Rolf-Werner
N'abend,
hab noch nie Netzmittel genommen, wie wende ich das an? Oder: Wie wendet ihr das an? Will morgen ein paar Filme entwickeln.
Wieviel nehme ich? Wann tu ich das in die Dose? Vorverdünnen?
Danke für eure Hinweise.
Rolf
michael-kielgmxnet
Hallo Rolf,
?
die Verdünnung sollte auf der Flasche stehen. Vom Netzmittel braucht es keine starke Konzentration, ein paar ml je Liter Ansatz reichen aus. Wichtig ist, dass du zum Ansetzen destilliertes Wasser nimmst, sonst gibt es trotz Netzmittel evtl. Kalkflecken.
In die Dose sollte man es nicht geben. Man sollte zur Behandlung der Filme ein separates Gefäß nehmen. Ich mache es so: nach der Wässerung des Films nehme ich die Spule mit Film aus der Dose und lege sie in einen Messbecher. Dann gieße ich das Netzmittel hinein. Gut eine Minute warten und das Netzmittel wieder zurück in den Vorratsbehälter. Die Spule mit Film schüttle ich dann kräftig aus, so dass erst mal ein Teil von dem anhaftenden Netzmittel entfernt wird. Anschließend dann den Film wie gewohnt zum Trocknen aufhängen.
Die Filmspule spüle ich danach gut mit warmem Wasser ab. Das ist wichtig, damit sich die Netzmittel-Reste nicht festsetzen.
Rolf-Werner
ah - super! Danke. Jetzt wird mir das klar.
Nein, auf der Flasche sind nur Sicherheitshinweise, keine Anwendungsvorschläge. Ist das Baby-Adoflo. Vielleicht deshalb, weil die Pulle zu klein ist.
Grüße
Rolf
wosis123
Laut Fotoimpex-Shop steht auch auf der Baby-Flasche Verdünnung: 1+400
(
http://www.fotoimpex.de/shop/fotochemie/adox-baby-adoflo-50-ml.html)
Grüße,
Hendrik
Sandra
Rolf, 1 ml auf 500 ml Aqua dest. passt. Ich würde aber zuerst das Wasser in ein Gefäß geben, dann mittels kleiner Spritze 1 ml vom Netzmittel abmessen, in das Wasser geben - vorsichtig, dass kein Schaum* entsteht! - und dann die Spule samt Rohr rein. 1-2 min. einwirken lassen, vorsichtig raus mit Spule und Röhrchen, abschütteln, Film aufhängen an möglichst staubfreiem Ort, in Ruhe trocknen lassen. Über Nacht ist gut.
(*Schaum könnte auch Flecken geben)
Ach so, zu deiner Frage, wann du das Netzmittel anwenden sollst: nach der Wässerung, als letztes Bad.
Ich wünsche dir viel Spaß und gutes Gelingen! Berichte mal :)
Beste Grüße
Sandra
GleisNeun
Danke für das Thema Rolf-Werner! So bin ich auch an den Tip mit dem destillierten Wasser gekommen. :)
Rolf-Werner
Stimmt! Jetzt sehe ich es auch, steht sogar vorn drauf :)
Naja, ich war mir ja unsicher wegen des Handlings, da hat mir Michael ja ein paar gute Tipps gegeben. Wenn man sowas noch nie benutzt hat...
Grüße
Rolf
Rolf-Werner
Was mir jetzt dazu noch einfällt: würdet ihr den Film vor dem Trocknen noch einmal mit der Gummizange abstreifen, oder mit dem Netzmittel besser nicht?
Rolf
michael-kielgmxnet
Das mit dem Abstreifen ist so ne Sache: kann gut gehen, muss aber nicht. Wenn die Zange nicht 100% sauber ist handelt man sich leicht Kratzer ein. Bei Filmen mit im nassen Zustand sehr weicher Emulsion (z.B. die Efke's) kann außerdem die Emulsion beschädigt werden. Manche nehmen statt einer Zange die Finger, das soll wohl gefahrloser sein.
Ich halte das Abstreifen für unnötig. Nach einem Schlussbad mit Netzmittel trocknet ein Film normalerweise rückstandsfrei. Probleme kann es höchstens geben, wenn das Netzmittel zu konzentriert angesetzt war oder der Film in einer staubreichen Umgebung trocknet. Bei letzterem hilft dann aber auch kein Abstreifen mehr.
Rolf-Werner
Ok, dann spar ich mir das. Mit den Kratzern hab ich tatsächlich früher schon mal so meine Erfahrungen gemacht. Mit den Fingern hat man mehr Gefühl, wenn da ein Staubkorn zwischen ist, spürt man das sofort.
Aber mit dem Netzmittel hänge ich die mal so auf, mal sehen, wie das geht.
