talofa
hallo
ich habe mich schon in diesem forum kreuz und quer durchgelesen, aber irgendwie keine für mich passende antwort gefunden...
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vor mehr als 10 jahren habe ich das analoge fotografieren entdeckt, bilder selbst entwickelt, usw. zwischendurch digital fotografiert, aber seit ein paar jahren wieder immer eine analoge kamera dabei. da die kamera (Exa 1) nur ausgeborgt ist und meine eigene kamera (cosina hi-lite), zufallsfund auf einem flohmarkt, nicht sehr zuverlässig und recht schwer ist, bin ich auf der suche nach einer zuverlässlichen und besseren alternative.
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gerne hätte ich eine kamera, die noch mechanisch funktioniert. am besten mit internen belichtungsmesser. für die es gute weitwinkel-objektive (mache gerne architektur und landschaftsfotografie) gibt. ich werde keinen blitz anschließen oder aufwendige nacht-aufnahmen machen.
erstmal darf es eine 35mm sein.
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und sie sollte eher vielleicht nicht zur "mittelklasse" gehören, sondern darf schon eine kamera für den "anspruchsvollen" fotografen sein. :)
ich habe keine besondere marke im kopf, möchte mir nur eine gute alte kamera kaufen, die auch etwas kosten darf und mich auf meinen streifzügen begleitet.
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hat jemand eine kaufempfehlung für mich?!
Grüße
eva
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piu58
Canon eos 30 oder 33. Eine der letzten, die produziert wurde, mit ziemlich vielen Möglichkeiten.
bernhardmangelsgmxde
die EOS ist halt nicht mechanisch, und auch eher Mittelklasse. Mechanisch und für gehobene Ansprüche hört sich nach Nikon F2 an. Wahrscheinlich halt nicht wirklich leichter, als die Cosina.
Wolfgg
Hallo Eva,
in der Bucht bekommt man für 20..50 Euro die Canon A1, bei solchen Preisen lohnt es sich nicht mehr, etwas minderwertigeres zu kaufen. Die kostete 1980 stolze 1400 DM! Eine wirklich zuverlässige ohne Autofokus, deren Zeiten dank elektronischer Steuerung auch noch nach Jahrzehnten so genau sind wie am Anfang. Kein Batterieproblem (6V Alkali), keine alternden Bauteile (Led-Anzeige im Sucher), robustes Arbeitspferd. Die Objektive sind erstklassig. Habe vor ca. 3 Jahren im Preistief selbst "zugeschlagen", als die Pixelfritzen die FD-Objektive noch nicht brauchen konnten. Funktioniert alles einwandfrei. Nur 2 Nachteile seien nicht verschwiegen: keine Blitzinnenmessung und man kann im Automatikbetrieb nicht einfach schnell durch Drücken eines Hebels die Blende auf den eingestellten Wert schließen, um die Tiefenschärfe zu sehen. Die A1 hat Zeit- und Blendenautomatik und Manuellbetrieb.
Beim Kauf muss man nur drauf achten, ob dieses "Keuchhusten" genannte Geräusch an der Spiegelbremse auftritt. Das kann aber leicht durch Ölen an bestimmter Stelle beseitigt werden. Habe 2 Gehäuse damals gekauft, beide hatten diesen Effekt und konnte ihn leicht beseitigen, wie hier, man muss nur die Bodenplatte abnehmen, eine Kleinigkeit:
http://jetbutterfly.web.fc2.com/camera/e_squeak.html
Im Web gibt es viel Infos, z.B.:
http://www.mir.com.my/rb/photography/companies/canon/fdresources/SLRs/
http://www.butkus.org/chinon/canon.htm
http://web.mit.edu/dennis/www/canon/fd-lens-info.html
http://www.photozone.de/active/survey/querylenstxt.jsp?filter=%22brand=%27Canon%20FD%27%22
http://www.canon.com/camera-museum/camera/film/series_f.html
http://www.lomography.com/magazine/reviews/2009/03/23/canon-a-1-35mm-slr-manual-merriment
Grüße Wolfgang
Wolf_XL
... entweder bist Du blond - oder ein Troll... ;-)
talofa
vielen dank für eure antworten.
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eine 15jahre alte canon habe ich schon, genaues modell weiß ich gerade nicht. ich dachte eher an eine kamera aus den 60/70ern.
