Quinquaginta
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<blockquote class="ipsBlockquote" data-author="Quinquaginta" data-cid="18052" data-time="1416072673">
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Bei den normalen, nicht monochromen 400er SW-Filmen ist der T-Max 400 der feinkörnigste, der schärfste, und auch der Film mit der höchsten Auflösung.
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Hallo Henning,
meinst du "nicht chromogen"?
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Timgruss
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Moin Tim,
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ja natürlich! Habe mich verschrieben, danke für den Hinweis. Richtig muss es natürlich heißen:
"Bei den normalen, nicht chromogenen 400er SW-Filmen ist der T-Max 400 der feinkörnigste, der schärfste, und auch der Film mit der höchsten Auflösung."
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BG,
Henning
TiMo
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Bei den normalen, nicht monochromen 400er SW-Filmen ist der T-Max 400 der feinkörnigste, der schärfste, und auch der Film mit der höchsten Auflösung.
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Hallo Henning,
meinst du "nicht chromogen"?
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Hallo Neutrino,
der FX-39 funktioniert auch mit schnellen Filmen sehr schön. Er hat dann eben nicht mehr die Eigenschaften eines Feinkornentwicklers. Was aber aus den Gründen, die Henning nannte, ziemlich egal ist. Einen großen Pluspunkt finde ich ausgleichende Wirkung bei höherer Verdünnung.
Der kostet nicht die Welt. Einfach mal ausprobieren. Letztlich musst du selber entscheiden, ob es dir gefällt.?
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Timgruss
Quinquaginta
Hallo Quinguaginta,
danke nochmal für deine Ausführungen.
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Der FX 39 klingt jetzt wirklich sehr interessant für mich. Bisschen stutzig macht mich allerdings die Ansage von Adox und auch im Datenblatt von Paterson ist zu lesen, dass man eher nur Filme bis ISO 100 bzw. 200 mit diesem Entwickler verwenden sollte. Wird der selbst bei Flachkristallern wie der T-MAX 400 dann schon so extrem körnig? Nachdem du sowohl Rodinal als auch den FX 39 kennst wie sieht es da im Verhältnis aus?
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Moin,
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keine Ursache, gern geschehen.
Zur Frage: Nein, der Kodak T-Max 400 wird keinesfalls sehr körnig mit dem FX-39. Weil der TMY-2 "von Haus aus" schon sehr feinkörnig ist. In der ISO 400/27€ Klasse der SW-Filme ist nur noch der Kodak BW 400 CN etwas feinkörniger. Aber da der BW 400 CN als chromogener Film eh einen komplett anderen Aufbau hat, ist der Vergleich ohnehin etwas unfair.
Bei den normalen, nicht chromogenen 400er SW-Filmen ist der T-Max 400 der feinkörnigste, der schärfste, und auch der Film mit der höchsten Auflösung.
Er übertrifft bei diesen drei Parametern sogar einige konventionelle 100er Filme mit kubischer Kristallstruktur.
Bei aller berechtigten Kritik, die man in vielen Bereichen an Kodaks Firmenpolitik in den letzten Jahren üben konnte / kann, aber mit diesem Film haben sie wirklich die Benchmark gesetzt. Daran müssen sich alle anderen 400er SW-Filme messen lassen.
Die sehr gute Schärfe des TMY-2 wird durch den FX-39 gut betont, und das Korn ist akzentuiert, bleibt aber relativ fein.
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BG,
Henning
Neutrino
Nach einigem Ausprobieren hat sich der Kodak X-TOL als mein Standard-Filmentwickler etabliert. Er ist wirklich extrem feinkörnig und hat noch dazu eine gute Empfindlichkeitsausnutzung.
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Was ich suche wären jetzt noch zwei, drei Alternativentwickler unter folgenden Gesichtspunkten:
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1.) Ein weiterer Allroundentwickler, der allerdings das Korn etwas mehr betonen darf im Vergleich zum X-TOL, eine ausgezeichnete Kantenschärfe hat und sehr ausgleichend arbeitet. Die Nennempfindlichkeit des Films sollte erreicht werden. Das Konzentrat oder die Stammlösung sollte lange haltbar sein. Zumindest 1 Jahr. Mit "das Korn etwas mehr betonen" meine ich allerdings keine Rodinal-Geröllwüsten. Das ist mir zu extrem! Mit einem scharfen, aber immer noch recht feinen Korn kann ich mich allerdings anfreunden und finde das für gewisse Bildmotive sehr vorteilhaft. Was könnt ihr unter Beachtung der zuvor genannten Punkte empfehlen?
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2.) Einen extremen Feinkornentwickler, der noch feiner als X-TOL arbeitet. Blendenverlust von 1 Blende oder sogar mehr nehme ich gerne in Kauf. Verwaschen sollte das Bild nicht sein, wenn es aber nicht ganz sooo knackig ist wäre es kein Problem. Haltbarkeit spielt auch nicht so eine große Rolle. Ich denke natürlich gleich an Perceptol, CG512 und HRX. Nur sind die tatsächlich noch feiner als X-TOL? Ich habe schon öfter gelesen, dass der Perceptol nicht viel mehr schafft als X-TOL. Vom neuen hochgejubelten HRX von Spur habe ich Vergleichsbilder gesehen, wo mir eigentlich überhaupt kein Unterschied zu einem ID-11 aufgefallen ist. Gibt es da also noch etwas oder ist X-TOL eigentlich schon das Maximum?
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3.) Einen guten Push-Pull-Entwickler. Dafür überlege ich mir den Spur Ultraspeed Vario. Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht?
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Mich würde es besonders freuen wenn mir hier jemand weiterhelfen kann, der ebenfalls X-TOL verwendet oder früher verwendet hat und einen Vergleich zu anderen Entwicklern hat, der den oberen Gesichtspunkten entspricht. Ich kann mir einfach an Hand vom X-TOL am besten einen Vergleich vorstellen. Trotzdem freue ich mich natürlich auch über jeden Kommentar und Tipp von Nicht-XTOL-Usern!
grommi
Rodinal-Geräullwüsten? Hast du den mal bei 16 - max. 18 °C probiert? Und Xtol ist doch auch ein hervorragender Push-Entwickler. Den kann man doch auch mit der Verdünnung wunderbar steuern. Wenn's etwas teurer sein darf, Emofin ist ein hervorragender Push-Entwickler, den ich aus eigener Erfahrung empfehlen kann.
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Aber m.E. braucht man außer Xtol und Rodinal nicht noch was anderes. Es sei denn, man hat Lust am selbermixen: Caffenol-C, Parodinal, Mytol, Beutler, D23 .....
bernhardmangelsgmxde
als reuiger Zurückkehrer zu Xtol: Bleib einfach dabei!
Rodinal kann man natürlich mal ausprobieren, Klassiker, wenn man was wirklich anderes will, anderer Allrounder (und einer der Klassiker) wäre D76, ein Jahr ist für die Stammlösung meiner Erfahrung nach kein Problem (bei Xtol bei mir bisher auch nicht, in aqua demin angesetzt und hochgefüllten Apothekerflaschen gelagert). Dass Rodinal bei 16° feinkörniger arbeiten würde, habe ich schon von mehreren Seiten gehört... aber bei mir nicht. APX 400 (Leverkusen) wurde mir damit schon schön körnig.
piu58
> APX 400 (Leverkusen) wurde mir damit schon schön körnig.
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Rodinal verzeiht Überentwicklung nicht. Wenn man mit Macht versucht, eine im Kopf vorhandene Empfindlichkeit zu erzielen, dann wird man mit Korn bestraft.
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Es gibt nur wenige Filme, mit denen Rodinal, richtig angewandt, nicht zusammenarbeitet. Das Problem ist dann meist die Aufsteilung der Lichter, welche nicht beherrscht werden kann.
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Richard Henry (
http://www.amazon.de/Controls-Black-And-White-Photography-Richard-Henry/dp/0240517881?) hat Rodinal mit anderen Entwicklern verglichen. Die Körnigkeit ist im Rahmen der Messgenauigkeit nicht höher. Allerdings ist durch die starke Schärfe das Korn besser sichtbar.
michael-kielgmxnet
zu 1) könnten folgende passen:
Moersch efd: arbeitet schön scharf mit mäßigem Korn und guter Empfindlichkeitsausnutzung.
Rollei RHS: guter Allround-Ausgleichs-Entwickler, mäßiges Korn
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zu 2) kann ich aus eigener Erfahrung nur Atomal empfehlen. Ob man damit jedoch noch feineres Korn als mit Xtol erzielt kann ich nicht sagen.
Wolf_XL
...den Rollei RHS würd ich ganz schnell begraben - der reagiert äußerst empfindlich auf die Wasserqualität und ist auch sonst recht zickig...
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Mal davon abgesehen - das, was Du dir da vorstellst, wird nicht funktionieren.
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Weder produziert Entwickler X bei jedem Film gleich grobes Korn und Kantenschärfe, noch nutzt Entwickler Y bei jedem Film die Nennempfindlichkeit aus und auch Entwickler Z wird nicht jeden Film in gleichen Maßen pushen können...
Gast
Hallo,
ich würde auch bei Xtol bleiben.
Ist gut über die Verdünnung steuerbar. Unverdünnt sehr feines Korn bis 1+3 für hohe Schärfe.
Pushen kann er auch gut? :
http://www.joerg-bergs.de/kodak-xtol-praxisbericht-in-dritter-auflage/
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Zu 1.)? - Das liest sich wie die Beschreibung von SPUR SD2525 :
http://spur-photo.com/spur-qualitaetsentwickler/
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Ich persönlich komme eigentlich immer wieder auf Kodak D-76 (bzw. Ilford ID-11) zurück.
Bei minimal gröberem Korn im Vergleich zu Xtol bringt er in der 1+1 Verdünnung alle Filme sicher nach Hause.
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Gruß
Wolfgang
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Gruß
Wolfgang
piu58
> den Rollei RHS würde ich ganz schnell begraben
Ich nehme ihn gern (RHS DC), er arbeitet gut. Probleme mit der Wasserqualität oder Haltbarkeit habe ich keine.
Ich benutze ihn als Einmalentwickler.
HenningH
Anforderung 1 klingt auch sehr nach Neofin.
Wolf_XL
... das glaub' ich dir gerne - meine Erfahrung mit dem Entwickler ist leider recht durchwachsen. Bei manchen Filmen lieferte der RHS absolut einwandfreie Ergebnisse - bei anderen Filmen dagegen nicht. Einen Rollei Superpan 200 z.B. hab' ich - trotz Korrespondenz mit Hr. Schröder - im RHS nicht mal annähernd zufriedenstellend entwickelt bekommen. Aufgrund dieser Erfahrung kann ich den RHS halt einfach nicht generell empfehlen...
piu58
> Rollei Superpan 200 z.B. hab' ich … im RHS nicht mal annähernd zufriedenstellend entwickelt bekommen
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Belichtet auf 100 ASA, RHS-DC 1+15, 6 Minuten.
Quinquaginta
Hallo Neutrino,
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zu 1):
Da gibt es einen Entwickler, der Deinen Anforderungen zu fast 100% entspricht: Adox FX-39.
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zu 2):
Nun hast Du nicht gesagt, ob Du XTOL als Stammlösung, oder in Verdünnung verwendest. Das macht bei XTOL schon etwas aus hinsichtlich Feinkörnigkeit und Schärfe.
Wenn Du ihn als Stammlösung verwendest, wirst Du mit anderen sehr feinkörnig arbeitenden Entwicklern wie Atomal, RLS, HRX nur minimale Unterschiede sehen im direkten Vergleich.
