biesifoto
Guten Tag,
wie geht man am sinnvollsten mit der 1l-Packung Adofix P um wenn es um Filmentwicklung geht?
Meine Jobo-Dose fasst ca. 500ml, also setze ich bei Flüssigkonzentraten auch immer 500ml Arbeitslösung an.
Teilansätze bei Pulverchemie soll man aber ja bekanntermaßen nicht machen, also kriege ich 1l Arbeitslösung raus, mit einer Kapazität von 10 Filmen.
- Teile ich die dann am Besten in 2x 500ml auf und benutze jede Hälfte um jeweils 5 Filme zu fixieren?
oder
- Benutze ich den ganzen Liter, schütte halt immer nur 500ml in die Dose und die dann wieder zurück zum Rest und mache das Ganze bis ich 10 Filme fixiert habe?
Was meint ihr, was ist besser?
Dankeschön und liebe Grüße,
Thomas
CommodoreMan
Also ich mache die zweite Version.
In wie weit das mit der Nutzung des Fixierers sinnvoll ist, kann ich nicht sagen, aber ich hatte noch keine Probleme.
1 Liter steht halt länger. Aber den musst du ja sowieso ansetzen.
Alternative wäre sonst auch noch ein Flüssigkonzentrat. Adofix plus kostet mehr, hat aber eine größere Kapazität, also gleicht es sich wieder aus, je nach Menge, die man kauft.
Grüße Christian
Olivinyl
Hallo Thomas,
also ich nehme ebenfalls immer die volle Menge. Von dieser entnehme ich z.B. 500 ml für die Filmentwicklung und kippe diese wieder zurück zu den restlichen 500 ml.
So verfahre ich schon seit Jahren ohne Probleme.
LG Oliver
biesifoto
Dankeschön Christian und Oliver, für eure hilfreichen Hinweise! :-)
@Christian: Normalerweise bevorzuge ich auch Flüssigkonzentrate - nur leider ist mein Adofix plus alle, und in meiner Gegend gibt's auch keinen Laden wo ich einfach mal so Fixierer kaufen könnte - und extra deswegen eine Bestellung machen möchte ich auch nicht.
Den Adofix P hatte ich letztes Mal aus Neugier mitbestellt, weil ich noch nie Fixierer in Pulverform hatte, und aufgrund seiner quasi unbegrenzten Haltbarkeit als eine Art eiserne Reserve. Und nun breche ich die an... ;-)
Vielen Dank nochmal,
Thomas
CommodoreMan
Aus genau dem selben Grund habe ich auch eine Tüte adofix p hier liegen ;).
HGR
Ich habe mir adofix p für 5l schicken lassen und plante eigentlich, das Pulver zu halbieren und
erstmal 2,5 l herzustellen, weil das gerade in meinen Novatank passt. Wenn das jetzt nicht so eine
tolle Idee ist, muss ich doch wieder auf Flüssigfixierer umstellen oder ist das Risiko einer falschen
Zusammensetzung doch nicht so hoch?
Gut Licht
Hansgerd
MirkoBoeddecker
Ich habe mir adofix p für 5l schicken lassen und plante eigentlich, das Pulver zu halbieren und
erstmal 2,5 l herzustellen, weil das gerade in meinen Novatank passt. Wenn das jetzt nicht so eine
tolle Idee ist, muss ich doch wieder auf Flüssigfixierer umstellen oder ist das Risiko einer falschen
Zusammensetzung doch nicht so hoch?
Gut Licht
Hansgerd
?
Beim Fixierer ist das Risiko geringer als bei Entwicklern aber das Grundproblem bleibt immer bestehen: Hier bei uns ist beim Abwiegen alles noch perfekt gemischt aber je länger die Tüte über eine Rüttelpiste gefahren wird desto mehr entmischen sich die Substanzen wenn sie unterschiedliche Korngrößen und/oder Gewichte haben. Ein Teilen wäre prinzipiell also möglich aber dazu müsste vorher wieder eine gute Durchmischung hergestellt werden. Dazu braucht man z.B. einen Orbitalmischer (Ränrad). Deswegen empfehlen wir keine Teilansätze. Wir tüfteln schon länger an einer Problemlösung und haben auch einen Ansatz aber leider würde das bedeuten, dass rund 10% der Substanzen verloren gehen (der feine Staub) und wie ich unsere Pappenheimer, -ich meine natürlich: geliebte Kunden- kenne, werden sie das 10% teurere Produkt meiden wie der Teufel das Weihwasser. Also bleibt es wohl auf ewig ein Beutel mit Körnern und Bruch bzw. Staub der nur vollständig angesetzt- und idealerweise nicht eingeatmet, werden sollte :-)
HGR
Ah, danke. Jetzt blicke ich durch.