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die canon a1 schau ich mir mal an!
gibt es noch ältere canons die interessant sein könnten?
oder zb von nikon?
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bezahlbare objektive wären auch gut. aber eigentlich brauche ich da auch keine große sammlung...
stefanberyll
Ich möchte mich von meiner Pentax LX trennen.
Dazu gäbe es ein paar sehr schöne Objektive, auch ein Weitwinkel wäre dabei und anderes Zubehör.
Wenn Du daran Interesse hättest, würde ich Dir mehr Einzelheiten schreiben.
LG
Stefan
Wolfgg
Richtig alte Kameras, das ist so eine Sache, wenn man damit noch zuverlässig arbeiten will. Da braucht man entweder eine zuverlässige Quelle, die einem die Vorgeschichte verraten kann. Also so Infos wie Einsatz (Hobby oder beruflich), Zahl der Auslösungen, wann war die letzte Wartung (Öl, Fett). Oder Kauf vom Händler mit Gewährleistung. Oder die Kenntnisse und Werkzeuge, um das Gerät selbst zu warten. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man nach Einsatz von viel Zeit und Geld (km) vor einem Motiv steht und dann die Kamera streikt. Sei es nur wegen Kälte.
Die Zeit von 1970..75, das war bei Amateuren auch eher die Zeit von Minolta, SRT-101 wurde oft gekauft.
Gruß Wolfgang
jochen53
Hallo Eva,
eine Nikon FM oder FE könnte Deinen Vorstellungen vielleicht nahe, allerdings muss man bei solch "alten" Kameras immer mit einer fälligen Grundüberholung rechnen (man kann auch Glück haben und alles funktioniert noch wie neu), die u.a. den Austausch der Rückwanddichtungen und des Spiegelanschlagdämpfers, Reinigung und Schmierung und die Justierung von Belichtungsmesser und Verschlusszeiten umfassen sollte. Sowas ist nicht ganz billig und dürfte so um die 120 - 150 € kosten, also etwa genauso viel oder etwas mehr als das gebrauchte Gehäuse. Das Gebrauchtangebot an Original- und Fremdobjektiven ist sehr groß. Manche Nikon Objektive zählen zu den besten, die es fürs KB (ohne roten Punkt) gibt. Die Kameras haben kein Batterieproblem und sind ziemlich kompakt und handlich. Sie sind intuitiv zu bedienen und haben keine überflüssigen Features.
Urnes
Also F-Nikon kam schon, FM auch. Wobei die F irgendwann einen elektromechanischen Verschluss bekam. Minoltas SRT-Modelle sind auch vollmechanisch, haben aber einen sehr harten Spielgelschlag. Die Minolta XE wäre da noch, sie ist fast baugleich mit der Leica R3 und die Objektive profitieren von der Zusammenarbeit zwischen Leica und Minolta und sind oft relativ günstig zu bekommen. Und klar Leica wäre da auch noch zu nennen, die R-Modelle waren bis zur R6 vollmechanisch und sehr puristisch. Objektive sind allerdings etwas teuer. Apropos schwer, schwer sind sie alle wenn sie vollmechanisch sind. Modelle mit einem elektromechanischen Verschluss sind leichter (bsp. Minolta X-300 bis 700), außerdem generieren sie mit der Zeitautomatik (so vorhanden) auch Zwischenzeiten, allerdings gehen da auch mal gerne Kondensatoren kaputt, dann geht gar nichts mehr, Kosten der Reparatur um die 80 Euro. Wenn du einkaufst Belichtungsmesser mal testen, ob er auch immer die Hälfte oder das Doppelte anzeigt wenn du die ISO Einstellung um eine Stufe hoch oder runterstellt, das gleiche auch wenn du die Blende um einen Wert schließt. Besser ist natürlich man hat noch einen Beli zum Nachmessen dabei. Ansonsten immer die langen Zeiten, also die Sekunde testen, wenn die stimmt (Armbanduhr mit Sekundenzeigen reicht), laufen die kurzen Zeiten normalerweise auch.
Gruss Sven.
AchimBauer
Hallo Eva,
also wenn du nix mit Blitz arbeiten möchtest, wäre ne schöne alte Praktica mit metallschlitzverschluss in Ordnung. Einziger Nachteil: die originalen Objektive sind optisch super, aber die Blendenlamellen verharzen gerne.
