sibelius
Hallo zusammen!
Mein erster Beitrag hier....ich bin 51, entwickle und vergrößere seit meinem 10. LJ, allerdings so sporadisch, dass ich mich nicht als Experten bezeichnen kann.
Derzeit mit Agfa Varioskop mit Splitgradeaufsatz von Kienzle, Schalenentwicklung, rein sw.
Meine Frage an Euch:
Mein Labor soll heller werden, bisher habe ich drei der bekannten Rotlichtlampen mit der Kühlschrankbirne drin, ich glaube 15 Watt.
Ich habe eine der alten Leuchten mit der Na-Dampflampe im Auge. Betreffs der Eignung für Ilford MG ohne den dazugehörigen Rotfilter, der ja wohl kaum zu kriegen ist und auch nach meiner Logik und Aussage anderer Nutzer das ganze nur stockfinster macht - wie soll nahezu monochromatisches Licht von 589 nm durch ein Rotfilter helles Rot ergeben? - liest man sehr unterschiedliches, wenn überhaupt etwas zu finden ist.
Hat jemand eigene Erfahrungen betreffs Eignung, Schleiersicherheit, Mindestabstand, Einstellung der Blende?
Herzlichen Dank im voraus und herzlichen Gruß
Peter
Wolf_XL
...ja, habe ich. Also ohne Rotfilter ist die Leuchte für sw-Papiere kaum zu gebrauchen - oder man muss sie soweit runterdimmen, dass man keine Freude mehr damit hat. Und mit Rotfilter ist sie auch nicht viel heller als eine herkömmliche Leuchte. Ich benutze stattdessen rote LED-Leuchtmittel, wie z.B. die Osram LED Star Deco Classic oder Decospot. Die könntest Du sogar in deine vorhandenen Leuchten ohne den Filter einbauen. Die Dinger sind ewig haltbar, sparsam (1W) und machen wirklich hell.
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sputnik
Wenn Du eh nur ILFORD verarbeitest, hole Dir ne Ilford SL1. Das Ding ist einfach unglaublich hell!
Absolut kein Vergleich zu den Lampen anderer Hersteller oder roten LEDs. Und das, obwohl da auch nur eine 15W Kühlschrankbirne drin ist.
Dafür verschleiert sie aber auch sämtliche(!) Papiere, auf denen nicht ILFORD MG steht.
Ich bin jedenfalls immer wieder baff und förmlich geblendet, wenn ich zwischendurch mal was auf ILFORD mache und dabei die orange SL1 einschalte.
jochen53
Hallo,
ich habe die oben erwähnte Natrium-Spektrallampe Duka 10 und verwende sie ohne Rotfilter ungedimmt (ist übrigens eine mechanische Blende, kein elektronischer Dimmer) mit Ilford MG IV PE Papier. Abstand zu den Schalen etwa 2 m, zum Vergrößerer etwa 4-5 m. Die Lampe strahlt nicht direkt auf die Schalen sondern indirekt in den Raum. Zusätzlich habe ich eine AP Lampe mit oranger Plastik-Glocke in der Nähe des Vergrößerers in etwa 1,5 m Abstand. Ich habe bisher keine negativen Auswirkungen festgestellt.
Von OSRAM habe ich mir das Emissionsspektrum der Spektrallampe besorgt. Die Intensitäten der Linien, die nicht zum Natrium gehören (orangegelbe Doppellinie bei ca 589,2 nm), sind extrem schwach. Was eine rote Plastikfilterscheibe bei einem praktisch monochromatischen Licht außer der Reduzierung der Transparenz für einen Sinn haben soll, hat sich mir noch nie erschlossen. Wenn Du so ein Ding billig kriegen kannst (so um 20 - max. 50 €), dann nimm es, eine Ersatzlampe kostet fast 200 € und lohnt sich nicht! Die Lebensdauer der Lampe wird durch häufiges Ein- und Ausschalten stark reduziert. Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen.
StraDi
Hallo,
die Osram Duka 10 wird sehr häufig noch gebraucht angeboten. Sie ist dennoch der Vorgänger zur Duka 50, die ich eher empfehlen würde. Die Duka 10 hat noch eine alte NA10 Natriumdampflampe und einen zusätzlichen, dichroitischen Filter zur Absorption des Blauanteils im Licht. Sie benötigt bei 15 Volt rund 15 Watt Leistung.
