Gast
Auf gesamter Filmlänge (Rollfilm) feine dunkle Streifen, die natürlich auch im Abzug sichtbar sind. Die Negative wurden nicht zimperlich vom Labor behandelt - wer kann mir weiterhelfen? Die Filmandruckplatte ist sauber, ebenso kann ich keine Unregelmäßigkeiten an den Rollen, über die der Film läuft, feststellen. Woran könnte das liegen?
Angehängt ist ein Photo des Abzuges. Verwendet wurde ein neuer Ilford 120er, die Kamera ist eine TLR, Yashica 124 Gmat.
Danke für hilfreiche Tipps!
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Hier noch ein (mehr schlecht als recht ...) Foto vom Negativ, auf dem man die Streifen sieht.
KlausWehner
Willkommen im Forum!
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Leider lässt sich die Ursache für Streifen anhand des eingestellten Bildes nicht wirklich klären.
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Die Kamera würde ich als Verursacher nicht vorschnell ausschließen (aber an der Andruckplatte kann es wirklich nicht liegen: da liegt der Film mit dem Lichtschutz Papier auf).
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Aber eigentlich sieht es auch nicht nach Kratzern aus.
Vielleicht kannst Du noch einmal ein Foto von dem Film einstellen.
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Befinden sich die Streifen auf der Schicht- oder Trägerseite des Films?
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Herzliche Grüße
Klaus
highscore
Ist das jetzt von dir geprintet worden oder stammt der Abzug vom Labor?
Denn für mich sieht es fast ein wenig wie ein Druckraster eines nicht allzu guten Druckers aus?
MfG
Gast
Der Abzug stammt aus dem Labor. Die Streifen sind aber schon auf dem Negativ recht deutlich erkennbar, und zwar auf der matten Seite. Sie ziehen sich in Längsrichtung den ganzen Film hindurch, sehen aber nicht wie mechanisch bewirkt aus (Kratzer). Da sie kaum auf dem Negativ zu sehen sind, habe ich kein Bild des Negativs eingestellt.
highscore
Na wenn die Streifen auf dem Negativ sind.
Bin ich ratlos.
Wobei!
Mal spekulativ. Wurde der Film vielleicht durchleuchtet gerängt oder so?
KlausWehner
Ohne Information und ohne die Fakten zu kennen ist es schwierig etwas sagen zu können.
Wie (wo) wurde der Film entwickelt?
Im Großlabor?
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HG
Klaus
fototiger
Vielleicht einfach "nur" ein Materialfehler in der Emulsionsschicht? Oder doch ein Fehler bei der Entwicklung des Filmes? Mechanische Belastung, die keine Kratzer hinterlässt, wenn der Film nass und die Emulsion weicher ist?
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Hast du Gelegenheit, die Kamera nochmal mit einem anderen und den gleichen Film zu testen, um Fehler in der Kamera auszuschließen?
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Ich rate aber in Wahrheit nur...
Gast
Hallo Klaus
der Film wurde in einem Großlabor (eine Drogeriemarktkette) entwickelt und kam mit der Bemerkung wieder, die Negative hätten Kratzer und Knicke. Ich habe da etwas Zweifel, zumal am Ende des Films dicke Reißlöcher, als ob jemand mit einer Zange gestanzt und gerissen hätte, waren. Aber ich weiß es eben nicht.
Die Filme sind neue SW-Filme, über den Fotohandel bestellt - ich nehme mal an, die kann ich als Fehlerquelle ausschließen.
Ich bin gerade dabei noch einen Film zu belichten (den ich dann selber entwickle) - mal sehen, ob das Problem anhält.
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Vielen Dank erstmal für die Bereitschaft zur Unterstützung!
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PS: Und hier ist jetzt wirklich noch eine Abbildung eines der Negative, auf denen die Streifen sichtbar sind - war etwas schwierig, das zu "fotografieren" ....
Lichtjahr
Hallo,
die Streifen schauen aus als kämen sie von einem Gummirakel in einer Durchlaufmaschine.
Vor der Trocknung wird bei manchen Entwicklungsmaschinen das Wasser abgestreift.
Könnte von schmutzigen oder alten Gummilippen kommen.
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Da hilft nur eines, selbst entwickeln.
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Edi
KlausWehner
Ja, Edi, genau das war auch mein Verdacht,
Eventuell lässt sich durch erneutes Wässern der Fehler mindern.
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Das Selbst-Entwickeln ist auf alle Fälle eine bessere Alternative.
