huehnerhose
Hallo,
Ich habe ein Problem bzgl. der Belichtungszeiten vom Polywarmton - sie liegen bei mir um die 40-60sec (13x18).
Ich arbeite mit
manuellem Splitgrade und muss auf 5 ca 40sec und auf 0 ca 30sec belichten und halte das bei 13x18 doch für etwas viel. Beim Foma Variant III liegen die Zeiten meist unter 15sec. (beides PE, Foma in glanz, PWT in matt)
Ich arbeite mit einem Durst M605 mit einem 6x6 Kondensor, 150W Opallampe und einem Rodagon 50mm/2.8 auf 5.6 abgeblendet. KB Negative in einer 6x6 Glasbühne. Gefiltert wird mit Einlagefiltern.
Eine Überlegung ging in Richtung Entwickler, aber ich habe gerade den Eukobromansatz frisch gemacht - es hat sich nichts verändert.
Das schlimme sind jetzt die Zeiten bei 18x24. Da liegt die 5er Zeit so bei 1min-2min.
Sind diese langen Zeiten für das Papier normal? Oder stimmt hier irgendwas nicht?
Gruß
Sebastian
Gast
Hallo Hühnerhose,
PWT ist zwar etwas langsamer als andere Papiere, aber so langsam auch wieder nicht.
Ich komme bei gleicher Methode und ebenfalls KB-Neg. @ f5,6 auf ca. 15-25 sec. je Filter und das bei 18X24!! Mögliche Fehler, die mir spontan einfallen:
- Eukobrom-Konzentrat ist hinüber oder
- aus Versehen die Dichteblende eingedreht
Ansonsten Suchfunktion bemühen, ich kann mich an einen Thread erinnern zum gleichen Thema, war ein relativ langer Thread.
Viel Glück bei der Suche nach dem Fehler und Gruß
Taher Askar
SamuliSchielke
Meiner Erfahrung nach ist PWT (und Fomatone auch) ca. 2 Blenden langsamer als Fomaspeeed/brom. Nach Datenblatt hat PWT 160 und Fomabrom Variant 500 ISO (ungefiltert!).
Samuli
SimonWeber
Also bei mir sind mit gleichem Setup (M605, etc.) die Zeiten auch recht lang. f8 oder f11 bei 24x30cm: mindestens 30-40, oft aber 120-150 Sekunden (manueller Splitgrade).
Warum ist das ein Problem? (???)
Simon
Gast
Ich könnte mir gut vorstellen, dabei KB auch hier die Verwendung eines Kleinbildkondensors zu merklich kürzeren Belichtungszeiten führt.
Beste Grüße,
Otto Beyer!
Wolfgg
Das Warmtonpapier hat ziemlich genau 1/4 der Empfindlichkeit von Ilford Multigrade 4. Warmtonpapiere müssen geringer empfindlich sein, weil der Warmton von kleineren Silberkristallen im Vergleich zu Neutralton verursacht wird und wie beim Film heißt es: kleinere Silberkristalle -> geringere Empfindlichkeit.
Gruss Wolfgang
Wolfgg
Noch was: KB nach 18x24 in 6x6-Bildbühne bedeutet Grundbretthelligkeit wie 6x6-Negativ nach 45x45 cm! Da sind Zeiten über 1 min bei Warmtonpapier normal. Also unbedingt wie schon erwähnt KB-Kondensor.
Bei KB würde ich zudem das Glas weglassen, Du hast doch sicher auch Glaslos-Einlagen.
Gruß Wolfgang
arothaus
Hallo,
wenn die Zeiten normalerweise bei 10 sec. liegen und jetzt bei ca. 40 sec dann sind das exakt zwei Blenden mehr. Also alles im grünen Bereich.
Gruss,
Andreas
huehnerhose
Dank euch allen für die Antoworten!
Ich Versuch das mal stückchenweise zu beantworten:
Ich hab einen Kondensor, da ist keine Dichte zum Eindrehen dran.
Nen KB-Kondensor hab ich leider nicht, auch keine Glasloseinlagen. Ein Problem hab ich an sich mit den Zeiten nicht - wenn ich nicht gerade unter Zeitdruck arbeite ist das ok - es kam mir eben nur komisch vor, daher die Frage.
Ich glaube irgendwie nicht, dass das Eukobromkonzentrat hinüber ist. Es lässt sich immernoch wunderbar klar auf und sieht aus wie am ersten Tag - der noch nicht so lange her ist.
Also Fazit: alles im grünen Bereich :blink:
Gruß
Sebastian
Wolfgg
Aber grad fällt mir noch auf: ein 6x6-Kondensor ist für Objektive mit 80mm gerechnet, wenn man den mit 50mm einsetzt, geht einiges Licht am Objektiv vorbei, womöglich gibt es sogar ungleichmäßige Ausleuchtung!
Es ist also nicht nur so, dass der 6x6-Kondensor zu viel ausleuchtet, der ganze Strahlengang stimmt dann nicht.
Grüße Wolfgang
Gast
Hi
Ja, das ist halt einfach so, dass du mit diesem langen Zeiten rechnen musst. Ich hab mich Anfangs auch genervt. Aber das ist wohl der "Preis" fürs geilste Warmton-RC-Papier das ich kenne.
Belichtungszeiten von 60 Sek bei 5.6 Blende sind da bei einem Kondensorvergrößerer offenbar einfach normal.
Der Vorteil ist, dass du da schön Zeit hast zum Abwedeln und so.
Gruss
Martin
Gast
... 6x6 Kondensor bringt am Magnifax mit Kleinbildnegativen ungleich ausgeleuchtete Negative. Da stimme ich aus Erfahrung Wolfgang zu. Keine Ahnung, ob das auch bei anderen Vergrößern so ist. Aber kontrollieren würde ich das mal.
Möglicherweise bringt der Tausch der Opallampe gegen eine mit höherer Leistung Erfolg, garantiert aber auch mehr Wärme und die Energieversorger freuen sich über sowas.
Grüße
Ronald
Gast
... sorry, mehr als 150 Watt wird wohl schwer. Habs überlesen.
Wolfgg
Geschickte Bastler können die Opallampe ja testweise mal gegen eine Halogen-Reflektorlampe mit 230V und 100W oder mehr ersetzen. Bei vielen Geräten kann man die Lampe höhenverstellen und die kürzere Halogenlampe entsprechend justieren.
Gruß Wolfgang