Rolf-Werner
Das ist ein bisschen eine Glaubensfrage, aber trotzdem:
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Ich möchte mein Fotolabor wiederbeleben, hab seit vielen Jahren nichts mehr gemacht, und jetzt stellt sich mir die Frage, ob es immer noch die Diskussion gibt, ob das Selberentwickeln sinnvoll ist oder nicht. (Wenn man Spezialitäten will wie Push-Entwicklung, 1+n oder so, dann muss man das selber machen, ist schon klar...)
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"Damals" gab es den Standpunkt, dass man im Labor seine Filme durch eine Einheitsjauche gezogen bekommt und keine Kontrolle darüber hat, wie alt die Chemie ist. Es gab aber auch die Stimmen, die gesagt haben, wenn man ein ordentliches Labor hat, kontrollieren die die Chemie sorgfältig und man hat wenigstens eine technisch einwandfreie Normalentwicklung exakt nach Herstellerangaben.
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Meine eigenen Erfahrungen mit Selbstentwicklung waren nicht so doll, es fiel mir schwer, die Temperaturen einzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Negative nicht staubig und kratzfrei wurden. Darum hab ich dann die Filme im Endeffekt immer ins Labor gegeben und keine wirklich schlechten Erfahrungen damit gemacht.
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Was sagt ihr aus heutiger Sicht darüber? Danke für eure Meinungen...
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Rolf
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pittyman
Hallo Rolf,
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sprichst Du über die Entwicklung von SchwarzWeiss Filmen, Farbnegativ der Dia?
Insofern Du SchwarzWeiss meinst, ist meine Überzeugung die Selbstentwicklung.
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Zum einen sind die Kosten wesentlich niedriger. Es ist, bei immer wieder gleicher
Verarbeitung, relativ idiotensicher seine Filme kratz- und staubfrei ordentlich verarbeitet
zu bekommen. Temperaturen halte ich bei plus minus 1-2 Grad Celsius, was für meine
Ansprüche ausreicht - also kein Hexenwerk. Ich habe mal in einem Labor gearbeitet
und da hat niemand extra Chemie angerührt. Es wurden alle SchwarzWeiss Filme
in HC-110 in Rotation entwickelt und die Zeit war Erfahrungssache. Fixierung und
Wässerung war im Grunde okay aber naja.... Ich selber bin da nicht wirklich super
penibel aber meine Verarbeitung ist trotzdem gründlicher als in jenem Labor. Zeit
kostet halt Geld und niemand bezahlt 10 Euro für eine Filmentwicklung. Ich habe
in meinen Ordnern Filme von vor 5 Jahren gefunden, die wurden im Labor entwickelt
und ich musste sie jetzt neu fixieren da sie schon einen gelben Schimmer drauf
hatten - meint: nicht richtig ausfixiert.?
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Fazit: Mach es selber und Du hast es vollkommen unter Deiner Kontrolle. Insofern
Geld keine Rolle spielt und Du ein vertrauenswürdiges Labor findest, kannst Du Dir
das langweilige Geschüttel natürlich auch sparen. Es gibt wirklich spannendere Be-
schäftigungen als 50 Filme zu entwickeln.
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Viel Spaß mit Deiner neuen Duka
Dirl
Rolf-Werner
Danke fürs Mutmachen!
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Ja, es geht mir um SW negativ.
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Wie sieht das aus, wenn man die Filme in ein Großlabor schickt, Cewe oder Orwo oder sowas, sind die immer noch so katastrophal wie ihr Ruf vor 10, 20 Jahren?
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Rolf
Neutrino
Ich empfehle dir die Entwicklung wieder selbst in die Hand zu nehmen. Ich habe erst vor etwa drei Jahren zur Fotografie, im speziellen zur analogen Fotografie gefunden. Oft habe ich leider ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht was die Entwicklung im Fotolabor betrifft und dabei muss man sagen, dass ich meine Filme bei unterschiedlichen und oft nur bei renommierten Fotogeschäften abgegeben habe. Die Ergebnisse waren recht unterschiedlich, mal hat es gepasst, mal war das Ergebnis katastrophal (grobkörnig, fleckig, zerkratzt usw.). Das trifft genauso auf Farbfilme zu, deshalb gehe ich auch hier immer mehr zur Selbstentwicklung über. Schwarz-Weiß mache ich seit einiger Zeit nur mehr selbst. Das Risiko ist mir einfach zu hoch und außerdem hat man viel mehr Freiheiten.
Es gibt eigentlich fast nur Vorteile für die Selbstentwicklung:
.) Preis. Eine SW-Entwicklung kostet bei vielen Labors schon 6,50 € und mehr. Bei der Selbstentwicklung unterschreitet man diesen Wert doch um einiges.
.) Freiheit. Du kannst jenen Entwickler wählen, der für deinen gewünschten Bildausdruck am besten passt.
