MarcoStelter
Hallo,
ich habe ein kleines Problem. Ich habe einen Ilford HP5 geknipst und möchte diesen Entwickeln. Mein Filmentwickler ist der Classic F09. Vor einiger Zeit hatte ich schonmal einen HP5 entwickelt, dieser ist allerdings zu dunkel geworden. Ich nehme an die Entwicklungszeit stimmte nicht. Das soll mir nicht nochmal geschehen. Drum bitte ich um Hilfe.
Kann ich diesen Entwickler nehmen? Wie lange muss er entwickelt werden? Und welches Mischungsverhältnis ist besser?
Vielen Dank im Voraus.
Marco
cfb_de
Hallo Marco,
Du hast den Film auf 400ASA belichtet?
Dann sollte der in F09 (aka "Alt-Rodinal") bei 1+40 und meinem Kipprhythmus (Agfa: erste Minute dauernd, danach alle 30sec, aber kräftig) wie folgt kommen:
- 20°C: ca. 13min
- ca. 18°C: 17min
Dunkel dürfen die Negative ruhig werden, wichtig ist, dass sie *kopierbar* per Vergrößerer und Photopapier werden, man halt so bei Gradation 2 rauskommt.
Ja, ich belichte und entwickle eher auf Schattenzeichnung.
Beste Grüße,
Franz
MarcoStelter
Hallo Franz,
vielen Dank für deine Info! Ja, er ist mit 400ASA belichtet.
Ich werde heute gleich mal ausprobieren ob es klappt. Wahrscheinlich hatte ich das letzte Mal ein zu kalten Entwickler und zu kurz "wirken" lassen. Damals sind die Negative so dunkel geworden, dass ich bei der Vergrößerung sehr dunkle und kaum verwertbare Bilder erhalten habe. Das hat mich sehr geärgert, da es wirklich gute Motive sind. Hast du dafür noch einen Tipp?
Also vielen Dank nochmal. Schönes Wochenende.
Marco
uworischki
Hallo marco, das passt aber nicht ganz, zu dunkle (= dichte?) negative und zu dunkle Vergrößerungen.
Wenn deine Vergrößerungen zu dunkel sind, bekommt das Papier zu viel Licht. Also Belichtungszeiten beim Vergrößern verkürzen oder die Blende am Vergrößerungsobjektiv weiter schließen.
Hast du den Film eventuell aus Versehen überbelichtet?
Größe uwe
MarcoStelter
Hey Uwe,
sorry der Schreibfehler. Natürlich sind meine Negative zu hell und damit die Positive zu dunkel. Ich habe auch versucht kürzer zu belichten, aber dann sind sie zu grau und echt nicht zu gebrauchen. Aber ich werde nochmal etwas rumprobieren.
Grüße, Marco
cfb_de
Hallo Marco,
das bringt mich jetzt zu folgender Vermutung: Du hast recht wenig Ahnung von der SW-Filmverarbeitung.
Wenn das stimmt, dann lies hier:
http://www.sw-magazin.de/swmag_frame_kurse.htm mal den Kurs 4 und kauf Dir obendrein folgende zwei Bücher:
http://www.buch.de/shop/home/suchartikel/das_praxisbuch_schwarzweiss_labor/reinhard_merz/ISBN3-9809801-0-3/ID6102540.html?jumpId=645465
http://cgi.zvab.com/SESSz140309515611188669573/cgi-bin/n_showitem.cgi?item=1405095776&lang=de&lo=gr2&mode=detail&dcurr=EUR&scurr=EUR&uc=de&shp=0&noimg=&ref=http%3A%2F%2Fcgi%2Ezvab%2Ecom%2FSESSz140309515611188669573%2Fcgi%2Dbin%2Fn_xsearch%2Ecgi%3Fuc%3Dde%26shp%3D0%26dcurr%3DEUR%26noimg%3D0%26lang%3Dde%26term%3Dcroy%2Bdunkelkammer%26x%3D0%26y%3D0%26ath%3D%26tle%3D%26days%3D%26rpp%3D10
Wenn meine Vermutung nicht stimmt, ignoriere bitte diesen Beitrag und weise mich auf Löschung desselben hin!
