JohnSaves
Das ist vielleicht eine dumme Frage für ein analog-Forum, aber so halb ist sie hier richtig:
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Ich suche Empfehlungen für Anbieter für Abzüge von digitalen Schwarzweiß-Bildern.
Ich fotografiere analog und entwickle selbst. Ausschließlich schwarzweiß. Dann scanne ich die Negative, aktuell habe ich keinen Platz & keine Zeit für einen Vergrößerer.
Abzüge der Scans bestelle ich dann online. Allerdings habe ich bei den großen Anbietern (Pixum etc.) wirklich schlechte Erfahrungen mit Schwarzweißbildern gemacht (Artefakte, verwaschen...).
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Kann jemand einen Anbieter empfehlen? Vielen Dank!
Urnes
Mit Fuji kannst du recht professionell arbeiten
http://www.fujifilm-fotoservicepro.eu da bekommst das Ergebnis auch so wie du es haben willst, wenn du keine Fehler gemacht hast. Whitewall und saal-digital gibt es da auch noch, die hab ich persönlich aber noch nicht probiert.
Wenn es günstiger sein soll dann kannst du es bei Photodose probieren. Da lass ich zum Hausgebrauch meine 40x50 Prints ausbelichten.
Wichtig ist immer das die Datei groß genug ist, also am besten mindestens 250 besser 300dpi aufs Endformat, und nach Möglichkeit als Graustufen konfiguriert ist und jpg auf höchster Qualitätsstufe. In der Bestellsoftware immer automatische Verbesserung ausschalten.
Gruss Sven.
klausentreiben
[quote name="Urnes" ...
Wichtig ist immer, dass die Datei groß genug ist, also am besten mindestens 250, besser 300 dpi aufs Endformat, und nach Möglichkeit als Graustufen konfiguriert ist und jpg auf höchster Qualitätstufe. In der Bestellsoftware immer automatische Verbesserung ausschalten.
Gruss Sven.[/quote]
Dpi ist doch immer per inch, wie ist das aufs "Endformat" gemeint?
Als Graustufe konfiguriert, meint wohl kein Farbscan sondern ein SW-Scan?
Gibt es beim Abspeichern eines direkten digitalen Bildes für die spätere Analogvergrößerung etwas zu beachten?
Urnes
Wenn der Abzug 20x25cm (8×10") groß werden soll und die Maschine braucht 300dpi muss die Datei mindestens 2400x3000 Pixel.
Du kannst sw Datei auch mit rgb Informationen abspeichern. Das bietet sich an wenn man die Bilder digital abtonen möchte. Für reines sw sollte man den Dienstanbieter Graustufen liefern, damit es nicht versehentlich zu Farbstichen kommt.
Als Ausbelichtung oder als Internegativ? Eigentlich egal, immer die maximale mögliche Qualität. Also etwa 16bit Tif im rgb modus.
Gruss Sven.
JohnSaves
Danke schonmal für die Hinweise!
Meine Scans haben 6000x4000 bzw. 10000x4000 (xpan) bei 48bit, das reicht. Eigentlich geht es mir um kleine Abzüge, ganz klassisch fürs Fotoalbum. Die ganzen High-End Printservices (Whitewall etc.) sind da zu teuer...
grommi
Rossmann hat das bis vor einiger Zeit in sehr guter Qualität und zu Großlaborpreisen auf Kodak Royal Papier gemacht, auch in matt. War immer super, ob Farbe oder SW. Seit sie auf Fuji Papier umgestellt haben, bin ich nicht mehr zufrieden. DM macht in kleineren Formaten nur Hochglanz, das mag ich überhaupt nicht.
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Jetzt suche ich auch wieder einen Dienstleister, der das zu "normalen" Preisen auf Kodak Royal matt macht.
Wolf_XL
Dann scanne ich die Negative, aktuell habe ich keinen Platz & keine Zeit für einen Vergrößerer.
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...ja ne, is klar - aber es gibt Anbieter, die Platz für analoge Vergrößerer haben und den Service auch anbieten... Mir erschließt sich der Sinn deiner Kette nicht - wenn ich analog fotografiere, anschließend aber digital weiterarbeite - dann kann ich auch gleich digital fotografieren... Warum schickst Du deine Negative nicht an ein Labor, die dir diese auch analog ausarbeiten???
Urnes
Ein Grund könnte heißen: "Ich hab in meinem Wohnzimmer keinen Platz für einen 8x10 Vergrößerer und kann mir die 70 Euro für einen Print leisten?"
