wschwetz
Den Kanal Adox MCP 310 gibt es seit Version 2.7 und das habe ich mit Datum März 2011 auf meinen Computer gespeichert. Von einer Neukalibrierung lese ich in der Historie nichts. Sind also fünf Jahre seitdem.
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Außerdem: Wenn Papier und Splitgrade nicht mehr aufeinander abgestimmt sind, aus welchen Gründen auch immer, kann ich den Heiland nicht mehr benutzen - oder das entsprechende Papier. Fotopapier ist viel zu teuer geworden, um es für misslungene Abzüge und/oder Anpassungen zu verknallen. Für langwieriges Austesten ist mir meine Zeit in der Dunkelkammer auch zu schade. Dafür habe ich mir immerhin den nicht gerade billigen Splitgrade zugelegt.
wschwetz
Hallo
Ich habe seit einige Zeit Probleme mit der Adox MCP Einstellung im Heiland Splitgrade. Einstellung und Papier haben gefühlt eher wenig miteinander zu tun. Ich entwickle aktuell in N113, da muss man sowieso immer etwas kürzer belichten. Aber bei der Adox MCP Einstellung ist es tendenziell eine ganze Blende kürzer. Das scheint mit etwas sehr viel zu sein. Hat sich seit der letzten Kalibrierung durch Heiland das Papier geändert? Ist ja schon einige Jahre her. Beim MCC habe ich diese Probleme nicht.
Es wäre schön, wenn sich Mirko dazu mal äußern könnte.
Wo ich beim Thema Heiland Splitgrade bin: Kann mir jemand der Unterschied der Splitgrade-Kanäle Foma Variant III RC und Foma Variant 311 RC erklären? Auf der Foma Internetseite heißt das Papier Fomaspeed Variant III und im Fotoimpex Shop Foma Variant 311. Welche Einstellung gehört denn nun zu dem aktuell zu kaufenden Papier? Eine Nachfrage bei Heiland hat leider keine Klärung gebracht. Wer weiß was?
Wilfried
Wolf_XL
...das kann ich bestätigen - ich habe seit einiger Zeit bei mir das gleiche Phänomen. Könnte es vielleicht daran liegen, dass die Splitgrade-Einstellungen noch auf das Papier vom ersten Guss eingemessen sind und mittlerweile nur noch Papier aus dem neuen Guss verkauft wird? Die Gradation stimmt m.E. auch nicht mehr - die liegt zwar nicht so weit daneben, wie die Zeit und geht für mich etwas in Richtung zu weich... Mein Entwickler ist ebenfalls der N113.
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P.S. Mein Papier:
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300 Blatt 8x10 Inch, bestellt am 01.06.2015
250 Blatt 13x18, bestellt am 26.08.2015
wschwetz
Dann bin ich ja nicht der einzige.
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Und zu weich ist das Papier auch für den Kanal.
Wolf_XL
... es könnte aber auch sein, dass es am letzten Splitgrade-Update liegt - dann wäre Mirko der falsche Ansprechpartner... Ich versuch' mal nachzuvollziehen, wann ich das letzte Update aufgespielt habe. Leider finde ich auf der Heiland-Homepage zwar die komplette Software-Historie - die Angaben, wann diese Softwareänderungen vorgenommen wurden, fehlen aber leider...
highscore
Na.
Da bin ich ja froh einen Wallner Turm zu nutzen. :spudnikwaving:
Da kann ich zwar nur 2 Papiere einstellen. Aber ich kann die Einstellung jederzeit ändern :spudnikcoinflip:
highscore
Hi ich nochmal.
Diesmal klugscheißerisch.
In der Bedienungsanleitung zum Heiland auf Seite 22 (Generelle Korrektur von Zeit und Gradation)
ist doch beschrieben wie ihr Korrekturen für einzelne Papiere permanent eingeben könnt, und das in 1/10 Blendenstufen.
Wolf_XL
...das mache ich ja auch so - aber eben nur mehr oder weniger nach Gefühl und nicht anhand einer reproduzierbaren Messreihe. Mir wäre es daher auch lieber, wenn ich über ein Update wieder einen MCP-Kanal bekäme, an dem ich nicht selbst schrauben muss...
highscore
Hi Wolf
Na ja, die Funktion ist ja wohl dazu da zum einen die Streuungen in den Gießen korrigieren zu können.
Ich vermute das was Heiland da liefert ist ein gemittelter Wert.
Zum anderen wird wohl der zum Einsatz kommende Vergrößerer ein recht großer Einflussfaktor sein.
Da hätte ich nie Skrupel dran rumzustellen. Zumal man ja jederzeit die Standardwerte wiederherstellen kann.
Wie gesagt benutze ich ein Wallner Turm.