Wer einen HP5+ zu flau aus dem Tank zieht, der macht definitiv etwas falsch, was sich mit anderen Entwicklern auch so schnell nicht beheben lässt. Und wer von flauen Negativen zu Zeiten der Gradationswandelpapiere keine halbwegs gescheiten Abzüge hinbringt, hat ein Lern- und Erfahrungsdefizit.
Beides ist absolut keine Schande!
SW ist nunmal (leider) mehr und mehr auf dem Weg ins Kunsthandwerk ohne jede Ausbildungsmöglichkeit. Halt, doch nicht. In Berlin beispielsweise bietet Frank Bauchspiess Kurse an:
http://www.frank-bauchspiess.de/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=48
Derartige Angebote (gegen Geld, schließlich geht es um das Erlernen eines "Kunsthandwerks") gibt es von vielen Leuten in fast jeder Stadt.
Im Rest der Republik könnte Dir das Netzwerk "alter Hasen" helfen:
http://www.sw-magazin.de/swmag_frame_ah.htm Das sind begeisterte Amateure und Profis, die zumeist kein Geld wollen, sondern Spaß an der Sache haben.
Wenn ich eine ortsfeste Duka habe, mache ich da dann auch mit.
Beste Grüße,
Franz
MarcoStelter
Hallo Franz,
danke für deinen Beitrag. Ja, ich bin Anfänger. Wenn ich auch schon seit zwei Jahren meine eigenen Abzüge erstelle. Einen Kurs habe ich auch schon mitgemacht. Letztendlich hat dieser mich zu der Kunst gebracht. Bisher habe ich meine Fomapan Filme selbst entwickelt und (für mich) sehr schöne Fotos produzieren können. Sicher ist das noch ausbaufähig. Aber als ich den HP5 entwickelte und diese sehr dunklen Bilder rausbekam war ich schon etwas enttäuscht und stellte fest mit dem komme ich nicht so zurecht. Aber auch das gehört dazu.
Zu den Büchern werde ich mich mal begeben und sie mir ansehen. Bisher habe ich ein Photobuch von John Hedgecoe. Da ist ein kleines Kapitel zur Entwicklung drin. Freilich jedoch nicht, wie man Negative "retten" kann. Ich werde mir also sicher das ein oder andere Buch deiner Vorschläge zulegen.
Mit den "alten Hasen" finde ich gut. Da ich in Stralsund zu Hause bin (noch), werde ich mich mit dem Herrn in Rostock in Verbindung setzen.
Jetzt erstelle ich aber erstmal weitere Abzüge und werde sehen wie es mir gefällt.
Grüße von der Küste.
Marco
Wolfgg
Hallo Marco,
ich empfehle, mal folgende Seite zu besuchen:
http://www.schwarzweiss-magazin.de/swmag_frame_kurse.htm
und vor allem aus
Kurs5
Teil 2: Der sensitometrische Ansatz
Teil 7: Die Anatomie der Filmkurve
Teil 8: Die Filmempfindlichkeit
Kurs4
Teil 2: Eintesten von Filmen
zu studieren und so ein bisschen Hintergrundwissen anzueignen. Auch die restlichen Kurse sind wertvoll. Das ganze unter dem Link kostenlos angebotene Wissen ist völlig zeitlos und erhöht die Qualität der Ergebnisse und die Sicherheit enorm, ganz gleich ob man auf Film oder Pixel fotografiert, auf Großformat oder "Agentenformat".
Gruß Wolfgang
u_d
Hallo,
ich habe ein kleines Problem. Ich habe einen Ilford HP5 geknipst und möchte diesen Entwickeln. Mein Filmentwickler ist der Classic F09. Vor einiger Zeit hatte ich schonmal einen HP5 entwickelt, dieser ist allerdings zu dunkel geworden. Ich nehme an die Entwicklungszeit stimmte nicht. Das soll mir nicht nochmal geschehen. Drum bitte ich um Hilfe.
