Morte
Wie immer hat hier natürlich jeder seinen eigenen Geschmack und seine eigenen Erfahrungen.
Aus eigener Erfahrung empfehle ich die Minolta XD 7. Passende, gute Rokkor-Objektive (MD) sind bei eBay günstig zu erwerben. Die letzte Vollmetall-Kamera von Minolta. Zuverlässig, robust, mit Beli, Zeit- und Blendenautomatik, Belichtungskorrektur und Abblendknopf. Handelsübliche Batterien für den Beli verwendbar (keine Quecksilberbatterie-Problematik). Superschönes Auslösegeräusch. ;)
In etwa vergleichbar mit der Canon A1, aber ohne deren bekannte Problematik mit dem zerfallenden Spiegeldämpfer-Kunststoff. Eine der besten Kameras, mit denen ich je fotografiert habe - für mich ist sie mein tägliches Arbeitspferd.
grommi
Hm, auch bei der XD-7 gibt's Probleme, z.B. mit der Spiegeldämpfung oder dem Magnetschalter/Verschluss ....... Ich hatte leider noch keine funktionierende in Händen, nur 2 kaputte. Aber Probleme mit doch mittlerweile 30 Jahre alten und noch älteren Kameras sind ja nun nichts Ungewöhnliches und betreffen mehr oder weniger alle Marken und Modelle. Auch die Nobelmarken, nur da muckt keiner, wenn mal 200 € für eine Reparatur fällig werden. Auch die mit dem roten Punkt z.B. gehen kaputt, bleiben es aber meist nicht lange, da sie als Wertobjekt schnell wieder instandgesetzt werden.
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"Wie immer hat hier natürlich jeder seinen eigenen Geschmack und seine eigenen Erfahrungen."
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Jau, fragste 10 Leute, kriegste 11 verschiedene Antworten :-DD
Rolf-Werner
Aus der Zeit kenne ich vor allem zwei Kameras, meine eigene "RevueFlex", angeblich ein Minolta-Nachbau, und die Pentax von meinem Vater. Die Pentax hat Objektive mit Bajonett-Anschluss, das ist viel praktischer als die zum Reinschrauben bei meiner Revue. Trotzdem hab ich meine Revue geliebt, weil sie eine Blenden-Tiefenschärfe-Überprüfung bietet, indem man den Auslöser halb runterdrückt. Das aktiviert gleichzeitig den Belichtungsmesser. Bei der Pentax ist der Beli die ganze Zeit an, dadurch ist die Batterie schneller leer. Und man hat keinerlei Möglichkeit einer Prüfung der Tiefenschärfe. Ansonsten sind die Objektive der Pentax natürlich viel besser, aber die Revue war ein Konfirmationsgeschenk und ich einfach froh, überhaupt sowas zu haben... :)
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Dazu sollte ich vielleicht noch sagen, dass wir beide lediglich ein Set von 3 Festbrennweiten hatten, also Weitwinkel (35), Normal (50) und Tele (weiß ich nicht auswendig).
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Mein Rat wäre also, suche was mit Bajonett-Anschluss, wo du eine Tiefenschärfe-Überprüfung machen kannst...
Urnes
Hallo Rolf-Werner,
die Revue Flex ist sicher kein Minolta Nachbau. Minolta hat seinerzeit unter dem Revue Branding vertrieben, um auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Revue hat damals Minolta, Praktika und Voigtländer unter seinem Namen vertrieben.
Das war jetzt nur so zur Info, falls es dich interessiert.
Gruss Sven.
