Tammo
Sagt mal, wie lange dauert es, bis sich die Emulsion des ADOX-Papiers (neutral und warm) stabilisiert hat. Bei mir sind beide Papiere butterweich, wurden wohl noch warm verschickt. Das ADOX-Papier, das ich seit ein paar Monaten im Kühlschrank habe, ist in der Gradation mehr oder weniger normal, liegt also am Papier. Ist es denn ratsam, das Papier zum Reifen bei Zimmertemperatur aufzubewahren oder doch lieber im Kühlschrank? Ich meine die Bananen lass ich ja auch zum Reifen draußen :angry:
cfb_de
Hallo Tammo,
unsere Rollenware kam eigentlich ganz tauglich an: 00-4, damit kann ich gut leben. Kann es sein, dass Du mit bestehenden Filterwerten geglaubt hast, eine andere Charge verhielte sich genauso?
Zum Reifen würde ich das Papier mal zwei, drei Wochen im Wohnzimmer lagern und nach zwei Wochen mal schauen, was sich getan hat. Insgesamt kann der Prozess ein paar Wochen dauern, aber die ersten zwei Wochen sollten auch bei RT kein Problem sein. Danach ab in den Keller/Kühlschrank. Wobei der Kühlschrank meist zu trocken ist und man sich hinterher über mangelnde Planlage beschweren kann.
Beste Grüße,
Franz
MirkoBoeddecker
Bei mir sind beide Papiere butterweich
Kannst Du das eventuell etwas konkretisieren?
Butterweich hat nämlich soweit noch keiner gesagt.
Es stimmt schon, was Du vermutest. Wir sind sehr schnell und schlecht wird hier auch selten was :-)
Lieber just in time als jahrelang abgehangen und schön grau.
Aber es sollen dadurch natürlich auch keine Anwendungsprobleme geben.
Daher interessiert mich das jetzt.
Grüße,
Mirko
Wolf_XL
Hallo,
ich habe letzte Woche auch das erste Papier aus der Rollenaktion benutzt - einwandfrei. Bezüglich der Filterwerte dürfte es auch keine Probleme geben - ich habe an meinem Dunco das VC-Modul - da hat es einwandfrei gepasst. Im Vergleich zu meinen anderen Papieren verschiedener Hersteller ist es allenfalls eine halbe Stufe weicher - d.h. wo ich sonst mit Grad. 2 printe, brauche ich mit dem Adox 2,5 oder 3. Entwickelt hab' in Eukobrom. Und ob ich mit dem Papier jetzt Grad. 5 oder nur Grad. 4 erreiche, ist mir persönlich relativ egal - denn wenn ich Grad. 5 brauche, habe ich am Negativ was falsch gemacht...
Tammo
Also schon beim Einmessen des Belichtungsmessers war das Testnegativ sehr weich, was bei "normalem Papier" eigentlich nicht der Fall ist. Im Vergleich zu meinem älteren warmton Baryt, war das neutralton Baryt ungefähr zwei Stufen weicher.
Wolf_XL
Hallo Tanno,
mal 'ne blöde Frage - wie alt ist/war der Entwickler? Wenn der nämlich abgeranzt ist, bekommt man auch nur noch flaue Abzüge... Ist mir auch schon passiert, da wundert man sich, dass es nicht mehr "knackt" und sucht zuerst sonstwo rum, bis einem dann plötzlich einfällt, dass man den Entwickler schon ein halbes Jahr in Gebrauch hat...
Tammo
Der Entwickler war ganz frisch, habe auch die Flasche neu geöffnet.
RomanJRohleder
Mirko,
>Kannst Du das eventuell etwas konkretisieren ?
>Butterweich hat nützlich soweit noch keiner gesagt.
Du liest Dein eigenes Forum nicht aufmerksam genug. ;-)
Siehe mein Beitrag in
http://www.fotoimpex.de/forum/index.php?showtopic=888&st=10
Damals schrieb ich zur Rollenware Vario Classic FB, die zu dem Zeitpunkt knapp 6 Wochen alt war:
"Ich habe gestern fix mal ein paar Graukeile kontaktet; vorläufiges Ergebnis:
Filterung/Sichtbare Stufen/ISO-R
15M/8/120
100M/6/90
130M/5/75
100Y/14/210
130Y/16/240"
Also Butterbutterbutterweich. Oder meinetwegen "000".
Vielleicht aktualisier ich das am Wochenende mal.
Tschoe,
Roman
Wolfgg
Roman: Direkt von "sichtbare Stufen" auf ISO-R umzurechnen (Stufen*0.15*100) ergibt zu hohes ISO-R, weil ISO-R nur von Dichte 0,04 über Schleier bis 90% der Maximaldichte geht, Dein Auge sieht mehr Stufen.
RomanJRohleder
Wolfgang,
aaaaaah, das erklaert meine Abweichung beim "mit dem Densi spielen" heute nachmittag.
Roman
Wolfgg
Im Forum hier bin ich ja sicher schon als Hardcorezonenfritze bekannt. Bei mir wird nicht nur das Motiv mit dem Zonensystem "beaufschlagt", sondern auch das Papier wenigstens einmal gründlich ausgemessen. Also: Agfa-Stufengraukeil (0.15D=1/2 Blende je Stufe) in die Filmbühne, Papier drunter und aufbelichten. Dann feststellen, ab welcher Lichtmenge "man was sieht" und ab wieviel Licht "es nicht mehr schwärzer wird". Dann Stufen dazwischen zählen, ergibt wie bei Dir immer deutlich mehr als diese Beipackwaschzettel oder sonstige Datenblätter ISO-R mäßig ausspucken, weil eben...siehe oben. Aber nur meine Messung ist labormäßig (und qualitätsmäßig) verwertbar, ISO-R taugt nur für Vergleiche.
Übrigens: falls Du den Agfa Stufengraukeil verwendest, dieser (zumindest meiner) ist nicht besonders genau. Unten (Soll=0, Ist=0) und oben (Soll=2,7, Ist=2,8) recht gut, aber im Verlauf leider einen Bauch mit Maximum in der Mitte (Soll=1,5, Ist=1,82!). Entweder für den Preis nicht genauer herzustellen oder zu alt (>20 Jahre). Ich benutze ihn auch nur noch, um mich schnell an die beiden Enden eines unbekannten Papiers herantasten zu können.
Wolfgang
RomanJRohleder
Wolfgang,
keine Fragen, so mach ich das seit Anfang letzten Jahres - mit einem von drei gelagerten Stouffer T2115. Ich hab noch was im Verdacht, evtl. greift bei der Projektion Bildbuehne>Papier schon der Callier-Effekt.
Roman
Wolfgg
Roman: Den Callier-Effekt hatte ich vorhin auch kurz im Hinterkopf. Damit der sichtbar zuschlägt, musst bei S/W aber auf voll diffus gehen, also eine Streuscheibe direkt hinter dem Film wie meist bei Farbnegativ. Bei mir gibt es den Ausgang des Farbmischkopfes (etwas kleiner als eine Opalbirne im Durchmesser), dann den Doppelkondensor über dem Film, also zwischen gerichtet und diffus. Callier war hier nie ein Thema.