Der Hauptunterschied kann jedoch sein, dass Du bei einigen Entwicklern zusätzlich zum sehr feinen Korn auch eine sehr gute Konturenschärfe bekommst. Und die ist dann besser als bei XTOL Stammlösung oder 1+1, 1+2.
Kandidaten dafür sind z.B. CG512/RLS und HRX. Wobei ich aufgrund der bei den meisten Filmen etwas besseren Empfindlichkeitsausnutzung und besseren Haltbarkeit zu HRX raten würde.
Und ein wichtiger Aspekt sollte nicht außer Acht gelassen werden:
Welche Schwärzungskurve möchtest Du haben?
Diesbezüglich unterschieden sich Film-Entwicklerkombinationen nämlich z.T. recht deutlich.
Und diese Unterschiede sind oft praxisrelevanter als Unterschiede in Korn und Schärfe.
Da das aber auch von der individuellen Verarbeitung abhängt (Temp., Kipprhythmus, Dosentyp) muss man das für sich selbst eintesten.
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BG,
Henning
Quinquaginta
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Hallo Uwe,
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da muss ich dem Herrn Henry aber doch recht deutlich widersprechen. Die Körnigkeit ist bei Rodinal höher als bei den meisten anderen Standardentwicklern.
Ich habe in den letzten Jahrzehnten mit über 30 unterschiedlichen SW-Filmentwicklern gearbeitet.
Die meisten davon habe ich systematisch getestet und in Vergleichstests laufen lassen, natürlich auch Rodinal (den ich für bestimmte Anwendungen auch in meiner täglichen Praxis verwende).
Man tut weder Rodinal noch den (potentiellen) Anwendern einen Gefallen, wenn man Rodinal Eigenschaften zuschreibt, die er definitiv nicht hat.
Und Feinkörnigkeit ist nun definitiv nicht seine Stärke, wenn man ihn mit anderen Standardentwicklern wie D76, ID11, XTOL, Ultrafin, ADX-II, DD-X, HRX, Promicrol etc. vergleicht.
Die Vorteile von Rodinal/Adonal sind
- sehr einfache Handhabung
- sehr gute Haltbarkeit
- sehr guter subjektiver Schärfeeindruck bei kleineren und mittleren Vergrößerungsmaßstäben
- in der Verdünnung recht gut auf Film und Kontrastverhältnisse abstimmbar
- sehr preiswert
- bei best. Filmen für Standentwicklung geeignet.
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Kurz noch eine Erläuterung zum Schärfeeindruck: Objektiv ist es so, dass Rodinal aufgrund des gröberen Korns sogar eine schlechtere Kantenschärfe hat als Entwickler wie HRX, ADX-II oder CG512, die auf feines Korn und hohe Schärfe ausgelegt sind.
Die Kanten sind beim Rodinal stärker "ausgefressen", ungleichmäßiger. Objektiv unschärfer.
Das sieht man bei sehr starken Vergrößerungen im Print, oder extrem deutlich bei Vergleichsaufnahmen unter dem Mikroskop.?
Bei geringen bis mittleren Vergrößerungsmaßstäben im Print wirken Rodinal Aufnahmen aufgrund des Eberhard-Effektes aber subjektiv schön scharf.
Gleiches gilt prinzipiell auch für Neofin Blau und Adox FX-39, wobei die noch bei den meisten Filmen feinkörniger und objektiv etwas schärfer arbeiten als Rodinal.
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BG,
Henning
Neutrino
Hallo an alle,
sorry, konnte bis jetzt leider nicht antworten, da ich ein paar Tage auf Urlaub war. Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.