Rolf-Werner
Interessant! Danke für den Hinweis, so hatte ich das nicht gewusst.
grommi
Hm, auch auf die Gefahr hin, dass wir uns weiter von der Ausgangsfrage entfernen: ich kenne keine Minolta SLR, die unter dem Namen Revueflex verkauft wurde. Das waren meines Wissens russische Zenit, ostdeutsche Prakticas und japanische Chinons. Nach Beendigung der Produktion der manuell zu fokussierenden Minoltas gab es dann (in den 90ern?) eine Lizenzproduktion eines X-300-Abkömmlings der Chinesen, die unter diversen Namen, meines Wissens aber nicht als Revueflex vertrieben wurde, sondern z.B. als Seagull oder Braun. Wenn ich da schief liegen sollte, würde mich interessieren, welche(s) Minolta-Modell(e) das waren.
Urnes
Oh, da hab ich mich wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Sorry. Es waren die Messsucher-Kameras von Konica und Minolta (u.a. Hi-Matic 7 SII), die unter Revue vertrieben wurden. Bei den SLRs solltest du recht haben, wenn man von der X-300 Seagull absieht. Die ersten Minoltas sind aber zunächst von Quelle, deren Eigenmarke Revue ja war, vertrieben worden. Danach kam dann in den 70er Jahren die Kooperation mit Leitz.
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Gruss Sven.
Morte
Nehmt mal wieder die Ausgangsfrage in den Fokus. Es wurde gefragt nach Kaufempfehlungen für analoge SLR-Kameras, nicht nach Spezialausfertigungen und Sonderwissen.
Und da wurden ja einige gute Modelle und Tipps genannt. Dass so ein Gerät Pflege und die eine oder andere Aufarbeitung bzw. Reparatur braucht, dürfte klar sein. Wie immer bei Oldtimern. Dass es sich lohnt, steht außer Frage. Im Gegensatz zu den "modernen" Plastikbombern von heute kann man viele dieser Reparaturen mit etwas Geschick selbst vornehmen. Für weitergehende Dinge gibt es Fachwerkstätten.
AchimBauer
Halo Morte hallo Eva,
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Also zurück zur Ausgangsfrage.
Fotoquelle bezog seine Revuefexen auch mal von Konica wie die Qualitätssig waren weiß ich nicht, aber mechanisch und 60er 70er Jahre käme hin und haben optisch einen besonderen Charme falls die Baujahrvorgabe nostalgiebedingt ist. Nur Weitwinkelobjektive werden schwer zu finden sein denn damals bestanden die meisten Kameraausrüstungen aus den klassischen drei 35mm, 50mm und 135mm.
Wenn ich selbst nun neu in ein System einsteigen müsste, würde ich eher was moderneres nehmen und mir die Pentax MX mal genauer anschauen.
Oder was neues Kaufen Zenith kriegt man ab und zu neu was ich eher nicht machen würde aber in USA und auch Großbritannien kriegt man ab und zu noch neue Phenix und Vivitar mit unterschiedlichen Objektivanschlüssen, und auch in machanischer Ausführung.
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Gruß Achim
mattes
Es kommt auf deine Ansprüche an.
Kannst du von der Kamera trennen wenn sie es nicht mehr tut oder willst du etwas "Wertbeständiges"
Fangen wir im Oberhaus an da wären Leica R und Contax, der Objektive wegen. Eine sehr schöne Kamera ist die Leica Flex SL2, bei dieser Kamera laufen Spiegel und Verschluss sehr harmonisch ab. Leider muss bei einer Verschlussreparatur die Kamera fast komplett zerlegen (min 1 Arbeitstag). Nicht schöner aber vernünftiger sind die R Modelle die auf Minolta SLRs basieren.
Direkt danach sind die Profimodelle der großen zwei einen zweiten Nikon und Canon und dritten Blick wert. Ich persönlich habe mich für Nikon entschieden. Da wäre die die gute alte F Baureihe, die F und die F2 würde ich den Sammlern lassen. Die F3, FM, FE, FA und die FM3A sind sehr gute robuste ausgereifte mechanische Kameras mit einem unterschiedlichen Anteil an elektronischen Steuerungsmöglichkeiten. Die FE und FM gibt es in den jüngeren Ausführungen mit dem schnellen 1/4000 Verschluss. Dazu gibt es dann die sehr guten Nikkore. Leider mittlerweile ist die Zeit wo man für unter 100€ Kamera und Festbrennweite bekam vorbei.