Die Osram/Kaiser Duka 50 war der Nachfolger mit "moderner" Natriumdampflampe NA10FL, welche bereits einen Absorptionsfilter für den Blauanteil aufgedampft hat. Zudem benötigt sie nur 10 Watt Leistung bei 16 Volt Spannung. Beide Lampen haben zwar mechanisch gesehen den gleichen Sockel, sind aber nicht untereinander austauschbar!
Die Duka-Lampen sind mit zwei Filtern ausgestattet. Die weiße Scheibe ist für die Verarbeitung von RA-4 Papieren und einigen älteren s/w-Festgradationspapieren geeignet. Diese kann man gegen eine rote Scheibe austauschen. Damit wird die Verarbeitung von modernen s/w-Gradationswandelpapieren möglich. Hier wird nochmal die Helligkeit reduziert. Dennoch ist die Duka 50 heller als die ältere Duka 10, und aufgrund der Wellenlängen des Lichtes der Natriumdampflampe mit einem Maximum bei 589 nm wird das Licht vom menschlichen Auge ohnehin als recht hell empfunden.
Die Lampen haben eine vom Hersteller angegebene Lebensdauer von rund 1000 Stunden. Die Lebensdauer wird aber noch von anderen Faktoren, wie Ein-/Ausschaltzyklen, etc. beeinträchtigt. Die Lampen sind teilweise aus Restbeständen günstiger zu bekommen ... ich habe jüngst zwei nagelneue und originalverpackte NA10FL für je rund 50,- € von einem Händler bekommen. Hier muss man nur etwas suchen und die Augen offen halten, so mancher Bauernfänger versucht ohnehin mit raren Dingen sein Geld zu machen ... dies gilt auch für die 200?-NA10/FL-Lampen bei eBay!
Ich besitze seit vielen Jahren die Dukas von Osram und m. E. sind es die besten Dunkelkammerlampen, die man bekommen kann. Ich habe noch nie Probleme mit Verschleierung gehabt, egal welches Papier ich eingesetzt habe (Ilford Multigrade, Adox MCP und MCC, Adox Variotone Premium, uvm.). Schaut man sich die spektralen Sensibilisierungskurven der Papiere an, so wird man feststellen, dass das Licht der Natriumdampflampe der Dukas exakt in der "Lücke" des unsensibilisierten Bereiches dieser Papiere liegt. Dies gibt eine deutlich höhere Sicherheit, als die Verwendung von Glühbirnen mit vorgeklemmten Filtern. Hier habe ich schon oft gesehen, dass Streulicht auftritt oder aufgrund der fehlenden Möglichkeit der Helligkeitsregelung einfacher Lampen es zu Verschleierungen kam. Zudem haben die oft einfachen, gefärbten Plastikfilterscheiben keinen so engen Durchlass der Spektrallinien, wie eine Natriumdampflampe.
Im eigenen Vergleich mit einer einfachen Kaiser Duka, wie sie heute noch angeboten wird (mit Plastikfilterscheibe), zeigt sich bei der Osram Duka auch bei längerem Aussetzen des Papiers keinerlei Beeinträchtigung - selbst bei maximaler Helligkeit.
Mein Tipp: egal, ob eine Duka 10 oder 50 (ich persönlich würde aber eher zu letzterer tendieren), würde ich auf folgende Dinge achten:
- ist die Duka stark gebraucht?
- sind beide Filterscheiben, weiß und rot, dabei?
- bekomme ich ggf. noch eine Ersatzlampe dazu?
Weniger stark gebrauchte Lampen aus Hobbyauflösungen haben oft noch brauchbare Lampen. Zudem ist meistens nur die weiße Filterscheibe dabei, dennoch wurden die Dukas immer mit beiden ausgeliefert. Oftmals haben viele Hobbylaboranten die rote Scheibe oft weggeworfen oder verlegt, weil sie auch mit der weißen s/w-Papiere verarbeitet haben (was auch bei geringer Helligkeitseinstellung gut funktioniert). Manchmal bekommt man auch eine Ersatzlampe mit dazu ... das ist natürlich ideal.
