UlfSpuhl
Hallo analoge Fotofreunde,
vielleicht hat hier jemand einen Kommentar zu meiner Überlegung als Qualifizierung ein Fernstudium im Bereich künstlerische Fotografie an einer Kunstschule zu absolvieren. Schon lange habe ich vor auch in der Fotografie eine konkrete institutionelle Ausbildung zu genießen. Da es hier in der Region dafür keine Schule gibt ist das Fernstudium ein Kompromiss. Es dauert drei Jahre, kostet Geld und verbraucht viel Zeit. Der Vorteil ist, es ist ein spezialisiertes Studium möglich ohne die Alltagsbeschäftigung und den Ort zu verlassen. Besonders der Schwerpunkt künstlerische Arbeit im Sinne des Bauhauses Dessau kommt dabei zur Geltung. Ein wichtiger Unterschied zu den vielen Fernlehrgängen Fotografie die sonst angeboten werden. Hat dazu jemand eine Überlegung oder Kommentar beizusteuern?
grußfluuu
UlfSpuhl
...noch keinem ist ein Kommentar eingefallen zur Weiterbildung in der künstlerischen Fotografie?
Liest denn hier niemand mit der auch bewussten Ambitionen hat und sich mit analoger Fotografie weiter entwickeln will oder gibt es hier nur die Techniker und Sammler die sich ausschließlich mit der Apparatur als solches befassen? Verstehe Fotografie in erster Linie als einen Prozess der Bildentstehung. Das schöpferische Kreieren von Bildern steht bei mir im Vordergrund. Sicher ist die autodidaktische Form eine Möglichkeit des Lernens aber eine direkte institutionelle Kommunikation mit einem Lehrer bringt ganz andere Auseinandersetzungen mit sich.
Habe das Studium inzwischen begonnen, das erste Semester behandelt die Kompositionslehre in der bildenden Kunst. Grundlage für jede Art von Bildgestaltung, eine sehr spannende und aufreibende Beschäftigung, denn es gilt die optimale Gestaltungsform zu finden... etwas, was jedes Bild inne haben sollte, egal ob Malerei, Zeichnung, Druck oder Fotografie.
Gibt es niemanden der ansatzweise künstlerische Ambitionen mit dem Aufnehmen von Bildern verfolgt?
grußfluuu
Wolf_XL
...und welche Drogen nimmst Du sonst noch? ;-)
UlfSpuhl
Hallo Wolf_XL ,
aus der Frage schließe ich, dass für Dich dieser künstlerische Bereich eine Burg mit tausend Schlössern ist, die Dir in Deinem Leben einzunehmen nie vergönnt sein wird.
Sonst wüsstest Du, dass kreative Arbeit im Leben, künstlerische Prozesse und gestalterische Vorgänge die alles umfassende Droge ist die man braucht um im Leben das Glück zu finden. Zumindest geht es mir so.
Die Herausforderung der Kunstschule ist die Lebensdroge schlechthin, eine von vielen...
Kann in der erschöpfenden Behandlung von Technik keine Droge sehen, da fehlt der Kick für das Bewusstsein, das Resultat, die Stimulanz im Geist und Gemüt...
grußfluuu
Wolf_XL
"...aus der Frage schließe ich, dass für Dich dieser künstlerische Bereich eine Burg mit tausend Schlössern ist, die Dir in Deinem Leben einzunehmen nie vergönnt sein wird."
...und aus deiner Antwort schließe ich, dass Du Kunst lediglich als gut gesichertes Objekt siehst, das man mit 'nem "gekauften" Schlüssel aufschließen kann... Wahrscheinlich noch nach dem Motto: Je mehr Kohle, desto mehr Kunst... Leider ist dem nicht so... Mit der Kunst ist es wie mit der Liebe - man kann sie nicht kaufen - allenfalls ein ähnliches Gefühl... Die einen gehen ins Puff und andere lassen sich 'n "Fernstudium Kunst" aufschwatzen... Letztendlich wird Beiden nur eine Illusion vermittelt...