.) Pull- und Pushentwicklung nach Belieben. Im Fotolabor wird meist ein Aufschlag von 100% verlangt. Da wären wir dann schon bei 13,00 €!!!
.) In vielen Fällen Zeitersparnis. Es gibt keine Fahrtwege und keine Wartezeiten auf den Film.
.) Der letzte und wichtigste Punkt ist aber, dass niemand dir deine Filme "versauen" kann. Bei einem sauberen Arbeiten gibt's keine Kratzer, Flecken, Fingerabdrücke oder sonst irgendetwas. Wenn es aus dem Labor kommt muss man zittern ob alles geklappt hat. Und wenn doch mal was schief geht, muss man sich zumindest über niemanden ärgern.
Welche genauen Probleme mit der Temperatur hattest du denn?
Nach langen Mühen mit Staub und Co dürfte ich langsam meinen Weg gefunden haben: Ich verwende nach der Schlusswässerung kein Netzmittel, sondern wässere den Film in destilliertem bzw. entmineralisiertem Wasser dreimal. So hatte ich noch nie irgendwelche Flecken. Danach kommt der Film aus der Dose und wird im Badezimmer aufgehängt. Früher habe ich ihn einfach klatschnass hängen lassen, teilweise hatte ich aber dann mit eingefressenem Staub zu kämpfen. Nun ziehe ich den Film immer durch meine gründlich gereinigten Finger durch um überschüssiges Wasser zu entfernen und um so die Trocknung zu beschleunigen. Damit habe ich nun auch das Staubproblem in den Griff bekommen. Seither hatte ich eigentlich keine Probleme mehr. Kratzer hatte ich bisher eigentlich nur wenn mal was beim Einspulen schiefging, sonst aber nie.
hambo
Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, selber entwickeln von SW Filmen ist vorzuziehen.
€
Ein Großlabor wird auch wenn der SW Anteil inzwischen wohl sehr gering ist noch eine Hängermaschine betreiben, die es ermöglicht Filme mit unterschiedlichen Zeiten zu entwickeln. Man sortiert also vor und entwickelt entsprechend. Allerdings nur in einem Standardentwickler der etwa Ilford ID 11, Kodak D 76 oder Agfa Refinal entspricht. Wichtig bei der Massenverarbeitung ist weniger das perfekte Negativ sondern eine hohe Anzahl kopierfähiger Negative, denn mit den Prints wird das Geld verdient.
€
Wenn Du es selber machst hat Du alle Möglichkeiten Entwickler zu verwenden nach Geschmack und Bedarf. Die Temperatur von 20° C einzuhalten sollte doch nicht so schwer sein. Oder willst Du in einer Saunakabine oder im eiskalten Keller arbeiten?
AchimBauer
Hallo Rolf-Werner,
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Ich bin selbst wieder nach sehr langer Laborabstinenz vor längerer Zeit wieder eingestiegen und ich muss sagen Filme entwickeln ist wie Radfahren man verlernt es nicht. was die Frage betrifft Labor oder selbst so hatte ich früher ein Stammfotogeschäft betrieben von einer älteren Dame und ihrem kleinen Bruder, der auch das Labor machte, und der sagte immer Schwarz Weiß muss man selber machen das darf man nicht weggeben das wird nix!
Was aber eine Alternative sein kann was ich aber noch nicht ausprobiert habe aber ausprobieren würde wenn ich vorm selbstentwickeln Angst hätte oder keine Lust wären die Schwarzweißfilme die auf Farbfilm basieren und im C41 Prozess verarbeitet werden.
Beim selbstentwickeln hast du aber mehr Möglichkeiten deinen eigenen Weg zu finden und mit Entwicklern zu experimentieren.
Früher war ich eingeschossen auf Agfapan 100 und Rodinal. Nun probierte ich auch CHS 1 aus und Orwo UN 54 und den testete ich spaßeshalber auf Acurol ein und obwohl ich nur ne Testtafel fotografierte war es ein Aha Erlebnis, man kann mit anderem Entwickler keine Wunder verbringen aber man kann sehr viel an der Bildwiedergabe ändern.
Es ist nun die Entscheidung zwischen Bequemlichkeit und Kreativität die treffen musst, wobei man nicht vergessen darf dass auch nach der Filmentwicklung es noch Wege der eigenen Kreativität gibt.
Und was das mit Staub und Trocknen betrifft ich hab mal von einem gehört der seine Entwicklungsspiralen am Stück in die Salatschleuder gibt und trockenschleudert und dann erst aufhängt.
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Es gibt immer viele Wege wichtig ist dass man seinen eigenen findet
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Gruß Achim
Rolf-Werner
Ok, ok :-) überredet...
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Wusste nicht, dass das Entwickeln im Labor inzwischen so teuer ist. Es wird mir also eine Freude sein, es wieder selber zu machen.
