Gast
Hallo,
ich schlage mich mit dem leidigen Problem rum, dass meine SW-Filme mit Wasserflecken trocknen - TROTZ Netzmittel und destilliertem Wasser ;) Auch die Verwendung eines Filmabstreifers bringt nichts (außer vielleicht ein paar Kratzern).
Hat jemand einen Tipp?
Danke schon mal - und einen [color="red"]guten Rutsch ins neue Jahr!!![/color] :)
Sandra
Urnes
Hallo Sandra,
vielleicht trocknest du deine Filme zu schnell bzw. bei zu hohen Temperaturen. Dann hat das Wasser keine Zeit mehr abzulaufen. Ging mir so wie einige Filme im Trockenschrank hatte oder auch mal als es schnell gehen musste und ich gefüttert habe. Ansonsten trockne ich den Film zwischen zwei Klammer an der Wäscheleine im Labor immer so bei 14-18 Grad und ich hatte nicht Probleme.
Gruss Sven.
MirkoBoeddecker
Sandra,
wie verwendest Du das destillierte Wasser denn?
Welches Netzmittel verwendest Du in welcher Konzentration?
Wie streifst Du ab?
Wie sehen die Flecken aus?
Mirko
Gast
Hallo,
>wie verwendest Du das destillierte Wasser denn ?
Nach ausgiebiger Wässerung kommt der Film komplett in eine Schale (ca. 3 Liter) Aqua dest., welches mit Mirasol in "homöopathischen Dosen" versetzt ist (etwa 1 ml, verwende eine Spritze zum abmessen).
>Wie streifst Du ab?
Hab einen Filmabstreifer, jedoch keine Reinraumbedingungen ;-) Daher wenn, dann nur ganz vorsichtig. Ist ein bisschen die Frage: lieber Flecken oder Kratzer?... Obwohl, mit Filmabstreifer schaffe ich locker beides ;) Ne, im Ernst, ich trau mich kaum noch ran und habe meine letzten Filme sicherheitshalber zu den "Impexlern" zum Entwickeln gebracht.
>Wie sehen die Flecken aus ?
Wie Kalkflecken. Weiß
Ich trockne die Filme im Bad, an der Wäscheleine hängend.
Gruß
Sandra
Gast
1 ml Netzmittel ist viel zu viel - damit sollte man es halten wie mit dem Martini bei Gin Tonic - die Gin-/dest. Wasserflasche soll die Martini-/Netzmittelflasche nur kurz aus der Ferne gesehen haben... ;)
Ganz im Ernst, als ich noch Netzmittel verwendet habe, habe ich meist nur kurz die Fingerspitze ins Netzmittel getaucht, und dann grad einmal mit dem Finger im Wassergefäß gerührt, und trotzdem gab's hin und wieder Netmittelflecken; mit destilliertem Wasser ist Netzmittel überflüssig - besorg Dir lieber eine Salatschleuder, und lass den Film samt Spirale drin 1 Minute rotieren, dann kommt er fast wasserfrei raus und trocknet ohne Flecken.
Sandra
Hallo Roman,
der Tipp mit der Salatschleuder klingt richtig gut! Da kommt das Teil endlich auch mal wieder zu Ehren ;) Mit dem Netzmittel hast du wahrscheinlich auch Recht.
Gut, ich probier das aus! Montag muss ich neuen Entwickler kaufen, dann kann's losgehen. Ich halt euch auf dem Laufenden.
Danke :)
Sandra
mau
Welches Netzmittel verwendest du? Eigentlich solltest du dieses Problem nicht haben, ich tippe auch mal auf eine ungeeignete Konzentration.
Ps, versuch doch mal einfach mit Leitungswasser und den Herstellerangaben des Netzmittels.
zensusa
Hallo Sandra,
ich schreibe dir nur, da ich verhindern möchte, dass du noch mehr Frust erlebst, denn die o.g. Vorschläge (siehe "Fingerspitze eintauchen" oder gar "Salatschleuder" nutzen) sind, freundlich ausgedrückt, etwas dumm.
