Warum glaubt eigentlich jeder, dass Meterware bei Filmen toll ist? Warum kommt kaum einer auf die Idee, dass es bei Papier genausogut sein könnte?
Manchmal gehe ich echt davon aus, dass der heutige normale Amateur-Photograph größtenteils mit ausgeschaltetem Hirn durch die Gegend rennt. Rollenware ist pro Quadratmeter deutlich günstiger.
Das mag nicht nur daran liegen, dass die anderen Photo-Amateure ihr Hirn ausschalten, sondern könnte auch andere Gründe haben.
Einen nannte Thomas zum Beispiel. Ein anderer wäre, dass Rollenware auch nicht unbedingt signifikant günstiger ist als Blattware, wie das ja bei Film-Meterware mitunter auch der Fall ist. In dem Fall hat die Schnippelei kaum Vorteile. Und auch wenn es billiger wäre: Vielleicht will ich keine 84m Photopapier zu Hause rumliegen haben, und will einfach mein Papier aus der Schachtel nehmen, in die Kassette, belichten-entwickeln fertig. Und die Schneiderei mit dem 10 Euro Rollenschneider vom Aldi: rechte Winkel sind nicht wirklich drin (zumindest, wenn ich das Ding bediene) -> ich habe auch nicht unbedingt jeden zweiten Schnitt einen rechten Winkel, über den sich der Vergrößerungsrahmen freuen würde.
Man kauft sich ja unter Umständen auch beim Bäcker ein belegtes Brötchen, obwohl es viel billiger wäre, sich die Brötchen selber zu belegen, oder fährt mit dem Auto zum Supermarkt, obwohl es vielleicht viel günstiger wäre zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu fahren, manche Leute lassen sich sogar eine Pizza kommen. Und das auch nicht unbedingt nur deswegen, weil sie nicht so klug sind wie ein Franz.
Grüße
Bernhard