Gast
Hallo,
ich hab ein bisschen gegoogelt und nichts gefunden, wird noch ein Farbpapier auf Leinen oder Baryt hergestellt, ich finde das Plastik sieht immer ein bisschen billig aus.
Richard
Wolfgg
Nach meiner Erinnerung kommst mit der Idee 31 Jahre zu spät.
Grüße Wolfgang
MirkoBoeddecker
Farbpapiere und auch Filme sind Mehrschichtemulsionen die übereinander gegossen werden.
Diese werden Horizontal mit hoher Geschwindigkeit sehr gleichmäßig und sehr dünn aufgetragen.
Auf Leinen wäre das undenkbar und auf Barytpapier nur in der bekannten unscharfen Art der alten 70iger Jahre Farbbilder weil der Träger sich bewegt.
Die einzige Möglichkeit, abseits von Tintenstrahltechnik, wäre eventuell dye transfer.
Grüße,
Mirko
Gast
Hallo,
Turaphot hatte einstmals Colorleinen ich glaube um 1970, das letzte Colorbaryt in Deutschland, war bis vielleicht 1991 Orwocolor.
Ob es da jetzt noch irgendwo etwas gibt kann ich Dir nicht sagen, vielleicht wird ja auch noch irgendwo hinter dem Ural was produziert, aber wenn kommst Du in Deutschland nicht ran.
Ich möchte ehrlich sagen, ich fand das Baryt-Material nicht unscharf, zumindestens Agfa und Kodak, Tura und Schleussner-Adox, waren schon etwas fragwürdiger.
Man müsse da immer ein wenig aufpassen, dass das Papier nicht durch den Entwickler braun angefärbt wurde.
An sich war Colorbaryt recht nett, die Farben kamen angenehmer als auf dem Kunststoffpapier, etwas weniger scharf, aber insgesamt freundlicher, das Schärfeproblem waren eher die damaligen Filme.
Meines Wissens sind die Colorbaryts gestorben, weil die Verarbeitung für die Entwicklungsanstalten zu kompliziert war, wo sie noch übriggeblieben sind, war die Industrie nicht leistungsfähig oder willens PE-Trägermaterial herzustellen.
Ich hätte auch gerne so ein Material, aber da ist nichts zu machen, es sei denn wir finanzieren die Produktion.
Roland
Wolfgg
Und dann aber stilgerechte Verarbeitung in der Schale bei 20°C, also:
Agfacolor Papierentwickler 60: 5min
Wässerung (intensiv): 2,5min
Agfacolor Stoppfixierbad K: 5min
Agfacolor Bleichfixierbad K: 5min
Wässerung (intensiv): 10min
Stabilisatorbad mit Formalin: 2,5min
-------------------------------------
30min pro Bild!
Quelle:
Agfa-Gevaert
Technische Daten Agfacolor-Papier
MCN 111 Typ 7
Stand: April 1971
Gab es in allen denkbaren Blattformaten von 7,4x10,5cm bis 50,8x61cm und Rollen aller Kaliber von 7,6cm Breite bis 127cm. Und das als Baryt mit Pressenhochglanz und, jawoll, "Haptik".
Gruß Wolfgang
Gast
Ich hätte auch gerne so ein Material, aber da ist nichts zu machen, es sei denn wir finanzieren die Produktion
Warum eigentlich nicht?
Bei efke beträgt die Mindestabnahmemenge 1000qm, setzten wir mal 10 EUR Produktionskosten pro qm an, dann wären 10000 Euro nötig, das sollte zu finanzieren sein, wenn Mirko dann das Papier ins Programm nimmt.
Also :D freiwillige vortreten!
Gruße
Otto
Gast
Der Werbetext für Amiland
Very nice ooold-fashioned european style color-photographic paper with original 1950s style fibre base.
Enjoy the cream look of the 1950s, you would not ever have seen such a beautiful blue-greenish look.
Great stuff for retro style!!!
Gast
Hallo,
schaut mal da, warum wirken eigentlich die alten Farbbilder immer so gemalt?
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/347/display/81345
AdoxColor+Exa Adox Baryt?
Harry
SamuliSchielke
Mal ernst, wieviel Aufwand sitzt bei Dye Transfer eigentlich dabei? Ich habe mal Prints von Eggleston im Museum gesehen, und die haben schon eine ganz eigene Klasse. Und für Dye Transfer gibt es sehr wohl Papier auf Barytträger
http://www.filmotec.de/Produkte/DTP_300/dtp_300.html
Samuli
Gast
Ich hätte auch gerne so ein Material, aber da ist nichts zu machen, es sei denn wir finanzieren die Produktion
Warum eigentlich nicht?
Bei efke beträgt die Mindestabnahmemenge 1000qm, setzen wir mal 10 EUR Produktionskosten pro qm an, dann wären 10000 Euro nötig, das sollte zu finanzieren sein, wenn Mirko dann das Papier ins Programm nimmt.
Also :D freiwillige vortreten!