Ich hoffe, du wirst diese Tipps nicht befolgen, da sie äußerst praxisfern sind.
Daher einige, seit jahrzehnten von mir in der Praxis erprobte Hinweise.
1. Netzmittel sollten nur (d.h. generell) mit destilliertem Wasser angesetzt werden. Der Hinweis bei destilliertem Wasser benötigt man kein Netzmittel ist nicht "filmförderlich" -(selbst wenn alle vorangegangen Entwicklungsflüssigkeiten mit destilliertem Wasser angesetzt wurden inklusiv der Filmwässerung)-, da ein gutes Netzmittel nicht nur Wasserflecken verhindert, sondern auch Einfluss auf die Archivfestigkeit und Planlage hat, letzteres gilt insbesondere bei Filmen auf Polyesterbasis (z.B. Efke, Macos Po100c, Cube 400 sowie Rollei R3 etc.)!
2. Also immer destilliertes Wasser für das Netzmittel nutzen. Ansonsten das Verhältnis Netzmittel - Wasser ruhig laut Hersteller ansetzen; - in der Regel kann bei dessen Befolgung nichts schief gehen.
Ich selbst habe jahrelang Tetenals "Mirasol" im Verhältnis 1:700 (1 Teil Mirasol auf 700 Teile Wasser) benutzt. Seit vier Jahren benutze ich jetzt "Masterproof" vom Laborpartner im Verhältnis 1:200. Masterproof ist, besonders im Zusammenhang mit Polyesterfilmen, das bessere Netzmittel. Sicherlich gibt es aber auch noch andere geeignete Netzmittel.
3. Sehr wichtig ist, dass der Film im Netzmittel ruht; d.h. den Film nicht heftig hin und her bewegen, da dann Blasen entstehen, die sehr schlecht ablaufen. Das Netzmittel sollte bereits abgestanden sein, so dass auf seiner Oberfläche ebenfalls keine Blasen vorhanden sind. Den Film eine Minute im Netzmittel ruhen lassen.
Danach den Film langsam aus dem Bad nehmen und nur das überschüssige Wasser "abschlagen".
Den Film nicht abstreifen, sondern nass, möglichst in einem Trockenschrank, aufhängen und bei "kalter Luftzufuhr" (keinesfalls Heizluftgebläse oder gar einen Fön benutzen) trocknen lassen. In der Regel ist der Film nach 1 bis 2 Stunden (je nach Umgebungstemperatur) trocken.
4. Sicherlich wird jetzt so mancher Leser sagen, dass ein Trockenschrank viel zu teuer ist. Stimmt und stimmt auch nicht! Ich benutze seit rund zehn Jahren einen "DevAppa FT 1800" Trockenschrank, der nur aus einem Gebläsekopf und einer Klarsichthängerkammer besteht (optisch vergleichbar mit Jobos Mistral; der kostet rund 200 Euro) und überall montiert werden kann und seinerzeit von der Firma Devappa - Zinnser GmbH in Kelheim hergestellt wurde. Ich erwähne dieses Modell nur, weil es sehr preiswert war (damals gerade einmal 175 DM) und sehr zuverlässig und flexibel, selbst nach zehn Jahren Dauereinsatz, ist. Ob es das Modell und die Firma noch gibt, weiß ich nicht, müsste man nachforschen. Jedenfalls sollte jeder, der seine Filme, in denen ja eine Menge Arbeit steckt, "liebt", über eine entsprechende Anschaffung nachdenken. Sie rentiert sich auf jeden Fall. Übrigens kann man Trockenschränke und andere Laboreinrichtungen z.Zt. sehr günstig gebraucht erwerben, da viele Fotostudios, -labore ihre "analoge Filmentwicklung" eingeschränkt, bzw. aufgegeben haben.
Vielleicht kann Mirko ja auch einen preiswerten "Trockenschrank" ins Sortiment aufnehmen!