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Mein bisheriger Zweitentwickler nach Anforderung Punkt 1.) war/ist der Adox ADX. Die Haltbarkeit ist hervorragend. Der steht sicher schon etwa zwei Jahre ohne Schutzgas geöffnet bei mir herum, ist jetzt noch etwa halb voll und entwickelt immer noch. Korn und Schärfe sind in etwa so wie ich es mir vorstelle. Allerdings macht er mir große Schwierigkeiten mit einem meiner Lieblingsfilme, dem T-MAX 400. Die Ränder des Films (egal ob 120 oder 135) werden braun und manchmal treten auch seltsame "Blasen" auf. Die Mitte des Films ist komplett in Ordnung, aber etwa 10% oben und unten des Bildes sind davon betroffen. Das ist dann logischerweise auch auf den Positiven zu sehen. Mit keinem anderen Entwickler ist mir dies bisher passiert. Alle anderen Fehlerquellen wie beispielsweise zu kurzes Fixieren bei den T-MAXen kann ich ausschließen. Es muss am Entwickler liegen. Der ADX ist ja stark verwandt mit dem SD2525 von Spur. In dessen Beschreibung ist eine Warnung vor der Braunfärbung der Gelatine, allerdings beim Tri-X. Kann das beim ADX etwas Ähnliches sein? Kennt den Fehler jemand? Jetzt soll es ja eine neue Version vom ADX geben. Ist dieser Fehler dort vielleicht behoben?
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Kurz zu Rodinal: Obwohl ich ihn selbst noch nie probiert habe, habe ich gegen Rodinal einfach eine gewisse Abneigung. Sicher liegt es zum einen an den sehr vielen Bildbeispielen mit extremen Korn, die ich im Netz gesehen habe, mag aber auch sein, dass ein zusätzlicher Faktor ist, dass er von jedem verwendet wird und er meines Erachtens zu sehr als das Wundermittel angepriesen wird. Wie auch immer, auch wenn er bei niedrigeren Temperaturen feiner arbeitet, werden wir wohl keine Freunde. Wenn ich mir den Entwickler zulegen würde, kommt dann sicher noch die selbsterfüllende Prophezeiung hinzu und es wird erst recht nichts
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Quinquaginta,
Beim X-TOL habe ich bisher immer in der Verdünnung 1:1 gearbeitet. Laut Kodak soll ja bei Stock die Körnigkeit noch ein kleines Stück feiner sein und die Empfindlichkeitsausnutzung etwas schlechter. So wie ich das jetzt verstehe ist in Punkto Feinkörnigkeit also nicht mehr all zu viel herauszuholen und zusammen mit X-TOL stellt HRX, CG512, so ziemlich das Optimum dar? Du meinst allerdings jetzt, dass die Kantenschärfe bei etwa gleichem Korn möglicherweise besser als bei X-TOL ist? Ich hoffe, dass ich habe ich so nun richtig verstanden.
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Zum Thema Schwärzungskurve habe ich absichtlich nichts geschrieben, weil ich mich da ehrlich gesagt noch nicht wirklich auskenne. Ich verstehe zwar in der Theorie was das heißt, aber am Negativ oder Positiv könnte ich da wahrscheinlich noch keine Unterschiede ausmachen. Ich kann jetzt höchstens layenhaft ausdrücken, was ich bevorzugen würde: Die Mitteltöne sollten recht linear ansteigen und die Lichter sanft gebeugt werden. Ein plötzliches blocken der Lichter wie bei einer Digicam würde ich nicht so toll finden.
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Den FX39 habe ich mir auch schon überlegt. Klingt zumindest sehr interessant. Wenn er weniger klumpt wie Rodinal ist das für mich denke ich wirklich ein heißer Tipp. Hast du selbst Erfahrungen damit?
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Gibt es den RHS überhaupt noch? Auf Maco finde ich den nicht mehr. Oder ist das jetzt der Supergrain? Was kann man eigentlich über diesen Champion Promicrol sagen? Den verwenden ja auch nicht wenige. Der klingt zumindest in der Beschreibung ähnlich dem FX39.
piu58
> Herrn Henry aber doch recht deutlich widersprechen. Die Körnigkeit ist bei Rodinal höher als bei den meisten anderen Standardentwicklern.
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Bevor du ihm widersprichst: Hast du das gelesen? Er hat gemessen, nicht visuell eingeschätzt.
