micha
Hi, nachdem ich mich für eine Joboplanfilmdosen entschlossen habe, wäre ich jetzt noch über ein paar Meinungen bezüglich eines Prozessors sehr dankbar. Der Cpa ist größer. Braucht man das wirklich? Unterscheiden sich die Modelle hinsichtlich Temperaturgenauigkeit? Prozessor mit oder ohne Lift? Passen an die alten Prozessoren auch die neuen Jobodosen??
Viele Fragen ich weiß?
Aber über jegliche Rückmeldung wäre ich furchtbar dankbar.
Micha
Urnes
Hallo micha,
also ich habe mir vor kurzem über ebay einen cpe der ersten Generation ohne Lift zu gelegt. Das Ding ist zwar nicht mehr sehr schön, aber äußerst robust. Und du bekommst bei Jobo noch alle Ersatzteile nach.
Auf den alten Prozessor passen alle Jobodosen mit Magnetring, auch die alten. Sowohl für KB als auch für Planfilm. Allerdings muss man, wenn man die kleinen Dosen verwendet, auch den kleinen Rollenbock verwenden, den gibt aber bei Jobo für schlappe 10,50 inkl. Versand.
Für mich reicht die Größe gut. Du kannst in dem Teil ja auch Bilder bis max. 30x40 cm entwickeln. Und wenn du deine Jobodose aufrüstest, bekommst glaube ich sogar bis zu 18 Planfilme rein. Auf den Lift habe ich erstmal verzichtet. Wenn man die große Dose früher von Hand geschüttelt hat, ist der cpe an sich schon Luxus pur. Die Temperaturgenauigkeit ist ziemlich gut, ich würde mal sagen ± 1/2 Grad, ich messe mit dem Labortermometer immer nochmal nach. Liegt aber auch daran, dass der cpe nur einen Knopf zum Einstellen hat und keinen gradgenauen Digitalanzeige. Die Temperatur wird dann aber genau gehalten. Funktioniert auch prima, wenn man Sepiatoner auf 30 Grad hochbringen will. Habe das Problem, dass mein Keller, trotz Heizung im Winter recht kühl ist, da ist das Ding schon Gold wert.
Mit ein bisschen suchen findest du auf der Jobo-Homepage in der Download-Area die Gebrauchsanleitungen für die Geräte mit den Spezifikationen.
So, mehr fällt mir dazu jetzt nicht ein.
Gruß Sven.
Gast
Hi Micha,
den Lift würde ich schon empfehlen, da Du wesentlich komfortabler und schneller einfüllen kannst, und nicht nach jedem Bad die Dose raus, auf, nerv usw....
Ist alles kein Problem, solange Du mit langsam ansprechenden Entwicklern arbeitest, aber ich hab mal ein Satz Film in Emofin versaut (mit der Hand gerollt, aber das Problem ist das gleiche) weil die Suppe nur bis zur Hüfte des Films steigt, und bis dann das Rollen anfängt, hast Du eine Kante.
Da Du so explizit nach Temperatur fragst, nehme ich an, Du willst auch Farbe, und das ist dann auch ähnlich lästig.
Das einzige Problem ist, beim Entleeren muss die Wanne voll Wasser sein, oder sonst irgendwie fixiert sein, sonst reißt Du mit dem Hebel das ganze Teil vom Tisch. (Sowieso nur ein Problem, wenn die Temperatur =Zimmer ist).
Gruß
Martin
micha
Na ja und wie ist das mit der Kompatibilität? zwischen den alten Prozessoren und den neuen Drums, oder ist das egal.
sagt mal was
Micha
Urnes
Hallo Micha,
Es gibt eigentlich keine "neuen" Drums. Die Dosen in ihrer jetzigen Form mit dem roten Ring und dem roten Gummideckel gibt es in dieser Form bestimmt schon 15 Jahre (wenn das reicht) und passen in den CPE rein, sofern sie am Boden den Magnetring haben. Dosen ohne Magnetring können nachgerüstet werden. Außerdem gibt es noch alte ganz schwarze Drums mit Plastikdeckel, die man in den Prozessoren aber ohne weiteres Fahren kann. Laut Dosenaufschrift geht darin auch Planfilm bis 18x24, aber das habe ich noch nicht rausbekommen wie das mit den alten Haltern funktioniert.
