Gast
Hallo!
Ich bin gebeten worden doch bitte Abzüge anzufertigen, in diesem Falle ging es um Schwarzweißbilder von einem Agfa Optima 100, Mittelformat 6x6.
Ergebnis mittlere Katastrophe, wenn ich Werbefachmann werden sollte, dann sagte ich im direkten Vergleich zum HP 5 Ultrafeinstkornfilm.
Die 18x18 Bildchen sehen in etwa so aus, als wären sie vom KB Film mit HP 5 fotografiert.
Der Film war vorher in einem dieser Supermarktlabore, das schlimmste ist das ich vorher von mir gegeben habe bei C41 kann selbst da nichts schief gehen, so etwas sage ich glaub ich niemals wieder - schon gar nicht zu Leuten mit denen ich (hoffentlich noch) befreundet bin.
Oder ist der Optima ernsthaft so ein Drecksfilm, pardon wenn ich das so sage.
Roland
MirkoBoeddecker
Roland,
sind die Negative denn gut gezeichnet?
Farbfilme tendieren dazu in den Schatten zu "rauschen", wenn Sie stark unterbelichtet wurden.
Grüße,
Mirko
Der Optima ist kein Drecksfilm. Wenn man ihn richtig gelagert, belichtet und entwickelt hat, bringt er ordentliche Farbbilder mit harmonischer Farbabstufung.
Gast
Mirko,
ich werde einen kaufen, verschieden belichten und selber entwicklen, mal shen, eigentlich erscheinen mir die Negative normal, die duenneren sind eher noch besser.
Wahrscheinlich wird da mit uraltem Entwickler gepanscht, wundert mich bei genauem Nachdenken auch nicht wenn man bedenkt, was es dort kostet, bzw. wie oft die noch Rollfilme bekommen.
Roland
Renate
Hallo,
Ich habe vor etwa 10 Jahren einen Agfa Optima Rollfilm benutzt. Er wurde in einen durchschnittlichen Labor entwickelt. Das Ergebnis war deprimierend. Der Abzug auf 24x30 cm, den ich selber anfertigte, war einfach grobkörnig. Die Negative waren nicht unterbelichtet. Im selben Zeitraum und unter gleichen Bedingungen hatte ich auch eine Reihe Fuji Reala Rollfilme belichtet. Sie wurden im gleichen Labor entwickelt und die Ergebnisse waren eine reine Freude. Danach habe ich nie mehr einen Optima in eine Kamera eingelegt.
Viele Grüße
Renate
Gast
Renate,
ja dann decken sich unsere Erfahrungen, hast du in Farbe oder SW abgezogen, vielleicht liegt es ja daran, dass ich in SW abgezogen habe.
Ansonsten sagt man ja immer Agfa sei ein wenig koerniger als die Konkurrenz, aber gleichzeitig auch das Farbfilme viel feiner kommen als SW, nein in dem Fall nicht.
Wiegesagt ich werde Agfa Ap77 Chemie kaufen und einen Optima selber entwickeln, sollte sich dann das gleiche herausstellen, dann wundert es mich wie Agfa solange diese Filme verkaufen konnte.
Roland
Roman
Also der Optima ist schon ein sehr guter Farbfilm, eigentlich mein 'Liebling' wenn es um natürliche Farben geht (allerdings als 400er, im Mittelformat).
Deine Probleme sind mit Sicherheit darauf zurückzuführen, dass Du den Farbnegativfilm auf SW-Papier abgezogen hast, das bringt immer suboptimale Ergebnisse (typischerweise mit verfälschten Tonwerten wegen der fehlenden Empfindlichkeit für Rot bei SW-Papier), man muss den Kontrast brutal raufdrehen, wodurch natürlich dann die nicht grad angenehm anzusehende Farbstoffwolkenstruktur des Farbfilms noch deutlicher rauskommt.
Wenn schon SW vom Farbfilm, dann lieber über den digitalen Wischenschritt - Negativ scannen, in Photoshop in SW umwandeln (was aber eine eigene Wissenschaft ist, da gibt's verschiedene Methoden mit vor und Nachteilen), und dann ausbelichten (lassen).
