EJG
Hallo Forum,
ich möchte als Wiedereinsteiger ohne durch Versuch und Irrtum relativ schnell
zu guten Entwicklungsergebnissen bei SW Film ASA 100 - 400 und Papier gelangen.
Vielleicht habt ihr Kombinationen die fast immer zu guten Ergebnissen führen.
Wer kann mir raten?
Vielen Dank
EJG
Roman
Na dann fang ich mal an:
Fuji Neopan 400, auf EI 250 belichtet (vorzugsweise mit einem Gelbgrün-Filter), entwickelt 9,5 Min. in ROdinal 1+50 (20°C, 30 sek. Dauerkipp, dann 2x am Anfang jeder Minute).
Geprintet auf Foma Variant glänzend, entwickelt in Tetenal Eukobrom, evtl. mit anschließender Selentonung; oder wenn's Baryt & Warmton sein soll: geprintet auf Forte Polywarmtone oder auf Fomatone, entwickelt in Agfa Neutol WA, Tonung nach Geschmack.
Roman
RomanJRohleder
EJG,
nimm einen Standardentwickler wie D76 oder meinetwegen A49 (beide in 1+1), belichte den Film (egal welchen, Hauptsache ohne Kopfstand erhaeltlich und nachkaufbar) mit halbem Packungswert (FP4+/125ASA also mit 50ASA) und entwickele dann um 25, 30% kuerzer als vom Hersteller angegeben.
Das sollte immer zu ausgewogenen Negativen fuehren, die mit g2/g3 auf jedes Fotopapier passen.
Halte Abstand von Wundermitteln, auch Wunderfilme gibt es nicht und "Pushen" ist entweder unbewusste Selbsttaeuschung respektive bewusstes "Maengel in Kauf nehmen".
RJR
RomanJRohleder
Achso:
Ohne Testen, ohne Einarbeiten geht es nicht. Unsere Prozesse sind nicht standardisiert, die Schwankungsbreite enorm - was fuer manchen auch den Reiz des Ganzen ausmachen mag.
Wenn du das nicht willst, solltest Du deinen CN-Filme bei dm abgeben oder was Digitolles in Erwaegung ziehen.
Gast
Na dann mach ich mich mal unbeliebt:
Kodak TMaxe 100 und 400, auf Nenn und in T-Max Entwickler.
Würde ich heute nie wieder nehmen, hat aber ästhetische Gründe.
Damit hab ich angefangen, und habe Negative bekommen, die auch heute noch printbar sind.
Der übliche Ausschuss mit abgesoffenen Schatten und konturlosen Himmeln war zwar dabei, aber das in den Griff zu bekommen geht eh nur mit Erfahrung.
Kubische Filme wie PlusX, TriX, FP4 und HP5 würde ich zu Anfang auch in A49 verdünnt entwickeln, da für KB das Korn sonst gewollt sein muss. Geht dann aber erstmal alles mit Nennempfindlichkeit.
Als Papier würde ich auch Polykaltton RC in Betracht ziehen. Bringt z.B. in Eukobrom schöne satte Schwärzen, was bei Warmtonpapier immer etwas Gehampel erfordert.
Bei Papierentwickler kann man meiner Ansicht im "Normalbereich" eh nicht viel falsch machen.
Der Weg von (ganz) gut, bis sehr gut kann allerdings verdammt lang sein :)
Grüße
Martin
EJG
Hallo vielen Dank für die Antworten,
bin aber jetzt auch nicht schlauer als vorher. Jeder hat halt seine eigenen Erfahrungen.
Werde es mal mit der klassischen Variante Fomapan 200 und Fomadon LQN
für Roll und KB Film versuchen.
Grüße
EJG
arothaus
Hallo,
"klassisch" dürfte wohl eher der Fomapan 100 oder 400 sein, der 200er hat diese modernen Kristallkörner.
Grüße
Andreas
cfb_de
Hallo Andreas,
ja. Und außerdem zeigt der Fomapan-200 "ein von vielen Unerfahrenen so nicht erwartetes Empfindlichkeitsverhalten".
