Clawe007
Hallo,
ich habe eine größere Menge an Farbpapieren bekommen. Kann ich meine s/w Negative auch auf dem Farbpapier belichten oder büßt man sehr an Qualität ein?
Vielen Dank für Antworten!
Magirus
Hallo
Was soll dagegen sprechen
Der Ilford XP2 ist ja auch "nur" ein SW
Die Orangemaske ist nicht da und muss nicht ausgefiltert werden
Ich habe bisher keinen Grund für diese Richtung
Farbfilm auf SW-Papier habe ich schon öfter geprintet
Gruß Bernd
Wolf_XL
... auweia - euch ist der Unterschied zwischen RA-4 und s/w geläufig?!?
Magirus
RA4 ist die Entwicklung für Farbpapier
Die Frage war so wie ich sie verstanden habe,
ob man SW-Negative auf Farbpapier belichten kann.
Die Frage wie die Entwicklung erfolgen soll, hoffe ich war nicht gemeint.
Grüße Bernd
Rolf-Werner
Naja - kann mich erinnern, dass ich früher mal sowas gemacht hab. Das Ergebnis war immer, dass die Bilder unheimlich flau waren, also musste man schon Härte 4 oder gar 5 nehmen, damit das Motiv einigermaßen "knackig" rüberkam wie von einem SW-Negativ.
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So, und jetzt hab ich es nochmal gelesen und stelle fest, dass ich genau falsch herum gedacht hab :)
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Natürlich kann man SW-Negative auf Farbpapier abziehen, aber ob man das RA4-Papier in SW-Entwickler entwickeln kann, weiß ich nicht, hab ich nie probiert. Wenn du es durch einen RA4-Prozess ziehst, kannst du sicher interessante Farbeffekte einbauen.
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Ein Problem dürfte sein, dass du es bei Dunkelheit bzw. in einer Trommel entwickeln musst, weil es ja für alle Farben empfindlich ist. Und dann gibt es ja bei Farbpapier den Bleichgang. Ob man den improvisieren kann oder dafür die Originalchemie braucht, und was passiert, wenn man es nicht macht, weiß ich nicht. Probier es doch einfach mal aus, würde mich schon interessieren...
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Rolf
Wolf_XL
... um es kurz zu machen:
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- RA-4-Papier will in RA4-Chemie entwickelt werden.
- RA-4-Chemie ist teurer als sw-Chemie und ranzt obendrein schneller ab
- RA-4-Papier reagiert äußerst empfindlich auf Prozessschwankungen - Zeit und Temperatur wollen exakt eingehalten werden
- verschiedene Gradationen gibt es beim RA-4-Papier nicht
... also:
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Rein theoretisch könnte man schon sw-Negative auf Farbpapier belichten und damit sogar einigermaße vernünftige Ergebnisse erzielen - nur der Aufwand und die sonstigen Nachteile wären viel zu groß...
Tandemfahren
... um es kurz zu machen:
?
- RA-4-Papier will in RA4-Chemie entwickelt werden.
Wieso das denn? Warum nicht einfach in N113 werfen? Was spricht prinzipiell dagegen?
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Keine Ahnung, ob das Ergebnis was taugt, aber prinzipiell sollte es funktionieren.
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SW-Negativ auf RA-4 IN Ra-4 Prozess wird erfahrungsgemäß eher "Wunst". [size=0](Kunst kommt von Können, Wunst kommt von Wollen)[/size]
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Frank
Wolf_XL
...zum einen hat das Silber beim Farbprozess eine andere Aufgabe - es wird ja auch deswegen im RA-4-Prozess mit dem Bleichbad entfernt - und zum anderen dürften die im Papier enthaltenen Farbstoffe zu unvorhergesehen Ergebnissen führen. Es ist daher wohl auszuschließen, dass man auf diese Weise zu vernünftigen Ergebnissen kommt.
Tandemfahren
Wolf, das denke ich schon auch - aber wirklich wahr ist es erst, wenn's ausprobiert ist. Wenn das Zeuch eh rumliegt, ist beim Versuch ja nix verloren. "Crossen" mit Papier, wie geil...
Die Gradation ist wohl nicht steuerbar, das dürfte schonmal das Grundübel sein, weshalb das Scheitern mehr oder weniger programmiert ist.
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Aber nur der Versuch macht wirklich kluch, und wer weiß, vielleicht lässt sich ja was unerhört hübsches draus zaubern, tonen, lithen, alohomora, und schwupps - fünf Punkte für Gryffindor!
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Frank
Wolf_XL
...ja, natürlich - werd' ich vielleicht sogar mal machen... Ich frag' mich allerdings nur, warum das der Fragesteller nicht schon selbst gemacht hat. So wie ich es gelesen habe, hat er das Papier ja schon - da sollte er schon selbst den Betatester machen...
MirkoBoeddecker
die im Papier enthaltenen Farbstoffe zu unvorhergesehen Ergebnissen führen
Die Farbstoffe sind in der Entwicklungschemie (RA-4). Im Papier sind die Kuppler. Das Papier hat aber eine Maske von der ich nicht weiss ob sie im Fixierer entfernt wird.
Farbfilm kann man in S/W Entwickler entwickeln. Im Film ist aber immer mehr Silber als man ausentwickelt. Beim Papier ist immer gerade so viel drin, dass man bei völliger Ausentwicklung auf einen vernünftigen Dmax kommt. Das muss beim Farbpapier in S/W Chemie nicht der Fall sein, da wahrscheinlich wenig Silber ausreicht um genügend Kuppleroberfläche zu haben um dann ausreichend Farbstoffe anzukuppeln, die dann den Dmax bringen. Es kann also sein, dass man kein vernünftiges Schwarz bekommt.
Außerdem taugt das ganze Verfahren nur für gut gedeckte und kontrastreiche Negative mangels Gradationssteuerung.
Dennoch wäre ich mal auf die Ergebnisse gespannt :-)
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Mirko
mattes
Ich scanne viele meiner SW Negative und Dias. Diese lasse sie dann via Online Upload vom ganz großen Großlabor zu Bildern machen. Gerade bei SW Dias ist das meiner Meinung nach der einzige gangbare Weg zu vernünftigen Abzügen. Die handwerklich hergestellten Bilder Negativ-Vergrößerer-Fotopapier Bilder sind etwas kontrastreicher, dass sie besser sind würde ich nicht unbedingt sagen. Besonders wenn ich mehrere Bilder von einem Negativ benötige und keine Digicam zur Hand war mache das so.
„Ich würde sagen es kommt auf einen Versuch an. Nur solltest Du bedenken dass die Belichter in den Großlaboren digital mit Laserbelichtung arbeiten. Versuchs halt einfach und vor berichte darüber, ich bin immer an etwas schrägeren Sachen interessiert.“
Guten Rutsch
Mattes