Es ist übrigens auch egal ob du die 1500er Drums für Kleinbild und Mittelformat verwendest oder die großen 2500er für Planfilm. Es muss dazu nur das Rollenbückchen gewechselt werden. Es ist aber auch möglich Kleinbild und Mittelformat in der 2500er "Planfilm"-Dose zu entwickeln, dazu brauchst du dann entsprechende zu Dose passende Spiralen. Welche aber neu recht teuer sind. Man kann sogar die Verlängerungsstücke der Papierdrums für die Filmdrums verwenden. Entsprechende Verlängerungen des Mittelrohres gibt es bei Jobo.
Gruß Sven
micha
Hi nun habe ich mir via Ebay auch noch ein CPE2 mit Lift und Jobo Timer 16 ersteigert. gibts eigentlich so einen Faktor der mir die Zeiten für die Rotation vs Kipprhythmus ausrechnet??
hab grad F9/R09 und bräuchte da mal die Zeiten für Foma 100/Efke 100/Efke 25 für die Rotation.
habt Ihr einen Tipp??
Grüße Micha
Urnes
Hallo Micha,
gratuliere erstmal zu dem Kauf. Was die Entwicklungszeiten angeht, so verweist Jobo als auch Ilford darauf die Filme 5 Minuten in der Trommel vorzuwässern und dann die Zeiten für die Kippentwicklung zu benutzen. Das klappt auch bei mir ganz gut. Und gibt zunächst mal einen Anhaltspunkt.
Gruss, Sven.
Gast
Hi Sven. Das hab ich heute Mittag bei 2 Blättern Efke 25 probiert. Ging ganz gut. Bin ja vom Jobo Timer total angetan. Ist jetzt auf jeden Fall, vIIIIIIIIIIEEEEELLLL unanstrengender als vorher.
Micha
Urnes
Sag ich doch. Vor allem aber kann man sich zwischendurch mal was zu trinken holen ohne Angst haben zu müssen den nächsten Kipp zu verpassen. :-)) Aber Spaß beiseite, es ist schon eine große Erleichterung wenn du 10-20 Planfilme daliegen hast die entwickelt werden wollen.
Sven.
Gast
HI, hab noch mal ne Frage.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen füllen ich die Spirale mit maximal 4 Filmen. hast du schon mal 2 Spiralen auf einmal entwickelt??
Wer hat noch ne Planfilmspirale übrig????
Gruße Micha
Urnes
Hallo Micha,
ich habe mir inzwischen angewöhnt die Spirale mit sechs Filmen zu laden. Langsam habe ich es raus nicht zwei Filme in den selben Schacht zu schieben. Um zwei Spiralen parallel zu entwickeln brauchst du aber eine große Dose bzw. die Verlängerung sowohl der Dose als auch des Mittelrohres, dann passen sogar, so man hat, drei Spiralen rein. Habe ich aber noch nicht ausprobiert. Aber warum soll es anders funktionieren als mit einer Spirale. Ich bin auch schon mächtig am Überlegen ob ich nicht irgendwo billig einen Erweiterungssatz und zwei Spiralen auftreiben kann. Wenns bei dir vorher klappen sollte, berichte doch mal.
Gruss, Sven.
Gast
Drums hab ich genug, nur keine Planfilmspiralen. Kann aber 4 normale Spiralen abgeben.
Grüße Micha
P.S. Nehme deswegen nur 4, da die am ehesten von der Menge 1 Film entsprechen, und da 3 Filme auf einer Seite bei mir auch wenn sie richtig geladen sind, aneinander kleben. Hab da zwar keine schlechtere Entwicklung feststellen können, doch das könnte ja auch an meinen Augen liegen. Hast Du auch das Problem, dass die Plastikwiederhaken die Schicht zerkratzen?