Gast
so isses!
ich habe selber einige Versuche angestellt C41 Farb- Negativ (KB & MF 6x6) auf sw-Papier zu bringen.
Es haut einfach nicht hin.
Es wird einfach grobkönig-wie ein schlechtes Fernsehbild.
(Es wird sich bestimmt noch jemand an die Zeit der Zimmerantennen erinnern).
Ich hab dann nach einiger Zeit meine Versuche aufgegeben.
Wenn schon C41, dann auch monochrom.
Ansonsten immer schön klassisch bleiben.
Grüße
Matthias
FrankJBeckmann
Moin,
es gibt spezielle Schwarzweißpapiere, um Abzüge von Farbnegativen zu machen.
Tschüss
Frank
Roman
Frank,
da weiß ich mir nicht so sicher - Kodak Panalure gibt's schon lange nicht mehr (wurde lang vor den 'normalen' SW-Papieren eingestellt).
Bei Forte's panchromatischem SW-Papier nehm ich an, dass es das sei den wirtschaftlichen Troubles auch nicht mehr gibt (wer weiß genaueres?)...
Roman
FrankJBeckmann
Moin Roman,
ich meine Wephota hätte es noch im Programm, da müsste man mal die Lieferbarkeit erfragen.
Tschüss
Frank
Renate
Hallo,
Ich muss jetzt eine Reihe von Vermutungen widerlegen.
Ich habe die Negative auf Farbpapier abgezogen. Sie stammen von einer Reise, auf der ich den Optima, damals noch 200 ASA und den Reala abwechselnd benutzte. Für die SW-Fotos belichtete ich gleich auf PanF. Für die Farbabzüge vom Optima und vom Reala benutzte ich das gleiche Papier (Farbpapier von Agfa) und die gleiche Chemie. Während der Reala im Himmel eine einheitliche Fläche ergab, ist der Himmel vom Optima so, als bestehe er aus feinen blauen Sandkörnern. Für Mittelformat finde ich sowas nicht akzeptabel. Von den Farben her scheinen beide Filme bei Tageslicht gleichwertig zu sein.
Viele Grüße
Renate
RomanJRohleder
Hallo,
Ich muss jetzt eine Reihe von Vermutungen widerlegen.
Ich habe die Negative auf Farbpapier abgezogen. Sie stammen von einer Reise, auf der ich den Optima, damals noch 200 ASA und den Reala abwechselnd benutzte. Für die SW-Fotos belichtete ich gleich auf PanF. Für die Farbabzüge vom Optima und vom Reala benutzte ich das gleiche Papier (Farbpapier von Agfa) und die gleiche Chemie. Während der Reala im Himmel eine einheitliche Fläche ergab, ist der Himmel vom Optima so, als bestehe er aus feinen blauen Sandkörnern. Für Mittelformat finde ich sowas nicht akzeptabel. Von den Farben her scheinen beide Filme bei Tageslicht gleichwertig zu sein.
Viele Grüße
Renate
Namd Luett,
könnte es sein, dass die Filme nicht ausreichend bleichfixiert wurden? Von kombiniertem Blix sind solche Schwächeleien bekannt, übrig bleibt eben ein Silberschleier der sich auch als Korn abzeichnen kann.
Wer Bleichfixierer oder Bleichbad und Fixierer zur Hand hat und bereit ist, einen Filmstreifen zu opfern - nachbehandeln, abziehen, berichten!
Roman
Gast
Roman,
da fehlen mir die Fachkenntnisse das zu beurteilen, jedenfalls ist es nicht mein Film, also lasse ich es besser bleiben.
Ich habe die Abzuege uebrigens auf Festgradation, Fomabrom gemacht, also kann es kein Magentafilterproblem sein.
Mir ist aber aufgefallen, das alte unmaskierte Farbnegative sehr fein kommen, viel besser als in Farbe, mal sehen ob es an der Maske liegt oder vielleicht an den kubischen Farbwolken im Gegensatzzu T Kristall, jetzt muss noch ein NC 19 ran um Klarheit zu schaffen und ein alter Kodacolor Film.
