Rolf-Werner
Gerade beim Stöbern entdeckt: Nach allem, was ich hier in den letzten Wochen zum Thema gelesen habe, sind hier die Texte vertauscht:
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Orange-Filter:
Ersatzfilter für die Kaiser Dunkelkammerleuchte. Multigrade, für Gradationswandelpapiere und SW-Papiere mit Festgradation.
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Steht hier:
http://www.fotoimpex.de/shop/fotolabor/kaiser-dunkelkammerlampen-filter-orange-9x12-cm.html
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Rot-Filter:
Rot, für orthochromatische Filme und Papiere, Lith- und Linematerialien sowie SW-Papiere mit Festgradation. Ersatzrotfilter für die Kaiser Dunkelkammerleuchte.
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Steht hier:
http://www.fotoimpex.de/shop/fotolabor/kaiser-dunkelkammerlampen-filter-rot-9x12-cm.html
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Also, was denn nun? :)? Ich denke, es muss Rot sein für Gradationswandelpapiere (besonders Foma) und orange für Festgradation?
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Und weil wir gerade beim Thema sind, welche Erfahrungen habt ihr mit der Duka-Lampe Rot gemacht?
http://www.fotoimpex.de/shop/fotolabor/dunkelkammerlampe-rot-ap.html
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Danke für die Aufklärung!
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Rolf
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bernhardmangelsgmxde
rot für so ziemlich alle gradationsvariablenPapiere, und eigentlich auch für Festgradation. Orange für die meisten gradationswandelbare Papiere, mit Ausnahme (der meisten) Foma Variant Papiere.
ThomasPauly
ORANGE
- Gradationswandlerpapiere Adox, Ilford
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ROT
- Gradationswandlerpapiere Foma
- orthochromatische Materialien
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Für Festgradation geht ebenfalls rot; noch besser ist aber grün, weil das Auge in im Grün sein Empfindlichkeitsmaximum hat und die Dukabeleuchtung dadurch am hellsten wahrgenommen wird.
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Grüße
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tepe
AchimBauer
Nabend miteinander,
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Vor ca 38 Jahren ging mein Vater plötzlich auf die Bühne und holte seinen vor langer Zeit selbst gebauten Vergrößerer und setzte diesen in Gang. Woher das Fotopapier kam, weiß ich nicht, genauso wenig woher die Chemie kam, aber es könnten durchaus Lagebestände gewesen sein. Die Duka-Beleuchtung war eine rot lackierte Glühbirne und die tat es.
Nach dem ich Blut geleckt hatte, wurde aufgerüstet und auf Ilford Multigrade aufgerüstet (das einzige Multigrade zu der Zeit), denn als Schüler war es mir zu teuer, von jeder Gradation Papier vorrätig zu halten. Und zu Multigrade musste ich die Ilford SL 1 haben, orange und sau hell!
Nach dem Wiedereinstieg montierte ich noch zwei Kindermann in mein Labor, weil ich sie hatte, ohne zu wissen woher, und einen Haufen unterschiedliche Filter, aber heute wie damals arbeite ich mit der SL1 und die hat viel erlebt: Agfa, Ilford, Tura, Labaphot, Tetenal, Tetenal Fotografickit, Orwo, Mimosa, Lenoar, Adox Easy Print, Adox MCC und Foma.
Ok, ich habe sie zur Wand gedreht, weil sie so hell ist und ich nach dem Wiedereinstieg mir unbekanntes Material verwendete, aber im alten Labor hat sie direkt gestrahlt und das war ne Besenkammer, aber ich hatte nie Probleme.
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Gruß Achim
Rolf-Werner
Jau, jetzt bin ich echt ein bisschen geplättet! Was ich bisher - auch in anderen Foren - gehört hatte, war: Rot, Rot, Rot. Und am besten noch mit der CD checken und Belichtungstest machen. LEDs sollen gut sein, rote natürlich... :)
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Von allen anderen Farben wird mehr oder weniger abgeraten oder zumindest sanft gewarnt.