Kann ich diesen Entwickler nehmen? Wie lange muss er entwickelt werden? Und welches Mischungsverhältnis ist besser?
Vielen Dank im Voraus.
Marco
Hallo Marco,
eigentlich muss beim HP5, wenn der nach Nennempfindlichkeit belichtet und nach Waschzettel entwickelt ist, irgendwas rauskommen, was man akzeptabel vergrößern kann. Wird möglicherweise kein Spitzenergebnis, aber es muss gehen. Wenn das bei Dir nicht geht, hast Du was grundlegend falsch gemacht, was man auch ohne sensitometrische Eintesterei beheben kann.
Generell kannst Du versuchen, den mit halber Nennempfindlichkeit zu belichten und den in irgend einem Standardentwickler, wie D76 oder Rodinal, 20% knapper als für Nennempfindlichkeit zu entwickeln. Das sollte eigentlich immer zu brauchbaren Bildern führen. Wenn das nicht klappt, müsstest Du dir deine Kamera mal genauer angucken oder auch die Chemie, ob da irgendwas nicht stimmt.
Gruß
Ulrich
Wolfgg
Wer ein bisschen Hintergrundwissen hat, macht in solchen Fällen folgenden Test:
- Weißes Blatt Papier formatfüllend fotografieren mit Belichtungsmesser eingestellt auf Sollempfindlichkeit
- Filmstück abschneiden und normal entwickeln
Das Bild muss jetzt Zone 5 aufweisen, also Dichte um 0,72. Diese kann man mit jedem Handbelichtungsmesser nachmessen, indem man den Film vor dessen Lichteintritt hält. Die Belianzeige muss dann um ca. 2,4 Blenden zurückgehen. Sowas ist schnell getestet und kostet wenig Film. Man kann damit alte Entwickler testen, ob noch brauchbar, für neue Film/Entwicklerkombis schnell erste brauchbare Entwicklungszeit ermitteln, alte Filme testen, grobe Abweichungen bei Verschlüssen prüfen usw.
Gruß Wolfgang
Beef
Hi
Ne kleine Frage zu cfb_de's antwort...
Dann sollte der in F09 (aka "Alt-Rodinal") bei 1+40 und meinem Kipprhythmus...
Ist der
Alt-Rodinal der
normale Agfa Rodinal???
Wenn dem so ist, werde ich deine Methode mal probieren...
Mit den von Ilford angegebenen 11 min in Rodinal 1+50 mit Kipp die ersten 10s/min komme ich nicht so ganz hin...sind mir ein wenig zu hell die Negative :rolleyes:
Gruß
Andi
mdeutgen
Ist der Alt-Rodinal der normale Agfa Rodinal???
Andi,
beantworte ich eindeutig mit NEIN.
Alt-Rodinal bezeichnet meines Wissens die Rezeptur, welche 1945 von Uncle Sam in Wolfen aus dem Tresor geholt wurde. Nach dieser Rezeptur hat dann ORWO sein
R09 angesetzt und auch an Foma verkauft. Zu beziehen gibt es diesen Entwickler noch heute von Calbe Chemie als
R09, der wurde meines Wissens auch unter den Bezeichnungen
APH09 und
Foma R09 verkauft. Kennzeichnend für diesen Entwickler ist die Standard-Verdünnung von 1+40. Natürlich wird auch dieses Rezept über die Jahre den Gegebenheiten des Marktes (sprich der Verfügbarkeit der Grundstoffe) angepasst worden sein, es ist aber die Verdünnung gleich geblieben.
Agfa Rodinal dagegen bezeichnet den Entwickler, wie er von Agfa kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Wichtigstes Kennzeichen ist die geänderte Verdünnung auf 1+50. Nach dieser Rezeptur wird meines Wissens heute unter den Namen
R09 one shot,
Rodinal oder
Foma R09 new angeboten.
Inwieweit
APH09 1+50 einzusortieren ist, vermag ich nicht zu beantworten, das kann Mirko am besten... Der Text im Webshop jedenfalls spricht von
Neue Rezeptur. Jetzt identische Entwicklungszeiten und Verdünnungen wie Rodinal.