Da nehme ich irgendein kontrastreiches Negative, printe es so gut wie möglich und stelle die dreh Potenziometer auf die ermittelten Zeiten ein. Das klappt eigentlich immer. Bei Negativen die ich nicht ausarbeiten will sitzt auch so der erste Print oft schon gut? ohne weitere Korrekturen.
PS. : Ein Heiland kommt mir aber gerne ins Haus wenn ich mal einen günstigen zufällig finden sollte.
Wolf_XL
...mit dem Wallnerturm habe ich bestimmt zwanzig Jahre gearbeitet - wenn man sich an den gewöhnt hat, kommt man schon sehr weit. Ein Problem sehe ich auch weniger in der Ermittlung der genauen Belichtungszeit - eine Korrektur bekommt man auch aufwendigen Messreihen hin - sondern eher darin, dass sich an den Gradationsparametern - sprich: mit welchen Y/M-Werten erreiche ich Gradation X - etwas geändert hat. Da wird die Sache dann schon komplizierter, weil ich dann mehrere Möglichkeiten zur Korrektur habe...
highscore
Hm, ich verstehe.
Da habe ich allerdings zu wenig Erfahrung.
Ich sehe in dieser Diskussion nur, dass unsere persönlichen Ansprüche doch recht unterschiedlich zu sein scheinen.
Und ich mache mir (noch) nicht die Mühe, bei jedem Negativ die Papiergradation zu bestimmen.
Die Multigradmöglichkeiten begünstigen ja "unsauberes" Arbeiten.
Allerdings würde ich das schon machen, wenn ich, wie als Kind, nur festgradationen zur Verfügung hätte.
Ich wollte auch nur darauf hinweisen, dass die "perfekte" Heiland-Technik dem Anwender das Tor öffnet, das System an die eigenen Belange anzupassen.
Aber du schreibst ja, dass sich die Gradationsparameter geändert haben, da bleibt dann wohl nur das Anpassen der Entwicklungszeit des Negatives.
Das ist dann aber unschön.
TR
Hallo, wenn das Negativ anders entwickelt wird, wird dies doch gerade vom Messelement des Splitgrade wieder berücksichtigt bzw. ausgeglichen. Darin liegt doch der Sinn des Messens: Das Positiv würde gleich aussehen.
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Dass ein System wie das Auto-Splitgrade nur so lange im Autopiloten funktionieren kann, wie es stets aktuelle Daten zu den aktuellen Papiermargen gibt, sollte doch klar sein. Dass sich bei den Papieren irgendwann etwas ändert ist vorhersehbar. Entweder gibt es dann ein Update oder man muss selbst eine Korrektur finden.
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Es wäre jedoch ein feiner Zug eines Papierherstellers, wenn er entsprechende (aktuelle) Splitgrade-Daten mitliefern würde. Dies wäre vielleicht sogar ökonomisch für ihn lohnend.
Wolf_XL
?...ich sehe da eher bei der Firma Heiland Handlungsbedarf - der Papierhersteller kann sich kaum allein um die paar wenigen Splitgrade-Benutzer kümmern. Die sind Kunden der Fa. Heiland. So wie ich Hr. Heiland aber kenne, würde er - wenn von einer nennenswerten Änderung des Papierverhaltens Kenntnis hätte - diese Änderungen recht zeitnah einarbeiten und seinen Kunden zur Verfügung stellen...
wschwetz
Genau, es wäre ein feiner Zug, wenn Änderungen an den Papier-Parametern kommuniziert würden. Um dann auch gleich mitzuteilen, in welcher Weise sich etwas geändert hat. Und wenn sich dann die Firma Heiland nicht genötigt sähe, einen Update herauszugeben, dann läge die Verantwortung in der Tat bei Heiland. Aber erst dann. Noch besser wäre zu kommunizieren, was und wie sich geändert hat ggü. der aktuellen Splitgrade-Einstellung, denn man hat ja meist auch noch älteres Papier.
Hinsichtlich, "Papierhersteller können sich nicht um ein paar wenige Splitgrade Benutzer kümmern": Fotoimpex produziert seine Abzüge auf MCO/MCC selbst mit Splitgrade, zumindest schreiben sie das so im Shop: "fertigen wir Abzüge, die in Helligkeit und Kontrast dem entsprechen was wir bzw. der Heiland Computer für optimal halten". Also weiß man auch, ob sich die Parameter geändert haben, und wie. Warum teilt man das dann nicht mit?
Um es zu wiederholen: Eine Stellungnahme von Mirko würde ich sehr begrüßen.
Da die älteren Chargen MCP dieses Problem nicht in dem Ausmaße haben, wie meine letzte Bestellung, werde ich noch aufbrauchen, was ich habe. Und dann wahrscheinlich das Papier wechseln. Der Preisunterschied zu Ilford ist ja nur noch unerheblich und bei Fomatone sitzt der Print meist schon beim ersten Versuch.
