AnalogfotoRostock
Ich habe das folgende Problem bei der Fotoentwicklung: Mein Vergrößerer leuchtet das Bild nicht vollständig aus, wenn ich den Magentafilter zur Kontraststeigerung eingedreht habe. Die Fotos sind nur in der Mitte richtig belichtet, an den Rändern werden sie zu hell. Ohne Magentafilter ist die Ausleuchtung gleichmäßig. Es liegt nicht an der Kamera, die Negative und Digitascans sind gleichmäßig belichtet. Ich arbeite mit einem Meopta Opemus 5 Vergrößerer mit einem Meopta Meochrom 2 Farbmischkopf.
Weiß jemand in diesem Forum, was der Grund sein könnte? Ich freue mich über Rückmeldungen!
Wolfgg
Hallo,
dann wird das Licht nicht korrekt gemischt. Da wird ein Teil im Strahlengang fehlen. Normalerweise gibt es eine Mischbox und oft noch eine Milchglasscheibe im Strahlengang. Müsste in der Anleitung stehen, was wo wie eingesetzt werden muss.
Vergleich mal hier, ob Dir was auffällt:
https://analoge-fotografie.net/selbst-entwickeln/dunkelkammer/#Der-Vergrerer
Nachtrag:
Zum Test in Filmbühne Stück weißes Papier rein, Objektiv raus und dann von unten reinschauen (ggf. Spiegel darunterhalten). Beim Eindrehen eines Filters muss das Papier ganz gleichmäßig in der Filterfarbe leuchten.
Noch eine andere Erfahrung: Die Filter reflektieren das nicht durchgelassene Licht nach hinten. Bei mir trat das mal aus den Lüftungsschlitzen aus und wurde über die Wand aufs Papier reflektiert. Deshalb: die Wand am Vergrößerer sollte schwarz sein (Papier, Filz oder gleich anstreichen).
Gruß Wolfgang
AnalogfotoRostock
Vielen Dank für die Tipps, das klingt schon mal nach einem Ansatzpunkt - ich werde es überprüfen und Dir eine Rückmeldung geben. Eine Milchglasscheibe habe ich in dem Vergrößerer, mit einer Art Schublade zwischen Lampe und dem Negativrahmen...meinst Du die? Beste Grüße, Malte Wolfgg schrieb
Hallo,
dann wird das Licht nicht korrekt gemischt. Da wird ein Teil im Strahlengang fehlen. Normalerweise gibt es eine Mischbox und oft noch eine Milchglasscheibe im Strahlengang. Müsste in der Anleitung stehen, was wo wie eingesetzt werden muss.
Vergleich mal hier, ob Dir was auffällt:
https://analoge-fotografie.net/selbst-entwickeln/dunkelkammer/#Der-Vergrerer
Nachtrag:
Zum Test in Filmbühne Stück weißes Papier rein, Objektiv raus und dann von unten reinschauen (ggf. Spiegel darunterhalten). Beim Eindrehen eines Filters muss das Papier ganz gleichmäßig in der Filterfarbe leuchten.
Noch eine andere Erfahrung: Die Filter reflektieren das nicht durchgelassene Licht nach hinten. Bei mir trat das mal aus den Lüftungsschlitzen aus und wurde über die Wand aufs Papier reflektiert. Deshalb: die Wand am Vergrößerer sollte schwarz sein (Papier, Filz oder gleich anstreichen).
Gruß Wolfgang
Wolfgg
Hallo Malte,
ja, die meisten Vergrößerer besitzen diese Filterschublade, damit auch ohne Farbmischkopf Filter in den Strahlengang eingefügt werden können. Da muss beim Farbkopf bei manchem Gerät noch die Milchglasscheibe rein. Einfach mit dem Papier in der Filmbühne prüfen, ob die Ausleuchtung gleichmäßiger wird.
Vielleicht kommt noch jemand dazu, der den gleichen Vergrößerer hat und bei seinem mal nachschauen kann.