Grüße
Otto
[right][post="6896"]<{POST_SNAPBACK}>[/post][/right]
Otto,
derzeit kann ich leider nicht, ich brauche mein Geld um Svema aufzukaufen, könnte aber sein, dass ich dann in Schostka so ein Farbpapier produzieren werde, wenn sich die Maschinen anpassen lassen.
Wie Rolacolor ein guter Name?
Roland
MirkoBoeddecker
Ihr habt Ideen....
Eine Mindestabnahmemenge von 1000qm für ein neues 3 Schicht-Produkt !
Das haut mit Ach und Krach und Verlust auf allen Seiten schon für erprobte Einschicht-Produkte nicht hin.
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Für DTM benötigt man DTM Film, Farben, eine Druckpresse oder etwas gebasteltes mit Rollen, und das DTM Papier.
Filme kann efke machen, wir haben sie in den USA regulär im Sortiment. Das Papier was sie zuletzt gemacht haben war nur suboptimal (und ich vermute mal dass das jetzt bei Filmotec liegt weil sonst niemand an der Produktentwicklung in Europa beteiligt war).
Früher wurden leicht radioaktive Substanzen benutzt um das Verbluten der Farben zu verhindern.
Da war das efke Papier superklasse. Dann durften sie das nicht mehr verwenden und die letzten Chargen mit Ersatz-Produkten sind am Markt durchgefallen weil die Farben verlaufen sind.
Es eignet sich aber für Experimente und Tests ganz gut.
Es gibt aber noch Papier von anderen Firmen in den USA aus Altbeständen.
Die werden derzeit von der "Gemeinde" verwendet.
Die Farben sind frei erhältlich. Es geht angeblich sogar mit Tintenpinklerfarbe haber ich mal gehört.
Ganz kurz zum Prozess: Es werden 3 Druckfilme angefertigt mit den 3 Grundfarben und dann übereinander gedruckt ohne Raster.
Besser geht es nicht, qualitativ gesehen.
Grüße,
Mirko
Wolfgg
Ich seh schon den armen Mirko mit dem LKW durch Osteuropa irren, auf der Suche nach ein paar Schachteln Farb-Baryt für die Quäu-geister...
Dabei ist doch jetzt glasklar, was dringend gebraucht wird: eine Universalbeschichtungsmaschine im Puppenstubenformat für den Hausgebrauch, geeignet für Film und Papier, PE und Baryt, S/W und Color, Negativ- und Umkehrmaterial, maskiert und ohne, chromogen und chromolytisch, gesteuert durch den schon überall dastehenden lumpigen PC mit ein paar Mausklicks, Preis maximal 500 €. Franz vor, die Chemiker sind zuerst gefragt!
Gruß Wolfgang
Wolfgg
? und Franz, bevor Du loslegst, ein gscheites Sofortbildverfahren für Verwandtenbesuche habe ich noch vergessen.
Gast
Warum wirken alte Farbbilder gemalt?
Vermutung: Weil die Farben nicht stimmen plus Unschärfe.
cfb_de
Hallo Wolfgang,
die Maschine hat fast nix mit Chemie zu tun. Mein Beitrag dazu wurde bereits gegen 1936 in Wolfen erbracht:-)
Da sind Kaufleute (Kostenziel!) und geschickte Maschinenbauer gefragt. Aber die haben das ja schon in den letzten 70 Jahren nicht gebacken gekriegt. Ich frag mich, wozu man das Volk überhaupt braucht...
Das Sofortbildverfahren gibt es. Seit neuestem bekommt man hier an jeder zweiten Tanke die Fuji-Filme für die hübschen Packfilmpolas. Auch meine EE100 macht jetzt nur noch bunt:-)
Beste Grüße,
Franz
Gast
Danke für die Information, es gibt also keins mehr, habe ich mir fast gedacht, aber fragen kann ja nicht schaden.
Richard
PS: Wenn Ihr jemanden überredet bekommt, bin ich dabei.
Gast
Hallo!
Ich hab da was nettes aufgegabelt, woran man schü erkennt, wie unterschiedlich damals die einzelnen Filme noch waren.
http://www.eisenbahnfotograf.de/dbdiesel/galerie230/230.htm
Man erkennt auch die Krankheit von Agfacolor Filmen, das blaugrün durchschlagen in den Schatten.
Der Foto-Quelle war damals meines Wissens Ferrania - ein zu Unrecht geschmähtes Material (nicht so braun wie Kodak, oder so kitschig wie Agfa)?
Werner
Gast
Mirko,
wie hoch kalkulierst Du denn Pi mal Daumen, um so ein Papier zu machen?
Efke dürfte ja noch die Schleussner-Rezepte haben, dann müssen ja nur Farbstoffe beschafft werden und ein Probegut gemacht werden, dass das auch schon "Kies" kostet ist klar.
So ein richtig neues Produkt ist es ja nicht.
Werner
Wolfgg
Franz: Aber so ein Wunderding im Labor wäre doch was (gelegentlich muss man ja mal träumen). Und Mirko hätte endlich ein leicht verwaltbares Papiersortiment, müsste schließlich nur noch die Rolle Papierfilz mit Barytschicht in Maschinchenbreite vorrätig halten...:D
Gruß Wolfgang