Schwedenstahl
Hallo, wollte mal fragen ob jemand Erfahrungen mit dem 45 Cl Stabblitz hat. Ich hab nur den Batteriekönig und würde gerne Akkus ausprobieren. Laut Anleitung ist das aber nicht zulässig. Der Innenwiderstand von Akkus ist anders, führt das zu Schäden am Gerät oder will Metz Gewinnmaximierung betreiben???
Gruss
Marwan
Renate
Hallo Marwan,
Das Problem sind die Akkus. Die gehen dabei schnell kaputt. Den Batterien kann ein höherer Strom entnommen werden. Für die Akkus käme das einem Kurzschluss sehr nahe. In dem Bitzger gibt es 3 Kontaktstifte. Ein Batterieeinschub hat dafür 3 Aussparungen, von denen aber nur 2 Kontakte besitzen. Der Einschub mit den Akkus benutzt einen anderen Kontakt.
Ich habe früher aus Unwissenheit einen Satz Akkus ziemlich schnell ruiniert. Danach habe ich mir einen der teuren Akkupaks von Metz gekauft. Der ist inzwischen auch altersschwach. Heute blitze ich nur noch selten, sodass Batterien für mich wirtschaftlicher und pflegeleichter sind als Akkus. Deswegen kann ich nicht sagen, ob moderne Akkus im Batteriefach den Belastungen stand halten würden.
Batterien kaufe ich übrigens gerne bei Ikea. Die werden von Varta hergestellt und kosten deutlich weniger als die mit dem Originalaufdruck vom Hersteller.
Viele Grüße
Renate
Wolfgg
Hallo Marwan,
Alkali-Batterien unterscheiden in 2 Punkten von Akkus:
1) Innenwiderstand ca. 0,1..0,2 Ohm (Alkali-Mignon) gegen 0,03 Ohm und weniger
2) Nennspannung 1,5 Volt gegen 1,2 Volt
Man könnte jetzt auf die Idee kommen, dem Blitz Alkali-Batterien vorzugaukeln, indem man in Serie zu den Akkus noch einen Widerstand schaltet, dessen Wert ca. 0,1 Ohm mal Zahl der in Serie geschalteten Akkus beträgt (Belastbarkeit beachten!). Schlimmstenfalls sinkt die Spannung nach diesem Widerstand zu weit ab und der Blitz lädt nicht mehr wegen Unterspannung (scheinbar zu weit entladenen Alkali-Batterien).
Rat ohne Gewähr!
Gruß Wolfgang
max
Hi Renate,
Den alterschwachen Akkupack kannst Du allerdings mit handelsüblichen NiCads AA wiederbeleben.
Braucht ein wenig Fingerspitzengefühl, um das Gehäuse zu öffnen, ohne die Rastnasen abzubrechen, und einen Lötkolben.
Ach ja, und die Akkus mit angeschweißter Lasche kaufen (gibts nicht bei Aldi, aber z.B. bei Conrad) sonst löst Du Dich und die Akkus tot.
Waren nicht im Batteriepack eh nur 5 Zellen? Im Akkupack sinds 6 (damit würde die geringere Spannung kompensiert)
Gruß
Martin
Renate
Hallo Martin,
Mir ist bekannt, dass ich mit ein bisschen Bastelei den Akku-Pack reaktivieren könnte. Deshalb hatte ich in meinem Beitrag auch folgenden Satz geschrieben: Heute blitze ich nur noch selten, sodass Batterien für mich wirtschaftlicher und pflegeleichter sind als Akkus.
Den Satz meine ich genauso wörtlich, wie er da steht. Akkus altern auch, wenn sie nicht benutzt werden. Akkus verlieren ihre Ladung beim Lagern in etwa 3 Monaten. Alkali-Batterien haben dagegen eine Lagerfähigkeit von mehreren Jahren. Das Blitzgerät ist damit praktisch immer blitzbereit. Die Batterien haben eine wesentlich höhere Kapazität als Akkus und ich habe immer genug Ersatz mit. Ein Akkupack hält keine komplette Hochzeitsfeier durch. NiCd-Akkus sind Gift für die Umwelt und sollten daher nicht mehr benutzt werden. NiMh-Akkus brauchen ein Ladeverfahren, das mit dem Akkupack nur schwer zu realisieren ist.
Der Akkupack und der Batteriepack des CL45 haben beide 6 Zellen. Um die Unterschiede zwischen Batterien und Akkus auszugleichen, benutzt Metz die alternative Kontaktierung, die ich in meinem ersten Beitrag beschrieben habe.
Grüße
Renate
max
Hi Renate,
peace, war ja nur 'ne Idee. Ich blitze auch nur 2mal im Jahr, dann allerdings geplant und 1-2 Akkupacks leer.
Das machen die Akkus bei mir seit 5 Jahren mit. Und ich bin sicher, dass die Batterien nicht gerade am Ende sind. Was soll's, einen Satz Batterien, falls ein 5. Film durchsoll liegt eh bereit.
Rechnet sich.
Grüße
Martin
P.S.: und die Batterien, so grün sie auch gemalt sind, gehen auch nicht als Blumendünger.