Für etwas weniger Geld gibt es die F-301 oder die FG. Eine unterbewertete Kamera ist die Autofocuskamera F 90, hier gibt es für Beträge zwischen 20€ und 60€ eine quasi professionelle Kamera. Sie hat einen besseren Autofocus und Belichtungssteuerung wie die ältere F4. Dazu muss gesagt werden das Gehäuse der F 90 ist außen aus Kunststoff, mit einer Gummierung der Rückwand wollte man es aufwerten. Diese Gummierung ist Grund für den niedrigen Preis sie wird im Alter klebrig. Man kann die Gummierung entfernen und hat dann für billiges Geld eine 1A Kamera fürs Fotografieren.
Die F3, F4 und F5 haben einen 100% Sucher und man kann verschiedene Sucher nutzen. Wer viel im Bodenbereich Makros macht wird einen Lupensucher nicht mehr missen wollen. PS aktuell gibt es die Nikon F6 als letzte analoge Nikon SLR noch neu zu kaufen. (Restbestände).
Von Canon und Minoltas würde ich abraten da hier mit den Autofocuskameras der Objektivanschluss gewechselt wurde. Die Kameras und Objektive sind zwar sehr gut aber lassen sich halt nicht untereinander tauschen.
Dann gibt es noch den PK Anschluss den Pentax, Ricoh, Chinon und einige gelabelt Revue und Porst Kameras nutzen. Für sehr wenig bis wenig Geld bekommt man klasse sogenannte Amateurkameras und hat ein großes Angebot an Objektiven.
Zum Abschluss dann noch die M 42 Kameras die mit Objektiv oft unter dem Preis für eine Schachtel Kippen zu haben sind. Bei den M 42 Modellen solltest du bedenken das diese unter Umständen doch schon recht betagt sind man kauft dann am besten gleich 2 Kameras.
Man kann mit allen diesen Kameras super gute Bilder machen oder Schrott produzieren, das Bild macht der Mensch hinter der Kamera.
Ich will Dir nicht zu einer bestimmten Marke raten, kaufen sollte man nur funktionsfähige Kameras in geflegtem Zustand, da sich die Reparatur einer analogen SLR nicht lohnt, ein auftretender Defekt ist (fast) immer ein Totalschaden. Von sogenannten Vitrinenkameras von Sammlern würde ich die Finger lassen. Dort sind Fette und Schmiermittel durch die lange Nichtbenutzung gerne verharzt, Schäden lassen dann nicht lange auf sich warten. Was rastet das rostet.
Guten Rutsch
Mattes
wosis123
Ich finde, das Canon FD-System ist auch eine Überlegung wert. Kameras gibt's viele, recht günstig und gut, die jüngste, T-90 um die 100 EUR mit Features, die erst viel später in anderen Kameras auftauchten, ältere Profi- und Massenmarkt-Kameras oft noch günstiger, ein breites Objektiv-Spektrum, die meisten recht günstig, weil an den EOS-Baureihen nicht verwendbar, lediglich die auch damals recht teuren Objektive der L-Reihe sind auch heute noch ziemlich teuer, gerade bei der inzwischen guten Adaptierbarkeit an digitale MFT- und Sony Systemkameras mit Vollformat.
Geht man aber eine Stufe darunter, gibt's tolle Linsen für günstiges Geld, z.B. ein 50/f1.4 für um 50 EUR oder ein 35-105/f 3.5 für unter 100 EUR, 100/2.5 auch knapp 100 EUR, usw.
mattes
Ganz egal wofür man sich entscheidet, wenn man jetzt einsteigt, die ganz billigen Zeiten sind vorbei. Gerade was gute Objektive angeht. Kamera Gehäuse im Amateurbereich gibt es noch für kleines Geld, gerade wenn man sich jenseits der bekannten Namen umschaut. Ich denke da an Kameras wie die Rikoh, Revue oder Chinon. Oder auch die Nikon f90. Man merkt halt, dass es viele Digitalkameras ohne Spiegel gibt.