Urnes
Hallo Micha,
also das Problem mit den Plastikwiederhaken habe ich auch. Meistens biege ich die Filme einfach vorsichtig soweit durch, bis sie oben oder unten aus der Führung springen und nehme sie dann raus. Womit ich auch so meine Probleme habe, ist das Anbringen der beiden Plastikschilder, die das Rausrutschen der Filme verhindern soll. Ich muss es jedes Mal einmal im Hellen ohne Film gemacht haben, sonst bin ich im Dunkeln aufgeschmissen. Als ich noch gekippt habe, habe ich die Dinger einfach weggelassen. Aber in der Rotation haben die Teile wohl doch ihren Sinn.
Gruss Sven.
Gast
Hallo Sven
ich hab nur Schadstellen, an Stellen an denen die Wiederhaken beim Entwickeln schaben. Nicht beim Rausziehen der Planfilme. So eine Wegrutschwiederhaken hab ich gar nicht. Legst du die Filme mit der Schicht nach außen, oder nach innen??
Micha
Urnes
Hallo Micha,
ich denk mal das die Schicht meistens außen ist. Habe mir da eigentlich nicht viele Gedanken drum gemacht. Besonders wenn denn die Filme zum dritten Mal runtergefallen sind, wars mir dann egal. :-)) Aber Spaß beiseite, wenn ich es mir recht überlege macht es wohl Sinn die Schichtseite nach innen zu legen. Weil die mechanische Beanspruchung beim Einlegen geringer sein müsse. Ich benutze noch meist die alten 9x12 Millionenfalzkassetten. Da ist es immer ein Gefriemel wenn du im Dunkeln bei 6 Kassetten den Schieber erst ganz rausziehen muss, dann die Arretierung des Halterahmens lösen muss um dann schließlich festzustellen, dass du den Rahmen noch weiter nach vorne nehmen musst um den Film heraus zu bekommen. Allerdings ist die Planlage durch die rückwärtige Andruckplatte nicht schlecht. Tja, und da bin ich dann immer froh wenn die Filme alle richtig in der Spirale drin sind.
Die Wegrutschwiederhaken sind zwei Platten die links und recht über den Schlitzen eingeschnappt werden. Die sollen nicht nur das Rausrutschen aus der Spirale verhindern sondern auch die Verteilung bei der Rotation verbessern. Und das sie recht aerodynamisch aussehen, denke mal macht es durchaus Sinn die auch einzusetzen, wenn man sie halt hat.
Gruß Sven.
Gast
Hi Sven
jedenfalls einer der hier antwortet.
Fruste immer noch mit dem Barytpapier.
hab das letzte mal beim einfäulen nur ein Film runter gehauen. Hab auch nur 3 min auf dem Fußodem gesucht! versuche jetzt die Schichtseite nach innen zu positionieren, hatte beim letzten mal keine Schadstellen.
Bis denne
Micha
P.S. Die Fidelity Elite Planfilkassetten kann ich wärmstens empfehlen. Sehr narrensicher zu bedienen. ;) :lol:
Gast
Hallo Micha,
mach doch für den Barytfrust mal einen neuen Thread auf, vielleicht sind ja noch mehr da die mitjammern wollen.
Das erinnert mich stark an meine ersten Aufnahmen auf dem 55er Polaroid-Film, als ich mächtig stolz mit den Negativen die Kellertreppe runterkomme um sie zu kleben und sie dann ziemlich unsanft auf dem Fußboden landen. Die sind mächtig kratzempfindlich. Aber das wird nun den Prints wohl die künstlerische Note geben.
Die Fidelitys sind wirklich gut. Allerdings brauchst du für halt das int. Rückteil, das meine Linhof Standard Press leider noch nicht hat. Und obwohl ich noch eine Technika IV im Schrank stehen habe, greife ich doch immer wieder zur alten Press und die Preise für ein anderes Rückteil laufen auch bei ebay immer wieder davon.
Gruß Sven.