huehnerhose
Hallo,
ich habe eine ziemlich dumme Frage zum Scannen. Ich würde meine KB-Negative gerne gescannt haben, glaube aber nicht, dass sich die Anschaffung eines "ordentlichen" Negativscanners für mich lohnt, da ich die digitalen Kopien nur für Veröffentlichungen im Internet haben möchte, soll also nicht als Druckvorlage oder zur Weiterverarbeitung dienen.
Nur wenn ich schon was scanne, dann soll die Qualität auch stimmen. Daher dachte ich an das Mietlabor.
Um die Aufwendungen mal kalkulieren zu können interessiert mich aber, wie lange man ungefähr pro Scan benötigt. Bzw. wie viele Filme/Streifen man pro Stunde digitalisiert bekommt. (Ohne irgendwelche Verarbeitung, das würde ich daheim machen)
Meine einzige derzeitige Digitalisierungsmöglichkeit ist ein uralt Mustek. Der meint Farbe = Rot. (Alle Farbscanns haben rote Streifen oder sind partial rotstichig...) Für Abzüge würde ich mir gerne einen Flachbettscanner zulegen. Da mir aber dieser ganze Bereich nicht _so_ wichtig ist, würde ich mich im unteren Preissegment (<200
MirkoBoeddecker
Hallo wie heißt du eigentlich richtig?
Huenerhose...also..hmmmm...
Die Dauer eines Scans, die Übertragung der Daten an den Rechner und das Brennen auf CD sind abhängig von der Auflösung.
Dazu kommt dann noch die Zeit welche Du benötigst um die Streifen in den Halter zu friemeln und von Staub zu befreien.
Bei voller Auflösung von 4000 DPI dauert ein Scan so 3-4 Minuten mit Vorschau und kurz korrigieren.
Bei geringerer Auflösung dauert es aber immer noch >2 Minuten einfach weil der Scanner erst zum richtigen Bild ruckeln muss, dann ruckelt er rum, dann kalibriert er sich, dann fokussiert er, dann denkt er kurz nach und macht "pfrrrrmt"...und dann legt er los mit so einem Geräusch welches der Drehteller auf der Mikrowelle auch macht.
Grüße,
M I R K O
huehnerhose
hrmm... damit kann ich meine Idee wohl aufgeben, doch zu blauäugig gedacht. Das Problem ist, dass ich das Scannen wirklich nur zum zeigen im Netz benutzen würde. Vielleicht nochmal für eine Collage oder sowas. Bis jetzt hatte ich dann immer genau das Bild nicht digital da, welches ich haben wollte, daher wollte ich alles einfach mal scannen. Wenn ich aber nur so 20-30 Bilder pro Stunde schaffe, dann lohnt sich der Aufwand für mich nicht. Ich hatte so mit 2-3 Filmen pro Stunde gerechnet (hab eben keinerlei Erfahrungen damit)
Also doch einen "normalen" Scanner für Abzüge kaufen.
Danke für die schnelle Antwort
Grüße
Sebastian
(Speziellen Gruß an Franz :) )
MirkoBoeddecker
sebastian,
diese neueren Flachbettscanner mit Durchlichteinheit sind nicht sooo schlecht und auch nicht sooo teuer.
für deine Zwecke sollte das reichen.
Grüße,
mirko
Gast
Hallo Hühnerhose,
ich habe Erfahrung mit einem Nikon Coolscan III, ein ungerahmter Diafilm in 6er-Streifen benötigt bei "kleiner" Einstellarbeit ziemlich genau 2 Stunden, wobei man zwischendrin immer mal was anderes am Composter machen kann, Einzeldias brauchen nicht so viel länger, dafür bist du aber auch durchgehend damit beschäftigt.
Ob etwas zeitgemäßere Geräte signifikant schneller sind, kann ich nicht beurteilen.
gruß
Axel
arothaus
Hallo,
einen Filmscanner halte ich für Scans die nur im Web gezeigt werden sollen für überflüssig, da tuts auch mein Epson 3170, und nicht nur für MF. Der kann 12 KB Bilder gleichzeitig scannen, das dauert mit 1600dpi ca. geschätzte 10-15 Minuten. Mit 3200dpi natürlich länger - da scanne ich aber immer nur Einzelbilder, geht aber auch unter 5 Minuten. Und das ganze gabs für läppische 150 Euro neu und mit 24 Monaten Garantie. (Und ich kann Positive scannen!)