Viele Grüße und viel Erfolg
Gast
Wenn Du meinst, die Salatschleuder sei praxisfremd, dann geh mal ins Forum von der Konkurrenz (Phototec) und suche in älteren Einträgen nach 'Salatschleuder' - von dort hab ich den Tip nützlich, so vor 2, 3 Jahren habe damals alle dort angefangen, Salatschleudern zu nutzen, eben weil es wirklich funktioniert: das Wasser wird runtergeschleudert, also kann keine Flecken geben, und die Gefahr, dass Staub in der Emulsion festbäckt, ist minimal; nebenbei kostet so ein Ding vielleicht 15 Euro, eine Filmtrockenkammer (also ein Plastiksack oder Tütchen samt Fliesfilter, Thermostat und Fügeblase, mehr ist das ja nicht) mindestens das 10 bis 20-fache (gebraucht bei Ebay) - da gibt's schönere Sachen drum zu kaufen...
Roman
PS: Netzmittel mit denen ich Erfahrung habe: Agfa Agepon, Kodak PhotoFlo (das war noch das beste, ist aber kaum mehr erhältlich), Ilford Ilfotol - und absolut ALLE führten IMMER zu Netzmittelflecken, trotz Minimalstdosierung und ohne Schaumschläerei. Auf die Archivfestigkeit haben Netzmittel auch keinen Einfluss mehr, seit im Mirasol kein Formaldehyd mehr drinnen ist...
Merke: Nicht immer ist die angeblich 'professionellere' Lösung auch die tatsächlich zielführendere!
Gast
mau
Salatschleudern oder nicht, aus dem was in Foren publiziert wird sollte man keine Religion machen.
Ich persönlich habe sowohl mit Agepon wie auch mit Mirasol gute Erfahrungen gemacht.
Egal ob schleudern oder nicht, ob mit oder ohne Netzmittel, wichtig ist ein sauberer Raum zu trocken.
Da ist ein Trockenschrank sicher nicht die schlechteste aller Lösungen.
Sandra
Hallo, liebe Forumsmitglieder,
da habe ich ja jede Menge Lesestoff! Danke für eure Mühe. Ich muss mir erst mal alles in Ruhe durchlesen.
Ich verwende übrigens Mirasol. Anfangs in der angegebenen Konzentration, dann bin ich auf o. g. Dosierung umgestiegen.
Liebe Grüße
Sandra
rherz
Hallo Sandra,
wenn Du demineralisiertes Wasser nimmst und Mirasol, dann sollte eine Dosierung von 1,2 ml auf einen Liter Wasser reichen - bei mir 0,3 ml für meine 250 ml in der 1510er Jobo Dose. Ich entnehme die Achse aus meiner Spule und bade den Film samt Spirale für mindestens eine Minute bei 20 °C im Netzmittelbad. Nicht vergessen, die Dose auch hier nach dem Auffüllen leicht auf die Unterlage zu stoßen - es kommen immer ein paar Luftblasen. Dann den Film in der Spirale aus dem Handgelenk kräftig abschütteln und staubarm aufhängen. Alternativ geht auch die Salatschleuder - muss aber nicht. Wichtig um diese Jahreszeit: Nicht zu schnell trocknen - sonst rollt sich der Film und das Wasser hat keine Zeit abzulaufen.
Ich hoffe, das hilft.
Viele Grüße
Robert
zensusa
Einige Bemerkungen zu Romans Beitrag müssen doch noch sein, da ich seine Aussagen für unlogisch, geschwätzig und keinesfalls als hilfreich erachte. Im Gegenteil, sie geben unreflektiert Hinweise wieder, die seit Jahren als sogenannte "Geheimtipps" bzw. "Alternativen" die Runde machen und wieder und wieder in die Foren gelangen.