Was die Angabe von Zeiten angeht, so muss man sehr wohl auf den Bewegungsrhythmus achten. Nach meinen eigenen Erfahrungen macht es sehr wohl einen Unterschied, ob man den klassischen Agfa-Kipp oder die von Dir genannte Variante benutzt. Bemühe mal die Suchfunktion und schaue in in den parallelen Foren, über das Thema ist schon viel und ausführlich geschrieben worden.
Ich selbst habe das Prozedere jetzt für den Fomapan 400 angefangen und bin nach einigen Versuchen soweit, dass ich inzwischen bei ISO 250 und APH09 1+40 (die alte Version, die es hier im Spätsommer beim Hausherrn zu kaufen gab) angekommen bin. Nur die Zeit bedarf jetzt noch ein bisschen der Optimierung.
Martin
Beef
So, also in einem parallelen Forum bzw auf einer Homepage eines Hobbyfotografen, bin ich auf eine Entwicklungszeit von 15 min des Ilford HP5 in Rodinal gestoßen. Diese Entwicklungszeit steht seit 2002 auf den Beipackzetteln der Rodinalflaschen.
Gestern hab ich auf einer Silvesterfeier nen ADOX CHM 400 (= Ilford HP5+) verballert und ihn vorhin in Rodinal 1:50 entwickelt.
Als Entwicklungszeit habe ich 16 min genommen, da ich auf knapp 500 ASA belichtet hab.
Kipprhytmus: Die ersten 30 sek andauernd, danach während der ersten 10 sek jeder Minute 4x gekippt und danach 5x die Dose auf den Tisch geklopft.
Meine Dose fasst 350ml -> 7ml Rodinal-Konzentrat
16 MINUTEN BEI EXAKT 20°C!!! -> Grauenvoll!!!
Also laut Auge sehen die Negative SEHR FLAU aus.
Ich denke, ich werde im Laufe des Tages mal einen Scan vom Abzug hochladen, damit man sich vom Ergebnis mal ein Bild machen kann.
Grüße
Andi
Und ein gesundes neues Jahr :rolleyes:
cfb_de
So, also in einem parallelen Forum bzw auf einer Homepage eines Hobbyfotografen, bin ich auf eine Entwicklungszeit von 15 min des Ilford HP5 in Rodinal gestoßen. Diese Entwicklungszeit steht seit 2002 auf den Beipackzetteln der Rodinalflaschen.
Hallo Andi,
Frohes Neues!
15-17min bei 20°C klingen realistisch. Für Rodinal 1+50 und den Agfa-Kipp (1. Minute dauernd, danach alle 30sec). Also muss bei Dir etwas sehr schief gelaufen sein. Was, lässt sich via Netz und ohne bei Deiner Entwicklung danebengestanden zu sein leider nicht genau sagen.
Sicher, dass Du auf 500ASA belichtet hast? Nicht doch auf 800? Das bräuchte dann nämlich in Verbindung mit weniger als 10ml Rodinal pro Film derart flaue Ergebnisse. Bei häufigem Kippen und guter Durchmischung mit Luft ranzt Rodinal recht schnell in der Dose ab. Bei 10ml Rodinal/500ml Wasser/20°C/Agfa-Kipp habe ich nach etwa 17min keine nennenswerte Aktivität mehr feststellen können. Nach 20min bewegte sich das Redox-Potential auf weniger als einem viertel Volt (für Ag^+ -> Ag benötigt man unter Normbedingungen 799mV).
Bei diesen Experimenten war meine Entwicklungsdose bis fast zum Rand (so ca. 50ml Luft standen obenauf) gefüllt. Bei einer nur halbvollen Dose (was viele bei der Entwicklung nur eines KB-Films leider aus falsch verstandener Sparsamkeit machen) sollte die Suppe schneller oxidieren.