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@Neutrino: Der Tipp mit dem destillierten Wasser klingt gut. Soweit ich mich erinnere, habe ich damals auch kein Netzmittel genommen und die Filme so aufgehängt, dann allerdings mit so einer Gummizange abgestreift. Mal sehen, ob ich das Ding noch habe. Die Kratzer kamen nur rein, wenn da irgendwie Dreck drauf war... Naja, ich war ja auch erst 16... Fünf hab ich auch mal probiert, aber der Film rollte sich auf!
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Und das mit den 20 €, naja: Wenn man mit Leitungswasser anmischt, bekommt man eher 10 €, die müssen dann warm werden. Und wenn man 22 ° im Zimmer hat, ist die Lösung irgendwann auch so warm...
?
Oder würdet ihr zum Anmischen auch destilliertes Wasser nehmen?
Rolf-Werner
Hallo Achim,
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danke auch dir fürs Mutmachen. Also, ihr habt mich überzeugt.
Ich hab früher viel FP4, HP5 und so'n Kram genommen, auch weil's einfach billig war.
Mit verschiedenen Entwicklern hab ich nie experimentiert, war immer nur froh, wenn ein Bild rauskam. Das soll sich nun ändern :-)
Und was das mit Staub und Trocknen betrifft ich hab mal von einem gehört der seine Entwicklungsspiralen am Stück in die Salatschleuder gibt und trockenschleudert und dann erst aufhängt.
Das ist ja wohl ein Hammer, das hab ich ja noch nie gehört! Wie hat er denn die Umwucht in den Griff gekriegt??? Ist aber einen Versuch wert!
Gut, ich habe mir dieses Jahr - in weiser Voraussicht - auf den Flohmärkten in Schweden schon einiges an Laborgerät besorgt, was ich von früher noch nicht hatte, auch eine bessere Entwicklungsdose und einige Dinge zum Wässern usw. Auch Kram für Papierentwicklung. Nein, man verlernt das nie. Wenn man das kennt, sieht man die Sachen in einem riesigen Haufen Müll sofort raus, hab ich noch gedacht!
Ok, dann könnt ihr mir sicher sagen, welchen Entwickler ihr für den CHS 100 nehmen würdet, damit er so richtig altmodisch kommt. Und womit würdet ihr heutzutage einen FP4, einen Fomapan 400 und einen TMax entwickeln?
Mit dem TMax hatte ich mal zu tun, den hab ich damals im Labor entwickeln lassen (war vielleicht der Fehler), der kam unheimlich flau. Selbst mit Gradation 5 war da kaum was zu machen.
Der HP5 kam auch bei mir immer deutlich weicher, ging aber noch bei Gradation 4. Der FP4 war immer schön knackig und trotzdem durchgezeichnet, völlig unkompliziert, eigentlich mein Lieblingsfilm damals.
Rolf-Werner
Ach! Zum Fomapan brauche ich ja nur den nächsten Thread zu lesen, das war mir gar nicht aufgefallen...
pittyman
Hallo Kollegen,
ich muss zum Trocknen noch kurz etwas loswerden. Ich stehe schon etliche Jahre im eigenen Labor
und habe schon hunderte Plan-, Roll- und Kleinbildfilme entwickelt. Benutzt ein Netzmittelbad am
Schluss und ihr habt kaum Probleme mit der Trocknung! Das Zeug ist extrem ergiebig und eine kleine
Flasche kostet etwa 7 € (Euro). Damit kommt kann locker ein bis zwei Jahre hin. Etwas destilliertes
Wasser, 1 ml Netzmittel dazu und fertig. Ich habe vielleicht 1 mal bei 100 Filmen so etwas Kleines,
was man mit viel Fantasie Staub nennen kann, auf einem Film entdeckt. Ich muss dazu sagen, dass
es in meiner Duka alles andere als sauber zugeht. Ich habe mein Labor im Keller einer alten Bahn-
werkstatt, in der ich höchstens ein mal pro Jahr grob sauber mache. Trotzdem sind meine Filme
nach der Trocknung staubfrei. Mit Netzmittelbad zum Abschluss trocknen Filme auch wirklich schnell.
Ich hänge sie in eine Ecke des Raumes, den ich danach bis die Filme trocken sind, nicht mehr benutze
um keinen unnötigen Staub aufzuwirbeln.
Schönen Abend Euch und habt Mut zur Selbstentwicklung. Es ist einfacher als man anfänglich glauben
mag.
Dirk
Rolf-Werner
Danke für den Tipp, werde es beherzigen...
Rolf
pittyman
<p style="margin-left:0px;">Hallo Rolf,
<p style="margin-left:0px;">ich habe erst jetzt so richtig die Tragweite Deiner Posts mitbekommen. Du möchtest nach langer Zeit wieder analog
<p style="margin-left:0px;">SchwarzWeiss fotografieren. Super Idee!!