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Und jetzt höre ich hier, dass orange auch gut sein soll, zumindest für alles außer Foma (so ungefähr). Jedenfalls passen eure Beobachtungen besser auf die Beschreibungen als meine "Kenntnisse". Ich meine, ich hab ja nix gegen rot, ich war nur erstaunt über die Beschreibungen im Shop, aber laut euren Aussagen scheint das ja hinzukommen.
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Das Thema ist für mich wichtig, weil ich dabei bin, mir eine neue Duka einzurichten, und meine alten grün-braunen Filter taugen ja nur für Festgradation.
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Können wir also festhalten: Rot für alles, Orange für fast alles?
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Aber warum überhaupt der Unterschied?
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Rolf
TiMo
Ich verwende Orange für MCP. Kein Problem.
Die verlinkte AP Lampe ist ein recht helles rot. Fomabrom verschleierte sie mir. MCC und Variotone sind kein Problem.
Für Fomabrom verwende ich diese
http://www.fotoimpex.de/shop/fotolabor/kaiser-dunkelkammerlampen-filter-rot-9x12-cm.html
…
Das wird aber so dunkel, dass es fast keinen Unterschied mehr macht gleich ohne Lampe zu arbeiten. Wenn jemand eine Empfehlung hat, wäre ich sehr dankbar.
Rolf-Werner
Sind das nicht 3 Stück in unterschiedlichen Helligkeiten? So sieht es jedenfalls auf dem Foto aus.
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LED-Fahrradrücklampen sollen gut sein, wenn sie möglichst monochrome LEDs benutzen. Man soll das mit einer CD prüfen können (Spektraltest).
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Rolf
wosis123
Ich benutze eine LED-Strahlerlampe mit GU10 Sockel in einer einfachen Strahlerfassung. Die Lampe habe ich von Conrad, macht richtig hell und schleiert mein Rollei-Papier (MCC 311, made by Foma) kein bischen.
Olivinyl
Hallo zusammen,
ich benutze eine LED Leuchte E14 von Osram in rot mit 0,67 Watt. Sehr rot und auch indirekt sehr hell.
Bei Foma und Adox Papier kein Problem.
Erst wenn vorbelichtetes Papier in direkter Nähe der Lampe ist (ca. 30cm entfernt), dann beginnt es ab ca. 90 Sekunden zu verschleiern. Die Lampe ist ca. 2,5 meter vom Vergrößerer aufgestellt und leuchtet unter die Decke.
LG Oliver
StraDi
Hi folks,
die Diskussion über die Licht"farbe" für die Dunkelkammerbeleuchtung ist mäßig. Jedem ordentlichen Papier stellt der Hersteller in den technischen Datenblättern die relative, spektrale Empfindlichkeit zur Verfügung. Bei einem Blick in diese erübrigt sich somit eine Diskussion. Man wird schnell feststellen, dass nahezu ALLE Papiere auf dem aktuellen Markt (einschließlich der Foma Variant Papiere) bei einer subjektiv "orange-roten" Beleuchtung ab etwa 580 nm verarbeitet werden können. Dies entspricht ziemlich exakt den Hauptlinien der Natriumdampflampen (um 590 nm), wie sie seinerzeit von Osram, Durst und anderen angeboten wurden. Ideal sind auch LEDs, vorausgesetzt man hat die entsprechenden Datenblätter zur Hand und kann so die exakte Wellenlänge ermitteln (nicht alle LEDs leuchten so schmalbandig).
Gleiches gilt auch für die Foma Variant Papiere. Oft wird kolportiert, dass aufgrund der höheren Empfindlichkeit der Papiere nur rotes Licht verwendet werden darf. Allerdings wird hier relative Lichtempfindlichkeit mit relativer Spektralempfindlichkeit verwechselt. Somit können insbesondere auch diese Papiere ab etwa 580 nm verarbeitet werden.
Eigene Erfahrungen bestätigen dies. Ich verwende ausschließlich eine Duka 50 von Osram. Der Schleiertest zeigt bei Blendeneinstellung "30" an der Duka 50 und indirekter Beleuchtung einer weißen Wand aus ca. 3/4 Meter Entfernung und Abstand der Lichtquelle/weißen Wand zum Nassearbeitsplatz von ca. 2 Metern auch nach 4 Minuten keine Verschleierung. Es versteht sich von selbst, dass eine Dunkelkammerbeleuchtung auch nichts in der Nähe eines Vergrößers zu suchen hat, so dass sich die Lichteinwirkung im höchsten Falle auf die Nasseverarbeitungszeit beschränkt.
