highscore
Hi Leute
Ich möchte meine Negative scannen und mir ein Archiv anlegen.
Ich bin jetzt auf der Suche nach einem Archivprogramm mit umfangreicher Suchfunktion.
Also gleichzeitige Eingabe mehrerer Suchbegriffe, Zeitrahmen etc.
Hier suche ich auch kein Programm mit ausgefeilter Bildbearbeitung.
Dafür kann ich jederzeit Photoshop nutzen.
Free oder Shareware wären schon gut.
Mein Geld stecke ich lieber in Film + Papier.
Mein Scanner: Epson V200, leider nur für 35mm zu gebrauchen.
(meist nehme ich 600 dpi zum Scannen)
Grüße
Marcus
Renate
Hallo,
ich hatte auch mal die Idee, habe sie aber längst wieder begraben. Es ist alles fürchterlich zeitaufwendig und die Programme sind viel zu kurzlebig zum Archivieren. Das gilt sowohl für Freeware, als auch für Payware. Wenn ich ein Foto suche, blätter ich durch die Kontaktbögen. Das ist schneller und effektiver.
Viele Grüße
Renate
Urnes
Hallo,
ich muss Renate Recht geben, nur um ein Negativ in einem der Ordner zu finden (mehr kann es bei 600dpi ja nicht sein) ist die elektronische Verwaltung zu aufwendig. Ich hatte schon mal versucht nur die Kontaktabzüge zu scannen, aber wenn ich was gesucht habe habe ich immer gleich den Ordner herausgezogen. Die Negative sind sowohl nach Jahren als auch nach Formaten (KB, MF, GF) sortiert, vorne der Kontaktabzug dahinter die Negative. An die meisten Bilder erinnere ich so gut, dass ich einfach den Ordner greife. Hängt aber auch von der Menge der Bilder ab. Auch klar, für meine hochauflösenden Scans und digitale Bilddateien nutze ich natürlich eine Datenbank.
Wenn du eine Billiglösung suchst dann würde ich es mit XnView versuchen. Du musst dann aber den IPCT-Tag jeder Datei von Hand befüllen. Das Tool ist sowohl als reiner Bildbetrachter, also Verzeichnis aufschlagen und Bilder anzeigen lassen, als auch als Suchmaschine sehr schnell. Als Kauflösung würde ich ACDsee nennen. Der hat zwar das eine oder andere Problem, wenn es große Bilddateien (200mb) geht. Aber im Bereich von jpgs zum Ordnen und Suchen ist der super, vor allem, weil man auch hier die Dateien nicht erst importieren muss.
Gruss Sven.
Bonderer
Bei meinen 13-1400 Kontaktbögen, wie lange sollte ich da scannen? So lange wie das dauert würde meine restliche Lebenszeit bei weitem nicht ausreichen, um das zu schaffen.
Da ist das Schauen in Kontaktbögen der einfachere und auch schnellere Weg. Da weiß ich, wenn ich was Bestimmtes suche, etwa wo der Bogen in etwa ist.
Nicht erschreckt sein ob der Menge, seit mehr als 40 Jahren zu 99,5% nur SW. Überblick hat's aber bei der Menge schon lange nicht mehr. Aber es ist beinahe mein ganzes Leben drauf und da erscheint mir das Kontaktbogen anschauen die bessere Wahl.
highscore
Ja, 1400 Kontakte? vielleicht je 30 Photos pro Bogen wäre auch mir viel zu viel.
€
Mein Ziel ist das Scannen der 5-10% brauchbaren Negative. Das sind die, die mir gefallen, und die ich gerne vielleicht mal wieder auf Papier bringen möchte.
Genau diese will ich nicht stundenlang suchen. müssen.
Der Rest ist unwichtig.
Ich streiche auch gerne Negative mit Edding durch, die mir bei einer Durchsicht nicht zusagen.
Oft bleibt auch so nicht viel über von einem Negativstreifen.
mattes
Wenn man so etwas hat ist dies eine feine Sache.
Für ein Archiv brauchst du die Negative nicht zwangsläufig zu scannen, es geht sogar ohne Kontaktbögen.
Das ganze ist eine Organisations- und Diziplinsache.
Erst einmal musst du dir überlegen, was das ganze leisten soll.
Es gibt Menschen, die sich Notizen zu jedem Bild machen, unmittelbar nach der Aufnahme.
Wenn der Film dann über eine Ordnungsnummer mit den Notizen verknüpft ist, hat man ein Archiv.
Dies funktioniert sogar ganz ohne Technik, ein Notizbuch oder ein Karteikasten reichen aus. Ähnlich wie in einer Bücherei kann man das ganze mit einem Schlagwortkatalog perfektionieren.
Du kannst das ganze mit einem Datenbankprogramm in elektronischer Form machen.