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Vielleicht von mir noch etwas zum einfachen Wiedereinstieg.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Als erstes: für den Anfang der Lernkurve KEINE Experimente!! Benutze erst einmal nur einen bestimmten Film, dazu
<p style="margin-left:0px;">nur einen Entwickler und, falls Du ein Labor hast, auch nur ein Papier und einen Entwickler dazu. Du wirst viel schneller
<p style="margin-left:0px;">lernen, wenn sich so wenige Parameter wie möglich ändern - das Material konstante Qualität liefert.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Dann: Benutze erst einmal nur Material (Film/Entwickler Kombination) welches als einfach zu handhaben gilt. Es gibt Filme
<p style="margin-left:0px;">die verzeihen viel, andere hingegen sind mit etwas mehr Vorsicht zu genießen. Ebenso verhält es sich mit den Ent-
<p style="margin-left:0px;">wicklern.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Du schreibst, dass Du Deine Ikoflex wieder benutzen möchtest. Mein Tip: Nimm Kodak Tri-X als Film und Kodak D-76
<p style="margin-left:0px;">1+1 als Entwickler. Das ist einer der ganz einfachen Kombinationen, die sehr einfach in der Handhabung sind, Du sehr
<p style="margin-left:0px;">schnell gut kopierbare Negative bekommst und mit der unzählige Fotografen seit 50 Jahren ihre ersten Schritte unternommen
<p style="margin-left:0px;">haben.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Bei der Auswahl des Materials gibt es verschiedene Aspekte.?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Filme: es gibt Filme mit klassischem Filmkorn, und welche mit neuerer Technologie (T-Kristall).
<p style="margin-left:0px;">Klassisches Filmkorn ist etwas einfacher in der Handhabung und hat je nach Empfindlichkeit
<p style="margin-left:0px;">ein sichtbares Korn. Natürlich musst Du dabei immer im Hinterkopf behalten, um welchen Faktor?
<p style="margin-left:0px;">Du ein Negativ vergrößern musst, um einen Abzug/Scan vom Negativ zu erhalten. Sagen wir,
<p style="margin-left:0px;">Du hättest gern einen Abzug/Scan in der Größe A4 - also 24x30 cm. Ein Negativ vom Kleinbild
<p style="margin-left:0px;">ist etwa 2,4 x 3,6 cm groß. Das heißt bei 24 x 30 cm Abzug eine Vergrößerung von ca 10x.
<p style="margin-left:0px;">Benutzt Du einen Rollfilm, ist selbiger 6cm breit. Es entstehen somit Negative (in Abhängigkeit
<p style="margin-left:0px;">von der Kamera) von 6 x 4,5 - 6 x 6 - 6 x 7 - 6 x 8 - 6 x 9 und bei Panoramakameras sogar
<p style="margin-left:0px;">bis 6 x 12 oder 6 x 17 cm. 6 cm haben alle Mittelformatnegative als Breite. 24 x 30 im Abzug
<p style="margin-left:0px;">wäre damit eine Vergrößerung um den Faktor 4.?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">10 x vom Kleinbild - 4 x von Mittelformat/Rollfilm.?
<p style="margin-left:0px;">Durch den unterschiedlichen Faktor der Vergrößerung wird natürlich auch das Filmkorn entsprechend
<p style="margin-left:0px;">mitvergrößert. Es gibt Fotografen, die stören sich am Korn und versuchen dies zu vermeiden oder
<p style="margin-left:0px;">zu unterdrücken, andere mögen den analogen Look respektive das Korn des Films. Ich gehöre zu
<p style="margin-left:0px;">den Letzteren, denn zur analogen Fotografie gehört auch das Filmkorn.?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Was ich damit sagen möchte: Falls Du erst einmal nur Deine Ikoflex mit Rollfilmen bestückst, musst
<p style="margin-left:0px;">Du Dir weniger Gedanken um das Korn machen, denn es ist fast gar nicht bis überhaupt nicht sicht-
<p style="margin-left:0px;">bar.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Zurück zu Filmen - Klassisches Korn:
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">ILFORD FP4 (ISO 125) - Markenfilm, einfach in der Handhabung, anfängertauglich, Klassiker
<p style="margin-left:0px;">ILFORD HP5 (ISO 400) - Markenfilm, einfach in der Handhabung, anfängertauglich, Klassiker
<p style="margin-left:0px;">KODAK TRI-X (ISO 400) - Markenfilm, einfach in der Handhabung, anfängertauglich, Klassiker
<p style="margin-left:0px;">FOMAPAN100 (ISO 100) - gutes Preis/Leistungsverhältnis, etwas anspruchsvoller in der Entwicklung, Schwankungen in der Qualität
<p style="margin-left:0px;">ADOX CHS 100 (ISO 100) - gutes Preis/Leistungsverhältnis, etwas anspruchsvoller in der Entwicklung, Schwankungen in der Qualität
