Urnes
Für die Negativentwicklung brauchst dennoch keine Aquarium Heizung. Es reicht aus den Entwickler im Wasserbad (heißes Leitungswasser reicht) auf 20 Grad zu bringen. Stopbad und Fixieren sollten davon nicht mehr als 3 oder 4 Grad abweichen. Du kannst dann bei abfallender Temperatur arbeiten.
Positiv kannst du es auch so machen. Für lange Sitzungen kannst du dann die Heizung nehmen, aber auch wieder im Wasserbad, also Schale in Schale.
Grüß Sven.
Kissaki
Moin moin :)
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Nachdem mich nun wieder die Lust gepackt hat etwas mit meiner analogen SLR rumzuspielen, dachte ich mir, warum nicht gleich etwas mehr ins Thema einsteigen. Ich hatte bisher immer Abstand davon genommen selber zu entwickeln da ich die Hürde der Anschaffung (Geräte/Chemikalien) immer etwas hoch fand - und da ich nicht scannen kann, die Filme eh einschicken müsste.
Die Neugier hat jetzt allerdings gesiegt und mein Einsteiger Set für Negativentwicklung müsste auf dem Weg sein (@Fotoimpex? ;) ).
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Da es mich aber auch reizt selber Abzüge machen zu können, stellt sich mir die Frage wie groß die nächste Hürde nun ist? Als Student ist das Budget immer knapp und das kleine Entwicklerset war für meine Verhältnisse recht teuer, ich rechne also nicht damit in den nächsten Monaten gleich damit loslegen zu können. Aber so zur Orientierung und zur Planung, was ist notwendig und womit muss man da bei Gebrauchtware so rechnen?
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Das Ganze übrigens erstmal für KB. Ich würde zwar auch echt gerne mal Mittelformat schießen und entwickeln, aber die Anschaffung steht noch weiter hinten.
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Vielen Dank schon mal für euren Input :)
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*edit*
Ach ja, mit wie viel Platz muss man ca. rechnen? Hauptsächlich für den Vergrößerer da der wohl am schwierigsten "unterzubringen" ist.
Franco
Am besten ist du suchst dir (evtl. hier im Forum) jemanden der dir das Vergrößern mal zeigt. Es ist einfacher als es anfänglich aussieht erste vorzeigbare Ergebnisse zu erzielen. Bei der Labortechnik solltest du dich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Am Vergrößerungsobjektiv und an einer ordentlichen Verdunkelung solltest du nicht sparen. Bei den Fotopapieren sind moderne PE Multikontrast Papiere eine gute Wahl.
Platz ist in der kleinsten Hütte, über der Badewanne oder der Dusche kannst du deine Fotowannen, und je nach Größe des Badezimmers dort ebenso den Vergrößerer aufbauen. Wenn du dir etwas Mühe gibst kannst du dein Fotolabor so gestalten dass es in weniger als einer halben Stunde voll einsatzbereit oder wieder verstaut ist. Mein Vergrößerer steht z.B. in der Abstellkammer und der Flur und das Badezimmer ist bei Fotoarbeiten verdunkelt.
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Bei der Fotochemie nimm in jedem Fall erst mal altbewährte Sachen, keinen esoterischen Wunderkrimskrams
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Bei Ebay werden eine große Anzahl an kompletten Laborausstattungen für kleines Geld veräußert.
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Grüße, Thorsten
jonny
Für einen Hunderter sollte man eine komplette gebrauchte Einsteigerausrüstung fürs Positivlabor zusammenstellen können. Aber bevor du an die Anschaffung von Gerätschaften wie Vergrößerer etc. denkst, musst du die räumliche Situation klären.
Wenn du uns sagst, welchen Raum du fürs Vergrößern/Abzüge machen ins Auge gefasst hast, können wir dir sicherlich ein paar Tipps zu Einrichtung und Gerätschaften geben.
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Falls du in einer größeren Stadt wohnst, gibt es eventuell auch noch die Möglichkeit, für den Anfang eine öffentliche Dunkelkammer (von Vereinen, Einrichtungen etc.) zu nutzen oder einen entsprechenden Kurs zu machen. Unter
http://www.localdarkroom.com kannst du schauen, ob es in deiner Nähe so etwas gibt. Die Datenbank ist natürlich nicht vollständig, also auf jeden Fall auch vor Ort umhören/umschauen.
wosis123
Wo wohnst du denn?
bin in Ludwigshafen/Rh in einem Fotoclub mit eigenem Labor, wir machen auch Kurse in Kooperation mit der VHS. Bei Interesse und/oder Nähe einfach melden.
