MirkoBoeddecker
Die MK Panorama Systeme und ADOX evaluieren die Möglichkeiten des Baus einer neuen Panoramakamera für Rollfilm in Kleinserien.
Dazu ist es für uns interessant zu wissen ob dafür überhaupt ein Markt bestehen würde.
Die Vorteile der analogen Technik liegen beim Panoramaformat auf der Hand: Der Film kann -im Gegensatz zum Sensor- gebogen werden und so, theoretisch verzeichnungsfrei, ein Superpanorama abbilden.
Natürlich ist so eine in Deutschland handgefertigte Kamera aus einer Kleinstserie nicht preiswerter als ein Russischer Fingerklemmer von Ebay.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch Jobs wo noch Wert auf Qualität gelegt wird (ja doch- ich habe so etwas gehört :-) und da könnte sich die Investition mit nur einem Auftrag wieder rechnen.
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Wir unterstützen MK jedenfalls nach Kräften und freuen uns über Feedback!
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Viele Grüße,
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Mirko
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Hier gehts Zur Seite des Herstellers.
Photux
Auch wenn mein studentisches Budget einer solchen Anschaffung wohl erstmal im Weg stehen würde: Die Idee ist prima! Und ich würde im Zweifelsfall lieber auf ein Qualitätsprodukt mit entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten sparen, als überteuertes Plastik zu kaufen. (Ich mag Plastikkameras, aber die ohne schicken Namen für 2,50 €. :D)
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Die Auflösung die mit einem guten Rollfilm möglich wäre ist sicher fantastisch und bräuchte den (unnötigen) Vergleich mit Digitaltechnik nicht zu scheuen.
AchimBauer
Hallo Mirko,
Nimms nicht persönlich, aber hat Adox / Impex nicht genug offene Baustellen? Dann ausgerechnet Rollfilm der gerade bei Adox etwas stiefmütterlich behandelt wird.
Wenn man denn nie erschienenen Agfa /Adox Pan 400 als erledigt abhackt bleiben noch
Polywarmtone
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CHS 100 II als Rollfilm
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Eine eventuelle Neuauflage des Silvermax/Scala falls überhaupt möglich
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Ein neuer Pan 25
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Und zuguterletzt wurde in einem anderen Forum orakelt dass Ilfochrome weiter produziert wird aber nur für Finisher und als Rollenware und Chemie als Großpackung aber Adox könnte konfektionieren.
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Nix gegen die neue Kamera die ich mir wohl nie leisten kann. Nix gegen neue Ideen, Visionen und Träume.
Aber ab und zu würden ein paar Resultate auch gut tun.
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Am liebsten wäre mir der CHS 100 II Rollfilm.
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Gruß Achim
ThomasPauly
Welches Negativformat kommt dabei denn heraus?
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Wenn man für die Ausarbeitung einen Großformatvergrößerer braucht (was wohl so sein wird), ist der Anwenderkreis von vornherein begrenzt.
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Gewerbliche Nutzer werden meist digital arbeiten. Ohnehin kann jeder heute durch Stitchen oder einfachen Kameraschwenk ohne großen Aufwand ordentliche Panoramaaufnahmen machen.
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Die verbleibende Zielgruppe der auf Film festgelegten Fotokünstler und Liebhaber mit besonderem Interesse an Panoramen dürfte dann eher mikroskopisch sein.
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Fazit: große Idee, kleine Marktnische.
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tepe
jochen53
Hallo,
die Idee mit dem gebogenen Rollfilm finde ich prinzipiell faszinierend. Ein Problem ist es evtl., die heute üblichen starren Polyesterträger zu einer definierten Krümmung zu überreden (Vakuumansaugung?). Aber wo ich gewisse Bedenken habe und damit auch die Frage nach dem angedachten Negativformat aufwerfe, wie soll man die Negative (vielleicht 6 x 18 oder 6 x 24 oder gar noch länger???) zu Papier bringen? Auf klassischem Weg werden das nur ganz wenige können, es sei denn als Kontaktkopie. Bei einer Vergrößerung stellt sich das o.g. Problem der Filmplanlage bzw. das Staubproblem bei Glasbühnen in verschärfter Form und erfordert eine spezielle Negativbühne für GF-Vergrößerer. Als Alternative gäbe es dann nur die digitale Weiterverarbeitung. Reicht der Bildkreis eines Nikon Serie E 1:2,8/28 mm dafür aus? Ich hatte es mal ein paar Monate für KB und war von der Leistung nicht gerade beeindruckt.
Photux
Großformatvergrößerer ist schonmal keine schlechte Idee, eine behelfsmäßige Negativbühne ließe sich aus Pappe basteln. Oder irgendwelchem Blech, sofern man entsprechende Möglichkeiten hat, dieses zu verarbeiten.
Papier wäre schon eher so eine Sache - bei den herkömmlichen Konfektionierungen ließe sich nur ein Ausschnitt vergrößern (nicht Sinn und Zweck der Sache), oder man hätte massig Verschnitt. Hier könnte passend zugeschnittene Meterware helfen. Fehlen nur noch große Schalen zur Weiterverarbeitung.
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Ich scanne ohnehin meistens und mein Scanner müsste bis 6x22 alles akzeptieren.