Qualifiziert mich das für den diplomatischen Dienst?
;-)
Franz
arothaus
Franz,
perfekt!
Ich hab auch überlegt ob ich sowas schreiben soll ;-)
Wobei der 200er im Foma-Entwickler ja auch die 200 bringen soll - ich kenne ihn aber nur aus Erzählungen. Seit SK liegt nun eine Packung Sponsorware bei mir im Kühllager, irgendwann landet der im A49.
Gruss,
Andreas R.
Gast
EJG,
dass Du nicht schlauer wirst, wenn du so eine Frage stellst ist klar.
Du solltest Dir klar machen, dass es gibt Grundlagen fuer jedes Film
1) richtig belichten
2) richtig entwickeln
3) richtig vergroessern
wenn Du nicht das machst, dann wird es nie richtig gut.
Wo Du kannst etwas mehr falsch machen (aber auch teuer) ohne das es wird richtig schlecht, Kodak PlusX oder Ilford Fp4 und ID11/D76.
viel Spass
Oleksander
heinrich
Hallo,
wenn es denn klassisch sein soll, meine Lieblingskombo:
Ilford HP5 auf 250 - 320 ASA belichten
Kippentwickelung in ID11 1+3 (Ansatz mit Aqua dest. aus dem Supermarkt) 17min bei 20° Celsius, also etwas kürzer als von Ilford angegeben
Kipprhythmus 1te Minute konstant (3sec Rhythmus), danach alle 60sec 5 mal kippen (5mal in 10 - 12Sekunden)
Stoppbad und Fixieren nicht vergessen
Gibt bei mir gut durchgezeichnete Negative die sich gut auf Gradation 2,5 bis 3,5 vergrößern lassen, je nach Motiv
Vergrößern auf Multigrade Papier, Papiersorte ist eher eine Sache des Geschmacks, persönlich bevorzuge ich Agfa Multicontrast (gibt es nicht mehr lange), Polywarmton und Ilford Multigrade.
Entwicklung in Agfa Neutol WA, alternativ Forte Fortespeed WTD (Warmtonentwickler) oder Fortespeed NTD Neuraltonentwickler. Ansatz nach Herstellerangabe.
Entwicklungszeit: nach Herstellerangabe (meist 90s bis 120s) nicht nach Sicht
Bitte beachte, alle anderen hier gemachten Vorschläge sind genauso gut oder schlecht wie meiner. Such Dir am besten eine der vorgeschlagenen Kombinationen aus und starte damit. Wichtig ist, dass man sich auf eine Kombination einschießt, und das geht nicht ohne testen und systematischer Variation der Prozessbedingungen, bis Du die Ergebnisse erzielst die Du haben willst.
Grüße
Heinrich
Gast
Ich würde dir empfehlen, entwickle und vergrößere einen Film und stelle dann deine Fragen. Empfehlen würde ich dir Fuji-Material und D76. Alles andere, wie empfindlichkeitreduzierte Entwicklung usw. kommst du schnell dahinter. Orientiere dich nach deinem Ergebnis und wenn du Westprodukte kaufst, bist du auch der sicheren Seite.
Grußpan
RomanJRohleder
Pan,
was denn jetzt - Westware oder Fuji?
Roman
EJG
Hallo Forumsfreunde,
noch eine Frage, mit welcher Entwicklungszeitverkürzung muss man bei
Entwicklung mit dem Jobo CPE 2 (nach einer Minute manuell bewegend, danach die Filmdose permanent rollend Stufe 1 oder 2) rechnen. Spielt die Drehzahl des Filmtanks eine Rolle?
Gibt es Unverträglichkeiten bei Entwicklern wie empfohlen Rodinal, ID 11, A49, D76.
Ansonsten vielen Dank für die Hinweise. Ich werde jetzt erstmal für den Einstieg eine von euch erprobte Kombinationen ausprobieren.
Grüße
ejg