1. - Die Aussage (Zitat) "Merke: Nicht immer ist die angeblich 'professionellere' Lösung auch die tatsächlich zielführendere!" ist in diesem Zusammenhang völlig unlogisch und dumm, denn die von mir beschriebene Filmbehandlung führt zu flecken- und staubfreien sowie planen Filmen (wenn man mal die Extreme eines Cube 400 außer acht lässt, denn dieser Film krümmt sich immer). Das heißt, diese Arbeitsweise unter Nutzung eines Trockenschranks hat sich professionell bewährt und führt immer genau zu dem Ergebnis, dass angestrebt wurde. Eine Salatschleuder führt nicht zu diesen Ergebnissen, kann daher auch nicht die zielführendere Methode sein!
2. - Ich kenne die Salatschleudermethode seit Mitte der 1960er Jahre, habe sie selbst bei meinen ersten Laborversuchen ausprobiert und dann sehr schnell auch wieder verworfen! Natürlich wird das Wasser vom Film abgeschleudert, aber ebenso wird Staub angezogen, die Filmspiralen werden im Laufe der Zeit beschädigt usw. usw.
3. - Frag doch mal all diese Salatschleuder-Tippgeber, ob sie ihre Filme immer noch per Salatschleuder bearbeiten oder überhaupt jemals selbst diese Methode praktiziert haben? Ich wette mit dir, dass die meisten Salatschleuderer diese Art der Filmtrocknung nur theoretisch erfasst, aber praktisch nie ausgeübt haben!
Und wie steht's mit dir, Roman, bearbeitest du deine Filme in der Salatschleuder? Und seit wieviel Jahren führst du diese Behandlung schon erfolgreich durch?
4. - Trockenschränke sind gebraucht bereits für 50 bis 60 Euro zu haben. Ein neues Gerät, mit Garantie etc. (z.B. Jobos Mistral) ist schon für 200 Euro zu haben. Wem das zu teuer ist und wer da meint (Zitat) " ...da gibt's schönere Sachen drum zu kaufen...", der kann nicht allzu viel von seiner eigenen fotografischen Arbeit halten, denn die Negative sind doch der Schlüssel der eigenen Arbeit und den sollte man nicht wegwerfen.
Übrigens, alle meine sw Negative, auch jene die schon seit 37 Jahren archiviert sind, befinden sich in einem guten Zustand, weil sie nämlich entsprechend gut erarbeitet und behandelt wurden!
5. - Wenn Roman schreibt (Zitat) ".. und absolut ALLE führten IMMER zu Netzmittelflecken, trotz Minimalstdosierung und ohne Schaumschläerei ..", dann kann ich nur sagen: Lieber Roman, irgendwie hast du keine Ahnung von Laborarbeit, denn es kann zwar hin und wieder etwas misslingen, aber keinesfalls führen ALLE Netzmittel IMMER zu Flecken etc. Ich rate dir, übe lieber etwas mehr Laborarbeit aus und schreibe weniger in Foren, dann klappt's auch ohne Flecken!
Ich hoffe, dieser Beitrag ist nicht zu "bärig", aber ich bin der Meinung, es wird, auch in diesem Forum, etwas zu unreflektiert daher geschwatzt. Es wäre doch besser, man würde hilfesuchenden Freunden der Fotografie nur das an Tipps und Hinweisen zukommen lassen, die man auch selber praktiziert hat und somit beurteilen kann! Alles andere ist Geschwätz und keinesfalls hilfreich, denn das ständige Weitergeben von Tipps, die irgendwann, irgendwo in Foren oder Zeitschriften standen, ohne dass man selbst diesen Tipp je getestet hat, ist nicht hilfreich, sondern geradezu schäbig für Leute, die Hilfe suchen, denn der Frust folgt schneller als die Negative trocknen können!