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Hendrik
Kissaki
Ich wohne in Lüneburg bei Hamburg. Hab schon die Unis der Stadt mal angeschrieben (bin Student in Hamburg) ob man deren Dunkelkammern nutzen könnte, bisher kam da aber keine Antwort.
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Nutzen würde ich meinen Flur für die Dunkelentwicklung da er kein Fenster hat und die Türen recht einfach mit zwei/drei schwarzen Säcken lichtdicht gemacht werden könnte. Trocknen dann wohl im Bad gleich daneben.
Als Arbeitsfläche hätte ich halt nur einen tiefen Schrank, deswegen die Frage nach den Maßen, ich bin mir nicht sicher ob ein Vergrößerer da völlig bequem Platz hätte. Die Schalen könnte ich zur Not noch links und rechts auf dem Schuschrank/Wäschekorb platzieren.
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Ist die Chemietemperatur für die Abzüge genau so wichtig wie für die Entwicklung? Beide Räume haben keine Heizung. Für die Negative hatte ich mir jetzt einen Heizstab für Aquarien mitbestellt damit ich die Mischungen in einem Wasserbad auf Temperatur bringen kann, ob das für Fotoschalen dann noch klappt weiß ich aber nicht.
wosis123
Chemie für Abzüge ist da eher unkritisch, würde mal sagen, zwischen 18 und 22 Grad alles OK, wenn’s kälter wird, nach Merkblatt des Entwicklers die Zeit verlängern.
Kissaki
Mein Entwickler-Starterset ist mittlerweile angekommen und fühlt sich recht wohl in seiner neuen Umgebung, mein erster SW Film (der erste zum Selber entwickeln) ist auch fast fertig geschossen und es kommt bei mir die Frage auf: wie bekomm ich den Film am Ende am besten aus der Dose?
bernhardmangelsgmxde
Vom Geld her ist das - auch für Studenten mit schmalem Budget - machbar. Aber nicht umsonst. Würde sagen, man kommt mit im Schnitt 20 €/Monat schon recht weit, man kann natürlich auch mehr ausgeben, würde aber gerade am Anfang (bis die Hardware komplett ist) für die ersten ein, zwei Jahre nicht mit viel weniger rechnen (es ist möglich, aber gerade wenn man sich noch nicht so auskennt kann man beim Einkauf schon mal daneben liegen, manchmal kommt dazu noch einfach Pech...).
Laborausrüstung ist gebraucht - v.a. im Vergleich zu ehemaligen Neupreisen - mitunter sehr günstig zu haben. Wenn man sich am Anfang beim Papierformat etwas zurückhält, und sich Mühe gibt, können auch die Kosten für's Verbrauchsmaterial sehr überschaubar bleiben. Man kann auch zwei Stunden in der Duka verbringen, und dabei nur 5-6 Blatt 10x15cm verarbeiten. Würde dann einen Euro oder so kosten, da ist wohl auch bei einkommensschwachen Menschen der Faktor Zeit entscheidender. Wenn man aber 24x30cm als Standard-Format nimmt, und/oder viel Ausschuss produziert (würde ich am Anfang auch einkalkulieren), kann das natürlich teurer werden. Würde bei Papier und Entwickler auf jeden Fall schauen, erstmal frisches Material zu verwenden.
Temperatur: Beim Positivprozess rel. unkritisch, würde am Anfang schauen, auf mindestens 18° zu kommen, aber kälter wird die Wohnung eh nicht sein.
Platz: Gibt Leute, die haben Dukas auf 1m², also wo ein Wille, da ein Gebüsch, erfinderisch sein, sich was einfallen lassen und so. Dunkelheit, Platz für nen Vergrößerer und ein paar Schalen, mehr braucht's nicht. Es gibt größere und kleinere Vergrößerer, lässt sich herausfinden.
Film aus der Patrone bekommen: Dafür findet sich doch mit Sicherheit eine Anleitung, oder?
Morte
Du brauchst einen Dunkelsack und einen Kapselheber für Kronkorken. Oder du machst es im Stockdunkel in der Dunkelkammer. Kein Rotlicht!
Kissaki
würde am Anfang schauen, auf mindestens 18° zu kommen, aber kälter wird die Wohnung eh nicht sein
Ich hab meine Wasserbadtwanne mal ein paar Stunden stehen lassen und die Temperatur lag dort dann bei ca. 15°.
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Für das aus der Patrone bekommen habe ich bisher Anleitungen mit Doppel Klebestreifen, einfachem Wasser und irgendwelche Schlüsseln gesehen, hatte mich eigtl. interessiert was ihr da ratet. Einfach nen Schraubenzieher dran und kräftig drücken?