Ansonsten halten die NA10/FL länger, als man denkt. Ich habe eine alte Duka 50 mit der ersten NA10FL Birne aus einer Fachlaborauflösung geschenkt bekommen. Die war jahrelang fast täglich über Stunden im Einsatz und funktioniert immer noch einwandfrei. Lediglich die Helligkeit der Birne lässt im Laufe der Zeit etwas nach. Als Hinweis: wenn eine Duka mal nicht "anspringen" will, liegt's am Starter (wie bei Leuchtstoffröhren). Dieses Bauteil lässt sich leicht und preiswert austauschen. Und wie mein Vorredner schon bemerkte: nicht im warmen Zustand aus- und wieder einschalten! Das mögen die Birnen nicht so gern und danken es dann mit verkürzter Lebensdauer.
Meine Empfehlung: zugreifen!
cu ...
Dirk
sputnik
Zitat Jochen53: "... eine Ersatzlampe kostet fast 200 € und lohnt sich nicht! Die Lebensdauer der Lampe wird durch häufiges Ein- und Ausschalten stark reduziert. Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen."
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Genau deshalb ist so eine Natriumdampflampe für den Heiland Spligrade auch völliger Blödsinn.
Ich sagte ja bereits: SL1 und gut. Günstig. Wahnsinnig hell.
StraDi
Zitat Jochen53: "... eine Ersatzlampe kostet fast 200 € und lohnt sich nicht! Die Lebensdauer der Lampe wird durch häufiges Ein- und Ausschalten stark reduziert. Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen."
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Es wird nicht wahrer, wenn man es immer wieder kolportiert!
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Zum Preis:
http://www.ebay.de/itm/Natriumlampe-NEU-NEW-Sodium-lamp-Na-10-FL-83977-OSRAM-DUKA-10-DUKA-50-KAISER-/111098961326
oder
http://www.ebay.de/itm/Natriumlampe-NEU-NEW-Sodium-lamp-Na-10-FL-83977-OSRAM-DUKA-10-DUKA-50-KAISER-/301220384385?pt=DE_Foto_Camcorder_Dunkelkammerbeleuchtung&hash=item4622224e81
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Sind immer mal wieder zu Preisen um 50 bis 70 Euro drin. Zudem halten die Natriumdampflampen bei sachgemäßem Gebrauch eine Ewigkeit.
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Zudem muss man bei der SL1 und ähnlichen Dukalampen unbedingt auf den Abstand achten. Eben weil sie sehr hell ist und "nur" eine vorgesetzte Filterscheibe, wird häufig von Verschleierungen berichtet. Diese sind bei ca. 1,5 Meter Abstand und direkter Beleuchtung gering (Ilford Multigrade) bis deutlich feststellbar (Adox, Foma). Bei indirekter Beleuchtung verschleiern die meisten Papiere auch nach längerer Zeit nicht mehr. Bei diesen Lampen muss man unbedingt auf den Abstand achten. Die Duka 10/50 lassen sich z.B. in der Helligkeit problemlos regeln und sind ebenfalls noch recht hell ohne zu verschleiern.
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Hier finden sich Informationen und Absorptionskurven der Ilford SL1. Am besten selbst vergleichen und testen.
http://www.ilfordphoto.com/Webfiles/2011427111757603.pdf
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cu ...
Dirk
sputnik
Ähm, wenn
"Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen."
durch ständige "Kolportage" nicht wahrer wird,
wie verhält es sich dann denn mit
Zitat: "Und wie mein Vorredner schon bemerkte: nicht im warmen Zustand aus- und wieder einschalten! Das mögen die Birnen nicht so gern und danken es dann mit verkürzter Lebensdauer."? :o
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Also in MEINEN Augen ist das schlicht ein und dasselbe.
Ein Splitgrade Controller schaltet die Duka-Lampe bei jedem Meßvorgang sowie bei jeder Haupt- sowie Nachbelichtung ein und wieder aus!
Und sich ein paar 50-70 Euro-"Schnäppchen" für den Fall der Fälle hinzulegen, ist ja nun auch nicht ohne.
Was kostet schnell nochmal ne Kühlschrankbirne? 1€? 1,50€?
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Und SELBSTVERSTÄNDLICH benutzt man eine sehr helle Lampe wie die SL1 indirekt.
Dass man das problemlos tun kann, ist ja gerade der große Vorteil.
Dann ist nämlich nicht nur eine eng begrenzte Fläche in der Duka spotbeleuchtet (mit entsprechendem Schattenwurf), sondern der gesamte Raum gleichmäßig hell, was ein extrem entspanntes Arbeiten ermöglicht.
Dass die SL1 für Nicht-ILFORD-Papiere im Grunde nicht wirklich zu gebrauchen ist, schrieb ich schon.