Die Tüte ist sehr stramm verpackt, wie vakuumverpackt. Da wird sich wohl noch nicht so
viel entmischt haben. Ich werde es mal riskieren ...
CommodoreMan
Eher finde ich die Schwierigkeit eines Teilansatzes bei Produkten schade, die man nicht in kleinen Gebinden bekommt.
Was will ich als Gelegenheitsnutzer mit 5l Kodak Xtol Entwickler?
Klar gibt es verschiedene Möglichkeiten der Konservierung, aber schön ist das nicht.
Bei Adox gibt's ja alles auch in heimanwenderfreundlicher Größe :)
Gruß Christian
Xenar
Hallo,
also bei Fixierer in Pulverform würde ich eine Ansatzteilung nicht so kritisch sehen (wie Mirko oben schreibt). Dazu kann ich folgende Langzeiterfahrung zur Kenntnis geben:
In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre war ich Betreuer einer SW-Dunkelkammer in einem Studentenwohnheim. Wir alle mussten sparen, wo es (vernünftigerweise) ging. Filme z.B. als Meterware, und im Laborbereich eben bei den Chemikalien. Da kaufte ich immer einen 1kg-Sack Fixiersalz (glaube, es war von Tetenal, Impex gab es ja noch nicht :) ) und teilte dessen Inhalt mittels einer Briefwaage auf 10 gleich Teile. Meine Filme und Barytabzüge aus jener Zeit - und auch die von anderen, zu denen ich immer noch Kontakt habe - sind bis heute ohne sichtbaren Schaden geblieben. Und es sind doch etwa 40 Jahre, die seither ins Land gezogen sind.
Für Film- und Papierentwickler benutzen wir im allgemeinen Flüssigkonzentrate, da war beim Stückeln natürlich keine Gefahr gegeben.
Btw.: Statt eines Orbitalmischers tut es auch ein sogenannter Probenteiler. Sowas suche ich eigentlich noch...
Gruß
Xenar
HGR
Mann, Mann, Mann in den siebzigern ein Studentenwohnheim mit Dunkelkammer!
Da werde ich ja noch nachträglich richtig neidisch ...
Vielen Dank für die Erinnerung und die Bestätigung.
Xenar
Mann, Mann, Mann in den siebzigern ein Studentenwohnheim mit Dunkelkammer!
Da werde ich ja noch nachträglich richtig neidisch ...
€
Naja, es war alles improvisiert, aber es hat funktioniert.
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Der Raum im Keller war kaum 5 m<sup>2</sup> groß, ein ehemaliges "Badezimmer". Die Wanne war noch vorhanden.
Auf der Arbeitsplatte links der Vergrößerer, rechts die Schalen, und dort direkt darunter zum Wässern eine Kunststoffwanne, die in der Badewanne stand. Dazu ein schmales Regal für die Utensilien. Fertig.
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Gestartet mit privaten Geräten eines Mitbewohners, der alles von zu Hause mitgebracht hatte, incl. einen Durst M301. Später kauften wir dann peu à peu alles selbst, vieles gebraucht. Und mein Nachfolger hat anfangs der 1980er den Krokus 66 noch auf Farbe hochgerüstet. Das war aber schon nach meiner Zeit.
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Wie man sieht: wo ein Wille ist, ist auch 'ne DuKa :)
Florek
Guten Tag,
wie geht man am sinnvollsten mit der 1l-Packung Adofix P um wenn es um Filmentwicklung geht?
