David
Hallo
Ich entwickle fomapan 400er mit dem entwickler-Set aus dem Shop hier. Filme drei und vier, die ich gestern entwickelt habe, weisen deutliche Querstreifen im Negativ auf; beginnend bei den Löchern am Rand.
Ich hab 5.5 Minuten entwickelt (alle halbe Minute ca 5 Sek. gekippt), dann gestoppt (Wasserbad mit 6-10 mal kippen, das ganze vier mal), dann fixiert (ca 4 Minuten, ohne Bewegung), nochmal gewässert (3 mal kippen, 6 mal, 12 mal, 24 mal) und 1 Minute Netzbad. Dann abstreifen und aufhängen.
Der Fixierer und das Netzmittel sind nicht frisch gewesen. Insgesamt wirken die invertierten Fotos blass, als ob sie nen Schleier drauf haben plus eben dieses Schlieren/ Streifen Phänomen.
Hat da jemand nen Tipp oder zwei?
Vielen Dank.
MirkoBoeddecker
Stell am besten mal Bilder von dem Phänomen ein.
Sonstige Frage:
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- Welcher Entwickler ist es (Rodinal)?
- Hast Du ausreichend Entwickler angesetzt um den ganzen Film unter zu tauchen?
- Wie misst Du Deine Temperatur?
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Foma Filme sind grau- sie haben keinen extra Lichthofschutz und arbeiten mit einem grau eingefärbten Träger.
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Viele Grüße,
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Mirko
David
erstma muss ich hier noch rausfinden, wie man bilder einfügt ;)
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entwickler ist adox rodinal. ich setze 300ml an, das steht so auf dem tank und in der anleitung von foto impex.
temperatur wird mit Thermometer gemessen, das ich in die flüssigkeit lege.
ich fülle 20grad warmes wasser in einen großen eimer und nutze dieses dann zum ansetzen.€
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was hat das mit dem "lichthofschutz" auf sich? welche konsequenzen hat das...?
David
zwei negative und ein invertiertes bild. ich knips die mit meiner digitalen ab und invertiere die dann im viewnx von nikon. kontrastwerte, farbe etc sind jetzt nicht weiter bearbeitet.
gruße
david
Renate
Das sieht für mich nach unzureichender Fixage aus. Beim Fixieren muss der Film ständig bewegt werden (mindestens alle 5 bis 10 s). Am Besten nochmal fixieren und abschließend auch länger wässern.
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Den Fomapan 400 bei maximal 200 ASA belichten. Mehr schafft der Film nach meinen Tests nicht.
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Viele Grüße
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Renate
David
Danke. Dann probier ich das gleich nochmal. Ich hab den gestern entwickelt... bin gespannt, was sich da jetzt noch tut.
Und wenn ich den an der Kamera mit 200 einstelle, ändert sich dann was an der Entwicklungszeit..?
Dankeschön für die flotten Antworten :-)
David
Renate
Da dir die Negative eher blass erscheinen, empfehle ich, die Entwicklungszeit vielleicht etwas zu erhöhen. Welche Konzentration hast du bei dem Rodinal genutzt? Bei einer Konzentration von 1:50 habe ich für den Fomapam400 eher so Zeiten um 10 Min gesehen.
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Sind auf dem Negativ die Schatten die Schatten zu dünn, muss stärker belichtet werden.
Sind auf dem Negativ die Lichter zu dünn, muss länger entwickelt werden.
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Mit diesen beiden Regeln kann man die Filmverarbeitung leicht anpassen.
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Viele Grüße
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Renate
HGR
Es fällt auf, dass die Streifen in einem Zusammenhang mit der Perforation stehen.
Windisch, Die neue Fotoschule, 1960, S. 234: "Dosenentwicklung ungleichmäßig. Meist streifige Entwicklung
an den Perforationsrändern ...Ursache: Film zu wenig bewegt Dose auch seitlich schwenken."
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Vor allem beim Entwickeln in der 1. Minute ständig bewegen!
Oder mein Vorschlag: Rotationsentwicklung, auf dem Tisch rollen oder mit einem Gerät..
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Viele Grüße
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Hans-Gerd
fototiger
Das sieht nach unzureichender Bewegung und nicht ausreichender Fixierung aus. Du siehst es vor allem beim 3. Foto, dass rund und unterhalb der Perforationen noch ein blauer Saum ist, das ist ein nicht ausreichend fixierter Film, da nicht ausreichend bewegt.
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Aber:
Die ersten beiden Fotos sprechen auch für zu wenig Bewegung mit dem Entwickler.
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Probiere folgendes aus:
1. Fomapan 400 ist real eher ein 200er, mit Rodinal vielleicht noch einen Tick weniger.
2. Bei einer Verdünnung von 1:50 bin ich mit Rodinal und Foma 400 bei ca 11 Minuten, welche Verdünnung hast du verwendet?
3. Ich bewege beim Entwickeln meist die ersten 30-60 Sek (auf den Kopf stellen und dann wieder zurück), dann jede Minute ebenso für 10 Sekunden. Nebenbei drehe ich die Dose noch in der Hand.
4. Beim Fixieren ist Bewegung wichtig, wenn du sie insgesamt die Hälfte der Fixierzeit bewegst, sollte das aber locker reichen.