Was Dir nicht weiterhelfen wird: Ich habe soeben drei HP5+ Rollfilme @400ASA in Rodinal 1+50 entwickelt. 22min bei 16,5°C, Agfa-Kipp, 2040ml Entwickler. Bei niedrigen Temperaturen wird das Ergebnis deutlich feinkörniger. Auch deshalb arbeite ich bei Rodinal nur noch bei 20°C wenn ich ordentliches Korn haben will. Klappt besonders hübsch mit 1+25, 20°C, Ilford-Kipp (alle Minute 10sec kippen), 8min bei 520ml in der Dose. Ein HP5+ @800ASA bekommt dort den aus den siebzigern bekannten "Reportage-Look": Deutliches Korn und leicht absaufende Schatten.
Versuche aber trotzdem, den Film mal zu vergrößern. Ein Vergrößerer bringt auch noch von überraschend "dünnen" Negativen anständige Positive zu Papier. Ein Scanner täuscht da Katastrophen vor, die in Wirklichkeit oft nicht passiert sind: Die Dinger leisten sich anständiges Nichtskönnen bei geringen und sehr hohen Dichten.
Beste Grüße,
Franz
Beef
Hallo Franz
Dir auch ein frohes neues Jahr ;)
Aaalso die Kamera, mit der ich geschossen habe, ist eine Agfa Optima 535 Sensor ( :lol: ) die maximal einzustellende Filmempfindlichkeit ist hier nur DIN28...sind also sicher 500 ASA und auf die hab ich gestellt. Und das funktioniert auch prima...mit nem Fomapan macht diese Kamera vorzügliche Bilder B) Ich hab mir nur gestern gedacht, dass ich nen CHM 400 nehm, da dieser empfindlicher sein soll. Hab ihn ja zur Nummer sicher extra überentwickelt"...was nun doch nicht der Fall war :(
Meine Dose ist immer randvoll gefüllt, und ich hatte mit den 1:50 (7ml) Rodinal noch NIE probleme...hab sogar schon bis an die 20 mins entwickelt (und konnte noch aktiv feststellen)...jedoch war dies nie ein Adox CHM. Die Temperatur ist immer exakt 20°C.
Ja pass auf, hier das lustige und traurige Nachspiel:
Beim Positiv-Verfahren stellte ich gleich fest, dass die Abzüge zu dunkel sind. Ich hab mir dann gedacht, dass ich etwas unterbelichte und stärker entwickel (starke Kontraste mag ich ja sowieso). Nun fiel mir auf, dass mein Entwickler (Adotol Konstant) ziemlich erschlafft war und keine richtige Schwärze mehr bringt. Da ich keinen Entwickler mehr da hatte und nicht alles abbrechen wollte, hab ich spontan etwas Rodinal mit in die Schale gekippt :rolleyes: So...ich merkte kaum einen Unterschied und dachte mir, ich kipp noch etwas xtol rein (den ich in unmengen hier habe)...ich griff also im Duka-Licht rüber aufs Regal, nahm mein kleines Fläschchen und kippte es ganz rein :lol: Die Schale ging fürchterlich ab...Sprudelte wie verrückt :lol: Als ich das Licht anmachte, merkte ich, dass ich mein komplettes letztes nagelneues Fläschchen Stopperkonzentrat reingekippt hatte :lol:
Als ich das Zimmer gelüftet habe und mein darauffolgender kurzer Hustenreiz ( :o ) vorbei war, versuchte ich es nochmal mit dem xtol.
Das hat aber nicht ganz funktioniert...da hat ein Abzug 20 Minuten gedauert <_<
Etz muss ich warten bis meine nächste Bestellung da ist :(
Dieser HP5+ ist weltberühmt und ich hab immer nur Ärger damit :(
Achja, zwei Fragen noch dazu, weil wir schon dabei sind...
Zur Temperatur:
Ich hab vorhin wo gelesen, dass unterschiedliche Bäuertemperaturen "Runzelkorn" erzeugen...stimmt das? Mein Entwicklerbad hat zwar immer genau 20°C, aber mein Stop- und Fixierbad hat immer so um die 18°C-Kellertemperatur. Wenn dem so ist, dann werde ich das Entwicklerbad den anderen angleichen...du sagtest ja sowieso, dass damit die Ergebnisse schöner sind :)
Zur Rodinal-Lebensdauer:
Ich lese aber ständig auch, dass viele mit Rodinal 1+100 und 1+200 entwickeln, dass auch noch im Stand und auch noch über Stunden. Wieso gehts dann da? ;) Und angeblich soll bei hohen Verdünnungen bzw längeren Zeiten das Korn stärker werden...ich les mal so und mal so :lol:
Gruß
Andi
Beef
Hallo Franz
Dir auch ein frohes neues Jahr ;)
Aaalso die Kamera, mit der ich geschossen habe, ist eine Agfa Optima 535 Sensor ( :lol: ) die maximal einzustellende Filmempfindlichkeit ist hier nur DIN28...sind also sicher 500 ASA und auf die hab ich gestellt. Und das funktioniert auch prima...mit nem Fomapan macht diese Kamera vorzügliche Bilder B) Ich hab mir nur gestern gedacht, dass ich nen CHM 400 nehm, da dieser empfindlicher sein soll. Hab ihn ja zur Nummer sicher extra überentwickelt"...was nun doch nicht der Fall war :(
Meine Dose ist immer randvoll gefüllt, und ich hatte mit den 1:50 (7ml) Rodinal noch NIE Probleme...hab sogar schon bis an die 20 mins entwickelt (und konnte noch aktiv feststellen)...jedoch war dies nie ein Adox CHM. Die Temperatur ist immer exakt 20°C.
Ja pass auf, hier das lustige und traurige Nachspiel:
Beim Positiv-Verfahren stellte ich gleich fest, dass die Abzüge zu dunkel sind. Ich hab mir dann gedacht, dass ich etwas unterbelichte und stärker entwickle (starke Kontraste mag ich ja sowieso). Nun fiel mir auf, dass mein Entwickler (Adotol Konstant) ziemlich erschlafft war und keine richtige Schwärze mehr bringt. Da ich keinen Entwickler mehr da hatte und nicht alles abbrechen wollte, hab ich spontan etwas Rodinal mit in die Schale gekippt :rolleyes: So...ich merkte kaum einen Unterschied und dachte mir, ich kipp noch etwas xtol rein (den ich in Unmengen hier habe)...ich griff also im Duka-Licht rüber aufs Regal, nahm mein kleines Fläschchen und kippte es ganz rein :lol: Die Schale ging fürchterlich ab...Sprudelte wie verrückt :lol: Als ich das Licht anmachte, merkte ich, dass ich mein komplettes letztes nagelneues Fläschchen Stopperkonzentrat reingekippt hatte :lol:
Als ich das Zimmer gelüftet habe und mein darauffolgender kurzer Hustenreiz ( :o ) vorbei war, versuchte ich es nochmal mit dem xtol.
Das hat aber nicht ganz funktioniert...da hat ein Abzug 20 Minuten gedauert <_<
Etz muss ich warten bis meine nächste Bestellung da ist :(
Dieser HP5+ ist weltberühmt und ich hab immer nur Ärger damit :(
Achja, zwei Fragen noch dazu, weil wir schon dabei sind...
Zur Temperatur:
Ich hab vorhin wo gelesen, dass unterschiedliche Bäuertemperaturen "Runzelkorn" erzeugen...stimmt das? Mein Entwicklerbad hat zwar immer genau 20°C, aber mein Stop- und Fixierbad hat immer so um die 18°C-Kellertemperatur. Wenn dem so ist, dann werde ich das Entwicklerbad den anderen angleichen...du sagtest ja sowieso, dass damit die Ergebnisse schöner sind :)
Zur Rodinal-Lebensdauer:
Ich lese aber ständig auch, dass viele mit Rodinal 1+100 und 1+200 entwickeln, dass auch noch im Stand und auch noch über Stunden. Wieso gehts dann da? ;) Und angeblich soll bei hohen Verdünnungen bzw. längeren Zeiten das Korn stärker werden...ich les mal so und mal so :lol:
Gruß
Andi
HenningH
Hallo Andi,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Sprudelhusten! Etwas in dieser Art passiert jedem irgendwann mal... :rolleyes:
Zu Rodinal kann ich wenig sagen. Zum Runzelkorn nur soviel, dass es bei den heutigen Materialien sehr schwierig ist, einen Film zu verrunzeln. Einen Film bei 20°C zu entwickeln und dann mit winterlich kaltem Leitungswasser zu wässern hat bei mir noch keine Schicht zum runzeln gebracht. Angeblich soll es funktionieren, wenn man einen Efke bzw. Adox CHS bei 40°C entwickelt bzw. fixiert und dann in Eiswasser abschreckt...