Bei mir werden die Negative in einem Ordner abgelegt und mit einer Nummer bestehend aus dem Datum und einer Ordnungszahl abgelegt.
Alles andere fällt in die Rubrik "wenn ich einmal"
Mattes
highscore
Mattes
Ja, so ähnlich hatte ich mir das auch gedacht.
Nur für die reine textbasierende Beschreibung mit Ordnern und Kontaktbögen etc. fehlt mir die Disziplin.
Ich denke aber, durch eine Schlawort-Suchfunktion, mit der Eingabe mehrerer (such-) Wörter + optionalem Zeitfenster, sowie dem anschließenden Ansehen der Bildergebnisse werde ich schnell fündig werden können.
Dieses würde ich eben gerne mit einer Software erreichen können.
Aber im Prinzip ist ja alles, was funktioniert, gut.
Marcus
Wolf_XL
...mein ehrlich gemeinter Rat - vergiss es... So etwas hat nur dann den Hauch einer Chance, wenn man bei Null anfängt - ansonsten ist man 24 Stunden am Tag mit dokumentieren beschäftigt. Also versuch' erst gar nicht, deine alten Negative zu erfassen, sondern leg' dir lieber einen Stichtag fest, ab wann Du deine Negative datenbankmäßig erfassen willst. Programme für diesen Zweck gibt es genug - such' dir was raus. Mach aber bitte nicht den Fehler, dein Problem mit 'ner Excel-Tabelle o.ä. erschlagen zu wollen - das geht garantiert irgendwann in die Hose... Eine relationale Datenbank wäre für mich das Mittel der Wahl - sprich Infos zum Film in der Haupttabelle - einzelne Bildinhalte relational mit der Haupttabelle verknüpfen. Ggf. die einzelnen Themenbereiche in weiteren relationalen Tabellen spezifizieren. Danach findet man relativ einfach per Abfrage die gesuchten Fotos.
mattes
Warum vergessen?
So etwas ist der ideale gute Vorsatz fürs neue Jahr.
Wenn man anstelle Medienkonsums eine Filmdatenbank versorgt, bleibt noch
viel Zeit für anderes.
Matthias
Urnes
Ja, aber irgendwann sollte man schon anfangen...und das geht auch mit Notebook 1.0 (also auf einfachem Papier). Die Negative in Hüllen zu je einem Film ablegen. Kontaktabzug oben drauf. Und dann nach Jahren sortiert in die Ordner. Dann werden Hüllen und Kontakte durchnummeriert. Da kann man auch noch eine Notiz draufpinnen oder mal mal nen gelben Zettel rein hauen, wenn man etwas schnell finden will. Jeder Ordner bekommt jetzt ein Indexblatt mit den fortlaufenden Nummern der Negativhüllen dem Datum (Monat und Jahr reicht i.d.R.) und dem Ort oder Event (ein, zwei Worte reichen da aus). Hast du an einem Event 10 Filme verschossen, werden die zusammen gefasst. Negative die man vergessen bekommt die Nummer des zeitlich davor liegenden Blattes und zusätzlich einen Buchstaben. Ich schätze mal, dass ich analog so um die 10000 Bilder habe. In einen Ordner gehen so 100 Negativhüllen mit Kontakten rein. Die wichtigen Bilder habe ich aber eigentlich alle im Kopf. Wenn ich Negative für irgendein Projekt heraussuche, schnappe ich mir die Ordner und hocke mich aufs Sofa, blätter die Kontakte durch und markiere die Bilder mit Klebezetteln oder einem Farbigen Stift. So kann man auch gleich Beschnitt ect. eintragen. Das ist allemal bequemer als alles am Rechner herauszusuchen.
Gruss Sven.
Morte
Mein kurzer Beitrag zum Thema:
Ich nummeriere meine Negativhüllen (1 Hülle = 5-6 Kleinbildstreifen = 1 Film) mit einer sechstelligen Zahl nach dem Prinzip: 150503. 15 steht für das Jahr (hier 2015), 05 für den Monat (hier Mai) und 03 für den dritten Film in diesem Monat. Ich gehe dabei davon aus, dass ich pro Monat nicht mehr als 99 Filme verschieße. Diese Zahl schreibe ich oben links hochkant auf die Negativhülle (bei Pergamin kein Problem, bei Acetat habe ich welche mit Papierrand zum Abheften, notfalls eben ein Papieraufkleber). Daneben noch den Film, den Entwickler mit ggf. der Verdünnung und die Entwicklungszeit. Falls ich pushe/pulle, vermerke ich das so: Tri-X 400@1600. Drunter noch ein kurzer Vermerk zum Aufnahmeort/- objekt, z. B. "Schloss Sanssouci". Datum ist unnötig, das geht ja aus der Negativnummer hervor.