Kontaktbögen mach ich auch nicht mehr ;-)
Gruss,
Andreas
cfb_de
Hallo Seb^H^H^H huehnerhose,
dabei warst Du es, der im Parallelforum Wert auf die "Anonymität im Netz" legte.
Okay, ich war derjenige, der sich die fünf Minuten Zeit nahm. Immerhin habe ich aber Deine Adresse, Deinen Nachnamen, das Luftbild Deiner Bleibe und Deine Telefonnummer nicht kundgetan.
Und das Jobo-Zeugs habe ich rausgesucht, Scan ist erledigt, kommt demnächst ins Netz. Am WE hole ich allerdings erstmal meine Freundin aus dem Studium.
Dank für die Grüße :-)
Franz
Roman
Hallo!
Ich hab einen Canon 8400F Flachbettscanner (kostet dzt. ca. 160 Euro, der hat eine Durchlichteinheit, mit der man auch 2 6er-Streifen KB oder einen 3er Streifen Mittelformat (6x6) auf einen Schwung einscannen kann (allerdings dauert das - 2x6er KB brauchen je nach Auflösung so rund 15 Minuten - man kann den Scanner aber alleine machen lassen und sich inzwischen anderen Tätigkeiten widmen). Für Web-Zwecke tut's der prinzipiell, wobei man allerdings auch da, speziell bei 'schwierigen' Negativen (sehr dicht, sehr dünn, sehr kontrastreich, gepushter Film, oder so), noch einen kleinen Unterschied zu einem dezidierten Negativscanner (ich hab einen Minolta DualScan IV - kostet ca. 270 Euro) erkennen kann - der Unterschied wird einem aber nur im direkten Vergleich bewusst, man kann auch mit dem Canon 8400F (oder vergleichbaren Epson-Modellen - was anderes als Canon oder Epson würd ich bei Flachbett mit Durchlicht eher nicht nehmen, ich bin da ein gebranntes Kind, Stichwort UMAX Astra...)
Hier ein paar Vergleichsbeispiele:
Canon 8400F:
vom KB-Negativ:
http://www.pbase.com/romans/image/50946287
http://www.pbase.com/romans/image/51068410
http://www.pbase.com/romans/image/51069238
http://www.pbase.com/romans/image/51101545
http://www.pbase.com/romans/image/51166882
http://www.pbase.com/romans/image/51070913
vom MF-Negativ:
http://www.pbase.com/romans/image/50992810
http://www.pbase.com/romans/image/50890375
vom Print:
http://www.pbase.com/romans/image/50943097 (Großabor - 10x15-Billigstabzug)
http://www.pbase.com/romans/image/50949223
http://www.pbase.com/romans/image/51707489
Minolta DualScan IV:
http://www.pbase.com/romans/image/50893436
http://www.pbase.com/romans/image/50892940
http://www.pbase.com/romans/image/52397864
http://www.pbase.com/romans/image/52361213
http://www.pbase.com/romans/image/52046634
http://www.pbase.com/romans/image/52046644
http://www.pbase.com/romans/image/52201434
LG,
Roman
huehnerhose
Hallo!
Danke für die Antworten, damit bin ich ein gutes Stück weiter!
Speziell die Beispielbilder von Roman haben mir gezeigt, dass ich mir zu wenig von "modernen" Scannern versprochen habe. Also wird's im Januar wohl so einer werden :ph34r:
Gruß
Sebastian
P.S. Gibt's zufällig Erfahrungen bei den Scannern unter Linux? Ich bin eigentlich windowsfrei, würde aber zur Not auf den Laptop meines Vaters ausweichen.
Gast
Hallo,
meiner Erfahrung nach taugen fürs WEB (also Betrachten am Monitor) auch Scanner von A-ldi und Co, wenn man bei Positivscanns bleibt.
Die Scannerei in hohen Auflösungen ist dann auch nicht nötig, Monitore zeigen 72dpi, alles über 100 erzeugt nur riesige Dateigrößen. Der Monitor des Betrachters bleibt als nicht beeinflussbare Größe immer, wer macht sich als Normalnutzer die Mühe einer Kalibrierung?
