Rolf-Werner
Möchte mal wieder Farbe machen. Ich würde dann in der Trommel entwickeln.
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Es werden hier ein Set von Adox und von Tetenal angeboten. Eignen sich dafür beide Sets? Bei dem Tetenal heißt es, es wäre für Maschine. Darum Rapid? Ist das Adox gleichwertig bzw. besser für die Trommelentwicklung?
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Vielleicht kennt ja jemand beide aus Erfahrung, also danke für alle Tipps!
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Rolf
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Rolf-Werner
Hm. Weiß es keiner, oder seid ihr alle schon im Weihnachtsstress? :rolleyes:
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Rolf
Wolf_XL
kuckst Du...
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http://www.ars-imago.ch/pdf/auto/ars-imago-000176.pdf
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oder
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https://www.macodirect.de/media/pdf/TCR15K_datenblatt_d.pdf? - Hoffentlich explodiert bei dem Link jetzt nicht Mirkos Server... ;-)
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Bei der Adox-Chemie steht explizit
"Die Verarbeitung sollte bei 35 Grad Celsius erfolgen. Die Entwicklungs- und Fixierzeit beträgt dann jeweils 45 Sekunden."
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Ob Trommel oder Maschine ist der Chemie egal - solange die Temperatur einigermaßen eingehalten wird.
Rolf-Werner
Der zweite Link funktioniert nicht. Aber schon mal danke für den ersten. Das heißt also für mich, wenn ich von Hand in der Trommel bei Zimmertemperatur entwickeln will, muss ich die Tetenal-Chemie finden, die dafür gedacht ist. Richtig? Und die gibt es hier nicht, denn das angebotene Kit ist für 35 Grad konzipiert.
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Rolf
Wolf_XL
...soweit ich weiß gibt es keinen RA-4-Prozess mehr, der bei Raumtemperatur zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Ich vermute mal, dass mangels Nachfrage es sich nicht mehr gelohnt hat.
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Der Link sollte jetzt funktionieren:
https://www.macodirect.de/media/pdf/TCR15K_datenblatt_d.pdf
Rolf-Werner
Ah, super, daraus geht hervor, dass man auch mit 30 Grad kalkulieren kann, das ist dann schon eher machbar.
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Danke für den Link!
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Rolf
Wolf_XL
...man kann auch ohne Temperierung einen Hochtemperaturprozess fahren. Früher - als alles besser war - gab es mal einen Farbprozess von FTK Kleinschmitt - später auch als Dilucolor und Diluprint vermarktet.
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Da ging man folgendermaßen vor:
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Die Chemie wurde mit 38° in die Trommel gefüllt, nach einer oder zwei Minuten (so ganz genau weiß ich das nicht mehr) wurde die Temperatur gemessen. Die gemessene Temperatur bestimmte dann mit Hilfe einer Tabelle die Restentwicklungszeit.
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Vom Prinzip auch ganz logisch - da zum einen für die richtige Entwicklung das Produkt aus Temperatur x Zeit immer gleich sein muss und zum anderen die Abkühlung linear in Abhängigkeit zur Raumtemperatur erfolgt - sprich der Verlängerungsfaktor ist direkt proportional zur Abkühlung pro Zeiteinheit... Die Abkühlungskonstante liefert dir quasi den Verlängerungsfaktor...
jonny
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Es ist richtig, dass es keinen explizit mit "Raumtemperatur" beworbenen Kit mehr gibt. Das heißt aber nicht, dass es nicht doch gehen würde. Die Kodak-Ektacolor-RA-Chemie z.B. geht problemlos bei 35, 30, 25 und runter bis 20 Grad. Nachteil: größere Gebinde ab 5 Liter. Kleine Anpassung der Filterung ist notwendig. Zu anderen Chemie-Sätzen kann ich mich mangels Erfahrung nicht äußern.
jonny
Gast
Der Faden ist ja schon etwas älter. Dennoch nutze ich ihn mal wegen der treffenden Überschrift.
Kann es sein, dass die Vielfalt der RA4 Chemie gerade am einbrechen ist?
Digibase RA4 ist laut Maco nicht mehr lieferbar, hier bei fotoimpex ist das ADOX RA4 Kit länger nicht bestellbar.
Beide haben noch das Tetenal Kit im Angebot.
Ist das ein kurzzeitiges Problem oder hat die EU mal wieder Chemikalien verboten, so dass nun "nur" noch Bestände verkauft werden?
Warum gibt es im Bereich RA4 eigentlich keine Pulverlösungen die länger haltbar wären?