Falls das Gerät gebraucht gekauft wurde, lohnt es sich auch, den Farbkopf mal aufzuschrauben. Nicht nur um nachzusehen, ob da alles noch in Ordnung ist, sondern vor allem, um den Staub zu entfernen.
Gruß Wolfgang
AnalogfotoRostock
Ja, das Gerät wurde tatsächlich gebraucht gekauft...allerdings im Jahr 1984, von meinen Eltern für mich als Teenager!
KlausWehner
Hallo Malte,
das Gerät kenne ich aus eigener Anschauung nicht.
Deshalb kann ich mich nur allgemein äußern.
Denkbar wäre, daß der Lichtabfall nur bei dem hohen Kontrast (Magenta-Filter) besonders gut auffällt.
Dann kann die Ursache an vielen Stellen liegen.
Manchmal kann es helfen vom Grundbrett aus durch das Objektiv (oder auch ohne Objektiv) in Richtung Lichtquelle zu sehen.
Irgendwo muß etwas den Strahlengang beschneiden.
Man kann diese Inspektion mit einem Handspiegel machen. Das ist etwas bequemer.
(gerade sehe ich, daß Wolfgang diesen Gedanken auch schon hatte).
Herzliche Grüße
Klaus
AnalogfotoRostock
Hallo Klaus,
vielen Dank für die Rückmeldung! Kann es sein, dass ich die falsche Glühbirne eingeschraubt habe? Ich habe die Lampe in den achtzigern mal ausgetauscht. In dem Link, den Wolfgang gesandt hat, heißt es, dass bei Vergrößerern mit Diffusorkopf 12 V Halogenlampen verwendet werden sollen.
Beste Grüße,
Malte
Wolfgg
Hallo Malte,
vielleicht sitzt die Lampe nicht in der richtigen Position und muss justiert werden.
Hier noch ein paar Links:
https://archive.org/details/opemus-iii-manual
http://www.jollinger.com/photo/enlargers/meopta.html
https://de.scribd.com/doc/240827142/Opemus-5-Manual
Gruß Wolfgang
KlausWehner
Hi Malte,
ja, die Lichtquelle hat eine zentrale Bedeutung.
Vorher muß aber noch eine Unklarheit geklärt werden:
hast Du einen Farbmischkopf oder eine Opalglühlampe in dem Gerät?
Die Informationen dazu sind etwas widersprüchlich.
Dafür sind unterschiedliche Leuchtmittel notwendig.
Dann können wir weiter auf Fehlersuche gehen.
Herzliche Grüße
Klaus
Wolf_XL
...evtl. könnte es auch der Filter selbst sein. Vielleicht ist der etwas aus der Halterung gerutscht und verursacht damit die Probleme...
AnalogfotoRostock
Hallo Klaus, ich habe einen Farbmischkopf, einen Meopta Meochrom 2, auf einem Vergößerer Meopta Opemus 2. Was für eine Lampe verbaut ist und ob etwas klemmt schaue ich am Wochende. Beste Grüße, Malte schrieb
Klaus WehnerHi Malte,
ja, die Lichtquelle hat eine zentrale Bedeutung.
Vorher muß aber noch eine Unklarheit geklärt werden:
hast Du einen Farbmischkopf oder eine Opalglühlampe in dem Gerät?
Die Informationen dazu sind etwas widersprüchlich.
Dafür sind unterschiedliche Leuchtmittel notwendig.
Dann können wir weiter auf Fehlersuche gehen.
Herzliche Grüße
Klaus
[hr]
Analogfoto Rostock schrieb
Opemus 5, Sorry! Opemus 2 wäre ja ein ganz altes Schätzchen aus den S echzigern!Hallo Klaus, ich habe einen Farbmischkopf, einen Meopta Meochrom 2, auf einem Vergößerer Meopta Opemus 2. Was für eine Lampe verbaut ist und ob etwas klemmt schaue ich am Wochende. Beste Grüße, Malte schrieb
Klaus WehnerHi Malte,
ja, die Lichtquelle hat eine zentrale Bedeutung.