Grüße
Rolf
Morte
Nur so als Ergänzung, und um wiedermal zu zeigen, dass es immer mehrere Wege gibt:
Ich nutze Adostab als Netzmittel. Ich richte mich nach einem Hinweis, den ich mal las, dass Netzmittel meist etwas zu stark angesetzt wird (und dann doch wieder Flecken/Streifen erzeugt - kennt man bei zu viel Spülmittel auf Gläsern). Ich reduziere die Menge an Netzmittel also um ca. 25 Prozent. Obwohl ich das harte Berliner Wasser nutze (und kein Aqua dest.), habe ich so regelmäßig streifenfreie Negative, die ich in der Duschkabine trockne, ohne Abstreifen. Allerdings schleudere ich das überschüssige Wasser von den Filmspulen vor dem Aufhängen, in dem ich die Dose ein paar Mal kräftig ausschlage (in die Dusche, gibt sonst rötliche Flecken), um 180 Grad drehe, das gleiche noch mal. Andere nehmen hierzu eine Salatschleuder, ich brauche das nicht. Meine Methode wende ich seit Jahren problemlos an.
Rolf-Werner
So, erster Film ist durch, hat gut geklappt. Jetzt kommt mir aber doch noch eine Frage zum Netzmittel: Kann man die Lösung nicht mehrmals verwenden? Wäre doch schade, nach jedem Film 1/2 Liter destilliertes Wasser wegzukippen!
Ich heb's mal auf und warte auf eure Antworten.
Rolf
Rolf-Werner
Nur so als Ergänzung, und um wiedermal zu zeigen, dass es immer mehrere Wege gibt:
Ich nutze Adostab als Netzmittel. Ich richte mich nach einem Hinweis, den ich mal las, dass Netzmittel meist etwas zu stark angesetzt wird (und dann doch wieder Flecken/Streifen erzeugt - kennt man bei zu viel Spülmittel auf Gläsern). Ich reduziere die Menge an Netzmittel also um ca. 25 Prozent. Obwohl ich das harte Berliner Wasser nutze (und kein Aqua dest.), habe ich so regelmäßig streifenfreie Negative, die ich in der Duschkabine trockne, ohne Abstreifen. Allerdings schleudere ich das überschüssige Wasser von den Filmspulen vor dem Aufhängen, in dem ich die Dose ein paar Mal kräftig ausschlage (in die Dusche, gibt sonst rötliche Flecken), um 180 Grad drehe, das gleiche noch mal. Andere nehmen hierzu eine Salatschleuder, ich brauche das nicht. Meine Methode wende ich seit Jahren problemlos an.
Ach ja, die Salatschleuder :) Mal sehen, das teste ich vielleicht auch nochmal, aber jetzt gerade hab ich es im Prinzip so gemacht, wie du es hier beschreibst, nur nicht ganz so kräftig aufgeschlagen, mehr ausgeschüttelt, aber ging auch. Film hängt glücklich vor sich hin...
Rolf
Morte
Ich meine auch nicht auf-, sondern ausschlagen, also nicht, das Ding irgendwo draufzuknallen ... ;) Hauptsache, es ist möglichst wenig Wasser auf dem Film beim Aufhängen.
michael-kielgmxnet
Ich verwende mein Netzmittel immer ungefähr ein Jahr lang und hatte nie Probleme wegen der Haltbarkeit oder so.
Allerdings ist es bei mir noch das gute alte Agfa Agepon. Das Netzmittel von Adox dürfte sich aber bzgl. der Zusammensetzung nicht so stark unterscheiden - außer ein paar Tensiden ist da eh nicht viel drin.
Rolf-Werner
Ich meine auch nicht auf-, sondern ausschlagen, also nicht, das Ding irgendwo draufzuknallen ... ;) Hauptsache, es ist möglichst wenig Wasser auf dem Film beim Aufhängen.
Ach ja, klar. Also hab ich das im Prinzip schon richtig verstanden :)
Rolf
Rolf-Werner
Ich verwende mein Netzmittel immer ungefähr ein Jahr lang und hatte nie Probleme wegen der Haltbarkeit oder so.
Allerdings ist es bei mir noch das gute alte Agfa Agepon. Das Netzmittel von Adox dürfte sich aber bzgl. der Zusammensetzung nicht so stark unterscheiden - außer ein paar Tensiden ist da eh nicht viel drin.
Ich habe noch 2 Filme zu machen, dafür hab ich mir die Menge jetzt erstmal aufgehoben. Wann noch welche dazukommen, weiß ich nicht. Deshalb wollte ich den Ansatz dann wegtun. (Als nächstes muss ich dann mal Abzüge machen...)
Danke für den Rat!
Rolf