Im Eingangspost war jedoch eindeutig von ILFORD MG die Rede. ;)
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Für das S/W Labor so ein OSRAM Natriumdampf Teil zu empfehlen, finde ich praxisfremd.
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PS: Woran kann man eigentlich erkennen, ob so eine "neue" Lampe von privat auch wirklich unbenutzt ist und nicht im Warmzustand? schon 200x an- und ausgeschaltet wurde?
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sibelius
Hallo!
Zunächst mal Danke an alle.
Ich dachte natürlich, die Duka brennen zu lassen - Schaltung über Splitgrade wäre js Schwachsinn, geht auch gar nicht wegen der Einbrennzeit.
Ich hoffte, dass Splitgrade davon unbeeindruckt bleibt. Wenn nicht, dann natürlich gestorben.
Werde ich einfach mal probieren.
Danke nochmal
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Peter
sputnik
Klar kannst Du die Dukalampe nicht an den Controller, sondern gleich ans Netz stecken.
Das macht bei der Belichtung an sich keinen Unterschied, solange Du nicht an der Grenze zur Schleiersicherheit arbeitest (z.B. bei sehr langen Belichtungszeiten + sehr langen Entwicklungszeiten beim Lithen).
Beim Messen mit der Sonde könntest Du jedoch Schwierigkeiten bekommen, denn die dürfte nicht für den Einsatz bei Dukalicht konstruiert sein.
Warum die Leuchtenschaltung über das Splitgrade Schwachsinn sein soll, würde mich mal interessieren.
Ebenso, warum dies beim Nachbelichten (ich denke, das ist mit "Einbrennzeit" gemeint) nicht funktionieren soll.
Schließlich arbeitet jeder Splitgrade Controller seit jeher so und das finde ich auch ausgesprochen praxisgerecht und durchdacht.
StraDi
Ähm, wenn
"Besonders empfindlich ist sie gegenüber Aus- und Wiedereinschalten im warmen Zustand. Daher bei Pausen lieber brennen lassen."
durch ständige "Kolpotage" nicht wahrer wird,
wie verhält es sich dann denn mit
Zitat: "Und wie mein Vorredner schon bemerkte: nicht im warmen Zustand aus- und wieder einschalten! Das mögen die Birnen nicht so gern und danken es dann mit verkürzter Lebensdauer."? :o
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Also in MEINEN Augen ist das schlicht ein und dasselbe.
Ein Splitgrade Controller schaltet die Duka-Lampe bei jedem Meßvorgang sowie bei jeder Haupt- sowie Nachbelichtung ein und wieder aus!
Und sich ein paar 50-70 Euro-"Schnäppchen" für den Fall der Fälle hinzulegen, ist ja nun auch nicht ohne.
Was kostet schnell nochmal ne Kühlschrankbirne? 1€? 1,50€?
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Die Kolpotage bezog sich eher auf den für die Lampen genannten Preis. Zugegeben, etwas unglücklich formuliert, meinerseits, aber erkennbar an den geposteten Links.
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Dennoch ist auch die Argumentation bzgl. der Ein-/Ausschaltzyklen sachlich zu sehen und nicht als hysterisches Element der Darlegung der Praxisuntauglich einer solchen Lampe. Ich habe eine Duka 50 aus einer Laborauflösung, welche gut 10 Jahre ihren Dienst bei fast täglichem Einsatz geleistet hat ... und das mit der ersten NA10FL! Eine weitere ist seit gut 5 Jahren bei mir im Einsatz ... ebenfalls mit erster NA10FL.
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Dies mag bei Splitgrade anders aussehen, da hier die Notwendigkeit besteht, die Dukabeleuchtung während des Meßvorganges auszuschalten ... aber zu Heiland Splitgrade habe ich meine eigene Meinung. Bei entsprechender - indirekter - und geregelter Einstellung des Duka-Lichtes hat dieses auf den Meßprozess keinerlei Auswirkung. Eine Dukalampe hat üblicherweise auch nichts in der Nähe eines Vergrößers zu suchen.?
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Dass die SL1 für Nicht-ILFORD-Papiere im Grunde nicht wirklich zu gebrauchen ist, schrieb ich schon.
<p style="color:rgb(36,38,39);font-family:helvetica, arial, sans-serif;background-color:rgb(230,237,240);">Im Eingangspost war jedoch eindeutig von ILFORG MG die Rede.? ;)
<p style="color:rgb(36,38,39);font-family:helvetica, arial, sans-serif;background-color:rgb(230,237,240);">?