Wie gesagt, dies dann, wenn es um Zeigen im Web geht, z.B. um Fragen des Bildaufbaus zu diskutieren oder ein Album für entfernt wohnende Freunde/Verwandte vom Urlaub zu machen oder so.
Hier ein Beispiel von mir:
Beispielbild
(Ricoh TLS 401 mit 50mm, Rossmann Film 200, Entwicklung ebenda, Scan mit Medion-Scanner)
Aus meiner Sicht für Web-Präsentation ausreichend.
Viele Grüße
Ronald
Gast
... grad vergessen:
Linux Scannertreiber gibts für viele Canon Scanner, hab grad nen Kollegen gefragt (keine eigene Erfahrung)
Grüße
Ronald
huehnerhose
Hallo Ronald,
ich weiß nicht. Ich bin da doch ein wenig darauf aus, gleich etwas "ordentliches" zu kaufen, wenn ich schonmal Geld ausgebe. Ja eigentlich will ich "nur" diese Webpräsentation. Aber es ist durchaus auch mal drin, dass ich ne Collage oder sowas zusammenbastle oder Texte illustriere. Ich möchte dann nicht da stehen und mir wieder ne Möglichkeit suchen müssen. Meine Ansprüche sind nicht hoch, an diese Gerätschaften, aber ich möchte auch keine übermäßigen Einbußen aus Sparsamkeit machen.
Danke auch nochmal für den Kommentar bzgl. Linuxtreiber. Ich meinte dabei aber eher das Negativscannen, hatte das nicht hingeschrieben, Fehler meinerseits. Allg. laufen die Flachbettscanner mit SANE recht ordentlich. Xsane (ein Frontend) hat auch Optionen für Negativscan. Die Frage dabei ist z.B. ob die Durchlichteinheit irgendwie anders angesprochen werden muss. Aber im Zweifelsfall werde ich mich dann bei gegebener Zeit darum kümmern und schlau machen, hätte nur gerade sein können, dass hier jemand Linux einsetzt und ich mir ein wenig Arbeit sparen könnte oder gezielter suchen. (Ich habe noch gar nicht gesucht, ist also nicht nötig, dass hier jemand das für mich übernimmt, nur falls eigene Erfahrungen vorhanden sind :ph34r: )
Gast
Hallo alle zusammen,
ich habe mal eine andere Frage zum Scannen.
Wie ist die Qualität, wenn ich mit einer digitalen SLR mit Diakopiervorsatz
abfotografiere?
Roman
Ronald,
stimmt, für reine Webpräsentation von gelegentlich mal einem Bild reicht auch ein No-Name-Scanner mit Durchlichteinheit, ich hab selbst längere Zeit mit sowas gearbeitet (Umax Astra 4600)...
ABER: Die Unterschiede liegen beim Handling (z.B. bei der Konstruktion der Negativhalter - und da geht's nicht nur um Komfort/Schnelligkeit bei der Handhabung, sondern z.B. auch um Negativplanlage), bei der Software (für den UMAX war Silverfast unbedingt notwendig, die Herstellersoftware war völlig unter jeder Kritik, unbrauchbar für alles andere als gelegentlich nen Schnappschuss von Tante Ernas Geburtstagsfest ins Netz zu stellen; die Canon-Software ist dagegen so gut, dass ich den Mehrpreis für Silverfast nicht bezahlen brauche, Vuescan holt auch kaum mehr aus den Negativen raus - hab selbst eine Trial-Version probiert - und ist im Handling sowieso ein Graus), und dort, wo's um Grenzbereiche geht (wie in meinem vorigen Beitrag beschrieben - 'schwierige' Negative - ein Negativscanner holt hier noch mehr raus, ein Aldi-Scanner - ich bezeichne mal meinen UMAX als solchen - jedoch deutlich weniger als ein guter Flachbettscanner wie mein Canon - das zeigt sich z.B. in vermehrtem Rauschen bei dünnen Negativen, etc.).
Abgesehen davon - so groß ist der preisliche Unterschied zwischen einem Medion/UMAX/Mustek/Primax/Aldi-wasauchimmer und einem Einsteigermodell von Epson oder Canon auch nicht - erstere sind mit Durchlichteinheit kaum je unter 100 Euro neu zu bekommen, von letzteren gibt's einfachere Modelle auch schon ab 150 Euro aufwärts...