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Zu deinen Fragen:
Um den Lichthofschutz musst du dich nicht kümmern, das ist das, was türkisgrün (Fomapan 400 mit Rodinal) mit dem Entwickler rauskommt. Der wird automatisch mitausgewaschen. Andere Film- und Entwicklerkombinationen haben andere Farben. Ein TriX in Rodinal ist z.B. tiefviolett, ein TriX in D76 eher zartrosa. Dass der Foma überhaupt keinen Lichthofschutz hätte, würde mich wundern. Bei mir ist das Stopp-Bad und der Fixierer bei einem Fomapan auch noch leicht grün, das verschwindet aber wieder und hat keinen Einfluss auf die Entwicklung oder weitere Verwendung.
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Wenn du den Fomapan als 200er belichtest (weil der Film nicht mehr Empfindlichkeit hat), dann entwickelst du ihn wie einen 400er, die Entwicklungszeit bleibt gleich.
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Weil du geschrieben hast, dass du einen großen Eimer verwendest, ich mache es mit Rodinal so: Ich spiele mich mit dem Wasserhahn und dem Messbecher so lange herum, bis ich knapp über 19,5 Grad habe, leere das Wasser raus, das ich nicht mehr brauche, und gebe dann das Wenige an Rodinal hinzu. Da ich nur die 50er Verdünnung verwende, ändert sich die Temperatur nicht mehr wesentlich.
David
Hallo
Also: nachfixieren hat geholfen!!! Die Schlieren sind verschwunden. Toll! Vielen Dank. Ich unterlag da wohl Fehlinformationen bzw. hab überlesen und stehend fixiert.
Ich verdünne 1 zu 25 und entwickle demnach 5 einhalb Minuten.
Der nächste wird also auf 200 ISO eingestellt an der Kamera und bei 1 zu 50 elf einhalb Minuten entwickelt, wobei ich dann die ganze erste Minute bewege!? (Oder?)
Belichtet die Kamera dann nicht automatisch über? Da sie den 400er wie nen 200er behandelt..?
TR
Hallo,
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Belichtet die Kamera dann nicht automatisch über? Da sie den 400er wie nen 200 er behandelt..?
Ein Beispiel: Du
visierst eine schwarze Katze an, die jedoch auf einem hellen Teppich sitzt. Dann wird deine Kamera diese Katze in ganz und gar nicht wie "200 ISO" belichten (sondern eher wie 800 also stark unterbelichten trotz eingestellter 200 ISO). So einfach ist das nicht. mach dir nichts so viele Gedanken über den doch recht primitiven eingebauten Belichtungsmesser der Kamera und halte dich eher an folgende Regel: Dem S/W-Film reichlich Licht geben und im Zweifel mehr als zu wenig. Dabei jedoch nicht zu lange entwickeln.
Ich selbst kalibiere den eingebauten Belichtungsmesser der Kamera auf den Normwert des Filmes, messe aber jedesmal einen
mittleren Helligkeitspunkt meines Motives an und speichere diesen Messwert. Keinesfalls "halte" ich einfach drauf. Nur modernere Kameras besitzen
intelligentere Messmethoden wie die "Matrixmessung". Bei allen anderen sollte man besser so vorgehen, wie ich es oben beschreibe, sofern man auf eine korrekte Schattenzeichnung wert legt. Falls nicht, kann man natürlich auch viel gröber messen, z. B. wenn es schnell gehen muss.
Renate
Die Sache ist ganz einfach. Foma behauptet, der Film hätte 400 ASA. Wenn ich aber Tests mit dem Film mache, messe ich in Wirklichkeit nur 200 bis 250 ASA. Der Hersteller hat also übertrieben. Selbst mit Entwicklern, die die volle Empfindlichkeit ausnutzen (z.B. XTOL) komme ich auf maximal 250 ASA. Deshalb belichtet die Kamera sehr gut, wenn man die auf 200 ASA einstellt. Je nach Objekt muss man noch korrigierend eingreifen, aber das lernt man mit der Erfahrung.
Viele Grüße
Renate
jonny
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Zu deinen Fragen:
Um den Lichthofschutz musst du dich nicht kümmern, das ist das, was türkisgrün (Fomapan 400 mit Rodinal) mit dem Entwickler rauskommt. Der wird automatisch mitausgewaschen. Andere Film- und Entwicklerkombinationen haben andere Farben. Ein TriX in Rodinal ist zB. tiefviolett, ein TriX in D76 eher zartrosa. Dass der Foma überhaupt keinen Lichthofschutz hätte, würde mich wundern. Bei mir ist das Stopp-Bad und der Fixierer bei einem Fomapan auch noch leicht grün, das verschwindet aber wieder und hat keinen Einfluss auf die Entwicklung oder weitere Verwendung.
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Dass der Foma überhaupt keinen Lichthofschutz besäße, hat Mirko nicht geschrieben. Er hat geschrieben, dass der Lichthofschutz über die graue Einfärbung des Trägers erreicht würde und es darüber hinaus keinen zusätzlichen Lichtschutz gäbe. Wenn das so ist, dient der ausgewaschene Farbstoff wahrscheinlich der Sensibilisierung.