Vorher muß aber noch eine Unklarheit geklärt werden:
hast Du einen Farbmischkopf oder eine Opalglühlampe in dem Gerät?
Die Informationen dazu sind etwas widersprüchlich.
Dafür sind unterschiedliche Leuchtmittel notwendig.
Dann können wir weiter auf Fehlersuche gehen.
Herzliche Grüße
Klaus
KlausWehner
Hi Malte,
danke für diese wichtige Information.
Wie sieht die Abschattung aus: eher rund (dann sind primär die Ecken betroffen) oder eher rechteckig (dann sind die Seiten gleichmäßig betroffen)?
Passt der Farbmischkopf tatsächlich zu dem Gerät?
Was für ein Vergrößerungsobjektiv ist es und ist es richtig eingeschraubt?
Herzliche Grüße
Klaus
AnalogfotoRostock
Ich habe das Gerät aufgeschraubt, alles ist an seiner Stelle, sitzt perfekt und ist gängig. Die Filter Werden durch eine Mechanik vor die Lampe geschoben, welche auch richtig sitzt. Gerät und kopf gehören zusammen, wie man auch in diesem Link sieht:
https://de.scribd.com/doc/240827142/Opemus-5-Manual
Das Objektiv ist ein Berophot 1:3,5 F-50 mm und sitzt richtig.
Das Bild ist in den Ecken heller, weil dort weniger Licht hinkommt, nicht an den Rändern. Ich glaube nicht mehr, dass ist etwas mit den Filtern zu tun hat; auch ohne Filter ist der Lichtkegel außen dunkler. vielleicht ist die Glühbirne falsch oder zu stark? es ist eine 100 W Osram HLX Halogenleuchte. Oder kann es sein, dass es einfach so ist die helleren Ränder die Grenzen dieser Technik aufzeigen? Vielleicht sollte ich mit größerer Blende vergrößern? fragen über Fragen, ich bin neugierig! Beste Grüße, Malte
Wolf_XL
...diese Gerät besaß ich in den Achtzigern auch... Soweit ich mich erinnern kann, wird das Licht in einer Ulbrichtkugel gemischt - ggf. ist die innen nicht mehr gleichmäßig beschichtet...
Die Farbregler des Farbmischkopfs sind auch mit Vorsicht zu genießen - man erhält z.B. wenn man den Regler von 0 auf 60 dreht eine andere Filterung als wenn man den gleichen Regler von 40 auf 60 dreht. Das hat mich damals beim Farbvergrößern fast in den Wahnsinn getrieben. Also für reproduzierbare Ergebnisse immer von der Nullstellung aus auf den Zielwert einstellen...
KlausWehner
Hallo Malte,
es ist wahrscheinlich, daß der Strahlengang hinter der Ulbrichtkugel (Mischbox) beschnitten wird.
Da gibt es eigentlich gar nicht so viele Möglichkeiten.
Du kannst folgendes Experiment machen (ich weiß aber nicht sicher ob es funktioniert):
1. Bildbühne entfernen
2. ein weißes Blatt Papier an Stelle der Bildbühne in das Vergrößerungsgerät einlegen.
3. Licht einschalten und den den hellen Lichtfleck auf dem Papier beobachten.
Der Lichtfleck muß mindestens einen Durchmesser von ca 45 mm haben. Ist er kleiner? Ist eine Abschattung zu erkennen?
Es könnte helfen auf dem Papier die Lage des Fensters für das Negativ (den Durchlass) zu kennzeichnen.
Sollte sich ein ausreichend großer (unbeschnittener) Lichtfleck beobachten lassen. so ist die Abschattung des Strahlenganges eher unterhalb der Bildbühne zu suchen.
Auf alle Fälle solltest Du auch von unten in Richtung Lichtquelle (mittels Spiegel) durch das Vergrößerungsgerät schauen.
Vielleicht sollte so zu erkennen sein was den Strahlengang beschneidet.