Roland
Renate
Hallo,
Warum sollte ein Großabnehmer ausgerechnet alle Optima Filme nicht ausreichend mit Bleichfixierer behandeln, während die Reala Filme völlig in Ordnung sind. Beide Filmsorten wurden ja gleichzeitig im gleichen Labor abgegeben. Der C41 Prozess ist ein Standardprozess. D.h. die Filmehersteller müssen dafür sorgen, dass der Film im vorgegebenen Prozess optimal behandelt werden.
Da ich mit dem Reala in jeder Hinsicht sehr zufrieden bin, werde ich keine Zeit und kein Geld verschwenden, um am Optima rum zu testen.
Grüße
Renate
RomanJRohleder
Renate,
>Warum sollte ein Großerabor ausgerechnet alle Optima Filme nicht >ausreichend mit Bleichfixierer behandeln, während die Reala Filme völlig in >Ordnung sind. Beide Filmsorten wurden ja gleichzeitig im gleichen Labor >abgegeben.
Erstens: weißt du, ob beide Filme durch dieselbe Maschine gingen?
Zweitens: weißt du, ob Optima und Reala denselben Silbergehalt, denselben Mix aus Silberiodid, -Chlorid, -Bromid und Hilfsstoffen in der Emulsion haben? Nein, ich auch nicht.
Der Optima mag insgesamt zickiger auf mangelhafte Regenerierung von Beichbad/Fixierer oder Bleichfixierer reagieren. Der Fehler liegt dann aber auf Seiten des Labores.
>Der C41 Prozess ist ein Standardprozess.
Richtig. Aber kaum ein Labor fährt C41, sondern AP70, CRirgendwas und wie sie nicht alle heißen - kompatibel zu C41, aber nicht identisch.
So ist ein Prozess mit Bleichfixierer anstelle getrennter Bleich- und Fixierbäder KEIN C41. Und doch ist er gang und gäbe und wird dem Volk als C41 "verkauft".
> D.h. die Filmehersteller müssen dafür sorgen, dass der Film im >vorgegebenen Prozess optimal behandelt werden.
Nö. Die Hersteller schreiben auf ihre Patronen z.B. "Process AP70/C41". Die Reihenfolge der Präferenz sollte damit klar sein, gell?
>Da ich mit dem Reala in jeder Hinsicht sehr zufrieden bin, werde ich keine Zeit >und kein Geld verschwenden, um am Optima rum zu testen.
Hat auch keiner gefordert. Deine Schlüsse sind aber nicht zwangsläufig valide. Und die Frage ist gaaaaaanz leicht zu klären, ein Zeitaufwand von vielleicht 20min.
Bei mir hat sich der Film in meinen wenigen MF-C41-Anwendungen jedenfalls friedlich benommen.
>Grüße
>Renate
Renate
Jeder kann (und soll) aus meinen Beiträgen die Schlüsse ziehen, die er/sie meint für richtig zu halten. Das mache ich ja auch so mit den Beiträgen anderer. Ich schwätze nur nicht darüber so viel rum.
Meine Schlüsse basieren ausschließlich darauf, was ich auf den fertigen Bildern sehe, da gibt's nichts dran zu diskutieren. Solange es eine bessere Alternative gibt, greife ich nicht mehr zum Optima. Wer letztlich wirklich den Mist gebaut hat, ist mir egal. Die technischen Probleme sollen die Firmen lösen, die mein Geld haben wollen. Ich kümmere mich um die Inhalte der Fotos.
Damit ich nicht noch mehr Zeit verplempere, schließe ich meinen Teil dieser Diskussion hiermit ab.
Gruß
Renate
RomanJRohleder
Charmant. #-)
Gast
Hallo,
also ich habe nun selber einen Optima Film in Agfa Chemie entwickelt und bin jetzt mit dem Ergebnis, nebenbei meine erste Ap70/C41 Entwicklung, zufrieden, offenbar wurde im Labor geschlampt.
Roland
RomanJRohleder
Roland,
Glueckwunsch zur Erst-C41. Und schön, dass alles geklappt hat.
Wenn du dann nochmal einen Durchgang machst, hebe das Blix auf und behandel mal einen Streifen vom "schlechten" Material nach - Blixen, Wässern, Stabi.
Wenn diese Abzüge dann in Ordnung sind, lag es wirklich an Silberresten und das Labor hat eine Mitteilung und nen Tritt verdient.