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Was das Verbrauchsmaterial angeht, ich bin niemand der ewig viele Filme schießt. im Schnitt schieße ich analog vllt. einen Film alle zwei Monate, im Sommer vielleicht auch mal ein bisschen mehr. Allerdings denke ich, die nächste Zeit wirds wohl etwas mehr zum rumspielen :)
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*edit*
Alles klar, dann probier ich das mal mit nem Flaschenöffner.
Franco
Du bekommst die Filmlasche im Handumdrehen mit einem Filmpicker aus der Patrone, bei Raumlicht. Dann spulst du den Film in die Spule, bei Dunkelheit, und schneidest diesen am Ende ab.
Urnes
Wenn du den Film beim zurück Spulen nicht ganz in die Patrone ziehst, hast du das Problem gar nicht. Du hörst deutlich das Knacken, wenn der Film von der Spule springt. Dann nimmst du ihn raus und hast den Vorspann noch draußen. Bis zum ersten Bild sind es eh 10-15 cm. Jetzt kannst du noch die Lasche gerade abreißen, dann weißt du gleich, welcher Film belichtet ist und welcher nicht. Also falls du mal in die Verlegenheit kommst, mehr als einen Film durchzuziehen oder du mehrere Filme zum Entwickeln zu Hause liegen hast.
Grüße, Sven.
bernhardmangelsgmxde
nicht zurückspulen bzw. "FIlmpicker", habe da irgendeinen chinesischen, der seinen Zweck erfüllt.
letztens den Entwickler aus dem 13° kalten Keller geholt, und nach ner halben Stunde oder so im 18° warmen Bad verwendet. In meiner Kellerduka habe ich bei 15° (oder so) auch noch nicht die Heizplatten angeschaltet. Ging bei mir eigentlich normal, halt etwas länger entwickeln, würde ich aber gerade am Anfang nicht machen, weil es irgendwo eine Fehlerquelle ist. Bei einer Dunkelkammer in einer bewohnten Wohnung im Normalfall nicht kritisch, wenn man kein extremer Heizverweigerer ist.
TR
Man kann eine Kleinbildpatrone auch einfach mit den Fingern aufbiegen, indem man zweie da ansetzt, wo vorher der Film verschwand, im Dunkeln natürlich.
Kissaki
So, mein erster HP5+ ist, auf den ersten Blick, recht gut aus der Dose gekommen :)
Obs dann in "groß" auch noch ok aussieht, mal gucken..
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Aber zurück zum Vergrößerer:
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Gehen Farbvergrößerer auch für SW?
Kann man welche für KB nachträglich noch auf Mittelformat umrüsten?
Was für einen Unterschied macht es ob 1:2.8 oder z.B. 1:4.5 bei einem Vergrößerer? Wird die Größe nicht über die Höhe der Säule gestellt?
Franco
Ja, Farbvergrößerer kannst du für SW benutzen. Du solltest dir aber die passenden Einstellungen für das Multigrade Papier besorgen, um die Vorteile dieser Papiere nutzen zu können.
Ob du einen Vergrößerer nachträglich umrüsten kannst, hängt vom Vergrößerer ab. Du brauchst mitunter einen anderen Kondensor oder eine vergleichbare Lichtquelle. Ebenso brauchst du ein passendes Objektiv.
Meinst du mit 1:2,8 die Blende am Objektiv? Die ist unabhängig von der Vergrößerung. Üblicherweise sind die für KB verwendeten Objektive etwas lichtstärker, was aber keinen Qualitätsvorteil bringt. Die Vergrößerung wird natürlich über die Säule eingestellt, aber Objektive für Mittelformat haben eine andere Brennweite als Vergrößerungsobjektive für KB. Bei Mittelformat Vergrößerungen hast du daher eine andere Höhe am Vergrößerer, der Abbildungsmassstab ist zudem ein anderer, bezogen auf eine gleichbleibende Papiergröße.
Wolf_XL
...ich würde dir vor allem dazu raten, dass du dir einfach mal ein gutes Buch zur Thematik besorgst und dir die Basics in Ruhe verinnerlichst. Deine momentane Vorgehensweise geht mehr in die Richtung "try & error" und du läufst Gefahr dabei, dass du irgendwann ganz schnell die Lust verlierst. Außerdem sparst du mit einer gezielten Vorgehensweise einen Haufen Zeit und Material...
Kissaki
Deine momentane Vorgehensweise geht mehr in die Richtung "try & error"
Ziemlich genau das :)
Könnt ihr da ne gute Empfehlung geben?
TR
Für Einsteiger ist seit einiger Zeit
ein aktuelles Buch draußen.
Wenn Du später mehr möchtest als bloße Kopien vom Negativ zu erstellen, kannst du dann auch mal auf
meinen Buchvorstellen vorbei schauen. :spudnikwaving: