Renate
Adofix ist auch als Pulver ein Schnellfixierbad. Ich kenne derzeit keinen Hersteller, der noch das normale Fixierbad liefert. Das muss man sich schon selber mixen. Aber der Test der Klärzeit ist unabhängig vom Typ des Fixierbades immer richtig.
Viele Grüße
Renate
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jonny
Adofix ist auch als Pulver ein Schnellfixierbad. Ich kenne derzeit keinen Hersteller, der noch das normale Fixierbad liefert. Das muss man sich schon selber mixen. Aber der Test der Klärzeit ist unabhängig vom Typ des Fixierbades immer richtig.
Viele Grüße
Renate
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Danke für diesen Hinweis, dass Adofix ein Schnellfixier ist, war mir nicht bekannt. Normale Pulverfixierer auf Basis von Natriumthiosulfat sind erhältlich von Foma, Kodak und Tetenal.
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VG,
Jo
CommodoreMan
Hallo.
Danke für die Tips!
Mir ist eh aufgefallen, dass ich ja noch eine angebrochene Flasche adofix vom Papier habe. Ist ca 3 Wochen jung.
Die Klärzeitbestimmung kenne ich und mache diese schon immer mit dem papierfix, um durch eine Verlängerung zu erkennen, wann die Lösung erschöpft ist. Merke ich eine Verlängerung, kommt neuer fix.
Beim Film werde ich zusätzlich noch die obligatorische Strichliste führen. Es gibt da ja Angaben, wie viele Filme mit dem Ansatz machbar sind. Ich hoffe mal, dass meine Entwicklungsdose diese Woche endlich kommt. Es juckt in den Fingern ;).
Gruß C-Man
CommodoreMan
Heureka, es ist vollbracht!
Heute ist endlich die Lieferung von Jobo angekommen und so hielt ich meinen Unitank 1520 in der Hand.
Es folgte, was folgen musste: Nach ein paar Trockenübungen bei Licht und dann mit verschossenen Augen ging mir das Film einspulen schnell recht sicher von der Hand. Im Anschluss schnappe ich mir dann den extra hierfür belichteten, überlagerten Delta 100 und spulte ihn in die Dose ein.
Nach dem Ansetzen von Entwickler, Stoppbad und Fix ging es dann los. Alles mit etwas Aufregung schön nach Anweisung eingegossen, Zeiten gemessen und bewegt. Während die ersten Kipper noch etwas unbeholfen waren, hatte ich auch da schnell herausgefunden, wie es sich wohl am besten kippt.
Die Fixierzeit vorher mit dem Schnipseltest bestimmt. Bei einer Klärzeit von 1:12 min bin ich dann mal auf eine Fixierzeit von 2:30 gegangen.
Das Ergebnis ist meiner Meinung nach für den ersten Versuch echt gut geworden. Die Negative scheinen nicht zu flau oder zu stark. Einzig was mich etwas wundert, ist der eine Rand des Negatives, welcher scheinbar nicht richtig fixiert wurde. Nun die Frage, kann das an der Fixierzeit liegen, oder war da evtl. Luft in der Spirale gehangen, die da gestört hat? Von der Menge her sollte es mit 400ml Fix für einen Film ja keine Probleme geben. Ich habe mal gemessen und bei 260ml ist die Spirale ohne Film sauber bedeckt mit Polster.
Habt ihr da so ins Blaue rein eine Idee, woran das liegen könnte, oder ob das bei der Heimentwicklung einfach "normal" ist? Nachdem es nur außerhalb des Bildbereiches ist, ist es ja nicht sooo tragisch.
Gruß Christian!
jonny
Hi,
Glückwunsch :)
Meinst du die Seite, wo der Filmname einbelichtet ist oder den gegenüberliegenden Rand? Auf dem Bild kann man leider nicht viel erkennen, nur einige etwas dunklere Streifen/Stellen am Filmrand. Nicht ausfixierte Bereiche sehen normalerweise bräunlich-beigefarben aus. Wenn die Stellen richtig schwarz sind (wie Bildsilber aussehen) könnte es Fremdlicht sein, das auf den Film gekommen ist.
CommodoreMan
Da muss ich Euch recht geben. Ich hatte das zweite Bild ganz vergessen. Der Inhalt des gezeigten war eher ein "Guck mal es hat funktioniert" ;).
Es ist wirklich leicht bräunlich geblich. Schwarz wie belichtet sieht es definitiv nicht aus. Ich hoffe mal, man kann an dem Bild was erkennen. Ich und die Kamera in meinem Wischehandy sind nicht unbedingt dicke Freunde ;).
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Gruße CM
HenningH
Das sieht wirklich nach schlechter Fixage aus. Wenn es nur am Rand ist, stört es wenig. Du solltest bei Flachkristallern (tmax, Delta & Co.) die dreifache Klärzeit fixieren, nicht nur die doppelte.
jonny
Ja, das ist unzureichende Fixage. Das ist natürlich der Bereich des Films, der direkten Kontakt mit den Rillen der Spule hat, wo der Flüssigkeitsaustausch naturgemäß etwas eingeschränkt ist. Hier können sich auch Luftblasen festsetzen. Bei einer sehr kurzen Fixierzeit wie hier unter 3 Minuten ist das Risiko relativ hoch, dass es Ecken gibt, die gar nicht richtig fixiert werden. Deshalb würde ich auf ausreichende Bewegung achten (du musst nicht durchgängig kippen, aber z.B. initial 15 Sekunden und dann alle 30 Sek. für 10-15 Sekunden, so mache ich es) und mich ansonsten dem Tipp von Henning anschließen, bei einem Flachkristaller wie Delta ruhig auch die dreifache Klärzeit zu fixieren oder auch (ausgehend von deinen Werten) 5 Minuten, das sollte hinhauen. Dann bist du immer noch weit von einer möglichen Überfixierung entfernt. Du kannst den gezeigten Film nachfixieren oder es auch so lassen wie es ist, da die Problemstellen recht klein und weit vom eigentlichen Bild entfernt sind.
Noch was zum Thema Papierfixierer/Filmfixierer: Das Fixierbad ist ja an sich das gleiche, man sollte aber die Ansätze nicht mischen bzw. für beides verwenden, da beim Fixieren Stoffe ins Fixierbad übergehen, die sich ungünstig auf das Fixierverhalten mit dem jeweils anderen Medium auswirken können.
CommodoreMan
Da habe ich Schussel glatt übergangen, dass der delta 100 ja ein delta Film ist ;). Normal nicht "meine" Emulsion, der war halt gerade da, noch mit bei einer Kamera dabei gewesen.
Nach dem Trocknen sehen die negative meiner amateurhaften Meinung nach ganz gut aus, wenn man von den fixagefehlern am Rand absieht. Ich habe mich aber gegen nachfixieren entschieden, da auf dem Film eh nichts wichtiges ist, sondern nur banale testaufnahmen, die ich gemacht habe, damit es nicht so tragisch ist, wenn bei der Entwicklung was komplett schief gegangen wäre.
Achja: für Papier und Film verwende ich zwar das selbe Produkt, aber klar in getrennten arbeitslösungen.
Und nochmal vielen Dank für eure Hilfe. Ohne euere Tips wäre ich ganz schön im Dunkeln getappt.
Gruß Christian
jonny
Okay, alles klar.
Die Negative sehen gut aus, so weit man das von hier beurteilen kann. Wenn du nächstes Mal deinen "Standardfilm" verarbeitest, ermittelst du noch mal wie gehabt die Fixierzeit mit dem Klärtest und notierst sie dir, das ist dann deine Referenz für frischen Fixierer (okay, ist jetzt schon 1 Film durch, aber ...)
Nach den ersten 10 Filmen pro Liter Fixierbad (1+4) kannst du dann mal einen weiteren Klärtest mit deinem Standardfilm machen und die Zeit vergleichen. Man sagt, dass bei verdoppelter Klärzeit die Kapazitätsgrenze des Bades erreicht ist. Die Kapazitätsangaben des Herstellers würde ich aber nie überschreiten. Bei mir ist normalerweise spätestens nach 20 Filmen pro Liter Schnellfixierbad 1+4 Schluss. Ein T-Max/Delta-Film zähle ich dabei als 2 Filme.
CommodoreMan
Hallo zusammen!
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Gestern habe ich mich an den zweiten Film gemacht. Diesmal ein HP5+, den ich doch des Öfteren verwende.
Im Gesamten scheint die Entwicklung gut geworden zu sein. Einige Bilder sind etwas flau im Kontrast, aber das schiebe ich eher auf die Belichtung, da ich den Film unter schwierigen Bedingungen belichtet habe und die Bilder, welche ich unter guten Bedingungen auf den Film gemacht habe, passen.
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Nun noch zwei Fragen:
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Sehe ich das richtig, dass ich mit der Verdünnung meines HC110 und auch dem Kipprhythmus die Krümmigkeit zu einem gewissen Teil beeinflussen kann? Die Entwicklung ist schon knackig kornig geworden. Mehr sollte es in meinem Geschmack nicht werden, ein bisschen weniger wäre durchaus denkbar.
Im Moment habe ich Verdünnung E bei 7,5 Minuten benutzt mit der von Ilford empfohlenen Kippmethode, also zu Beginn jeder Minute 4x kippen, was ca 10 Sekunden dauert. Wenn ich das richtig lese, sollte eine stärkere Konzentration ja stärker kornanlassend wirken, also etwas weniger Korn zeigen?
Es ist mir schon klar, dass ich im Endeffekt jetzt selbst experimentieren muss, bis ich das Ergebnis genau so habe, wie es meinen Vorstellungen entspricht. Die Frage war nur, ob mein Denken in die richtige Richtung geht?
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Und die andere Frage bezieht sich noch auf das Fixieren:
Ich habe mir jetzt so weit die Fixierzeit bestimmt. Bei ca 1:40 Klärzeit habe ich dann mal 4 Minuten fixiert. Beim HP5+ genügt ja die doppelte Klärzeit. Dass Überfixage nicht gut tut, ist mir auch bekannt. Aber gibt es eine Faustformel, mit der man sagen kann, ab der wievielfachen Klärzeit ca die Erscheinungen der Überfixage zu Tage treten?
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Gruß C-Man
HenningH
Die Feinkörnigkeit wird beim HC-110 in erster Linie durch das Sulfit bestimmt. Je mehr Sulfit im Entwickler ist, desto mehr werden die Körner rundgelutscht. So müsste also Verdünnung A den feinkörnigsten Eindruck hinterlassen... Vielleicht probierst Du mal Verd. B. So körnig finde ich das Ergebnis für einen HP5+ aber nicht.
jonny
?
Und die andere Frage bezieht sich noch auf das Fixieren:
Ich habe mir jetzt so weit die Fixierzeit bestimmt. Bei ca 1:40 Klärzeit habe ich dann mal 4 Minuten fixiert. Beim HP5+ genügt ja die doppelte Klärzeit. Dass Überfixage nicht gut tut, ist mir auch bekannt. Aber gibt es eine Faustformel, mit der man sagen kann, ab der wieviel fachen Klärzeit ca die Erscheinungen der Überfixage zu Tage treten?
?
Gruß C-Man
?
Hi,
das Risiko des Überfixierens wird meistens überschätzt. In ein oder zwei Minuten mehr passiert da nix. Ich würde sagen, unter 10 Minuten (absolut) bist du mit Schnellfixierer noch auf der sicheren Seite.
CommodoreMan
Hallo zusammen!
Ich habe heute mal die Ersten Vergrößerungen der Negative angefertigt und mir ist aufgefallen, dass die Bilder mit Papier in der Gradation normal (Fomaspeed Singlegrade) z. T. etwas knackiger im Kontrast sein könnten. Nicht extrem, aber so ein bisschen.
Nun mal die Frage an die Profis: sollte ich vorerst mal versuchen meinen Kipp zu ändern, oder die Entwicklungszeit etwas anheben?
Im Moment kippe ich nach einer Anweisung, welche nach dem Einfüllen sowie nach jeder Minute 4 Kipps in der Dauer von gesamt 10 Sekunden. Oft wird ja aber auch geraten, die ersten 30 Sekunden dauerhaft zu bewegen, und z. B. nach Agfa alle 30 Sekunden einmal zu kippen. Mehr Bewegung vor allem am Anfang soll die Negative ja etwas steiler machen, oder bin ich da auf dem Holzweg?
(die Entwicklungszeiten habe ich mir vom massive dev Chart besorgt).
Gruß Christian
Morte
Hallo Christian,
beim Kippen ist vor allem entscheidend, dass du es immer gleich machst, damit du die Ergebnisse wirklich verlässlich vergleichen kannst. Wenn du den Kontrast verstärken willst, kannst du die Entwicklungszeit der Negative in 10-20%-Schritten verlängern. Oder (was ich für sinnvoller halte) Multigradepapier verwenden und den Kontrast am Vergrößerer erhöhen, je nach Gerät mittels Filterfolien oder dem Magentaregler. Funktioniert aber beides.