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Bei letzterem gilt zu beachten. Es gibt bei unserem Hausherren noch den 'alten' CHS 100 zu kaufen. Der Film stammt von Efke aus
<p style="margin-left:0px;">Kroatien und wird NICHT mehr hergestellt, da Efke nicht mehr existiert. Darüber hinaus wurden immer wieder von Qualitätsproblemen
<p style="margin-left:0px;">berichtet. ADOX bringt gerade den 'neuen' CHS 100 II auf den Markt, hergestellt in Deutschland. Wie der Film im Detail sein wird,
<p style="margin-left:0px;">müssen wir erst noch abwarten. Als Rollfilm wurde er noch nicht konfektioniert.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Als Anfänger sollte man meiner Meinung nach einen Film wählen, der einfach zu handhaben ist, leichte Abweichungen bei der Belichtung
<p style="margin-left:0px;">und Entwicklung wegdrückt, eine gleichbleibend gute Qualität bietet und darüber hinaus langfristig lieferbar ist. Es ist sehr unangenehm,
<p style="margin-left:0px;">wenn man sich endlich sicher mit seinem Material ist, plötzlich der Film nicht mehr verfügbar ist und man wieder von vorn beginnt.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Neben Filmen mit klassischem Korn, gibt es welche mit T-Kristall. Selbige haben ein 'besseres' Schwarzschildverhalten, kaum sichtbares
<p style="margin-left:0px;">Korn, sehen sehr clean aus und sind rein messtechnisch den 'älteren' Technologien mit klassischem Korn überlegen. Ich persönlich
<p style="margin-left:0px;">mag sie nicht, sehen mir zu digital aus. T-Kristall Filme müssen länger fixiert werden und gelten als 'etwas' anspruchsvoller in der Verarbeitung.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Mein Tip weiterhin: TRI-X von Kodak, alternativ ILFORD FP4 da kannst Du NICHTS falsch machen!!
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Zum Thema Filmentwickler:
<p style="margin-left:0px;">Es gibt Flüssigkonzentrate und Entwickler in Pulverform, die vorher angesetzt werden müssen.?
<p style="margin-left:0px;">Pulver setzt man laut Vorschrift mit DESTILLIERTEM (Reinheit) WASSER (5L im Supermarkt/Drogerie) an.
<p style="margin-left:0px;">Nach 24h, spätestens nach 48h sind alles Salze gelöst. Wenn man das Pulver mit warmen Wasser mischt,
<p style="margin-left:0px;">gehts natürlich schneller. Das Pulver ergibt je nach Packungsgröße entweder 1 Liter Arbeitslösung oder
<p style="margin-left:0px;">5 Liter.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Flüssigkonzentrate werden einfach mit Wasser gemischt. z.B. Rodinal 1+50 - Ein Teil Rodinal plus 50 Teile
<p style="margin-left:0px;">Wasser. Benötigst Du 1000ml Entwickler... 1000 durch 50 = 20ml .... Also 20ml Rodinal und dann auf
<p style="margin-left:0px;">1000ml mit Wasser auffüllen.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Bei Pulver (wie z.B. D76): Pulver in Wasser auflösen (laut Vorschrift auf der Packung) und warten bis sich
<p style="margin-left:0px;">alles aufgelöst hat. D76 kann man als Stammlösung (unverdünnt) oder verdünnt 1+1, 1+2 oder 1+3 benutzen.
<p style="margin-left:0px;">Je weiter verdünnt, desto länger muss entwickelt werden. Als klassischer Ansatz bei D76 hat sich 1+1 er-
<p style="margin-left:0px;">wiesen. Benötigst Du 1000ml D76 Entwickler mit 1+1 Mischung... 500ml D76 plus 500ml Wasser - fertig.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Du siehst, alles kein Hexenwerk. Über die ganzen Feinheiten würde ich mir als Anfänger erst einmal keine
<p style="margin-left:0px;">Gedanken machen.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Mein Tip: D76 von Kodak Mischung 1+1 - entwickelt fast jeden Film und ist ein guter Kompromiss von Korn,
<p style="margin-left:0px;">Empfindlichkeit, Schärfe et c.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Bei Entwicklern gibt es auch kleine Unterschiede - sie sind bei weitem nicht so sehr sichtbar, wie vielerorts
<p style="margin-left:0px;">geschrieben.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Schärfe: Ein 'Vorteil' zieht einen anderen 'Nachteil' mit sich. Schärfe kommt vom Filmkorn. Es gibt Entwickler,
<p style="margin-left:0px;">welche das Korn hervorheben bzw. akzentuieren. Daraus entstehen 'schärfere' Negative aber auch das
<p style="margin-left:0px;">Korn ist sichtbarer. (immer dran denken - Kleinbild/Rollfilm) Ein Klassiker hier wäre RODINAL (APH 09)
<p style="margin-left:0px;">Der älteste Entwickler auf dem Markt, ergibt knackige Negative, gut sichtbares Korn, ist ein Flüssigkonzentrat
<p style="margin-left:0px;">und hält ewig.