Die so beschriftete Hülle hefte ich in einen Negativordner von Adox. Ggf. erstellte Kontaktabzüge werden genauso beschriftet und vor der Hülle eingeheftet.
Ich habe mir angewöhnt, alle Negative einzuscannen. So habe ich immer einen digitalen Kontaktabzug in hoher Qualität. Falls mir mal die Festplatte abrauscht, habe ich die Negative als Backup. Jeder Film bekommt einen eigenen Ordner, der wiederum die gleiche Zahl und Beschriftung wie das Negativ erhält, z.B. "150503 Tri-X 400 A49 Stamm 9min Schloss Sanssouci". Das ist zwar ein recht langer Name, macht aber nichts, Hauptsache, die Ordungszahl steht vorn. Dann habe ich die Ordner automatisch in zeitlich richtiger Reihenfolge. Das ganze lege ich an, archiviere und ordne ich mit Adobe Bridge (Teil der Creative Suite), mit dem ich auch meine Negativscans betrachte und aus dem ich sie ggf. für eine Bearbeitung in Camera Raw/Photoshop öffne. Den Windows Explorer nutze ich zur Bildbetrachtung bzw. -öffnung fast gar nicht mehr.
Adobe Bridge hat auch den Vorteil, dass es eine Bildlupe hat sowie Funktionen zur Verschlagwortung, Umbenennung im Stapel, 5-Sterne-Bewertung, PDF-Erstellung, Favouriten, Suchfunktion usw. Das mache ich seit mehreren Jahren und komme sehr gut zurecht. Wenn ich in Bridge ein Photo aussuche zur Bearbeitung in der Dunkelkammer, kann ich mittels der Negativnummer, die ja identisch zur Ordnernummer des Bildes ist, das Negativ sehr schnell im Negativordner finden.
Rolf-Werner
Mein Rat: fang einfach mal an und schau, wo es hinführt. Vielleicht musst du die Vorgehensweise noch ein paarmal ändern, bis es so ist, wie es für dich am praktischsten ist.
€
Wenn man sowieso digitale Daten hat (von einer Digi), dann fällt das Verschlagworten leichter als mit Negativscans, da die Kameras ja alle möglichen Daten schon selber eintragen. Es kann aber sein, dass die Scan-Schnittstelle schon irgendwas anbietet, was man eintragen kann, und das dann fortführt? mit Nummern.
€
Da die Programme aber - wie hier anfangs schon angesprochen - sich immer weiter entwickeln und evtl. später die Daten erst auf neue Formate konvertiert werden müssen, habe ich dafür einfach eine Backup-Festplatte eingerichtet mit einer simplen Ordnerstruktur: Dreistellige Nummer, also 001, 002 usw. und eine Beschreibung. Somit habe ich eine chronologische Reihenfolge und dann einfach die Bilder nach Nummern, so wie sie die Kamera geliefert hat. Mit den Scans könnte man das auch so machen.
€
Allerdings arbeite ich mit Linux, und da gäbe es auch entsprechende Programme, aber wegen o. g. Bedenken nutze ich die auch nicht dafür. Ich arbeite lieber direkt auf Dateiebene mit Ordnern, das ist garantiert langlebiger. Zum Raussuchen des einzelnen Bildes nehme ich dann irgendeinen Viewer wie Gwenview oder auch mal nur die Vorschaufunktion des Dateimanagers.
€
Ansonsten gebe ich meinen Vorschreibern recht, ein Kontaktbogen ist 1000x übersichtlicher, da braucht man schon einen großen Screen, um das zu leisten. Andererseits sind die Kontaktabzüge auch nicht wirklich so scharf, dass man Details erkennen kann, und die Belichtung ist auch nicht angepasst. Einzelne Scans in hoher Auflösung mit einem Vorschaufbildchen kombiniert und mit ausgeglichener Belichtung wären manchmal schon praktisch.
€
Wie man's macht... ;)
€
Grüße
Rolf
highscore
HI Leute
vielen dank für vielen Tips und Meinungen.
Ich habe jetzt mit meinem Archiv angefangen.
Und scanne jetzt nach und nach mein 35mm Material
Für mein Mittelvormat benötige ich einen anderen Scanner.
Da ich für mich das kontaktprinten für Fopapierverschwendung halte.
Mache ich je ein Indexprint auf meinem Drucker. Ist ja nur für den Überblick!
Vielen Dank
Marcus
Rolf-Werner
HI Leute
Da ich für mich das Kontaktprinten für Fopapierverschwendung halte.
Mache ich je ein Indexprint auf meinem Drucker. Ist ja nur für den Überblick!
Vielen Dank
Marcus
?
Wenn ich es sowieso scannen würde, würde ich es auch so machen, das ist schon richtig.
?
Grüße
Rolf