Bis dahin, mit freundlichem Gruß
rherz
@ ZENSUSA,
ich würde mich freuen, wenn Du dann auch etwas zurückhaltender wärst. ;)
Das Ding mit der Salatschleuder funktioniert hervorragend - die richtige Schleuder vorausgesetzt (stabiler Korb in ausreichender Größe, Kurbel und kein Seil, damit sich die Drehrichtung nicht laufend umkehrt und natürlich ein Ausgleichsgewicht für die Spule samt Film - sonst gibt's eine Unwucht). Staub kommt da auch nicht mehr dran, als bei Deinem Gebläse - vorausgesetzt das Ding ist sauber.
@ Sandra
mir ist jetzt gerade erst aufgefallen, dass Du 1 ml auf 3 l Wasser dosierst - das dürfte einfach zu wenig sein. Und nochmal - das Trocknen braucht seine Zeit. Das Wasser muss ablaufen können - was abläuft trocknet nicht ein. Wenn der Film zu schnell trocknet, bilden sich "Flüssigkeitsinseln", die dann eintrocknen und das enthaltene Netzmittel bleibt dann als Fleck zurück. Außerdem wölbt sich der Film stärker.
Ich sorge unter meinen Filmen für eine große Wasserlache am Boden und lasse nochmals heißes Wasser ins Waschbecken, um die zu dieser Jahreszeit zu trockene Luft etwas anzufeuchten und damit das Trocknen zu verlangsamen.
So und jetzt einfach nochmal probieren und nicht aufgeben. :)
Viele Grüße
Robert
Gast
'Unreflektiert dahergeschwatzt' charakterisiert Deinen Beitrag tatsächlich sehr treffend!
Ich verwende diese Methode selbst, seit ich davon gehört habe (also seit ca. 2-3 Jahren), habe in dieser Zeit wohl 200-300 Filme damit entwickelt (sowohl KB als auch Mittelformat), habe seither keinerlei Probleme mit Netzmittelflecken und Staub (wie und woher soll eine Salatschleuder Staub anziehen können???) mehr - während ich vorher trotz genauer Befolgung der Herstellerhinweise und Experimenten mit geringerer Konzentration mit Netzmittel regelmäßig Flecken hatte (und Sandra ja wohl auch, sonst hätte ich nicht gefragt).
Auch in meinem photographischen Bekanntenkreis wird seither von den meisten diese Methode verwendet - mit ebensolch positiven Ergebnissen - und ohne jedwede Beschädigung von Filmspiralen (wie sollten die denn dabei beschädigt werden?).
Es handelt sich also um eine durchaus weitverbreitete über photo.net inzwischen sogar international bekannt gewordene Methode, die von vielen Nutzern regelmäßig verwendet wird!
Statt also unqualifiziert praktisch erprobte, bestens funktionierende und zum gewünschten Ergebnis (nämlich staub- und fleckenfreien Negativen) führende Ratschläge von zufriedenen Anwendern abzuwerten, solltest Du Dich vielleicht etwas weniger von angeblich professioneller Arbeitsweise beeindrucken lassen - das man als alter Sack nicht unbedingt zu kreativer Arbeitsweise und innovativen (und noch dazu günstigen) Lösungsansätzen neigt, ist mir schon klar...
Roman
zensusa
Sicherlich, mit 56 bin ich für Leute wie Roman ein alter Sack, der zwar Profi und seit 40 Jahren Fotografie betreibt und, oh Wunder, der alte unkreative und nicht innovative Sack hat sich sogar bis heute gehalten, obwohl er keine Passbilder, Hochzeiten oder Mainstream - Werbequatsch fotografiert und obwohl sich der Kunst- und Fotomarkt schneller wandelt als so mancher seine Forenbeiträge tippen kann.
Dabei ist doch ersichtlich, nur wenn man kreativ und innovativ ist, kann man im Bereich Kunst, Grafik, Fotografie auf lange Sicht überleben. Niemand neigt dann zu günstigen Arbeits-Lösungsansätzen (nur weil sie günstig sind), sondern man bevorzugt die Lösung die am effektivsten ist und planbare, reproduzierbare Ergebnisse liefert, mit der sich die eigenen Vorstellungen möglichst ideal umsetzen lassen.