Andererseits: Da es deine ersten Vergrößerungen waren, würde ich erst einmal ein paar mehr anfertigen, ohne Veränderung. Dann kannst du besser einschätzen lernen, welche Motiv- und Lichtsituationen sich wie verhalten. Also ein nebliger Tag am See z.B. hat wenig Kontrast, aber das gerade macht die Bildaussage aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade als Anfänger viel zu schnell und zu viel ändern will, auch aus Lust am probieren, sich dadurch aber die Sache erschwert, weil man eben noch keine vergleichbaren Erfahrungen hat. Eine Weile, also z. B. drei, vier Filme oder zwei bis drei Dunkelkammersitzungen darf man eine gewählte Methode mindestens probieren und kennenlernen, bevor man wirklich effektiv an den Stellschrauben drehen kann. Denn es gibt immer auch noch andere mögliche Gründe, etwa überlagertes Fotopapier, nicht mehr frischer Entwickler, Verschleierungen usw. Je mehr man also Praxis sammelt mit einer Methode, desto klarer kristallisieren sich Fehler und Erfolge heraus.
CommodoreMan
Ok. Hier nochmals ein paar Informationen, die mich auf diese Annahme, dass die Negative etwas knackiger sein könnten bringt:
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Als Motive hatte ich da schon Bilder mit Kontrasten genommen. Dass das Bild eines trüben Tages auch auf dem negativ/Abzug eher trüb ist, ist soweit klar und ja auch wünschenswert.
Maßgabe als Vergleich war hier eher, dass ich beim verarbeiten von nicht von mir entwickelten Negatien am Vergrößerer mit Singlegrade Papier normaler Gradiation auch Bilder bekommen hatte, die nach normaler Gradiation aussahen. Die selbstentwickelten Bilder sahen nun eben im Gesamten Schnitt weicher aus.
Multigrade ist langfristig mein Ziel und ich habe auch schon Versuche mit überlagertem Ilford Multigrade Papier vom Vorbesitzer gemacht, was ganz passable Ergebnisse mit sich brachte. Auch vom Vergrößerer her bin ich super auf Multigrade eingestellt. Es ist ein Kaiser mit Multigrade Filderkopf.
Für den Vergrößerungs Anfang hatte ich mir aber erstmal Singlegrade material besorgt, um nicht noch eine Schraube mehr zum drehen zu haben. Ich wollte erstmal für singlegrade einigermaßen ein Gefühl entwickeln, bevor ich dann mit Multigrade anfange.
Es geht mir ja im Grundsatz jetzt auch nicht um das Problem, dass mir meine Abzüge nicht gefallen. Da könnte ich ja bei Multigrade härter filtern oder ein härteres Papier wählen.
Es geht mir da eher darum, die Negative zuerst mal möglichst nahe am Optimum zu entwickeln. Im Moment beurteile ich meinen Status eher in die Richtung: Schon ganz tauglich, aber etwas Feintuning kann nicht schaden.
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Gruß Christian
Morte
Dann würde ich verlängerte Entwicklungszeiten probieren, siehe oben. Abgesehen davon: Es gibt ja nicht ohne Grund Kontraststeuerung und verschiedene Papierhärten. Dort zu korrigieren oder besser: zu justieren hat also nichts mit falsch oder nicht optimal entwickelten Negativen zu tun. Denn bei Kleinbild hat man fast immer das Phänomen, dass auf einem Filmstreifen eben verschiedene Kontraste vorhanden sind, weil man nicht wie beim Großformat jedes Bild einzeln angepasst entwickeln kann. Die Entwicklung zu verändern hat also nur dann Sinn, wenn auffällig viele Aufnahmen auf verschiedenen Negativstreifen/Filmen zu "flau" sind. Das sage ich deshalb, weil man mit zu viel Kontrast auch wertvolle Graustufen zerstören kann, und dann kann man nicht mehr nachbessern.
Wolf_XL
... ich finde es auch sinnvoller, zuerst an der "Papierschraube" zu drehen - das geht einfacher und du bekommst in erster Näherung fast immer ein brauchbares Positiv. Das hindert dich ja nicht, parallel dazu deinen Negativprozess trotzdem so weit zu optimieren, dass Du als Folge davon meist nur noch Gradation 2 oder 3 brauchst. Daneben kannst Du mit Variokontrast-Papier auch mal manuelles Splitgrade ausprobieren...
CommodoreMan
Mal sehen, wie sich die nächsten Negative in der Entwicklung so machen. Muss ja auch erstmal sehen, ob das ganze wirklich konstant etwas mehr crunch vertragen könnte.
Über den Film hinweg ist es auf jeden Fall bis auf wenige sehr kontrastarme Bilder, die ich selbst durch eine Fehlbelichtung verschudet habe, gleichmäßig etwas flau.
Noch sind es ja nur einige wenige Filme, die ich gemacht habe. Sind ja gerade mal 4 Stück, die noch nicht mal alle der selbe Typ waren.
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Gruß C-man