Wenn es Fragen dazu gibt helfe ich gerne weiter.
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Herzliche Grüße
Klaus
Lichtjahr
Hallo Klaus,
von Tetenal gab es früher "Repolisan", das wurde mit einem sauberen Leinenläppchen dünn aufgetragen.
Damit konnten kleine Schäden am Negativ gemildert werden.
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Ob es das noch irgendwo gibt - keine Ahnung.
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Jetzt habe ich doch noch etwas gefunden (Auszug aus einer Tetenal Produktbeschreibung):
LICHTSCHUTZLACK SPRAY
(glänzend und matt)
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Anwendungsgebiet und Wirkungsweise
Der Lichtschutzlack absorbiert den für die Haltbarkeit der Bildfarbstoffe von Colormaterialien (Color Photopapieren) schädlichen ultravioletten Anteil des Lichtes. Der farblose
Lack trocknet schnell und hinterlässt auf den behandelten Colorpapieren und Filmen einen
Schutzfilm, der neben dem UV-Schutz besonders die mechanische Beanspruchung der
Oberfläche verbessert. Lichtschutzlack-Spray glänzend ist auch als Filmschutzlack
einzusetzen.
Kratzer auf Filmen, die sich in der Projektion oder beim Vergrößern störend auswirken, lassen
sich mit Lichtschutzlack (nur glänzend) beseitigen bzw. je nach Kratzertiefe mindern.
Lichtschutzlack Spray ersetzt das früher bekannte Repolisan, für diesen Anwendungsbereich.
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Lieferumfang
Lichtschutzlack-Spray, glänzend 400 ml Art.-Nr. 105190
Lichtschutzlack-Spray, matt 400 ml Art.-Nr. 105192
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Gruß,
Edi
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KlausWehner
Hallo Edi,
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es ist jetzt nicht ganz klar wie diese Streifen verursacht wurden.
Chemierückstände?
"Gummiabtrag" vom Rakel?
Druckstellen?
Schleifspuren vom Rakel?
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Deshalb würde ich erst einmal "minimalinvasiv" an die Sache heran gehen:
intensives Wässern (30 Minuten) anschließendes Bad mit Netzmittel (mehrere Minuten).
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Bei dieser Behandlung hätten Chemierückstände die Möglichkeit in Lösung zu gehen.
Die Emulsion würde aufquellen können und oberflächliche Druckstellen und Schleifspuren hätten Gelegenheit zu verlaufen oder sich wieder aufzufüllen.
Sollten eventuell Gummipartikel auf dem Film anhaften, so muss man diese eventuell mit viel Fingerspitzengefühl und ohne Druck mit der Fingerkuppe vom herunter wischen.
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Erst wenn das keinen Erfolg hat, würde ich über andere Maßnahmen nachdenken.
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Herzliche Grüße
Klaus
Wolf_XL
...meine Vorgehensweise wäre:
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1. Neuen Film belichten - möglichst andere Marke/Emulsion um Filmfehler auszuschließen
2. Selbst entwickeln
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Problem gelöst? Film mit Streifen dem Großlabor um die Ohren hauen.
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Problem nicht gelöst? Kameraproblem...
Gast
So, nun habe ich selber einen Film entwickelt - hat etwas gedauert, weil ich erst meine "dunkelkammer" einrichten musste - in einem alten Schuppen, das Abdunkeln war nicht ganz einfach !!! Und - keine Streifen mehr auf dem Negativ - d.h. das Labor hat GESCHLAMPT!!!
Nochmals Danke für die vielen Reaktionen!
Ungern-Sternberg
Ich habe genau die gleichen Streifen auf einem 6x6 Negativ (aus einer Yashica124G). Bei einer sehr alten Rolleiflex ist mir schon einmal etwas ähnliches passiert, allerdings durch meinen eigenen Fehler: Ich hatte den Filmstreifen einmal nach längerer Nicht-Benutzung falsch eingefädelt, es war eine erkennbar mechanische Ursache, die dann auch nie wieder passierte.?
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An dem Filmtransport innerhalb meiner Yashica sollte es nicht liegen; sie ist neuwertig, es ist auch mit mehreren Filmen (stets Kodak Tri-X) in der Kamera vorher nicht passiert. Bei bisherigen Entwicklungen mit Rodinal gab es nie Probleme.
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Die einzige Veränderung ist der Entwickler: Ultrafin (1+10) im Kipp-Rhythmus nach der Massive-Development-Chart (Internet/App).
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Kann sich jemand vorstellen, dass es an Ultrafin liegt??