Meine Jobo-Dose fasst ca. 500ml, also setze ich bei Flüssigkonzentraten auch immer 500ml Arbeitslösung an.
Teilansätze bei Pulverchemie soll man aber ja bekanntermassen nicht machen, also kriege ich 1l Arbeitslösung raus, mit einer Kapazität von 10 Filmen.
- Teile ich die dann am Besten in 2x 500ml auf und benutze jede Hälfte um jeweils 5 Filme zu fixieren?
oder
- Benutze ich den ganzen Liter, schütte halt immer nur 500ml in die Dose und die dann wieder zurück zum Rest und mache das Ganze bis ich 10 Filme fixiert habe?
Was meint ihr, was ist besser?
Dankeschön und liebe Grüße,
Thomas
Hallo Thomas,
Ich habe mich für eine weitere Möglichkeit entschieden: Zweibad-Fixage auch für Negative.
Ich setze zwei 1 Liter Lösungen an und verwende den ersten Fixierer für die Dauer der einfachen Klärzeit, den zweiten Fixierer für eine weitere Runde für nochmals die Dauer einer einfachen Klärzeit. Somit sehen die Negative auf jeden Fall einen ziemlich sauberen Fixierer. Der erste wird nach 10-12 Negativen entsorgt und durch den zweiten ersetzt. Nachteil: Man benötigt zwei Flaschen und hat etwas mehr angesetzte Chemie. Gerade bei etwas problematischeren Filmen (T-MAX, ...) habe ich so konstante Ergebnisse erzielt.
Viele Grüße
Florian
Wolf_XL
...tja, warum auch einfach, wenn man es kompliziert machen kann... Ich entwickle Filme seit Ende der Sechziger Jahre - bis jetzt haben meine Negative alle trotz Einbad-Fixage überlebt... ;-) Das einzige was ich mir gönne, ist die regelmäßige Überprüfung des Fixierbads mir 'nem Tropfen Kaliumjodid - dem sog. KJ-Test...
€
http://www.niklas-ruehl.de/blog/fixierer-testen
Florek
...tja, warum auch einfach, wenn man es kompliziert machen kann... Ich entwickle Filme seit Ende der Sechziger Jahre - bis jetzt haben meine Negative alle trotz Einbad-Fixage überlebt... ;-) Das einzige was ich mir gönne, ist die regelmäßige Überprüfung des Fixierbads mir 'nem Tropfen Kaliumjodid - dem sog. KJ-Test...
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http://www.niklas-ruehl.de/blog/fixierer-testen
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... tja, warum ein Risiko eingehen, wenn es überhaupt kein Aufwand ist? Man muss nur einmal die Chemie umschütten. Und spart dabei noch Geld, weil man den ersten Fixer bis an die Grenzen seiner Kapazität bringen kann. Der KJ Test ist natürlich auch eine geschickte Methode.
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Schauen wir mal was Ilford dazu in ihrer Anleitung zum Rapid Fixer sagt ;-)
"An
extremely efficient method of
fixing film or paper is to use the
two bath fixing technique. Make up two separate fixing baths of the same solution volume. Fix the film or paper in the first bath for half the recommended fixing time and then transfer them to the second bath for the remainder of the time. Continue to work this way until the capacity of the first bath is reached, then discarded it and replace it with the second fixer bath. Prepare and use a completely fresh second bath. Repeat this process as required with the result that the film or paper is always thoroughly fixed by the relatively fresh fixer in the second bath."
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Grüße
Florian
KlausWehner
Das Fixieren mit 2 Bädern nutzt einerseits die Chemie vollständig aus (das erste Bad kann bis zur Erschöpfung eingesetzt werden)
und schafft trotzdem ein sehr sicheres Resultat (das zweite Bad ist immer frisch).
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Nach meiner Meinung gibt es kein besseres Verfahren.
Es lässt sich sowohl für den Negativ- als auch für den Positivprozess einsetzen.
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Ich wende dieses Verfahren selbst seit vielen Jahren an (auch in meiner ATL 3) und zeige es auch in meinen Laborkursen.
Es lohnt sich wirklich, denn es spart Chemie und schafft Sicherheit.
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Herzliche Grüße
Klaus