<p style="margin-left:0px;">Andere Entwicklersorten (z.B. D76) entwickeln nicht ganz so scharf (minimal), dafür ist das Korn etwas zurück-
<p style="margin-left:0px;">haltender. Bei Rollfilm sind das nur Nuancen und kaum sichtbar. Es ist also immer ein Kompromiss von ver-
<p style="margin-left:0px;">schiedenen Faktoren. Was Dir auf Dauer wichtig ist, musst Du selber herausfinden.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Eines ist aber sicher: Es gibt KEINEN Entwickler, der Wunder vollbringt. Die Unterschiede sind da aber es handelt
<p style="margin-left:0px;">sich dabei um Nuancen und für den Einstieg sind sie zu vernachlässigen.?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Was sich bei den Filmentwicklern noch unterscheidet, ist die Ausnutzung der Empfindlichkeit. Mit der Empfindlichkeit
<p style="margin-left:0px;">ist die des Films (ISO 100, ISO 400 usw.) gemeint. Wenn Du laut Belichtungsmesser auf ISO 400 belichtest, sollte
<p style="margin-left:0px;">der Entwickler den Film natürlich so entwickeln, dass alle Bereiche (Schatten, Mitten, Lichter) gut entwickelt sind
<p style="margin-left:0px;">und ganz wichtig: ohne große Handstände, gut kopierbar/scanbar sind.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Eine alte Regel besagt.?Belichte auf die Schatten, entwickle auf die Lichter. Negativfilm hat einen relativ hohen
<p style="margin-left:0px;">Kontrastumfang. Du kannst also ruhig etwas überbelichten und musst Dir bei gutmütigem Film (Tri-X) keine
<p style="margin-left:0px;">Gedanken machen. Wenn ein Film hingegen zu wenig Licht bekommt, sind die Schatten im Zweifel nicht
<p style="margin-left:0px;">gezeichnet. (Negativ ist an der Stelle durchsichtig, hat keine Zeichnung und es wird an dieser Stelle im Positiv
<p style="margin-left:0px;">schwarz) Nach oben hin (Lichter) hat Film genügend Reserven!!!?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Fazit: ISO 100 z.B. lieber als ISO 50 belichten als mit zu wenig Licht (ISO 200)
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Die Länge der Entwicklungszeit regelt die 'Deckung' der Lichter (im Negativ grau bis schwarz). Je länger der
<p style="margin-left:0px;">Film entwickelt wird, desto dunkler (Deckung) werden die Lichter auf dem Negativ und im Positiv entsprechend
<p style="margin-left:0px;">heller.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Nehmen wir mal an, Du fotografierst eine Landschaft mit bewölktem Himmel. Ist nach dem entwickeln der
<p style="margin-left:0px;">Himmel und alle hellen Stellen auf Positiv/Abzug/Scan zu dunkel, (grau/matschig) war die Zeit der Entwicklung
<p style="margin-left:0px;">zu kurz. Ist der Himmel hingegen zu hell, (ausgebrannt) war die Entwicklung zu lang. Irgendwann hast Du
<p style="margin-left:0px;">Deine richtige Zeit gefunden. Du, mit Deiner Dose, Deinem Thermometer, Deinem Leitungswasser usw.
<p style="margin-left:0px;">Die Zeiten im Netz sind nur Anhaltspunkte!!?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Fazit:
<p style="margin-left:0px;">Mit der Belichtung regelst Du die Helligkeit/Zeichnung der Schatten. Wenn Du einen ISO 100 Film mit
<p style="margin-left:0px;">ISO 100 belichtest und mit Deinem Entwickler die Schatten zu wenig Zeichnung haben, belichtest
<p style="margin-left:0px;">Du beim nächsten mal mit ISO 80. (Stichpunkt: Ausnutzung der Empfindlichkeit - ist bei verschiedenen
<p style="margin-left:0px;">Entwicklern unterschiedlich - auch hier: Nuancen - 1/3 Blende plus minus) Reicht ISO 80 immer noch
<p style="margin-left:0px;">nicht, nimm ISO 50. Spätestens dann, sollte es passen. Da musst Du am Anfang ein wenig darauf achten,
<p style="margin-left:0px;">aber nach spätestens 5 Filmen hast Du es gefunden. Zur Info. Nur weil auf einem Film ISO 400 drauf
<p style="margin-left:0px;">steht, muss er in Entwickler XY noch lange keine ISO 400 bringen. Das hängt alles ein wenig vom Film,
<p style="margin-left:0px;">Deiner Entwicklungszeit und dem gewählten Entwickler ab. Auch hier gilt: Nuancen! plus minus 1/3 Blende.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Die Dauer der Entwicklung regelt also die Deckung der Lichter und somit den Kontrast. Der Kontrast ist?