Mal im Ernst - ist dir ein Künstler bekannt, der sich seine Kunst in 'nem Fernlehrgang angeeignet hat??? Mir nicht...
Analysier mal, was Du eigentlich willst... Und vor allem, stell' mal deine eigene Definition von Kunst auf den Prüfstand! Für dich mag sie die "blaue Blume" der Romantik sein - für andere ist es lediglich ein Geschäft...
Hoddy
.
Gibt es niemanden der ansatzweise künstlerische Ambitionen mit dem Aufnehmen von Bildern verfolgt?
[color="#3366FF"]Ich verfolge bei jeder Aufnahme künstlerische Ambitionen sonst wäre ich ja nichts anderes als eine Überwachungskamera.
Aber für diese Ambitionen brauche ich keinen Lehrer. Der kann mir höchstens zeigen, dass der Horizont nicht in Bildmitte sein sollte und auch das ist nicht immer richtig.
Gruß Waldo[/color]
UlfSpuhl
... nicht schon wieder diskutieren mit geistlosen Argumenten, es führt in die Sinnlosigkeit und deshalb lasse ich es...
Lieber mit Fernstudium lernen als zu glauben, allwissend zu sein und dabei aus jeder Pore die erbärmliche Kleinheit und Dummheit zu riechen und ständig mit einer Maske zudecken zu müssen.
Es ist so ähnlich, als wenn ein Poet oder Lyriker mit einem Bankangestellten oder einem Arbeiter vom Schlachthof ein Gespräch führt. Es ist sinnlos... bzw. bedarf der gezielten psychischen Behandlung und Therapie, um überhaupt ein Gespür zu ermöglichen...
grußfluuu
Wolf_XL
...ooch, jetzt sei doch nicht so - gib' mir endlich was ab, von dem Zeugs, dass Du rauchst... Vielleicht erreiche dann ich Ihre Hochherrlichkeit auf Wolke 7...
*rofl*
enbe
Hallo Ihr Lieben,
was ist künstlerische Fotografie? Gibt es Gestaltungsregeln und wann kann man dagegen verstoßen? Farbe oder S/W? Und was ist mit den Moden (rotes Sofa, blauer Regenschirm)? Wann ist ein Foto ein Zeitdokument und wann Kunst? Wie die Grenze ziehen zwischen Akt und Erotik/Porno? Wann reden wir über Kunst und wann über Kitsch? Banales "verkunsteln" oder Kunst banalisieren? Ich werde gleich verrückt!!
Die technische Seite der Fotografie will beherrscht sein, Superautomatiken haben ihre Grenzen; das massenweise Produzieren von Bildern - möglich geworden mit der Digi - macht keine bessere Qualität?! Analog versus Digital! MF versus AF! Selbst verarbeiten versus Fachlabor! Korrekte Belichtung und Schärfe versus Bildwirkung... oder doch nicht! Ich mag nicht mehr!!
Möglicherweise kann eine entsprechende "künstlerische" Fortbildung eine Schneise in das oben beschriebene Dickicht schlagen, beseitigen kann sie es mit Sicherheit nicht. Weisheiten werden dort auch nicht vermittelt. Es ist eher zu befürchten, dass sich der eigene Tellerrand noch verkleinert.
Vorausgesetzt, Du beherrscht die fotografischen Grundlagen, solltest du Dich über kritikfreudige Freunde und Bekannte, durch Besuch von Fotoausstellungen und Betrachtung diverser Publikationen weiter entwickeln. Wenn Du dann noch den Entstehungsweg von A -Z (vom "Foto machen" bis zum fertigen Bild) in der Hand behältst, bist Du auf einem guten Weg.
Merke: Der Weg ist das Ziel!