Das wäre jetzt nur eine Erklärung. Für hybride Verarbeitung lassen auch noch mehr finden. Und, es gibt sehr wohl sichtbare Unterschiede zwischen rein digitalen Prints und solchen, die auf analogem Material basieren.
Im Prinzip könnte man auch fragen, warum jemand einen CMS 20 benutzen solle, wenn die Abzüge genauso "glatt" sind wie digitale Bilder.
Gruss Sven.
ultra8
Bei SW Abzügen probiere diesen Anbieter, kleines Lab und spezialisiert auf analoge Entwicklungen zum guten Preis:
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https://www.meinfilmlab.de/prints/
PeterVolkmar
Der Betreiber dieses Forums bietet übrigens auch analoge Vergrößerungen von Negativen an....
Gast
Ich hätte auch noch einen Tipp: Flash Foto München. Die haben einen erstklassigen Service und arbeiten sehr professionell bei angenehm günstigen Preisen.
http://flash-fotolabor-muenchen.de/fotolabor-muenchen/?page_id=30
mattes
Ich habe verschiedene Anbieter und deren Programm mal ausprobiert.
Alle haben die gleiche Datei bekommen, gewählt habe ich den kleinsten Abzug.
Dabei war von der Ausbelichtung auf Barytphotopapier über normales Fotopapier bis zum hochwertigen Druck auf barytiertem Trägerpapier alles dabei. Die Dateien hatte ich zu Saal und WhiteWall geschickt. Ich hatte ein 6x6 Negativ Fujiarcos Negativ gescannt und Bilder im Format 18X18cm bestellt.
Erstmal vorweg: Alle Bilder waren einwandfrei, dh. ohne störende Farbstiche.
Whitewall bietet alles an, das heißt Druck auf "Edelpapier" und Ausbelichtung auf SW PE, Farbpapier, Barytpapier.
Saal beschränkt sich auf die Drucke und Standardausbelichtung auf Fotopapier.
Bei beiden Anbietern wird soweit ich mich erinnern kann bei Farbausbelichtung mit Fuji Christal gearbeitet.
Die Ergebnisse von WhiteWall BarytFotopapier und SW Fotopapier waren mir etwas zu weich, an der Grenze zu flau.
Die Ausbelichtungen und die Ausdrucke auf Farbmaterial waren ziemlich identisch wobei mir hier Ergebnisse von Saal etwas lebhafter erschienen. Die Ausdrucke auf Barytpapier waren von beiden Anbietern sehr gut wobei mir auch hier die Saalvariante am besten gefallen hat.
Fazit: Einen Abzug auf SW Fotopapier kann ich selber in wesentlich besserer Qualität fertigen. Die Ausbelichtung auf Fotopapier ist nicht das Maß der aller Dinge.
Um die Qualität des Saaldrucks zu erreichen muss ich mir schon echt Mühe geben.
Druck oder Ausbelichtung: Hier steigt und fällt alles mit der Datei. Sprich der Abzug wird nur so gut wie der Scan und die abschließende Bearbeitung.
Hier liegen auch die Grenzen dieses Systems. Man benötigt einen sehr guten Scanner. Scanner wie der Epson 4990 sind die unterste Grenze. Mit ihm gelingen recht anständige Scans ab Mittformat, diese muss man sorgfältig überprüfen und meistens aufwendig ausflecken.
Der Vorteil bei diesem Vorgehen ist natürlich die einfache Reproduzierbarkeit. Für kleinere Auflagen ist dies interessant. Man kann den Abzug Stückweise in unterschiedlichen Größen je nach Bedarf fertigen lassen.
Die Drucke hatte ich in einer Ausstellung zusammen mit herkömmlich gefertigten Barytabzügen präsentiert. Keiner der Betrachter konnte den Druck von den Fotoabzug unterscheiden. Die meisten Betrachter fanden den Druck geringfügig besser.
Matthias
RalfMichael
Hallo John,
ist zwar schon ein alter Beitrag, hab's aber eben erst gelesen. Ich könnte noch Photo Studio 13 in Leinfelden-Echterdingen (www.photostudio13.de) empfehlen, die entwickeln auch und Du kannst Negative hinschicken. Aus Bequemlichkeit gebe ich manchmal 120er Rollfilme im DM Markt ab, die werden dann bei Cewe evergrößert, ist nicht schlecht, aber mit dem gleichen Negativ wird die Vergrößerung bei Photostudio 13 deutlich besser und auch schärfer.
Grüße, Ralf