Urnes
Hallo Mirko,
man würde sich preislich im Bereich von Noblex bewegen, oder? Format 6x18? Dann würde ein 13x18 Vergrößerer ausreichen. Passend dazu sollten aber auch vernünftige Scannermasken angeboten werden.
Gruss Sven.
MirkoBoeddecker
Welches Negativformat kommt dabei denn heraus?
Sowohl das Format als auch die Schlitzbreite (Zeit) sind variabel.
Genau steht noch nicht fest in welchen Schritten. 180° und 360° aber auf jeden Fall.
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@Achim: Falsch! Die Kamera hilft. Wir müssen doch seit Jahren mit anderen Dingen das Geld verdienen, welches wir dann wieder in unserem liebsten Hobby (Filmherstellung) versenken.
Dabei ist dieses Projekt ein Baustein :-)
TiMo
Das ist auf alle Fälle eine spannende Sache und wenn die Kamera ein Format kann, das ich noch in den 4x5-Vergößerer bekomme, steht sie auf alle Fälle auf meinem Wunschzettel (ob ich sie mir dann leisten kann, ist eine andere Sache).
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Das mit dem PAN 400 ist sehr, sehr schade. Sowas als KB-, Roll- und Planfilm wäre klasse.
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Timgruss
hallertauBW
Hallo,
ich sehe das Endformat auch eher kritisch. Ich habe einen 6x6 Vergrößer und müsste höchst wahrscheinlich aufrüsten. <-Extra Kosten
Als Preisfindung interessant sind auch die Gebrauchtkosten von Hasselblad X-Pan die bei ca. 800 € liegen.
Ich persönlich würde mir die Kamera auch nicht anschaffen, wenn sie unter 1000 € kostet.
Viele Grüße
Guido
europanorama
In der Kamera sollten dringends auch 220er Filme ladbar sein. Ich kenn das Problem in der -Roundshot 65/70/220. 120 Film ist grenzwertig da mit 85cm zu kurz.
Offeriert doch neu auch 220er. Oder besser auch 30m-Rollen.
Es gibt einen Lieferanten von günstigen Filmschneidern. Alle Varianten zum Schneiden von 35mm bis 70mm.
70mm Filme runterschneiden (vor oder nach der Belichtung) ist mühsam, aber machbar z.B. wenn es Spezialfilme nicht in 120/220 gibt.
70mm perforiert mit dem Schneider schneiden, welcher nur auf einer Seite die ganze Perforation wegschneidet. Sonst könnte er Entwicklungsmaschinen blockieren, wenn es Perforationsreste drauf hat.
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Die Design-Idee kommt von Gildas Lelostec: von ihm stammt auch die Panomachine von MK-Systeme (ganz tolle Neuheiten dort gefunden).
Thomas B. Kunz/Knuzen aus Berlin hat die 50mm Kamera.
http://panorama.pagesperso-orange.fr/camera/voya_ca_e.html
28/50mm/120 Voyageur-Kamera
Vielleicht basiert die neue 28, 35, 50 auf dieser neuen Version mit 4sec bis 1/125.
http://panorama.pagesperso-orange.fr/camera/voya_gdnew_e2.htm
Adox/MK-Systeme-Aufgepasst
KMZ-Zenit (Horizon Panoramakameras u.a.) ist am Aufrüsten, auch ins Qualitätsmanagement. Evtl. kommt die Digital-Horizont doch noch mit größerem Sensor als 5mp (x3) und 28mm equiv. Eine mit Shift, wenn nicht mehr als 2500 Euro/USD könnte große Chancen haben.
mattes
Generell ist Panorama eine interessante Sache, das eine neue analoge Kamera geben soll ist sehr wichtig und unterstützenswert. Zwar ist eine neue Kleinserienkamera für mich wahrscheinlich nicht erreichbar, aber vielleicht verlieren einige zukünftige Besitzer schnell den Spaß an der Sache und trennen sich dann von dem Schätzchen. Wenn ich Panoramas haben möchte mache ich entweder ein Bild mit einer GF und opfere alles Überflüssige, oder ich lege eine Kleinbildpatrone in eine Rollfilm Filmkammer(a) in der 220 Stellung. Zugebenerweise ist Planlage eher Lomomäßig aber es funktioniert.
Damit wären ich bei meinen Wünschen. Eine gewölbte Filmführung ist ok. Keine bewegliche Optik, dafür aber ein Magazin zum Wechseln für 120er und 35mm Film, eine Mattscheibe (darf ruhig gewölbt sein) zur präzisen Bildgestaltung. Als Sucher reicht mir eine einfach Lösung mit Wasserwaage. Wenn man dann noch vorhandene Mf und GF Objektive nutzen könnte wäre das eine runde Sache.
Kommen wir zur Weiterverarbeitung. Hier wird viel über die notwendigen Vergrößerer diskutiert, warum nicht scannen? Die Negative/Dias sollten auf einen Scanner wie dem Epson 4990 u. passen. Mit einem passenden Scanner ließen sich leicht auch Filmlängen über 30cm verarbeiten.
mattes?
Wolf_XL
...220er Film hat den Nachteil, dass er kein Deckpapier hat. Somit fällt der mechanisch unproblematische Transport zum nächsten Bild über ein rückseitiges "Guckloch" flach - die Konstruktion eines Transportmechanismus, der gleiche Bildabstände unabhängig von der Anzahl der bereits gemachten Aufnahmen sicherstellt, ist alles andere als trivial und kostengünstig herzustellen...