Ansonsten freue ich mich für alle die anscheinend gut mit der Salatschleuder leben können, ich habe, wie bereits erwähnt, ja auch einmal damit gelebt, trotzdem hat sie einem Trockenschrank gegenüber gravierende Nachteile. Ich kann jedenfalls Polyesterfilme die, um beste Resultate zu erzielen, hängend und nass getrocknet werden sollten, nur "artgerecht" in einem Trockenschrank behandeln. Dies trifft erst recht auf Roll- und Planfilme zu, oder schleudert jemand auch Planfilme in der Salatschleuder?
Ansonsten, was Kreativität und Innovationsfähigkeit betrifft, würde ich Roman gerne noch einmal in 40 Jahren sprechen. Bin gespannt wie kreativ und innovativ seine Lebensspur verlaufen ist.
Wenn ich meine Beiträge in diesem Forum anschaue, so habe ich immer sehr konkrete und detaillierte Antworten und Lösungen auf Fragen gegeben. Dies kann man von anderen Teilnehmern, die offensichtlich aber ständig und zu allem etwas zu sagen haben, nicht gerade behaupten. Aber anscheinend ist das nur mein Eindruck, denn andere Teilnehmer sehen das wohl nicht so?
Na gut, ich werde mich nicht weiter hierzu äußern.
Ein schönen Abend noch
Gast
Wenn ich meine Beiträge in diesem Forum anschaue, so habe ich immer sehr konkrete und detaillierte Antworten und Lösungen auf Fragen gegeben.
Wenn das Deine Absicht war, dann versuch doch bitte beim nächsten Mal die Axt im Schrank zu lassen, wenn jemand eine Methode beschreibt, mit der Du nicht einverstanden bist.
So persönlich herabsetzend wie Du hier gerade "argumentierst", kann man Dich nämlich beim besten Willen nicht ernstnehmen.
Sandra
Hallo,
ich habe mir gestern den neuen Entwickler bei Impex gekauft und den Verkäufer auf mein Problem angesprochen. Er hat mir geraten, den Film etwas länger im Netzmittel-Bad zu lassen. Also ca. 2 Minuten.
Hatte auch schon überlegt, dass meine Filme evtl. etwas zu schnell getrocknet sind, da die Temperatur im Bad rel. hoch ist.
Es tut mir Leid, dass einige mit ihren Meinungen derart aufeinander geprallt sind. Das war wirklich nicht meine Absicht. :( Ich denke aber, dass ihr mir trotzdem geholfen habt und danke euch dafür.
Liebe Grüße
Sandra
joerngreuling
Hmm, ich weiss ja nicht was ich da falsch bzw. richtig mache, aber in rund 20 Jahren Heimlaborarbeit habe ich bei meinen in Eigenarbeit entwickelten SW-Filmen nie Probleme mit Trockenflecken gehabt. Vielleicht liegt das ja daran, dass ich mit meinen Negativen etwas locker umgehe - verglichen mit dem, was meine Vorredner so alles mit ihren Filmen anstellen.
Nach der Endwäsche kommt bei mir ein großzügiger Spritzer Netzmittel in die Dose, dann bewege ich die Spule ein bisschen in der Lauge hin und her bis es leicht schäumt und lasse das ganze schließe ich rund fünf Minuten ruhen. Anschließend nehme ich die Spule aus der Dose, öffne sie und streife das am Film haftende Netzmittelwasser vorsichtig mit einem Abstreifer ab. Den Abstreifer habe ich vorher einmal in die Dose getunkt, so dass die Gummilippen angefeuchtet sind. Anschließend wird der Film im Bad zum Trocknen aufgehängt. Und fertig is: Ohne Trockenflecken, ohne Kratzer. Und das ganze ohne Aqua dest., ohne abgemessene Dosierung des Netzmittels, ohne alchemistisches Drumherum. Also bei mir funktioniert es.
Gruß Jü