<p style="margin-left:0px;">einfach ausgedrückt der Abstand zwischen Schatten und Lichtern. Großer Kontrast - großer Abstand,
<p style="margin-left:0px;">kleiner Kontrast - kleiner Abstand.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Klingt wahrscheinlich alles ein wenig kompliziert ist es aber in Wirklichkeit gar nicht. Du wirst da ganz?
<p style="margin-left:0px;">schnell dahinter steigen und in kurzer Zeit vielleicht selbst einem anderen hilfreich zur Seite stehen
<p style="margin-left:0px;">können.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Zum Abschluss noch: benutze KEINEN Filmabstreifer!!! Film nach dem Fixieren wässern, kurz in einem
<p style="margin-left:0px;">Netzmittelbad (destilliertes Wasser (sauber) + Netzmittel) baden und ab auf die Leine. (an Klammer,
<p style="margin-left:0px;">unten kleines Gewicht). Durch das Netzmittel läuft das Wasser sehr schnell ab und der Film trocknet
<p style="margin-left:0px;">rasch. Du kannst auch den Film vorher noch zwischen Zeige- und Mittelfinger ziehen und das Wasser
<p style="margin-left:0px;">abstreifen, aber eigentlich ist das nicht nötig. Mit Filmabstreifern haben sich schon viele Fotografen
<p style="margin-left:0px;">ihre Filme verkratzt. Die Emulsion ist im feuchten Zustand sehr empfindlich!
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Das wars von mir, ist doch etwas mehr geworden als gedacht.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">Liebe Grüße aus Dresden und viel Spaß beim entwickeln Deiner ersten Filme!
<p style="margin-left:0px;">Dirk
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">PS. das man beim Einspulen der ersten Filme etwas Schweiß auf der Stirn hat ist vollkommen normal!!
<p style="margin-left:0px;">Das gibt sich schnell und wird zur Routine.
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">?
<p style="margin-left:0px;">?
MReinke
Hallo Achim B. und Rolf-Werner,
der Trick mit der Salatschleuder stammt von Thomas Wollstein, der ihn wiederum von einem ehemaligen Mitschüler hat (siehe
www.fotografie-in-schwarz-weiss.de/sw-fotografie/kolumne/106-wollstein08.htn sogar mit Bild). Die von Dir, Rolf-Werner zu recht erwartete Unwucht vermeidet er übrigens durch Platzierung einer zweiten (ggf. leeren) Filmrolle auf der gegenüberliegenden Seite der Trommel. Die o.a. Homepage ist nicht nur für Anfänger ein wahres Schatzkästlein!
Viele Grüße und frohes Fest
Michael Reinke
MReinke
Sorry, ein Tippfehler: die Endung lautet natürlich nicht htn sondern html
Rolf-Werner
Jetzt schreibt ihr ja immer noch an dem Thread herum :)
?
Mittlerweile hab ich ja nun schon mal wieder 5 Filme selber entwickelt und viele Abzüge davon gemacht und viele eurer Tipps beherzigt. Bin ja eigentlich kein Newcomer auf dem Gebiet, ist nur schon eine Weile her. Da muss man sich erstmal orientieren, was aktuell so läuft, und da hab ich viele gute Infos gekriegt. Die Geschichte geht aber noch weiter, ich werde die Tage mal die Dunkelkammer wieder anschmeißen...
?
Grüße
Rolf
mattes
Wenn man schon das Zeug hat spricht im Grunde genommen nichts gegen die Selbstverarbeitung. Genauso wenig spricht gegen das Fremdverarbeiten wenn man damit zufrieden ist.
Um wirkliche Spitzenergebnisse zu erzielen muss man auch bei der SW Verarbeitung erhebliche Anstrengungen unternehmen. Das fällt vielen von uns nicht auf weil es ein Hobby oder eine Berufung ist und man das Thema nicht nüchtern und sachlich angeht. Da ist viel Herzblut und Leidenschaft dabei. Gute Ergebnisse gibt es nicht zum Nulltarif und Spitzenleistung geht nicht ohne Aufwand.
Hier noch ein paar Anmerkungen zum Thema trocknen u.ä.
Das staubfreie Trocknen ist leider nicht überall so ohne weiteres möglich. Was bei dem einen im Bad problemlos gelingt, geht bei einem anderen trotz identischer Bedingungen daneben. Es gibt staubfreie, staubarme und staubige Räume.