Demgegenüber zeigten eine Ilford SL1 und eine ähnliche Kaiser Dunkelkammerbeleuchtung mit wechselbaren Scheiben aus Kunststoff bei gleicher Positionierung schon nach etwa 1 1/2 Minuten eine leichte Verschleierung. Es handelt sich eben nur um gefärbte Kunststoffscheiben, die niemals so schmalbandig sein können. Dies leuchtet aber auch bei Betrachtung der von Ilford für die SL1 empfohlenen Scheibe Typ 902 für Multigrade-Papiere ein. Hier endet die spektrale Absorption der Scheibe bereits bei 560 nm. Die angegeben Absorptionsspektren in den "Datenblättern" sind zudem höchst ungenau.
Die früheren, einfachen, roten Glühbirnen funktionierten deshalb oft gut, weil Glühbirnen zum Einen ihr Maximum im roten Wellenlängenbereich (bis hinein in den IR-Bereich) haben, die Lichthelligkeit geringer und das Fotopapier weniger empfindlich war. Es gab auch extra Lacke für Glühbirnen. Hier musste man peinlichst genau drauf achten, keine Stelle auszulassen.
Niederdruck NA-Dampflampen sind jedoch die sicherste und auch hellste Lichtquelle mit längster möglicher Verarbeitungsdauer. Diese wurden und werden immer noch von vielen Fine Art Printern empfohlen. Entsprechende Lampen sind bei seriösen Händlern auch im mittleren zweistelligen Eurobereich neu zu bekommen und halten bei sachgemäßer Behandlung viele Jahre.
Alternativ sind auch LEDs mit schmalbandigem Spektrum (Datenblatt!) sehr gut geeignet.
cu ...
Dirk
Rolf-Werner
Womit das dann wohl geklärt wäre :)
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Danke, dass du so kompetent Licht ins Dunkel gebracht hast. So eine NA-Dampflampe hatten wir Anfang der 80er in dem Schullabor, wo ich mein Abi gemacht hab. Uns war das Ding nicht recht geheuer, weil es unheimlich hell war aber keine Verschleierung zu bewirken schien. Die Lampe strahlte gegen die weiße Decke im Nebenraum, wo gewässert wurde, und in dem Raum mit den Vergrößern nebenan war noch alles klar zu erkennen. Sie brummte laut vor sich hin. Verschleierungen ergaben sich dann später bei bestimmten Papiersorten und weil einige Leute unvorsichtig wurden und das Papier zu lange im Licht der Lampe ließen. Aber ansonsten: toll!
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Für den kleinen Raum, den ich jetzt plane, wäre die riesige Lampe wohl zu groß. Daher werde ich mal nach LEDs schauen, die kann man auch gezielter verteilen. Werde mal im örtlichen Elektronikladen nach den Datenblättern fragen. Aber das sollten ja wohl rote sein, oder?
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Rolf
StraDi
Hallo Rolf,
keine Tat. :-) Es sollten rote LEDs sein, das ist korrekt. Idealerweise dimmbar, also in der Helligkeit regelbar. Aber auch hier ist eine indirekte Beleuchtung von Vorteil.
cu ...
Dirk
TiMo
Sind das nicht 3 Stück in unterschiedlichen Helligkeiten? So sieht es jedenfalls auf dem Foto aus.
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Nein, das ist nur eine Scheibe; die ganz links im Bild. Wenn du die aber vor eine 15W Birne klemmst, ist es nahezu stockdunkel im Raum.
Rolf-Werner
Na, das ist dann ja auch nicht wirklich der Sinn der Sache. Ich hab zwei alte Rowi-Lampen mit grün-braun Filtern, die waren nie sehr hell, es hat aber gereicht. Müsste die ausmessen, ob da diese Filter reingehen. Andererseits kann man ja auch mit der Zeit gehen und LEDs nehmen.
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Warum zeigen die 3 Filter, wenn nur 1 drin ist?
