micha
Hi Sven.
Versuche hier mal mein Glück.
Also hört mal bitte zu. Ich bin fast am heulen. Mein Barytpapier Vario Classic will einfach nicht schwarz werden. Das Papier ist ca. 3 Jahr alt. Habs 6 Minuten in Ilford Multigrad gebadet. An der Belichtungszeit liegt's auch nicht. Ich denke mal, dass nach 1 Minute Tageslicht reicht, einen Teststreifen schwarz zu bekommen. Wird er aber nicht. Bei RC-Papier bekomme ich noch herrliche Schwärzen.
Und überhaupt. 6 Minuten entwickeln. Das ist doch ne Zumutung...
Micha
Phil_2000
Hallo,
mal eine dumme Frage: Könnte der Fehler daran liegen, dass Vario Classic keine eingelagerten Entwickler hat, während der Entwickler selbst für solche Papiere mit inkorporierten Substanzen gedacht ist? Verwende einfach mal einen klassischen Entwickler, wie z. B. Eukobrom von Tetenal. Falls mein Geschreibsel Quatsch ist, kläre man mich bitte auf! Danke.
Viele Grüße,
Philipp
Urnes
Hallo Micha,
das mit den eingelagertern Entwicklersubstanzen war eigentlich auch mein erster Gedanke. Ich nehme für mein Polywarmton den N 113 und nach zwei Minuten hast du das tiefste Schwarz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Barytpapier schon nach drei Jahren den Geist aufgibt. Ich habe letztens das letzte Blatt eines 35 Jahre alten RC Papiers aufgebraucht und das hat immer noch die maximal Schwärze gebracht. Also ich tippe wirklich auch auf den Entwickler.
Gruss Sven
uworischki
tja micha, bleibt nur der wechsel des entwicklers...
grüße uwe
Gast
Hallo Micha
Am Entwickler kann's nicht liegen. Ich benutze auch die Papiere aus dem Hause unseres Forum-gastgebers, in der Tat auch die klassische Chemie aus dem Hause Calbe ...aber deine
Kombi hab ich auch schon ausprobiert..es klappt. In der Tat sind im Vario Classic KEINE Entwicklersubstanzen enthalten..das ist auch gut so, dann kann man den Entwicklungsprozess besser steuern, doch das geht auch mit Multigrade Entwicklern.
Das Vario Classic braucht wesentlich längere Belichtungszeiten als andere Papiere Entwicklungszeiten bis zu 4 Minuten ist normal nur dann hast du einen Top-Print !!!
ich hab irgendwie die Vermutung dass Dein Papier überhaupt nicht beschichtet ist ( kaputt kann es nach 3 Jahren nicht sein !), kannst du denn einen Emulsionsschicht fühlen ? Leg doch mal ein Stück Vario Classic an die Sonne, normalerweise wird die Schichtseite nach einer gewissen Zeit ein bisschen gelblich.
Bin mal auf Deine Antwort gespannt
Michael
micha
Hi hab grad mal auf Datum vom Entwicklerkonzentrat geschaut. ist auch schon 1 Jahr alt. Mich wundert es nur da mein 15 Jahre altes Orwo-Baryt genauso wie das Kodak RC schwarz wird. Emulsion ist drauf. Wird richtig pissgelb. Die Bilder kommen ja auch, nur keine Maximalschwächen.
Bin ratlos.
Naja jedenfalls klappt die Filmentwicklung
Micha
Gast
Hi Micha
Na da kommen wir der Sache aber schon näher. Gemäß deinem ersten Posting war ich der Meinung, dass sich an dem Papier gar nix tut, keine Schwächen, noch nicht mal Grau. Gemäß deinem letzten Posting scheint das aber nicht der Fall zu sein, dir fehlen lediglich die Maximalschwächen, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist.