Das ganze ist ein technisches Problem für das es folglich immer eine technische Lösung gibt. Es ist am Ende immer eine Frage des Aufwands den man treiben kann und will.
Ich hatte früher eine Duka in der Wohnung (ehemals das Gästeklo) dort wurde mit einer Gaszentralheizung geheizt, die Filme konnte ich in der Dusche zum Trocknen aufhängen. Jetzt befindet sich die Duka in einem Kellerraum, es wird mit Ölzentral und Kaminofen geheizt. Die Dunkelkammer hat eine komfortable Größe mit dem staubfreien Trocknen durch einfaches Aufhängen in der Dusche ist es vorbei. Nach einigem Rumprobieren kommt ein Kindermann Trockenschrank zum Einsatz.
Ich habe die Erfahrung gemacht dass mit der Dauer der Nassperiode die Filme generell mechanisch empfindlicher werden. Folglich sollte man diese Periode möglichst kurz halten. Aus einem unfreiwilligen Versuch gelangte ich zu der Erkenntnis dass sich die Emulsion bei Raumtemperatur nach größer 2 Std im Wasser ablöst. Wenn man z.B. mit Standentwicklungen arbeitet hat man den Film schon 1 Std im Entwickler stehen, dann kommen noch ca. 4 Min Stopp/Fix, 1 Min Abspülen, 1 Min Auswaschbeschleuniger und min. 20 Min Wässern dazu. Wir sind dann nur noch 40 Min vom Emulsionscrash entfernt. Logisch dass die Emulsion dann schon sehr, sehr weich geworden ist.
Am besten trocknen übrigens die guten Verkehrsüberwachungsfilme, da merkt man dass diese Filme für Hochtemperaturprozesse ausgelegt sind und entsprechend robust aufgebaut sind.
Rolf-Werner
Was? Ich dachte, da stecken heute elektronische Kameras drin??? :)
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Aber ich kann mir vorstellen, dass die Emulsionen speziell gehärtet sind, weil die Kameras ja in Wind und Wetter draußen stehen.
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Rolf
MirkoBoeddecker
Auf gar keinen Fall will ich Euch von der Selbstverarbeitung abhalten aber damit keine Missverständnisse entstehen:
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Wir bieten, nach wie vor unsere bewährte
FOTOIMPEX Filmentwicklung an. Ab 3,00 € zuzüglich MwSt pro Film. Individuell handentwickelt in ATOMAL und Schlussgewässert in AquaDest mit Netzmittel plus Trocknung in Trockenschrank mit Staubfilter.
Danach von Hand geschnitten und abgelegt in ADOFILES.
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Das wie gesagt nur für diejenigen die keine Lust auf Selbstentwicklung haben und jetzt bei den "Schreckensmeldungen" oben skeptisch geworden sind.
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Viele Grüße,
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Mirko
Bonderer
Hallo
Als meine Kinder noch klein waren hatte ich mal Filme entwickeln lassen. Die waren so grottenschlecht, dass ich sehr schnell wieder selber entwickelt habe, auch die aus einem Kodaklabor waren schlecht. Da gab's nur eines, abschließbaren Schrank besorgt, sehr hoch gehängt und nur halbwegs kindersichere Entwickler, Neofin Rot oder Blau benutzt und nur kleine Gebinde Fix, Papierentwickler usw. damit ja nicht viel im Schrank war, oder samstags morgens ins Fotogeschäft und das geholt, was ich brauchte und verbraucht. Neofin waren nicht unbedingt meine Entwickler, aber besser als weggeben waren die Filme allemal.
Wenn man nicht selber entwickelt, wo bleibt da der Spaß?
ThomasPauly
Habe vor einiger Zeit aus Neugier mal einen APX 400 (alt) im Drogeriemarkt abgegeben (dm - lässt m.W. bei CEWE arbeiten). Ergebnis: einwandfrei. Die Negative waren visuell untadelig und ergaben auch bei der späteren Nachvergrößerung im Eigenlabor gute Ergebnisse. Auch an den Prints war nichts auszusetzen: guter Brillanzeindruck, Tonwertskala voll ausgeschöpft.
Fazit: natürlich ist die Selbstverarbeitung die andere Hälfte des analogen Schwarzweiß-Vergnügens. Wer aber keine eigene Dunkelkammer zur Verfügung hat, kann durchaus auch mit fremdverarbeiteten Filmen glücklich werden. Man sollte marktgängige Filme nehmen und bei der Aufnahme extreme Kontraste und Helligkeitsverteilungen vermeiden (also ein wenig "automatengerecht" fotografieren). Ein paar Konzessionen an die Gestaltbarkeit der Ergebnisse muss man sicher machen; gerade wer aber neu in die Silberhalogenid-Fotografie einsteigt, kann auch ohne eigenes Labor zu Erfolgserlebnissen kommen.
Grüße
tepe