Wolfgg
..aber zu Rodinal lassen sie sich recyclen, Alkali-Mangan Zellen enthalten nämlich Alkali.
Gruß Wolfgang
Schwedenstahl
Sind NC Akkus überhaupt noch erhältlich???
Gruss
MArwan
Wolfgg
Wolfram
Hallo,
hat jemand von euch eine günstige Adresse bei der die Akku-Käbe des CT45 neu bestückt werden können?
Oder wenigstens eine gute "Bastelanleitung"?
Auch als NEU gekaufte Akkus sind gerne schon überlagert.... .
Die Kapazität der Akku-Zellen hat sich ja auch in der letzten Zeit sehr gesteigert.
Und wenn ich einfach den Batterikorb mit Akkus fülle fehlen ja bekanntlich ein paar Volt.
Danke,
Grüße
Wolfram
mdeutgen
Wolfram,
ich neige ja auch zu einer Bastellösung, weil ich weiß, was ich tun darf/soll.
Hast Du jedoch mal in Betracht gezogen, dass Dich ein runderneuerter Akkupack annähernd genauso viel ein ein frischer von Metz kostet? Wenn ich mich recht entsinne, dann liegt ein NiMH-Pack für den 45-CL1 bei um die 60 EUR plus Porto (www.nordfoto.de). Wenn Du den Preis für sechs Akkus mit Löfahnen, Porto und den Arbeitspreis des Umrüsters zugrunde legst, dann kaufe ich für ein bisschen mehr Geld einen Original-Akkupack!
Ansonsten kann ich mich den Vorrednern nur anschließen: Akkus sind nur dann sinnvoll, wenn das Gerät regelmäßig benutzt wird. Bei zweimal im Jahr sind Primärzellen die wirtschaftlich und auch ökologisch sinnvollere Variante.
Martin
Wolfram
Hallo Martin,
Ich habe mir im letzten Frühjahr einen neuen Original-Akku gekauft.
Jetzt ist er hin.
War wohl Lagerware.
Die Akkus haben den Vorteil, dass der Blitz eine kürzere Ladezeit hat.
Ist bei Reportagen natürlich ein Argument.
Sechs Akkus mit Fahne kosten 22.- Euro.
Zumal die neuen eine wesentlich höhere Kapazität haben.
Ich würde es ja gerne selbst machen, habe aber schon ein Akku-Gehäuse ruiniert.
Muss ich wohl doch weiter Batterien benutzen.
Ist ja eigentlich auch billiger.
Solange der billig gemachte Korb es mit macht..... .
Grüße
Wolfram
Wolfgg
Wer eine ultimative Lösung sucht, könnte sich mal überlegen, auf den internen Akkupack zu verzichten und durch einen externen zu ersetzen. Also:
- Batteriehalterung mit gleicher Akkuzahl beschaffen (Conrad usw.)
- Kabel von den Kontakten im Blitz, an denen der Original-Akkupack kontaktiert, zum externen Akkupack anlöten (natürlich Plus an Plus, Minus an Minus)
- externen Akkupack mit ganz normalen Mignon-Akkus ohne Löfahne bestücken.
Man kann dann die Akkus zum Laden mit einem Griff entnehmen, auch schnell durch volle austauschen, kann neueste mit hoher Kapazität einsetzen, sogar die Nickel-Hydrid mit geringer Selbstentladung usw. Wo man den externen Akkupack unterbringt, ist Geschmackssache, unter der Kamera, am Blitz, in der Hosentasche, bei letzterem muss man beachten, dass das etwas lange Kabel nicht zu viel Spannungsabfall verursacht und u.U. am Kabelende im Blitz noch ein Elko mit z.B. 470µF rein muss, falls die Kabelinduktivität die Ladeschaltung stört.
Gruß Wolfgang
Wolfram
Hallo Wolfgang,
danke, schöne Idee.
An einen externen Batteriesatz habe ich auch schon gedacht.
Nur, wie beim Bleisatz des CT60, wäre es recht unpraktisch.
Das Umhängetäschchen mit dem Spiralkabel..... .
Aber du hast recht, so ein kleines Kästchen (60x29x59 mm) kann man auch an die Blitzschiene montieren.
(zur Not mit Klettband)
Die Lösung ist aber zu zu billig!
Bei Conrad kostet der Batteriekorb für 8 Akkus nur 1,58 €
Wolfgg
Hallo Wolfram,
bei 8 Akkus wäre das Hauptproblem, dass der Blitz die Akkus zu weit entlädt bis er "Akkus leer" anzeigt und das geht an deren Zyklenzahl. Also 1 Akkufach mit Draht überbrücken oder Blindakku einlegen (z.B. einen alten mit Löfahnen, diese überbrückt).
Parallelschalten von Akkus ist immer etwas problematisch, da je nach Ladezustand und Alter erhebliche Ausgleichsströme fliessen, die Akkus beschädigen können. Ein Vielblitzer könnte sich ja einen Akkukasten mit 7 Monozellen basteln...
Gruß Wolfgang