Also ein Grund kann natürlich der Entwickler sein. Du sagst, er ist ein Jahr alt... hmmm, meinst du damit:
1.) dass er ein Jahr über das Verfalldatum ist, oder
2.) dass du das Konzentrat vor einem Jahr angebrochen hast, oder
3.) hast du es vor einem Jahr gekauft, ein Jahr originalverschlossen bei nicht mehr als 25 Grad gelagert und das Haltbarkeitsdatum ist auch noch nicht abgelaufen?
gruss
michael
Gast
Flasche hab ich vor einem Jahr angebrochen, und schü Brav mit Protectan aufgefüllt. Hatte vorher halt auch noch nie Probleme mit altem Entwickler. Haltbarkeitsdatum, seh ich grad keins.
Kann ich das Zeug also nur noch für meine PE-Papier nehmen.
Micha
Gast
Hallo!
Ich denke, da haben wir das Problem - 1 Jahr Abfüllung hält selbst mit Protectan kaum ein Entwickler (OK, bei den Negativentwicklern vielleicht Rodinal...) - man sollte das Zeug schon in 3 bis 6 Monaten aufbrauchen...
Bei den PE-Papieren funktioniert's wegen der eingelagerten Entwicklersubstanzen noch, wo die fehlen, zeigt sich, dass der Entwickler hinüber ist.
Falls Du seltener entwickelst, solltest Du vielleicht auf kleinere Verpackungseinheiten umsteigen - manche Entw. gibt's auch in 250 oder 500 ml Flaschen; oder nimm Pulverentwickler - der N113 soll ja extrem standfest & haltbar sein (hab selbst keine Erfahrung damit, meine 1 l - Flaschen Eukobrom und Neutol WA werden meist innerhalb 3 Monate aufgebraucht...)
Gast
frisch angebrochenes entwicklerkonzentrat füll ich immer in 250ml glasflaschen (randvoll) um - hält wesentlich länger als in der halbgefüllten glasflasche.
außerdem sind speziell für baryt, entwickler, die die schwärzen schön rausholen - z. b. laborpartner brom 3 oder paterson acuprint sehr interessant - ev kombiniert mit einer nachfolgenden selentonung
größe
günther
Gast
frisch angebrochenes entwicklerkonzentrat füll ich immer in 250ml glasflaschen (randvoll) um - hält wesentlich länger als in der halbgefüllten glasflasche.
außerdem sind speziell für baryt, entwickler, die die schwärzen schön rausholen - z. b. laborpartner brom 3 oder paterson acuprint sehr interessant - ev kombiniert mit einer nachfolgenden selentonung
größe
günther
Gast
sorry, meinte natürlich "halb gefüllte plastikflasche"
Gast
Ich habe genau das selbste Problem:
Vario Classic neu gekauft + Eukobrom neu gekauft 1+9 - 3 Minuten. (oder Moersch Catechol 1+5 - 4 Minuten): Weich Kontrast und kein maximal schwarz, eben mit 5-8 Minuten Belichtungszeit für ein 20x30cm von 35mm Negativ, Durst M800 mit Farb Kopf (YMC auf null und Multigrade Filters unter das Objektiv).
Meine Negative sind im PMK entwickelt und haben eine grünliche Farbe. Könnte das die Ursache sein?
Jacques
Phil_2000
Meine negative sind im PMK entwickeld und haben eine grünliche farbe. Könnte das die Ursache sein?
Hallo,
das wird sehr wahrscheinlich die Ursache sein: Vario-Kontrast-Papiere haben grundsätzlich eine Schicht, die lediglich für blaues Licht empfindlich ist und eine zweite, welche durch Sensibilisierungsfarbstoffe nicht nur für blaues, sondern auch für grünes Licht empfindlich gemacht wurde. Durch die grüne Färbung der Negative belichtet man nur die grüne Schicht, was einen sehr geringen Kontrast zur Folge hat.
Kurz gesagt: Dreh den M(agenta)-Regler Deines Farbkopfes soweit rein, bis die Projektion des Negatives farblich einigermaßen neutral erscheint. Das ist dann die Grundfilterung für Gradation 2. Ungefähr zumindest. Auch sonst empfehle ich, die Multigradefilter wegen des praktischerweise vorhandenen Farbkopfes nicht zu nutzen (vor allem nicht unter dem Objektiv!!!). Merk dir einfach als Daumenregel:
Eine Gradation weicher => 40 Einheiten Yellow rein,
eine härter => ebensoviele Einheiten Magenta.
Viele Grüße,
Philipp