<p style="color:rgb(36,38,39);font-family:helvetica, arial, sans-serif;background-color:rgb(230,237,240);">Für das S/W Labor so ein OSRAM Natriumdampf Teil zu empfehlen, finde ich praxisfremd.
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Praxisfern finde ich jedenfalls den Umstand, eine Beleuchtung zu empfehlen, die auf das Papier eines Herstellers zugeschnitten ist. Sollte also der TO mal den Wunsch verspüren, Papier anderer Hersteller zu verwenden, was muß er dann tun??
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Beim Messen mit der Sonde könntest Du jedoch Schwierigkeiten bekommen, denn die dürfte nicht für den Einsatz bei Dukalicht konstruiert sein.
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Das ist so nicht korrekt. Ich verweise mal auf die älteren Wallner-Geräte mit "Zieleinrichtung" auf den Meßsonden. Durch die Platzierung der Photozelle ist der Einfluß von Streulicht und somit auch der Duka-Beleuchtung nicht gegeben. Wie das beim ach so tollen Splitgrade ist, mag ich nicht beurteilen.
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Wie aber oben schon erwähnt, hat eine Duka-Lampe in der Nähe eines Vergrößers nichts zu suchen. Und sollte das "Labor" so klein sein, daß das Dukalicht den Raum insgesamt erhellt, kann man das Licht weitestgehend dimmen - zumindest bei der Duka 10/50. Weder mit meinem alten Wallner LMC 100, noch mit einem neueren FEM Kunze (mit kleiner Meßsonde) habe ich bei eingeschalteter Duka 50 in 5 Metern Entfernung vom Vergrößerer keine Beeinträchtigung der Messungen.?
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cu ...
Dirk
HenningH
Hallo,
die Messsonden von Kindermann (altes analoges Teil), Bäuerle/Leitz, RHD (Analyser) und auch Wallner mit Zieleinrichtung (die angeblich nur das Licht, das senkrecht auf die Sonde trifft, misst) haben bei mir alle auf das Dunkelkammerlicht (in rot oder orange) reagiert. Auch, wenn die Lampe über dem Nassbereich angebracht war und die Messsonde in meinem Körperschatten lag.
Mag sein, dass man die Geräte so eintesten kann, dass das Umgebungslicht berücksichtigt wird, allerdings ist das mbMn ein Unsicherheitsfaktor, der einfach nicht sein muss...
Einen schönen Sonntag
Henning
sputnik
@ Dirk:
Klar wäre es praxisfern, eine SL1 prinzipiell zu empfehlen. Würde ich auch nicht tun.
Es ging explizit um die hier vorgebenen Randbedingungen.
Nämlich die Verwendung von ILFORD MG Papieren und Heiland Splitgrade Controller.
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Bei mir ist die SL1 auch nur bei ILFORD Papieren im Einsatz. Für alle anderen MG Papiere brennen rote LED-Lampen. Für FG gibts gelbgrün.
Aber selbstverständlich darf sich auch jeder, der will, eine Hans Dampf Lampe kaufen. ;)
StraDi
Hallo,
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die Messsonden von Kindermann (altes analoges Teil), Bäuerle/Leitz, RHD (Analyser) und auch Wallner mit Zieleinrichtung (die angeblich nur das Licht, das senkrecht auf die Sonde trifft, misst) haben bei mir alle auf das Dunkelkammerlicht (in rot oder orange) reagiert. Auch, wenn die Lampe über dem Nassbereich angebracht war und die Messsonde in meinem Körperschatten lag.
Mag sein, dass man die Geräte so eintesten kann, dass das Umgebungslicht berücksichtigt wird, allerdings ist das mbMn ein Unsicherheitsfaktor, der einfach nicht sein muss...
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Einen schönen Sonntag
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Henning
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So unterschiedlich sind die Erfahrungen. Es hängt aber sehr stark von der "Einrichtung" des Labors ab. Ist aber teilweise schon recht witzig, wie viel Geld für solche Dinge wie Splitgrade, Analyser, etc. ausgegeben, dann aber an solchen Dingen oft gespart wird. Dunkelkammerlicht hat nichts am und um den Vergrößerer zu suchen.
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Nämlich die Verwendung von ILFORD MG Papieren und Heiland Splitgrade Controller.