Herzliche Grüße
Klaus
AnalogfotoRostock
In der Anlage der Blick von unten (bzw. von der Seite) in den mit einem Papier belegten Negativrahmen mit und ohne Filter...
[hr]
...und hier das Ergebnis der nur in der Mitte vollständigen Beleuchtung des Vergrößerungsrahmen. Kann man die Anlagen sehen? wenn nicht: Das in den Negativen eingespannte Papier scheint mit und ohne Filter gleichmäßig ausgeleuchtet zu sein, der Vergrößerungsrahmen aber auch für ein 35 mm - Negativ nicht gleichmäßig, sondern in der Mitte stärker als am Rand.
KlausWehner
Hi Malte,
die Bilder kann ich leider nicht sehen.
Jetzt weiß ich nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe.
In der Ebene der Bildbühne ist der Lichtfleck ausreichen groß und ohne Abschattung?
Dann muß die Abschattung unterhalb der Bildbühne passieren.
Bitte schau einmal (mit einem Spiegel) von unten durch das Objektiv in Richtung Lichtquelle.
Vielleicht siehst Du die Ursache.
Herzliche Grüße
Klaus
AnalogfotoRostock
Hallo Klaus,
ist es denn möglich, an die Forumsbeiträge Dateien anzuhängen? Die Seite hat eine Funktion dafür, aber die Anhänge werden nicht übernommen....
Von unten (bzw. von der Seite, man kann das Gerät schwenken) habe ich in Richtung Bildbühne geschaut, dort ist kein Hindernis - es ist ja auch nur der Faltenbalg zwischen dem Negativrahmen und dem Objektiv. Das Papier in der Bildbühne ist schon in der Mitte etwas heller als am Rand. Ich habe den Eindruck, dass die Lampe zu grell leuchtet oder das irgendwo ein Diffusor fehl, kann das sein?
Beste Grüße, Malte
Wolf_XL
...mal 'ne blöde Frage - befindet sich denn überhaupt der Kondensor im Gerät?
So sieht das Teil aus - es befindet sich praktisch zwischen Lampengehäuse/Farbmischkopf und Bildbühne...
https://a.allegroimg.com/s1024/0ca431/fc8b355449d394d93c6993ad346d
KlausWehner
Hi Malte,
durch den Blick aus der Richtung des Objektivs in Richtung Lichtquelle sollte die Ursache der Randabschattung zu erkennen sei.
Wenn Du den Vergrößerungskopf um 90° drehen kannst, hast Du optimale Bedingungen dafür.
Dafür kannst Du auch das Objektiv entfernen.
Bewege Deinen Kopf etwas zur Seite hin und her, so daß Du aus unterschiedlichen Winkeln auf die Lichtquelle sehen kannst.
Eigentlich sollte sie wie eine gleichmäßig leuchtende Fläche erscheinen.
In Deinem Fall wird wird die Leuchtstärke zum Rand hin abnehmen. Das kann man sehen.
Die Abschattung ist am Rand, deshalb wird sie sichtbar, wenn Du nicht zentral sondern unter einem Winkel (ca 45°) in das Gerät siehst.
Du mußt an Deinem Gerät selbst herausfinden warum das der Fall ist.
Dann kannst Du auch sehen, ob eine Streuscheibe Abhilfe schaffen kann.
Ob so eine Scheibe vorgesehen ist, kannst Du sicherlich aus den Unterlagen des Herstellers recherchieren.
Ich sehe für eine Streuscheibe erst einmal keinen Grund, aber ich kenne das Gerät auch nicht.
Noch zwei grundsätzliche Überlegungen: bei der Qualität Deines Objektives gibt es sicherlich noch etwas Luft nach oben.
Wenn Du mit harten Gradationen (Magentafilter) vergrößern mußt, so ist Deine Negativ-Entwicklung vielleicht noch nicht ganz passend.
Gute Ergebnisse kann man erwarten, wenn alles funktioniert und passend ist. Sonst ist es auf Dauer frustrierend.
Herzliche Grüße
Klaus