MirkoBoeddecker
Es gibt weitere Konsolidierungen auf der Lieferantenseite (Einsatzstoffe). Die EU hat damit nichts zu tun. Wir haben zwar eine Belebung im Markt, aber die Preise für alles Analoge sind nach wie vor so im Keller, dass jeder vernünftig kalkulierende Kaufmann sich kopfschüttelnd abwendet. Idealisten wie wir machen es trotzdem und verdienen unser Geld anderswo oder gar nicht, aber wenn es an die größeren Produzenten im Chemiebereich geht, dann sind das oft Firmen, die auch etwas anderes machen können. Da heißt es dann top oder flop. Wenn ein Produkt nicht eine gewisse Minestrendite abwirft, so dass die Kosten gedeckt werden können, dann wird es eben nicht mehr hergestellt.
Wir könnten selber herstellen, aber es lohnt sich nicht. Daher ist das, was Tetenal aktuell anbietet, doch schon gut. Falls das mal wegbricht, sind wir ja da.
Gast
Na dann werde ich auf tetenal zurückgreifen. Schade nur, dass ich davon dann die Hälfte wegwerfe.
Kann man einen Teil der Chemie einfrieren?
Sandro
Das kann ich Dir jetzt zwar nicht sagen, aber das mit dem Einfrieren hatte ich auch schon auch mal vor.
Magirus
Das soll nicht gehen da geht die Chemie kaputt, musst du mal googeln.
(Ich hab da was gelesen ist aber nicht die letzte Wahrheit....)
Schon mal den Tetenal als Einmalentwickler getestet?
Die Original Chemie bleibt rein und hat eine höhere Haltbarkeit.
Grüße Bernd
Wolfgg
Entwickler von E6 und C41 habe ich schon erfolgreich als Arbeitslösung bei -18°C eingefroren, hält mindestens 12 Monate. RA4 ist nicht so viel anders, die Chancen sind gut, dass es auch hier funktioniert. Also nicht zögern, testen (aber nicht mit Glasflaschen).
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Gruß Wolfgang
Gast
Das soll nicht gehen da geht die Chemie kaputt, musst du mal googeln.
(Ich hab da was gelesen, ist aber nicht die letzte Wahrheit....)
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Da ich das ganze Kit eh nicht aufbrauche, werde ich den Frosttest mit einer Teilmenge einfach mal machen. Kann dann ja hier berichten, was rausgekommen ist.
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Schon mal den Tetenal als Einmalentwickler getestet?
Die Original Chemie bleibt rein und hat eine höhere Haltbarkeit.
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Ich mache ohnehin nur Teilansatz, brauche für die Drum ja keinen Liter mit mal.
HenningH
Es gab mal in der Hobbylabor-Zeitschrift einen Test zum Einfrieren von Chemie und die Farbchemie war die einzige, die beim Einfrieren nicht kaputtging.
Rolf-Werner
Das würde mich auch interessieren - warum Ansatz einfrieren, nicht die Originalchemie? Ist doch viel weniger Volumen. Unsere Truhe ist sowieso schon rappelvoll :)
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Nein, im Ernst, wenn ich weiß, ich brauche immer Originalchemie für 500 ml Ansatz, kann ich doch entsprechende Teilmengen einfrieren. Außer es spricht jetzt irgendwas technisch dagegen...
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Grüße
Rolf
Ewald
Der zweite Link funktioniert nicht. Aber schon mal danke für den ersten. Das heißt also für mich, wenn ich von Hand in der Trommel bei Zimmertemperatur entwickeln will, muss ich die Tetenal-Chemie finden, die dafür gedacht ist. Richtig? Und die gibt es hier nicht, denn das angebotene Kit ist für 35 Grad konzipiert.
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Rolf
Ich nehme immer Tetenal, und verarbeite bei 35° in offenen Schalen bzw. ab Format 25x30 in der Jobotrommel. Bei niedrigeren Temperaturen kriege ich keine wiederholbaren farbstichfreien Abzüge hin.
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Horst
Wolfgg
Rolf-Werner:
Wenn man Originalchemie einfriert, dann kann es passieren, dass es Ausfällungen gibt, die beim Wiederauftauen nur schwer oder gar nicht mehr in Lösung gehen. Man denke nur an Substanzen, die in bestimmter Reihenfolge gelöst werden müssen, damit alle in Lösung gehen. Kodak hatte vermutlich deshalb immer eine Mindesttemperatur auf vielen Konzentraten stehen (bei E6 z.B. +5°C). Aber auch hier gilt: Versuch macht klug.
Es ist natürlich auch bequemer und schneller, einfach die Flasche für 1 Film aus der Truhe zu nehmen, aufzutauen und zu temperieren und schon kann es losgehen. Selbst Verdünnungsfehler können so nicht mehr passieren. Kommen nämlich leicht vor, wenn man nach langer Fototour müde und hungrig die Mensur abliest...
Gruß Wolfgang
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