Wolf_XL
...so, ich hab' jetzt mal meine Bestellhistorie verfolgt:
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Also seit 2009 habe ich mindestens einmal jährlich MCP 310 bestellt und ich kam mit dem MCP-Kanal immer gut zurecht. Leicht nachgeregelt habe ich allerdings schon immer - ob das jetzt der natürlichen Alterung der Emulsion oder Schwankungen bei der Negativentwicklung geschuldet ist, sei mal dahingestellt...
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Aber 'ne Empfindlichkeitsabweichung um eine Stufe plus Gradationsverschiebung seit der letzten Bestellung ist schon heftig - das ist meines Erachtens nicht nur durch natürliche Alterung oder Schwankungen im Negativprozess erklärbar...
sputnik
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Um es zu wiederholen: Eine Stellungnahme von Mirko würde ich sehr begrüßen.
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Als ich unlängst nach einer Erklärung dafür ansuchte, warum das MCC aus einer taufrischen Packung weder von der Oberfläche noch von den Parametern und dem Bildeindruck noch viel mit dem Ur-MCC zu tun hat (und das nicht nur mir aufgefallen ist), wurde das kommentarlos gelöscht.
Sei's drum.
Aus dieser Reaktion konnte ich im Grunde mehr ablesen als aus einer ausweichenden Antwort.
Wolf_XL
... so langsam komme selbst ich an den Punkt, bei dem ich mich zu ärgern anfange... Dass ich bei einem unter Manufakturbedingungen hergestellten Produkt nicht die gleiche Produktkonstanz erwarten kann, damit hab' ich kein Problem. Aber wenn nun mal gravierende Abweichungen von verschiedenen Personen festgestellt werden sollte auf dieses Problem auch eingegangen werden...
€
Ein Statement von Mirko wäre da mal der erste Schritt - sonst steht nämlich bei meiner nächsten Papierbestellung anstatt Adox Ilford oder Foma auf dem Bestellzettel...
MStache
Hallo Zusammen,
hier kommt eine Antwort aus dem Fotoimpex Labor.
Ich verwende das Heiland Splitgrade System nun seit einiger Zeit zusammen mit dem Adox MCP Papier und habe keine großartigen Änderungen feststellen können. Ich verwende das Gerät gewissermaßen als Ersatz für zeitaufwendige Probestreifen und passe den Messwert dann für die finale Belichtung nach meinem Empfinden eigentlich immer etwas an. Wichtig bei der Messung ist es zudem immer die bildwichtigen Partien anzumessen und Extremwerte wie überbelichtete Lichterpartien oder sehr tiefe Schatten, also das was wirklich reinweiß und tiefschwarz werden soll, nicht mit zu messen, um nicht zu dunkle matschige Bilder zu bekommen. Aber das werden die meisten von euch sicher auch so machen. Sehr hilfreich ist auch das Splitgrade Comfort Modul für eine bessere Vorab-Visualisierung.
An dem Adox MCP Papier hat sich nach Rückfrage bei Herrn Büddecker nichts verändert. Wir sind auch bereits in Kontakt mit Herrn Heiland, der die Papierkalibrierung in Kürze überprüfen und gegebenenfalls über ein Softwareupdate anpassen wird.
Beste Grüße,
Marc
Fotoimpex Berlin
MirkoBoeddecker
Wir wissen seit heute Morgen über diesen Thread Bescheid.
Marc hat ja auch schon geantwortet.
Groß etwas geändert haben wir natürlich nicht. Hätten wir das gemacht, hieße das Papier einfach MCP II. Warum auch nicht?
Größere Abweichungen zwischen den Chargen konnten wir während der Produktionen auch nicht messen aber wir messen auch immer hauptsächlich Charge zu Charge um vor allem die Anschlusskonstanz zu gewährleisten.
Dieses Prinzip würde es schon erlauben, dass sich über die Produktionen (aktuell haben wir Material aus Produktion 9) leichte Veränderungen aufsummieren.
Warten wir also einmal ab was Jürgen Heiland sagt.
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Viele Grüße,
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Mirko
MirkoBoeddecker
Dass ich bei einem unter Manufakturbedingungen hergestellten Produkt nicht die gleiche Produktkonstanz erwarten kann, damit hab' ich kein Problem.
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Das ist so nicht Manufaktur-immanent. Eigentlich ist ja die Idee der Manufaktur gerade wieder zu einer konstanten Produktion hin zu kommen indem man auf den kleinen Kessel geht und wieder
laufend (im Gegensatz zu Batch to Batch) produziert. Bei den extrem unter Preisdruck stehenden Artikeln wie beim MCP ist das aber leider nicht möglich.
Der kleine Kessel arbeitet zudem wesentlich präziser so dass von ganz alleine geringere Schwankungen entstehen.