Franz bezieht sich auf eine andere Körnigkeit. Einige Entwickler erzeugen je nach Temperatur mehr oder weniger Kornzusammenballungen, die dann im Negativ als "Filmkorn" erscheinen. Und bei Rodinal soll es bei 16°C besonders feinkörnig sein.
Swingende Grüße
Henning
Beef
Hallo Henning
Ja stimmt, hab etz mal nachgeguckt...mit Runzelkorn ist ja was ganz anderes gemeint als mit Korn :-D Hab ich verwechselt...hab auch nie eine solche Erscheinung gehabt. Ich hab jedoch gemerkt, dass Rodinal 1+50 bei 20°C schon ziemlich künt. Dieser Entwickler ist eh so ein Phänomen...1+25 soll super sein, 1+50 dann oft wieder fürchterlich, aber 1+100 ist wieder das genialste :rolleyes: Also ich habs nie ausprobiert...aber ich les es ständig.
Ich kenne nur 1+50 bei 20°C :lol:
Hab mir etz mal noch HC-110 mitbestellt...ich hoffe, damit hab ich mehr Glück...vor allem bei den Ilfords bzw. CHMs. Der soll ja so mit das Non-Plus-Ultra sein, was ich jetzt immer gelesen hab. Hat hier jemand schon mal Erfahrung mit der Kombi gemacht? Ilford gibt an 2,5min bei Lösung A und 5min bei Lösung B. Sind schon etwas kurz oder? <_<
Man beachte hier gleich den dritten Eintrag:
Ilford HP5+ in HC-110
Der entwickelt mit Lösung B 7,5 Minuten UND hat auch noch auf 200 ASA belichtet (!!!)...das Bild sieht wunderbar aus...ich denke, Ilford gibt ein wenig zu kurze Zeiten an :lol:
Jedoch ist zu beachten, dass die Brühe nur einmal kurz nach 4 Minuten in Bewegung gebracht wird...
Gruße
Andi
HenningH
Covington schreibt auch von 5min bei 400ASA...
Je mehr Agitation desto aktivere Entwicklung und dementsprechend kürzer die Zeit. (Steht zumindest überall so...)
HC-110 steht ja auch noch auf meiner Irgendwann-mal-ausprobier-Liste, aber ich hab' noch soviel Rohchemikalien hier, dass ich D-76 noch bis 2023 ansetzen kann...
HC-110 soll doch auch sehr gut in höheren Verdünnungen funktionieren (E, F, G, ...), damit ergibt sich ja ein ähnlich ausgiebiges Experimentierfeld wie bei Rodinal...
VG
Beef
Naja, dann passt doch der kontrastreiche HC-110 noch optimal zu deinem D-76 ins Sortiment :rolleyes:
HC-110 soll doch auch sehr gut in höheren Verdünnungen funktionieren (E, F, G, ...), damit ergibt sich ja ein ähnlich ausgiebiges Experimentierfeld wie bei Rodinal...
Ha, die Seite hab ich heute Mittag vor meiner Bestellung auch gelesen :lol: Und wenn du den Punkt "Kurvenformen" nochmal liest, wirst du feststellen, dass es eben KEIN Experimentierfeld gibt :lol: Das fand ich ja gerade auch so gut an dem Entwickler...egal welche Verdünnung, es kommt immer das gleiche Bildergebnis heraus (die Zeit muss natürlich angepasst werden) :lol:
Und über diese Zeit kann man beim HC-110 noch ganz schön den Kontrast regeln <_<