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Dann bleibt immer noch die Frage, wie man individuell das Problem löst, wenn man mal nicht Ilford Multigrade verwendet? Ich denke, so ein Hans Dampf Controller, wie der Splitgrade von Heiland, kann auch mit anderen Papieren arbeiten?
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Bei mir ist die SL1 auch nur bei ILFORD Papieren im Einsatz. Für alle anderen MG Papiere brennen rote LED-Lampen. Für FG gibts gelbgrün.
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Und das soll dann praktikabler sein (von möglichen Fehlerquellen abgesehen), als eine Duka, welche für alle MG-Papiere (und sogar für RA-4) geeignet ist? Gut, das mag jeder selbst entscheiden für seinen Arbeitsprozess.
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Um eine praktikable Alternative zu erwähnen:
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http://www.kaiser-fototechnik.de/de/produkte/2_1_sortiment.asp?w=1431
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Da spart man sich dann gleich die Lampendisco in der Duka und erhält sogar noch aktuell verschiedene Filter, je nach Einsatzzweck. Sie ist sehr günstig (gebraucht), auch neu noch zu bekommen und funktioniert mit allen MG-Papieren. Wow! Sogar mit Ilford MG :)
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Im Übrigen lässt sich auch Ilfords MG Papier bei rotem Licht verarbeiten. Im langwelligen Bereich ist dieses ebenso unsensibilisiert. Rote LEDs geben ihr Licht üblicherweise bei einer Wellenlänge von ca. 630 nm ab (Natriumdampflampe: ca. 589 nm). Wieso braucht man dann überhaupt für Ilford MG extra eine Ilford SL1? ;) Somit wäre für die reine Verarbeitung von MG-Papieren die Verwendung von rotem Licht (per LED) ebenfalls empfehlenswert und deutlich praktikabler. Zudem halten sie sogar länger, als eine Kühlschrankbirne ;) Da ist man dann wirklich auf der sicheren Seite.
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Allerdings ist das menschliche Auge nicht sonderlich empfindlich für langwelliges Licht. Eine Beurteilung der Kontraste während des Entwicklungsprozesses ist deshalb nur mit viel Übung möglich. Ebenso ist der "Helligkeitseindruck" längst nicht so hoch (bei gleicher Lichtstärke), als bei orangen Licht. Für das verarbeitete MG-Papier ist es jedoch die sicherste Dukabeleuchtung.
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Dann kann man auch beruhigt seinen Vergrößerer rotlichtfluten und mit seinem schönen Heiland Splitgrade die Dukalampe beim Messen automatisch schalten. ;)
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cu ...
Dirk
HenningH
Dirk, kannst Du mir den Zusammenhang zwischen Laboreinrichtung und Geldausgabe erläutern?
€
Wie ich schon schrieb, habe ich die Beleuchtung "im Rücken". Aber auch, wenn ich fünf Meter Raumlänge hätte, würde ich Trocken- und Nassbereich nicht so weit entfernt voneinander anordnen.
€
So unterschiedlich sind die Erfahrungen. Es hängt aber sehr stark von der "Einrichtung" des Labors ab. Ist aber teilweise schon recht witzig, wie viel Geld für solche Dinge wie Splitgrade, Analyser, etc. ausgegeben, dann aber an solchen Dingen oft gespart wird. Dunkelkammerlicht hat nichts am und um den Vergrößerer zu suchen.
Wolfgg
"Eine Beurteilung der Kontraste während des Entwicklungsprozesses ist deshalb nur mit viel Übung möglich"
Wer das braucht arbeitet falsch. Ein Papier muss ausentwickelt werden, wenn es seine Fähigkeiten zeigen soll. Das erreicht man am besten durch Entwicklung nach Zeit mit der Schicht nach unten, sodass man erst gar nicht in Versuchung kommt, das Papier zu früh aus dem Entwickler zu nehmen, falls es zu dunkel kommt. Dann ist nämlich die Belichtungszeit zu verkürzen. Das Dukalicht ist nicht zur Kontrolle des Bildes während der Entwicklung da, sondern dient nur dazu, dass man sieht, was wo steht und z.B. nicht versehentlich nach der Belichtung gleich fixiert.
Gruß Wolfgang
sputnik
Völlige Zustimmung!
Kontrastbeurteilung bei Dukalicht mögen erfahrene Laboranten beherrscht haben, die in den 70ern tagtäglich 8h am Vergrößerer standen.