Gast
Nun, klar. Wenn die Aufgaben über WEB(kann ich nicht größer schreiben)präsentation und Positiv hinausgehen, wird es mit Aldi und Co schwer. Würde ich vor der Entscheidung stehen (wie Huehnerhose), würde ich auch lieber sparen (jedenfalls wenn die Collagen gedruckt werden sollen).
Ich hab kein Interesse an Collagen, die einen Abzug auf Papier ersetzen. Ich brauch also wirklich nur einen Scanner für Positiv und Web. So hab ich die Ansprüche von Huehnerhose anfangs verstanden > günstig hätte gereicht.
Mit Linux und doch eventuell in Zukunft mehr als Web läuft es wohl auf Canon hinaus (ich wiederhole, ich hab keine Ahnung von Linux, plapper nur nach, was mir erzählt wurde). Damit wird's bissel teurer. Weihnachten kommt ja. Also etwas belesen und brauchbar kaufen, da sind wir uns einig. Der Versuch, abzusehen was man in Zukunft alles machen will ist bekanntermaßen schwer, da muss man schon überlegen. Aus eigener Testerfahrung kann ich sagen, dass sich Negativ und Medion ausschließen, jedenfalls, wenn man nicht völlig graue Haare haben will und die Negative nach dem Scannen noch 'klassisch' vergrößern will.
Scheinbar gilt auch hier: You get what you pay for.
In diesem Sinne. Schöne Grüße
Ronald
huehnerhose
Hallo!
Ich hab mich vorgestern entschlossen: Ein Epson Perfection 3490 war mein Spontankauf.
Ich hab jetzt langsam alle Bilder, die ich so online habe, ersetzt und bin extrem zufrieden!
Die Scans von den Prints sind klasse und auch die Negativscans sind sehr gut. Ich bin noch etwas am basteln mit den Einstellungen usw. aber das ist ja normale Gewöhnungsphase. Endlich kann ich die Prints in ihrer "Farbenpracht" wiedergeben :)
Danke an euch alle, die ihr hier geantwortet habt.
Grüße
Sebastian
P.S. Der Epson soll sehr gut unter Linux laufen. Ich muss ehrlich zugeben, ich wollte erstmal _alle_ Bilder _schnell_ ersetzen, damit ich mich etwas aktiver in den Communitys (grüßliches Wort) einsetzen kann und mal Resonanz auf meine Bilder bekomme. Linuxtreiber gibt es, soll auch alles funktionieren, aber ich bin noch nicht zu einrichten gekommen...
saschasteinhoff
ich möchte noch mal in diesem zugegebenermaßen nicht mehr ganz taufrischen post mal die ausgangsfrage beantworten: das mieten von hochwertigen scannern oder ganzen scanlaboren ist natürlich möglich, lohnt sich aber eher nicht, wenn man nur mal eben schnell seinen diabestand digitalisieren will. bei neueinsteigern dauert das einfach zu lange sich in die materie einzuarbeiten, selbst wenn man das know-how hat, braucht es eben seine zeit alles so einzurichten wie man's braucht. im übrigen arbeiten selbst gute filmscanner nicht allzu flott.
besser ist es m.E. einen scanservice, also einen spezialisierten scandienst mit der aufgabe zu beantragen. die besseren anbieter setzen entweder ganze batterien handelsüblicher filmscanner parallel ein oder sind teure aber eben auch recht schnelle laborscanner wie beispielsweise von noritsu. sowohl unternehmen die scanner vermieten als auch scandienste findest du unter
find-a-scanservice.de. dort kannst du entweder bundesweit nach versandanbietern suchen, oder lokal nach unternehmen in deiner umgebung.
das digitalisieren von dias mit dem flachbettscanner ist zwar auch möglich wenn dieser einen durchlichtaufsatz hat, aber die qualität ist selbst bei den besseren durchlichtscannern eher bescheiden. das gilt insbesondere bei kleinbildvorlagen die man recht stark vergrößern muss.
TiMo
Hallo Sebastian,
etwas spaet, weil du ja schon einen Scanner hast. Mein Epson GT-X820 laeuft einwandfrei unter Linux. Epson hat auch bei den Druckern vergleichbar guten Support (im Gegensatz zu Canon). Als Scansoftware verwende ich Vuescan. Laeuft ebenfalls einwandfrei unter Linux.
Timgruss