An diese lässt sich fast alles an analogen Objektiven adaptieren. Neue Objektive für analoge Kameras werden nur noch in sehr kleinen Stückzahlen im Hochpreisbereich gebaut. Folglich gibt es für den Preis nur eine Richtung, nach oben. Dann kommt noch dazu, dass nicht alle sich von der analogen Bildherstellung verabschiedet haben und die Gelegenheit genutzt haben, sich mit erstklassigem Werkzeug zum Schleuderpreis einzudecken. Der ein oder andere hat da sicher einen guten Riecher gehabt und sich einen Vorrat angelegt. Das, was jetzt auf den Markt gelangt, ist in vielen Fällen Überbestand von analogen Fotografen, die sich zu den Zeiten günstiger Preise eingedeckt haben und jetzt die Gelegenheit nutzen, um einen schönen Schnitt zu machen. Schon manch einer ist auf diesem Weg zu einer Vollformat gekommen. Auf bessere Preise zu warten, lohnt sich nicht, sicher werden auch bald die weniger bewerteten Gehäuse teurer. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es irgendwann in erlebbarer Zukunft wieder gute analoge Kameras neu gebaut werden, billig werden sie mit Sicherheit nicht. Das, was mal war, kommt nicht wieder.
Egal wie du dich entscheidest, es ist in den allermeisten besser als die diversen Finanz- und Versicherungsprodukte.
ThomasW
Ich würde anders vorgehen und erstmal schauen, welche Objektive für den Zweck sinnvoll, verfügbar und bezahlbar sind. Danach dann einen passenden "body" wählen.
highscore
Hi also ich habe mich auf das Pentax k Bajonett eingeschossen.
Cameras : ricoh kr 5 rein mechanisch mit beli (hatte ich neu 1980 gekauft)
Pentax mz-5 sehr gute Elektronik, es werden alle modernen objektive unterstützt
Ricoh kx-x hier warte ich noch auf die Lieferung des bodys
(Canon EOS RT, behalte ich wohl weil sie selten ist)
Vorteile (für mich)
- sehr viele objektive Hersteller
- abwärtskompatible des k Bajonetts bis 1975
- auch die pentax pixelmonster können mit alten objektiven betrieben werden
- mit adapterring steht einem auch die m42 Welt offen
- mit einem anderen ring auf canon eos kompatible
- geringe bodypreise, keine meiner kamerabodys hat mich mehr als 20 € gekostet
Nachteile
- weng image, wird dann aber auch seltener geklaut
- Batterien sind teuer
bernhardmangelsgmxde
- Batterien sind teuer
In Zeiten des Internets eigentlich nicht mehr, oder? Ende des letzten Jahrtausends zahlte ich im Laden 30 DM für zwei CR123. Heute bekomme ich im Netz für 15 € zehn CR123 (inkl. Versandkosten).
highscore
Naja
Die für die Pentax lagen bei 3 pro Stück
Bei der Canon gleich 9
Ich bin halt ein wenig geizig!
Und wenn man dann den Bodykaufpreis zugrunde legt
Dann ist die subjektive Preisanmutung schon teuer.
Ich geb ja zu # Geschenkt ist ja auch noch zu teuer# ;-) ;-) ;-)
bernhardmangelsgmxde
kommt halt darauf an, wo man kauft, die genannten Preise sind für den Fachhandel schon sehr moderat, (da wurde (und wird) andernorts deutlich mehr genommen), wenn man will, bekommt man die Batterien auch mit wenig suchen für etwa die Hälfte, dafür man muss halt normalerweise mehr als einen Satz kaufen (zahlt aber nicht viel mehr, als für einen Satz).