Für einen Amateur, bei dem es nicht auf jede Sekunde ankommt, ist das völliger Quatsch. Der macht zur Beurteilung das Licht an.
Ich persönlich föne sogar JEDEN(!) Probestreifen erst trocken.
Wo es wirklich auf Beurteilung im Entwickler ankommt, ist beim Lithen.
Aber auch dort ist es zu 80% Erfahrung und Gefühl, da die Abzüge im Fix nochmal anziehen und zwischengeschaltete Verstärkerbänder oder nachgeschaltete Toner ihr Übriges tun.
…
Die verlinkte Kaiserleuchte ist übrigens so ziemlich das Dunkelste, was mir jemals untergekommen ist. Da den Rotfilter rein und man kann auch gleich im Dunkeln arbeiten.
Warum ich nicht gleich alles mit Rot mache?
Ganz einfach: Weil Rot am unangenehmsten ist (egal wie hell). Dann kommt Orange. Dann grün. Doch das geht halt aber leider nur für Fixgrade.
Und was das Papier angeht:
Ich benutze doch DAS Papier, was mir am meisten zusagt (in meinem Fall zu 95% Fomatone MG FB) und nicht alle möglichen, nur weil man mit dem Controller bei null Aufwand so schön switchen könnte.
…
Ich glaube übrigens, dass Du den gleichen Fehler machst, wie viele andere, die den Heiland nur aus dem Prospekt kennen.
Man braucht das Teil nicht als Automat nutzen (habe ich noch nie gemacht), sondern kann sich einfach an dem extremen Komfort, der genialen Probestreifenfunktion und schlicht der absoluten Präzision und Reproduzierbarkeit beim Vergrößern erfreuen, während man ansonsten ganz klassisch damit arbeitet.
…
PS: WO man eine Dukaleuchte anbringt, ist in allererster Linie abhängig von den Räumlichkeiten und der Platzaufteilung.
Ne Faustregel gibt es da nicht.
Solange mein Papier bei meiner Arbeitsweise schleiersicher bleibt, könnte ich das Ding auch an meine Stirn kleben.
sibelius
Hallo zusammen!
Ui, da habe ich ja was losgetreten.
Lieber Sputnik - Missverständnis: mit Schwachsinn meinte ich natürlich nur, am Splitgrade eine Na-Dampflampe zu betreiben, da die automatische Einausschaltung da nicht geht; mit Einbrennzeit war natürlich die Startzeit der Na-Dampflampe gemeint und nicht die Nachbelichtung am Splitgrade.
Deshalb werde ich mal versuchen, ob der Splitgrade bei Dauerbetrieb der Duka 10 in seitlich 3 Meter Entfernung beeinträchtigt wird. Wenn ja, ist das Osramdings gestorben.
Ich habe sie übrigens schon über Ebay für 50 Euro, und ich werde berichten, ob sie verschleiert, wenn's probiert ist. Dann geht's halt nicht.
Ich habe sie übrigens nicht gekauft, um den E-Vorgang zu kontrollieren - natürlich entwickele ich auch nach Zeit - ; mir geht einfach das Rotlicht auf die Nerven, und Gelb fände ich angenehmer. Vielleicht stünde der Papa dann auch öfters im Labor....... :rolleyes:
Und wirklich interessieren - ganz wertfrei - würde mich, was Dirk gegen Splitgrade zu sagen hat. Ich bin mit dem Ding nicht verheiratet, aber nach langem Überlegen erschien es mir die einzige Alternative, wenn ich mein sw Labor weiterbetreiben wollte, sonst hätte ich es aufgesteckt - ich bin nie soweit in der Übung gewesen, in praktikabler Zeit mit Probestreifen einen akzeptablen Output zu erzielen, und Versuche mit anderen B-Messern waren kläglich.
Ich will nicht sagen, dass das nicht an mir lag, aber es war halt so.
€
Nochmals Dank an alle!
€
Gruß
Peter
piu58
> Beurteilung der Kontraste während des Entwicklungsprozesses ist deshalb nur mit viel Übung möglich"? - Wer das braucht arbeitet falsch.
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Man kann ein Papier ein wenig "quälen" und so eine halbe Stufe an Kontrast herausholen. Das geht bei Barytpapieren einfacher als bei PE. Diese Methode ist für festgraduiertes Papier die einzige, um Gradations-Zwischenstufen zu erzeugen.
HenningH
... oder ein Bad in Dokumol nachschieben ...