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Rodinal neigt zu starkem Korn bei Überentwicklung, stärker als andere Entwickler. Dies mag eine persönliche Erfahrung begründen. Insbesondere wenn man mehr Empfindlichkeit aus der Kombination herausholen will, als sie hergibt.
Quinquaginta
Quinquaginta,
Beim X-TOL habe ich bisher immer in der Verdünnung 1:1 gearbeitet. Laut Kodak soll ja bei Stock die Körnigkeit noch ein kleines Stück feiner sein und die Empfindlichkeitsausnutzung etwas schlechter. So wie ich das jetzt verstehe ist in Punkto Feinkörnigkeit also nicht mehr all zu viel herauszuholen und zusammen mit X-TOL stellt HRX, CG512, so ziemlich das Optimum dar? Du meinst allerdings jetzt, dass die Kantenschärfe bei etwa gleichem Korn möglicherweise besser als bei X-TOL ist? Ich hoffe, dass ich habe ich so nun richtig verstanden.
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Zum Thema Schwärzungskurve habe ich absichtlich nichts geschrieben, weil ich mich da ehrlich gesagt noch nicht wirklich auskenne. Ich verstehe zwar in der Theorie was das heißt, aber am Negativ oder Positiv könnte ich da wahrscheinlich noch keine Unterschiede ausmachen. Ich kann jetzt höchstens layenhaft ausdrücken, was ich bevorzugen würde: Die Mitteltöne sollten recht linear ansteigen und die Lichter sanft gebeugt werden. Ein plötzliches blocken der Lichter wie bei einer Digicam würde ich nicht so toll finden.
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Den FX39 habe ich mir auch schon überlegt. Klingt zumindest sehr interessant. Wenn er weniger klumpt wie Rodinal ist das für mich denke ich wirklich ein heißer Tipp. Hast du selbst Erfahrungen damit?
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Hallo Neutrino,
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ja, die Kantenschärfe ist bei HRX + Co. noch etwas besser als bei XTOL 1+1.
Da Du ja sehr viel Wert auf Feinkörnigkeit legst: Das Korn im Endergebnis wird zu 85-95% vom gewählten Film bestimmt, der Rest vom Entwickler und der Verarbeitungstechnik. Über die Auswahl des Films erreicht man also sehr viel mehr bei diesem Parameter als über die Auswahl des Entwicklers.
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Schwärzungskurve: Der von Dir beschriebene / gewünschte Verlauf ist typisch für einen sogenannten "Ausgleichsentwickler".
Der Adox FX-39 zeigt beispielsweise mit den meisten Filmen exakt diesen Verlauf.
Und ja, ich habe selbst Erfahrungen mit dem Entwickler.
Ich äußere mich grundsätzlich nur zu Produkten, die ich selbst verwendet und getestet habe. Habe ich etwas selbst nicht verwendet, halte ich meine Klappe.
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Hallo Uwe,
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ich habe selbst intensiv gemessen und getestet. Ich habe extrem viele Testergebnisse und Bildbeispiele hier. Wenn wir uns das nächste Mal treffen, kann ich gern welche mitbringen. Du wirst sofort die Unterschiede sehen.
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BG,
Henning
piu58
> Du wirst sofort die Unterschiede sehen
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Das bezweifle ich ja nicht und auch Henry stellt das fest. Es ist aber nicht wegen des gröberen Korns, sondern wegen des schärferen Korns. Und dieses scharfe Korn hat auch einen ästhetischen Reiz. Ein sichtbares Matschkorn ist für meine Augen ein Makel, ein sichtbares Korn wie gestreuter Sand kann die Bildaussage unterstützen (nicht bei jedem Motiv freilich).
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Korn und Rodinal wird überschätzt. Ich habe noch strategische Vorräte an APX 100, der arbeitet sehr gut mit Rodinal zusammen. Das Korn ist nicht aufdringlich. Auch die Kentmere-Filme vertragen diesen Entwickler gut. Es mag Kombinationen geben, die weniger harmonieren.