassen habe. Es wird immer vom Kippen gesprochen, wie dies aber nun genau aussieht, erfährt man selten.
Hier, relativ weit hinten, kam ich damals (gar nicht so lang her) auf des Rätsels Lösung.
Gruß Thomas
StefanCaspari
und der Tip
von T.R. trifft auch zu!
Dann gehe ich davon aus, dass es daran liegt. Wie gesagt, ich war nützlich eine Zeitlang genau so ratlos wie der Ochs vorm Tor und meine Negative sahen ganz ähnlich wie deines aus (harter Übergang), bis ich die Dose nie wieder auf dem Kopf stehen lassen habe. Es wird immer vom Kippen gesprochen, wie dies aber nun genau aussieht, erfährt man selten.
Hier, relativ weit hinten, kam ich damals (gar nicht so lang her) auf des Rätsels Lösung.
Gruß Thomas
Hallo Thomas!
klingt ja abenteuerlich "Dose auf den Kopf nach jedem zweiten Kippen" - wozu das gut sein soll, erschließt sich mir nicht zur Gänze.....
Aber vielleicht sollte man anlässlich dieses Phänomens mal die ganz normale Kippentwicklung erläutern:
1. die Entwicklermenge muss so groß sein, dass der Film in der Spirale bei aufrecht stehender Dose vollständig(!) bedeckt ist. Gleichzeitig sollte noch genug Luft in der Dose sein, dass beim Kippen der Entwickler auch tatsächlich in der Dose herumwirbeln kann.
2. Das Entwickler- Ansatzgemisch muss vor(!) Einfüllen in die Dose gemischt und temperiert sein.
3. Zügig eingießen, und mit der Zeitmessung beginnen, wenn der Entwickler vollständig eingegossen ist, -
sofort(!) Deckel schließen, und Dose mehrmals von unten mit dem Handballen gegenstoßen, oder Dose auf Unterlage ausstoßen, um auf dem Film anhaftende Luftblasen zu entfernen, um den Film gleichmäßig zu benetzen.
4. Dann sofort mehrmals kippen, um den Entwickler in der Anfangsphase gleichmäßig in die Emulsion zu bringen.
5. Dann den gewählten Kipprhythmus durchführen.
6. Nach Entwicklung zügig(!) ausgießen, und am Besten Stoppbad ebenfalls zügig eingießen, damit keine ungleichmäßige Nachentwicklung, oder Ablaufstreifen entstehen.
Erst wenn die Entwicklung beendet ist, kann's mit dem Fixierbad etwas 'lässiger' weitergehen.
Herzliche Grüße aus München: Stefan
TR
5. Dann den gewählten Kipprhytmus durchführen.
Tja, nur wie sieht Kippen eigentlich in der Praxis aus? ;)
Kippen heißt für mich, eine Lage zu 90° oder 180° zu ändern. Besser müsste es aber "kippen, wieder zurück und absetzen" heißen.
Tatsächlich funktionierte die völlig falsche Methode mit auf dem Kopf stehen auch jahrelang bei mir, nur aber eben mit einem hohen Kipprhytmus und bei Kleinbild.
StefanCaspari
5. Dann den gewählten Kipprhytmus durchführen.
Tja, nur wie sieht Kippen eigentlich in der Praxis aus? ;)
Kippen heißt für mich, eine Lage zu 90° oder 180° zu ändern. Besser müsste es aber "kippen, wieder zurück und absetzen" heißen.
Tatsächlich funktionierte die völlig falsche Methode mit auf dem Kopf stehen auch jahrelang bei mir, nur aber eben mit einem hohen Kipprhytmus und bei Kleinbild.
Hallo Thomas!
Mindestens 90° solltest Du schon kippen, damit sich in der Dose was rührt.
Aber egal, was Du machst, Du solltest es immer gleich machen, damit Du auf wiederholbare Ergebnisse kommst.
Herzliche Grüße: Stefan
cfb_de
Tja, nur wie sieht Kippen eigentlich in der Praxis aus? ;)
Kippen heißt für mich, eine Lage zu 90° oder 180° zu ändern. Besser müsste es aber "kippen, wieder zurück und absetzen" heißen.
Hallo Thomas,
in der Tat wäre es sehr hilfreich, wenn die Dosenhersteller ihre Deckel halbkugelförmig gestalteten! Dann stellt sich die Frage mit "auf den Kopf stellen" nicht mehr ;)
"
Kippen" ist "mindestens einmal entlang einer (so'n Zylinder hat derer unendlich) Horizontalachse um 180° und wieder zurück
drehen". Ich mache diese Bewegung pro "Kippen" insgesamt zweimal, verwende aber auch daran angepasste Entwicklungszeiten (weshalb von mir angegebene Entwicklungszeiten nicht zwingend auf andere übertragbar sind).
Beste Grüße,
Franz