Etwas Nobler wäre die Olympus OM 1, die kann man auch noch reparieren lassen. Schöne schnörkellose robuste Kamera, leider das selbe Problem wie die Praktica: die Quecksilberbatterie, aber für ein paar Ersatzmark findet man in der Bucht ein Reduzierstück, so dass man Hg-Batterien mit der korrekten Spannung einsetzen kann. Die kosten zwischen 30 und 90 Cent, je nach Bezugsquelle.
Bei der Olympus gibt es auch viele preiswerte Objektive, nur Besonderheiten sind teuer. Und bei olympusdmentix.org gibt's auch ne Reparaturanleitung für Kleinigkeiten.
Gruß Achim
rlfsoso
Hi,
ein Hinweise aus eigener Anschauung:
Ich selbst fotografiere im Kleinbild mit 'ner Nikon F2 Photomic und einer Nikkormat FT2. Die Objektive, insbesondere die Vollmetallausführungen ("Berg-und-Tal") ohne Ai-Kupplung (also mit dem Blendenmitnehmer Hasenohr) sind 1. Klasse und für ihre Leistung unglaublich preiswert. Was ich an ihr schätze ist das Handling und die Anzeige von Blende und Zeit im Sucher (die Nikkormat zeigt nur die Zeit an). Meine F2 habe ich dann allerdings für gutes Geld überholen lassen. Das Preisniveau ist so mittelprächtig – gut erhaltene Exemplare sind entsprechend teuer. Andererseits sind die F2s ziemlich unzerstörbar. Alternativ: Wenn es etwas neuer (also mit Ai-Kupplung) sein darf, wären ein Nikon FE oder FE2 klasse, hier findest Du im Sucher Blende (einbespiegelt) und Zeit und die Nachführung von der richtigen Belichtung ist sehr prima gelöst. Kein Geblinke außerdem eine Zeitautomatik, die manchmal doch hilfreich sein kann. Die FM oder FM2 hat nur eine relativ einfache LED-Anzeige für richtig und über- und Unterbelichtung.
Muss es denn wirklich vollmechanisch sein? Die OM-1 und OM-2 haben eine viel gerühmten hellen Sucher (besser als bei der Nikon).
Bei den alten Minoltas (SRT) ist die Anzeige von Blende und Zeit und die Nachführung zur Belichtungssteuerung ebenfalls ziemlich klasse, allerdings dürften die Mess-Zellen inzwischen schon ziemlich gealtert sein. Die Rokkor-Objektive sind erste Klasse und unglaublich preiswert.
Mein Tip: bei einem Gebrauchthändler oder auf 'ner Fotobörse die Dinge in die Hand nehmen und sich von der Hand (und Auge) leiten lassen.
R.
talofa
ui so viele tipps und antworten. da werd ich ein paar abende brauchen die kameras zu vergleichen und zu recherchieren... vielen dank!!
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rlfsoso, da hast du recht. es ist wirklich besser die kamera bei nem händler direkt zu kaufen. ich werd mich mal umhorchen wen es da bei mir in der nähe gibt. die nächste fotobörse ist hier wohl leider erst im dezember.
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mit ai-kupplung und hasenohren kenn ich mich leider nicht so gut aus. auch ein grund mich intensiver damit zu beschäftigen, auch mit den ganzen verschiedenen objektiv-anschlüssen. bisher hab ich mich darum drücken können.
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stefan, ja, schick mir doch mal mehr infos zu der kamera. ich brauche eigentlich nur 1-2 objektive. aber vielleicht passt es ja.