EJG
Hallo,
zufällig bin ich auf deine Stellungnahme zum Fernstudium gestoßen. Ich finde es eine gute Sache sich auf
diese Weise theoretisches Wissen anzueignen und in die Praxis umzusetzen. Ich glaube Kreativität fällt nicht so ohne weiteres vom Himmel. Grundlagen in der Fotografie wie Bildaufbau und Komposition, Farbenlehre etc.
sind Voraussetzungen um gute Fotos machen zu können. Wo kann man Fotografie nebenberuflich studieren?
Grüße jgjava script:emoticon(':(', 'smid_3')
:(
enbe
Hallo,
zufällig bin ich auf deine Stellungnahme zum Fernstudium gestoßen. Ich finde es eine gute Sache sich auf
diese Weise theoretisches Wissen anzueignen und in die Praxis umzusetzen. Ich glaube Kreativität fällt nicht so ohne weiteres vom Himmel. Grundlagen in der Fotografie wie Bildaufbau und Komposition, Farbenlehre etc.
sind Voraussetzungen um gute Fotos machen zu können. Wo kann man Fotografie nebenberuflich studieren?
Grüße ejgjava script:emoticon(':(', 'smid_3')
:(
Hallo EJG,
ein Fernstudium für das Erlernen "künstlerischer" Fotografie? Offen gestanden, habe ich schon Probleme mit der Begrifflichkeit. Kunst "passiert" immer im Kopf des Betrachters. Da entscheidet sich, wo Kunst anfängt und wann es wehtut.
Die Kenntnis fotografischer Grundlagen kann ich auch in einem VHS-Kurs oder durch einschlägige Literatur erwerben. Der eigentliche kreative Akt ist meiner Meinung denn auch die Bildidee, sei es geplant, sei es spontan. Der Rest ist Handwerk und die Fähigkeit, Grenzen und Möglichkeiten seines "Handwerkszeugs" zu kennen. Und genau dieser Rest ist der schwierige Teil, nicht zu meistern ohne (Selbst-)Kritik und vielen Anregungen, die einen in unserer Welt, die in (guten) Bildern förmlich ertrinkt, regelrecht anspringen. Da ja auch mittlerweile alles "ausfotografiert" ist, ist hier auch der Weg aufgezeigt, seine individuelle Ausdrucksform zu finden.
Hoffentlich war das jetzt nicht so gestelzt.
Grüße,
enbe
UlfSpuhl
Hallo,
natürlich löst sich kreativ/künstlerische Begabung nicht theoretisch Erlernen aber darum geht es mir auch gar nicht. Mir geht es um eine Form des Lernens im Leben schlechthin. Das geht mit Büchern aus der Bücherei, durch Versuch und Irrtum, durch praktisches Probieren, durch Studium an der Hochschule, VHS bedingt auch, durch Praktikum in Firmen, durch Befragen von Meistern oder anerkannten Fachleuten und eben durch Fernstudium. Kein erfolgreicher Künstler wird jemals nach seiner Ausbildung gefragt, man braucht um den Beruf des bildenden Künstlers auszuüben keinen Qualifizierungsnachweis in Form von Zeugnissen erbringen, es zählt allein die Fähigkeit des Kreierens und Verkündens.
Bei Joseph Beuys klingt es so:
"Kunst kann man lernen, eine gewisse Begabung wird wohl Voraussetzung sein, aber Fleiß gehört dazu. Kunst kommt von Kunde, man muss etwas zu sagen haben, auf der anderen Seite aber auch Können, man muss es auch sagen können. Und dann Sinn für Proportionen, für Masse, Formsinn, Sinn für Gleichgewicht. Natürlich ist das subjektiv. Aber es gibt keine Möglichkeit, Urteile zu fällen außerhalb des Subjekts."
So sehe ich im Lernen von Naturgesetzen, Lebenszusammenhängen des menschlichen Daseins und gestalterischen Erkenntnissen immer den Weg als Ziel, es ist die Auseinandersetzung mit anderen Menschen, mit Lehrern, mit Wissen im Alltag, dass ein erfüllten Lebensweg beschert...
Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
grußfluuu