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Rolf
Renate
Die anderen Filter kann man bei Bedarf dazu kaufen. Ich z.B. habe alle drei bei mir.
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Viele Grüße
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Renate
wosis123
Ich habe eine Duka 10, aber bei meinem Papier (Foma) schleiert die ohne Rotfilter bei 3 min direkter Beleuchtung des Papiers aus ca 1,5m bei voller Lichtstärke.
Die rote LED-Leuchte von Conrad (die LEDs sind noch nicht einmal rot gefärbt, gegen die weiße Decke in ca. 40 cm Entfernung gerichtet) schleiert da gar nicht. Außerdem ist die LED gefühlt deutlich heller als die Duka. Außerdem braucht die LED nicht gefühlt 1 min. bis sie voll "da" ist.
Selbstverständlich mache ich beide Leuchten aus, wenn ich messe (Trialux) und belichte, da ist die Anlaufzeit bei der Duka besonders lästig.
Rolf-Werner
Das klingt, als hättest du eine Energiesparlampe reingedreht statt einer Glühlampe. Energiesparlampen haben starke blau-violette Spektralanteile, die man mit so einer Filterscheibe wohl nicht so gut rausgefiltert kriegt. Glühlampen haben eher einen Peak bei orange-rot und kaum blaue Lichtanteile.
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Jetzt kommt mir die Idee, wenn es rote LED-Lampen mit E14 gibt, die einfach zu nehmen und nur eine weiße Streuscheibe einzusetzen. Dann könnte man die alten Leuchten auf moderne Art weiterverwenden :-)
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Rolf
wosis123
Du weißt schon, dass die Dukas Natriumdampflampen mit Spezialsockel haben?
StraDi
Ich habe eine Duka 10, aber bei meinem Papier (Foma) schleiert die ohne Rotfilter bei 3 min direkter Beleuchtung des Papiers aus ca 1,5m bei voller Lichtstärke.
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Das ist nicht verwunderlich. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man für die Verarbeitung von s/w Variokontrastpapieren den roten Filter aufsetzen soll. Dies ist bei der Duka 10 insofern wichtig, da die NA-Niederdrucklampe über keinen eigenen Schmalbandfilter verfügt. Bei der Duka 50 sind andere NA-Lampen verbaut, bei denen ein Filter direkt auf den Lampenkolben aufgebracht ist. Zwar ist das Licht als monochromatisch (bei 589 nm und 589,6 nm) zu betrachten, dennoch gibt es u.U. - je nach Bauart und Alter der NA-Dampflampe) - ein weiteres (sehr schwaches, aber für empfindliche Papiere "sichtbares") Nebenmaximum bei rund 500 nm. Dies ist bei der Duka 50 ausgeschlossen, bei der Duka 10 wird dadurch unbedingt das rote Filter benötigt. Hier verschleiert, wie in meinem vorherigen Posting bereits erläutert, auch bei Foma Papieren nichts.
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Unabhängig davon sollte es auch schon helfen, indirekt zu beleuchten und/oder die Blende ein Stück zu schließen.?
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Meine Duka 50 ist schon seit Jahren im Einsatz mit der ersten Birne. Sie leuchtet bei voll aufgedrehter Blende einen rund 12 qm großen Raum so gut aus, dass man in jeder Ecke sehr gut visuell arbeiten und sogar lesen kann.
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Angesichts der immer preiswerter werdenden LEDs sind diese Lampen zwar immer noch ideal, können aber locker ersetzt werden. Dennoch ist ein Blick in die Datenblätter der LEDs sinnvoll und nötig. Nicht alle LEDs senden so schmalbandiges Licht aus. Hier sollte zur Sicherheit noch ein rotes Filter vorgesetzt werden. Der wohl größte Vorteil der LEDs ist der geringe Stromverbrauch und die Tatsache, dass keine Abwärme produziert wird.
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Solange meine Duka 50 noch funktionieren, seh ich jedoch keine Notwendigkeit des Wechsels.
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cu ...
Dirk
Rolf-Werner
Du weißt schon, dass die Dukas Natriumdampflampen mit Spezialsockel haben?
Ach - alles klar, da hab ich nicht geschaltet... ;)