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grüße
eva
Neutrino
Hallo Eva,
ich kann dir die Minolta SRT 101b empfehlen. Sie ist eines der letzten vollmechanischen Kameras von Minolta gewesen. Die SRT ist recht klein und liegt ganz gut in der Hand. Man hat eigentlich alles was man braucht: Belichtungszeiten von 1s - 1/1000s und B; einen Abblendknopf (ich empfinde den als wirklich komfortabel, da man ihn im Gegensatz zu vielen modernen Kameras nicht gedrückt halten muss -> man drückt es wird abgeblendet, man drückt erneut und man hat wieder die volle Helligkeit im Sucher), eine relativ helle Mattscheibe mit Mikroprismen zum Scharfstellen, Selbstauslöser, eine für die damalige Zeit fortschrittliche TTL-Belichtungsmessung und einen Blitzschuh mit Mittenkontakt. Der einzige Nachteil ist die fehlende Spiegelvorauslösung. Man meinte damals, dass der Spiegel so gut gedämpft sei, dass man sie weglassen kann. Die Vorgängerversion, die Minolta SRT 101, hatte noch eine. Der Spiegel ist tatsächlich gut gedämpft aber frei von Erschütterung ist er natürlich auch nicht. Wenn du allerdings eh keine Nachtaufnahmen machen möchtest, wird das dann sowieso nicht von so großer Bedeutung bei dir sein. Abgesehen davon konnte ich selber noch keine sichtbaren Verwackelungen bei Nachtaufnahmen feststellen. Was man auch noch beachten muss: Die damals benötigten Knopfbatterien für den Belichtungsmesser gibt es auf Grund von jetzigen Umweltstandards nicht mehr. Allerdings gibt es Alternativen: Weincell-Batterien. Die werden extra für solche alten Kameras mit der richtigen Spannung hergestellt. Der Nachteil ist sie sind recht teuer und halten nur etwa 1/2 - 1 Jahr. Selbst wenn du den Belichtungsmesser nie einschaltest. Eine weitere Möglichkeit ist, dass du eine normale 1,5Volt Knopfbatterie verwendest. Die Spannung weicht ein wenig ab, allerdings konnte ich bisher keine Unterschiede feststellen. Der Belichtungsmesser funktioniert genauso gut.
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An Objektiven gibt es eine riesige Auswahl. Du kannst dich aus der damals aktuellen Serie der MC-Objektive, wie auch aus der Nachfolgeserie der MD-Objektive bedienen. Weiters ist es natürlich möglich auch ältere Minolta Objektive oder Objektive von Fremdherstellern anzuschließen. Besonders die MC-Objektive genießen einen hervorragenden Ruf. Davon herauszuheben wäre beispielsweise das MC 58mm/1.2. Viele meinen es bietet eines der besten Bokehs überhaupt. Ich kann mich dem nur anschließen! Allerdings hat es schon seinen Preis. Ich hatte mal das Glück eines recht billig zu bekommen. Die Linsen sind bei meinem leider nicht mehr ganz einwandfrei, aber dennoch hat es (etwas abgeblendet) eine hervorragende Schärfe und ein wundervolles Bokeh.
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Da du ja gerne Architektur fotografierst, könnte für dich auch noch das MC/MD 35mm/2.8 Shift CA etwas für dich sein. Es hat neben der Shiftfunktion auch noch eine Besonderheit, die meines Wissens, bis auf das MC/MD 24mm/2.8 VFC, kein anderes Objektiv der Welt hat: Eine variable Schärfenebenenwölbung. Du kannst die Schärfenebene mit Hilfe eines Drehrings in Form eines Us nach hinten oder nach vorne wölben.
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Eines sei aber trotzdem noch gesagt: Ich denke es macht nicht so viel Unterschied welches Kameramodell du nimmst. Anders als bei digitalen Kameras ist die Qualität der Bilder nicht vom Kameragehäuse abhängig? Eine professionelle Kamera der damaligen Zeit macht mit dem selben Objektiv, dem gleichen Film (und natürlich mit dem selben Können des Fotografen) genauso gute Bilder wie eine Einsteigerkamera. Der Unterschied besteht in der Ausstattung und selbst der ist nicht so groß wie bei den modernen Analogen oder Digitalen. Es ist viel wichtiger sich Gedanken über gute Objektive zu machen!
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Weiters ist es auch viel wichtiger, dass du auf einen guten Erhalt der Kamera achtest: Mechanische Kameras sind meiner Meinung nach wirklich robust und heute auch noch in einem wirklich gutem Zustand zu bekommen, dennoch beachte vor allem:
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.) Die Verschlusszeiten. Es ist natürlich etwas schwierig zu hören ob eine 1/500 tatsächlich eine 1/500 ist, aber bis sagen wir mal von 1s - 1/30 kann man es ganz gut hören, ob der Verschluss halbwegs richtig abläuft. Mit bisschen Übung bei einer Kamera von der man weiß, dass sie richtig läuft, kann man es schon nach kurzer Zeit gut abschätzen, ob die Verschlusszeit zu lange oder zu kurz ist. Kleine Abweichungen kann man natürlich hinnehmen.
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.) Belichtungsmesser. Am besten ist es du machst auch hier einen Kameravergleich. Kleine Abweichungen sind auf Grund der unterschiedlichen Messmethoden oder Toleranzen erlaubt, aber wenn er ganz was anderes anzeigt ist das natürlich nichts.
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.) Sucher. Ist dieser verdreckt oder schön klar und hell?
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.) Dichtungen und Dämpfer. Sind diese porös oder noch im guten Zustand?
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Ich hoffe ich konnte dir auch ein wenig helfen.
AntiLynd
ich kann die obige Empfehlung der Nikon FM nach ca, 10 Jahren eigener Erfahrung nur bestärken. Eine SLR ohne jeden Schnickschnack, voll funktionsfähig auch ohne Batterie, und mit Batterie (stinknormale Knopfzellen, die es heute noch an jeder Ecke gibt) kriegst du noch einen Belichtungsmesser obendrauf. Ein gepflegtes Exemplar solltest Du im unteren zweistelligen Preisbereich kriegen.
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Davon abgesehen: wichtiger beim SLR-Kauf ist nicht unbedingt so sehr das konkrete Modell, sondern die Entscheidung für einen bestimmten Hersteller. Denn welche Nikon auch immer Du Dir kaufst: Du bist, solange Du sie hast, eben eine Nikon-, d.h. keine Canon-, Minolta-etc.-Nutzerin, mit den entsprechenden Konsequenzen beim Anschaffen aller zukünftigen Ergänzungen.
Wolfgg
Der Vollständigkeit sollte auch erwähnt werden, wovon man besser die Finger lässt:
Wenn ich ernsthaft damit arbeiten will, also nicht nur einfach "sehen, was die damals konnten", würde ich auf jeden Fall solche Sachen aus der Zeit 1960 bis 1980 meiden:
Die frühen Zeisskameras, für damalige Verhältnisse zweifellos exzellent, teilweise mit Wechselmagazin (!):
http://wolfgangs-photographica.blogspot.de/2008/01/contaflex-super.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Contarex
oder die Icarex, gut gedacht, aber mit unzuverlässigem Verschluss, der hat mich selbst viel geärgert:
http://www.ukcamera.com/classic_cameras/zeiss17.htm
Der "Bremsklotz", schon nach kurzer Zeit schmerzen die Finger:
http://wolfgangs-photographica.blogspot.de/2008/01/exakta-varex-iib-ein-mechanisches.html
und auch alles mit M42 Anschluss, allein schon die 3 Umdrehungen, um das Objektiv abzubekommen, das nervt.
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Gruß Wolfgang
michael-kielgmxnet
Zur Exakta Varex: Erstens hat sie keinen M42-Anschluss sondern ein spezielles Bajonett und so unhandlich ist sie nun auch wieder nicht. Trotzdem ist so eine Kamera sicherlich eher ein Sammlerstück.
Wolfgg
Michael: M42 bezieht sich nicht auf die Exakta, das sollte sich doch aus der Formulierung ergeben.
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Gruß Wolfgang
grommi
Wie schon gesagt sind die Objektive das Kaufkriterium schlechthin. Ich rate deshalb auch zu manuell zu fokussierenden Minoltas, weil es da einfach die günstigsten Objektive der Spitzenklasse gibt. Die letzte, also jüngste Baureihe - X-300, X-300s oder X-500 - gibt es auch sehr günstig. Nur die Kondensatoren bedürfen der Erneuerung. Wenn man jemanden kennt, der einen Lötkolben hat, ist dies eine Sache von wenigen Minuten und wenigen Cent Materialkosten. Ich hab das schon ein paar mal gemacht, bei allen X-en, die mir in die Finger gekommen sind. Nur von der X-700 sollte man m.E. die Finger lassen. die hat nämlich einen 2. Kondensator unter der oberen Abdeckkappe, und die zu demontieren ist eine ziemliche Fummelei.
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Die Kameras sind relativ leicht und kompakt, das 1,7/50 Normalobjektiv ist erste Sahne und man bekommt es meist als Gehäusedeckel mitgeliefert. Ansonsten wird man bei dieser Serie belohnt mit einem großen, hellen Mattscheibenbild wie es besser nicht geht, hochwertiger Belichtungsmessung mit Photodioden, die so gut wie nicht altern und einer tadellos funktionierenden Zeitautomatik mit "exposure-lock", also der Möglichkeit, die Belichtung per Tastendruck einzufrieren, dazu natürlich vollmanuelle Einstellung. Dazu sehr exakte da elektronisch gesteuerte Verschlusszeiten. Als Batterien werden die überall erhältlichen LR44 verwendet. Die Kameras sind sehr "aufgeräumt" und einfach zu bedienen. Mein Tipp: die X-300s. Außen Plastik, innen Metall, liegt perfekt in der Hand, ist die jüngste von allen, hat Blendeneinspiegelung im Sucher und ist unglaublich preiswert im besten Wortsinn. Seit ich sie habe, will ich sie nicht mehr missen, das vermeintlich hässlichste Entchen unter den Minoltas ist mein Favorit. Zum Preis einer Pizza und 2 Vierteles. Nur sollte man drauf achten, eine mit Drahtauslöser-Anschluss zu erwischen. Es gab sie nämlich auch ohne (Schande!!!). Nicht viel mehr kostet das hervorragende 2,8/28er Rokkor Weitwinkel. Es gibt unter den Rokkoren (so heißen die manuellen Minolta-Objektive) eigentlich keine richtige Niete.
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Ohne Batterien geht natürlich nichts, deshalb ist für den Winter bei Minusgraden und als "Backup" eine vollmechanische SR-T 101 oder 303 nicht verkehrt. Oder falls man wirklich mal eine Spiegelvorauslösung braucht. Die anderen 100er SR-Ts kann man sich eigentlich schenken, wenn schon, denn schon, preislich kaum eine Differenz. Eine Batterie wird nur zur Belichtungsmessung benötigt. alles andere funktioniert auch ohne. In meiner SR-T 101 verrichtet eine aktuelle PX-625 Batterie ohne Quecksilber ihren Dienst und die Belichtungsmessung ist einwandfrei. Anscheinend misst sie auch mit 1,5 Volt genau.
Viele Wege führen nach Rom, viel Glück und gut Licht - grommi
stefanberyll
Meine Pentax LX ist in gutem Zustand, ich habe außer dem "normalen" Prismensucher die Sucher FC-1 + FB-1 und einen Lupensucher, außerdem folgende Objektive: Pentax 1,8/55 SMC, Pentax K SMC 3,5/28, Pentax SMC 2,8/100, Pentax SMC 4/200, Sigma für Pentax K 2,8/24 (Macro),
Zeiss Planar 1,4/50 ZK, Zeiss Distagon 2,8/25 ZK.
Ich habe im Verlaufe der Zeit mit vielen Kameras verschiedener Hersteller fotografiert, die LX ist die beste davon.
Sieht schön aus, super Objektive, keine Batteriesorgen, super Sucherbild, super Belichtungsmesser (mit Halbautomatik, Du legst die Blende fest, die Kamera sucht die "richtige" Zeit), Belichtungskorrektur, Dioptrienausgleich am Sucher, ohne Batterie (bzw. bei starker Kälte, bei der Batterien gelegentlich schlapp machen) kann man von 1/75(X) bis 1/2000 fotografieren, für Doppelbelichtungen kann man den Film millimetergenau zu jedem Bild zurückspulen, es gibt verschiedene Sucher, verschiedene Mattscheiben, Spiegelvorauslösung, Selbstauslöser.
Das kostet natürlich auch heute mehr als die einfacheren, guten Kameras, die man für zweistelliges Geld bei Ebay kaufen kann.
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Etwas ganz anderes noch, meine zweitliebste Kamera war die Praktina IIa (siehe www.dresdner-kameras.de). Ohne eingebauten Belichtungsmesser, aber mit sehr schönen Objektiven entstanden sehr schöne Fotos. Das Sucherbild ist aber leider für meine schwachen Augen schwierig, bzw., das Sucherbild ist sogar für Adleraugen schwierig, für meine schwachen Augen sehr schwierig.